Ein deutsches Unterseeboot versenkt drei englische Dampfer.
U 21 in der Arischen See. Waldgebirge wird noch «m einige knapp nördlich -er „Kritik an den amtlichen ettglische« Berichten.
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Berlin, 31. Januar. (WTB.) Nach einer Reu-
U. 21 am 30. Januar früh den englischen Dampfer „Ben
Crnachen" in der Irischen See versenkt. Der Mannschaft wurde Zeit gelassen, das Schiff zu verlassen. Sie wurde später durch ein englisches Fahrzeug in Fleet- wood gelandet. Nach weiteren englischen Meldungen hat dasselbe Boot gegen Mittag desselben Tages einen zweiten Dampfer westlich von Liverpool Mm Sinke« gebracht. Auch die Besatzung dieses Schiffes wurde ermöglicht, sich vorher in Sicherheit zu bringen. Sie ist bereits in Liverpool angekommen.
Ein späteres Telegramm meldet uns:
London, 31. Januar. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet: Das deutsche Unterseeboot 21 hat gestern früh den Küstendampfer „Ben Crnachen" aus North Shields durch Torpedoschutz versenkt. Der Kommandant ließ der 21 Mann starken Besatzung zehn Minuten Zeit, um in die Boote zu gehen. Die Leute wurden später von einem Fischerboot ausgenommen und in Fleetwood an der Irischen See gelandet. Dasselbe Tauchboot fing gegen Mittag den Dampfer „Linda Manche", der sich auf der Fahrt von Manchester nach Belfast befand, genau westlich von Liverpool ab. Die aus zehn Mann bestehende Besatzung erfuhr die gleiche Behandlung, wie die des Ben Cruachem. Ein gestern abend in Lwerpool eingetroffener Dampfer berichtet, er habe beobachtet, wie das Unterseeboot noch einen -ritten Dampfer vernichtete.
„U 21", dem der neue Streifzug gegen die englische Handelsflotte so gut glückte, hatte bereits wenige Wochen nach Beginn des Krieges rühmlich von sich reden gemacht. „U 21" war dasselbe Unterseeboot, das am 5. September vor dem Ftrth of Forth den englischen Kreuzer Pathfinder vermchtete. Später war das „U 21 ein Schrecken unserer Feindee im Kanal, wo es u. a. den englischen Dampfer „Primo" auf der Höhe von „Le Havre versenkte. Kommandant von „U 21" ist Kapitan- leutnant Hersing, der für die Vernichtung -es „Pathfinder" das Eiserne Kreuz erhalten hat.
Fleetwood liegt wie Liverpool an der englischen Westküste, in der Einbucht der Irischen See.
Ein französisches Torpedoboot vor der belgischen Küste gesunken.
e-t Paris, 31. Januar. (T.-U.) In einer Unter- redung -es Pariser Korrespondenten -er „Times" mit dem Mariveminister Angagneur erklärte dieser, daß in letzter Woche an der belgischen Küste ein weiteres französisches Torpedoboot gesunken sei. Fünf von -en 40 Mann -er Besatzung ertranken. Nach weiteren Berrch- ten handelt es sich um das Torpedoboot 219 der Station Dünkirchen. Die Rettung der Ueberlevende« erfolgte durch das Torpedoboot 218.
Aus dem großen Hauptquartier j
I9-*.1 Großes Hauptquartier, 31. Januar 1915. (Amt
lich. WTB.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
In Flandern fanden gestern nur Artilleriekämpfe statt. Bei Cmnchy, südlich der Straße La Bassee-Bethune, sowie bei Carency (nordwestlich Arras) wnrden den Franzosen einzelne Schützengräben entrissen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Von der ostpreußischen Grenze nichts Neues.
In Polen wurde bei Borzymow, östlich Lowitsch, ein russischer Angriff zurückgeschlagen.
Oberste Heeresleitung.
[ Vom österr.-ungar. Generalstab
7]
Wien, 31. Januar. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart vom 31. Januar, mittags: Am Dunajec und Mda gestern auf beiden Seiten lebhafte ArtillerietLtigkeit. Unsere i« letzter Zeit schon mehreremal mit guter Wirkung feuernde Artillerie hatte auch gestern Erfolg. Der Feind räumte in heftigstem Feuer einige Schützengräben. Auch an der übrigen Front in Russisch-Pole« zeitweise Geschützkampf.
In den Karpathen verlief der Tag ruhiger. Im
Verstrickt.
Roman von A. von der Elbe.
82) (Nachdruck verboten.)
Aber sie sollte für Tante Jose das Album holen; so eilte sie ins Teestübchen; kein Mensch hier, die Türe zu dem kleinen Balkon stand offen, und als sie sich über den Tisch neigte, um das Buch zu suchen, klang der halblaute Ruf: „Adele, pst — hier!" an ihr Ohr und ließ sie von Angst geschüttelt fast zusammenbrechen. Er — er war da, draußen auf dem Balkon. O was nun, was würde geschehen? Sie war fassungslos. Der Ruf wiederholte sich und zwang sie mit unwiderstehlicher Gewalt, ihm zu folgen und hinauszutreten.
Der Balkon, nur einige Meter über der Erde, hing «icht mit der Veranda zusammen, die nach dieser Seite durch eine Glaswand, zum Schutze gegen den Zug, versehen war, die Fenster derselben wurden vom Weinlaub dicht übersponnen, durch welche man den hellerleuchteten Raum überblicken, aber auf dem in das Abenddunkel gehüllten Balkon nicht gesehen werden konnte.
Als Adele hinaustrat, gewahrte sie Denta, der von außen an der Balustrade des Balkons hing. Seine Füße standen zwischen den Steinsäulen des Geländers, mit den Armen stützte er sich auf den Rand. Sein Gesicht kam ihr in dem matten Lichte bleich und sein Blick drohend vor.
„Um Gotteswillen — gehen Sie!" stammelte Adele. „Was wollen Sie hier?"
„Sehnsucht nach der süßen Gnädigen, meinem Liebchen," raunte er.
„Schweigen Sie, das bin ich nicht."
„Oho — plötzlich nicht? Baronetzchen können besser tun — ich soll abgedankt werden?"
„Ich flehe Sie an, gehen Sie — Sie sehen, wir haben Gesellschaft, jeden Augenblick kann jemand hier ins ZiMUM W
Die Oesterreicher Herren der Karpathen.
os£ Berlin, 1. Februar. Der Kriegsberichterstatter der „Morgenpost" Lennhoff meldet aus dem Kriegs- presseqnartier: Nach dem siegreichen Vorgehen der österreichischen Truppen in den letzten Tagen gehört nunmehr der ganze Karpathenwall wieder den Oester- reichern. Die Gruppen gingen bei den erfolgreichen Kämpfen mit großem Elan vor, obwohl der hohe Schnee die Operationen sehr erschwerte und die Mannschaften sehr mitnahm. Das Anfhören des Schneefalls am Du- najec und an der Nida, das für die Artillerie wieder die lang entbehrte Sicht brächte, zeitigte neue starke Geschützkämpfe, die für die österreichische Artillerie günstige Resultate ergaben.
Rußland hat an drei Tagen 37 Obersten verloren.
In den letzten drei russischen Offizier-Verlustlisten, die den Zeitraum vom 12., 13. und 14. Januar umfassen, sind nach einer Meldung der „Frkf. Ztg." aus — ... ---------- "ml-
Petersburg als tot, verwundet oder gefangen euch ten: In der ersten Liste 12 Obersten, in der zweit
ten: In der ersten Liste 12 Obersten, in der zweiten Liste 8 Namen von Obersten und in der dritten Liste 17 Namen von Obersten, zusammen also in drei Tagen ein Verlust von 37 Obersten.
Französisches Urteil über die Lage im Westen.
Die gefährliche Einkreisung Berduns.
In einer militärischen Uebersicht über die letzten Kampftage sagt das „Echo de Paris": Die Ereignisse der letzten Tage beweisen, daß die mit großen Opfern verbundenen Vorstöße des Feindes keineswegs innner ohne weiteres einen Erfolg haben wie bei Soissons. Den erbitterten Kämpfen bei La Bassee find zwar keine Truppenzusammenziehungen in gleichem Maße wie bet Soissons voraufgegangen, aber dennoch ist fortgesetzt ein sehr starker Druck der deutschen Front auf unsere gesamte Linie z« verspüren, da die Deutschen wohl erkennen, daß sie durch das Vorwerfen ihrer Front allmählich in den Besitz bedeutender Stützpunkte und Hilfsquellen kommen können, wie sie die Städte Amiens, Compiegne, Soissons, Reims und Chalons darstellen. Auch machen sie in den Argonnen immer kräftigere Anstrengungen, um gegen Clermont vorzurücken, wodurch die gefährliche Einkreisung Verdnns abermals etwas enger würde. Es steht somit sehr viel auf dem Spiele, und es war Zeit, daß England endlich größere Verstärkungen sandte, die bis Ende März auf 6 bis 700 000 Mann gebracht werden sollen. Die militärische Betrachtung des „Echo de Paris" schließt mit den Worten: „So berechtigt unser Vertrauen anf eine günstige Weiterentwicklung auch ist, so wäre es doch verschiedener Gründe wegen verfehlt, sich wegen der englischen Ver- stärknngen allzu großen Hoffnnngen hinzugeben, da wir es mit einem sehr fähigen nn- zähen Gegner zn tun haben."
Zum letzten Bombardements Dünkirchens.
Ueber die letzte Beschießung Dünkirchens durch deutsche Flieger wird nach der „Franks. Ztg." noch gemeldet: Am Donnerstag abend kamen fünf oder sechs deutsche Aeroplane von Belgien längs der Küste her. Bei klarem, kalten Wetter waren die Schrauben weither hörbar. Die Glocken läuteten Sturm. Um 8^ Uhr fiel die erste Bombe, dann folgten Unaufhörlich Explosionen stundenlang. Drei Stadtteile wurden besonders aufs Ziel genommen. Das Feuer der 75 Millimeter-Geschütze und Spezialabwehrkanonen war vergebens. Fünfzig Bomben, darunter zehn Brandbomben, sollen geworfen sein. Die Zahl der Opfer wird verschwiegen. Dünkir- chen bleibt fortan nachts im Dunkeln.
Deutsche Tauben über Baillenl.
Wie die Pariser Agence Havas berichtet, haben am Freitag mehrere Tauben Baillenl überflogen und Bomben abgeworfen, die aber nur einigen Schaden in der Nähe des Bahnhofes angerichtet haben.
Baillenl liegt im Nordwesten von Armentieres dicht an der belgischen Grenze.
Feindliche Flieger von den eigenen Posten erschossen.
Wie die „Times" aus Kairo meldet, sind ein fran- zöstscher Flieger und ein englischer Beobachter, die auf einem Aufklärungsfli^e östlich vom Suezkanal ihre Maschine verloren, als sie zu Fuß zurückkehrten, von ihren eigenen Posten erschossen worden.
„Ah — also los sein — verleugnen — abschütteln möchtens Ihren armen Liebsten?"
„Aber es war doch alles nur Spaß," raunte sie in Todesangst.
Er lachte gedämpft, aber rauh: „Wollen sehen, was der Herr Papa zu dem schönen Löckchen, dem süßen Bilde, den lieben Zettelchen sagt. Denk', er sagt: schau f$au, so'n charmanten Eidam hat mir das Mädel ausgesucht."
„Ach, es geht Ihnen schlecht, wenn Sie zu meinem Vater kommen. Ich bitte Sie um alles in der Welt, tun Sie's nicht."
Hastig rief er: „Willst Du Dich denn hier mit mir verloben und meinen Ring annehmen?" Er machte Miene, die Balustrade zu übersteigen.
„Nein — nein — niemals!" Sie schrie es fast laut.
„Adele! Adele!" ertönte innen Bernhammers Ruf. „Wo steckt das Mädchen?"
Man hörte Stühle rücken, die Veranda wurde leer. Adele floh ins Zimmer zurück, an allen Gliedern bebend nahm sie ihren Tischplatz vom Mittag wieder ein.
„Was ist Ihnen? Was fehlt Ihnen?" fragte Brüg- gen besorgt.
Mit größter Anstrengung flüsterte sie: „Mich fror ein wenig — ich — ich war auf dem Balkon."
„Trinken Sie ein Glas Wein," sein Blick ruhte prüfend auf ihrem blassen, verängstigten Gesicht.
Die letzten Stunden in der Gesellschaft wurden Adele zur Qual. Als alle Gäste fortwaren, und im Hause Ruhe herrschte, litt es sie nicht auf ihrem Zimmer, sie schlich zur Tante Josefine, um der Vertrauten das schreckliche Erlebnis mitzuteilen, und mit ihr zu überlegen, was zu tun sei.
»Ich fühle mich äußerst abgespannt, Adelchen," I ^Ä^6 sie die Tante, die in ihrem Schlafrock im Lehn- 1 snchl nchtp. »HättL denn Deine Mitteilung nicht Zeit bis
Mouats bei La Bassee und garmchts über Die Kamme, die dort Dienstag und wahrscheinlich Mittwoch stattfan- ben, mitgeteilt hat. Namentlich wurde m englischen amtlichen Berichten nicht erwähnt, daß die Engländer Gelände verloren, dagegen erfuhr man aus dem fran- zösischeu Berichte, daß ein frischer deutscher- Angriff bei Givenchy gemacht wurde, das nördlich, nicht südlich des Aire-Bethunekanals liegt, und daß die Engländer den Angriff abschlugen und einen Gegenangriff machten, der zur Wiedergewinnung der Stellungen führte, die sie am Sonntag abend besetzt hielten. Der Müarbeiter der „Daily News" zieht sodann die deutschen Berichte ^eran, die ein wiederholtes Zurückschlagen der Verbündeten melden, während London und Paris dazu, schweigen. Der Mitarbeiter fragt: ,,Was sind die Tatsachen. Was jetzt not tut, ist ein amtlicher Bericht über das was tatsächlich zwischen unsern Truppen und dem Feinde vorgegangen ist.
Ein englischer Bankdirektor über Deutschlands Finanzkraft.
Die Kopenhagener „National Tidende" meldet aus London: Edward Holden, Direktor der großen London City and Midland Bank, erklärte in der Generalversammlung der Bank, Deutschland sei imstande, eine neue Anleihe von 5 Milliarden unterzubringen. Es könne damit den Krieg sechs weitere Monate führen. Deutschland habe große Anstrengungen gemacht, den Goldvorrat der Reichsbank zn erhöhen. Da dieser jetzt 106 Millionen Pfund betrage, fo sei es nicht klug, mit dem Ende des Krieges infolge Geldmangels Deutschlands zu rechnen, da dies frühestens in 12 Monaten oder- auch später der Fall sein könnte.
Der Ruf nach japanischer Hilfe wird wieder hörbar.
Paris, 31. Januar. (WTB.) Die Frage einer japanischen Intervention in Europa, welche von der Presse eine Zeit lang nicht berührt wurde, beginnt anscheinend im Zusammenhänge mit den Rückschlägen, welche dre französische Armee in der letzten Zeit erlitt, wieder den Gegenstand lebhafter Erörterungen zu bilden. Der „Temps" erklärt, die japanische Regierung habe offiziell ihren Standpunkt noch nicht zu erkennen gegeben, doch stehe fest, daß das Eingreifen Japans von territorialen Konzessionen nicht abhange. Japan wünsche nur, seine wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Die Kosten der Intervention seien nicht ungeheuerlich im Vergleich zu den Kosten, die jede Kriegswoche den Verbündeten bereite. Jedes Zaudern vor einem Zusammenschluß mit dem Volke vom fernen Osten müsse vor der Erwägung schwinden, daß der Bestand Frankreichs und aller freien Länder auf dem Spiele stehe. Man dürfe auf die japanische Intervention nur verzichten, wenn es feststehe, daß sie auf unüberwindliche Hindernisse stoße. Darüber könne nur ein Schritt, den eine von der Bedeutung der Frage durchdrungene diplomatische Stelle in Tokio unternehmen müßte, Klarheit schaffen.
Der Türkenkrieg.
Erfolgreiche Beschießung eines Küstenplatzes am Schwarzen Meer.
Konstantinopel, 30. Januar. (WTB.) Der Große Generalstab teilt mit: Die türkische Flotte hat am 28.
Januar erfolgreich einen russischen militärischen Platz an der Westküste -es Schwarzen Meeres beschossen.
Türkische Fortschritte in Persien.
$-#> Frankfurt a. M., 1. Februar. (T.-U.) Aus Konstantinopel wird der „Frkf. Ztg." gemeldet: Während auf dem kaukasischen Kriegsschauplätze ein gewisser Stillstand der beiderseitigen Operationen bemerkbar ist, schreitet der ümncye Ausritt in Norö-Persien weiter vorwärts. Die Türkei hat die Verwaltung daselbst in die Hand genommen, sie legt Wert darauf, Persien gegenüber den provisorischen Charakter dieser Maßnahme zu betonen, da sie Persien vollkommen als Bruverland betrachtet. Aus Teheran wird gemeldet, daß vielleicht in der nächsten Zeit schort einer der persischen Prinzen seine Residenz in Täbris aufschlagen werde. Bis zum englisch-russischen Perser-Verträge residierte gewöhnlich der Thronfolger in Täbris.
Der Balkan.
Ernste Mahunugeu Bulgariens an Serbien.
Aus Sofia wird der „Köln. Ztg." berichtet, daß die bulgarische Regierung in tatkräftiger Weise die Aufmerksamkeit der serbischen Regierung auf die Unhalt-
morgen?" Josefine dachte, sie solle einen Herzenserguß über Werner hören, ahnte sie doch nichts von dem ^eberfall.
Das geängstigte Mädchen warf sich mit beiden Knien auf das Futzkissen und umfaßte hilfesuchend die mütterliche Freundin. Mit vor Angst aufeinanderschlagenden Zähnen und von Schluchzen unterbrochen schilderte sie Dentas Wagnis und ihre Unterredung auf dem Balkon.
Josefine war längst emporgefahren,' fo schien der Mensch also doch dreister und gefährlicher, als sie ihm zugetraut hatte. Wenn er mit den Dingen, die Adele unvorsichtig aus der Hand gegeben, Mißbrauch trieb, so konnte er ihr unberechenbar schaden und jedenfalls ihre Verbindung mit Werner, welche die Tante nahe gesehen, in Frage stellen. Nach den Aeußerugen ihres Neffen würde er keine richtige und tolerante Auffassuilg für Adelens kindisches Getändel an den Tag legen. Die Männer sind argwöhnisch. Wenn das arme Ding nicht ein für allemal kompromittiert werden sollte, mußte sich ein Ausweg finden lassen. O, warum war sie nicht vorsichtiger gewesen? Sie bereute tief, daß sie in leichtsinniger Güte die Zustimmung zu der Fahrt nach dem Schützellfeste gegeben. Ach, sie war schlaff und kränk, und ihre Lebensanschauung vertrug sich nicht mit dem Amt einer strengen Wächterin, die doch wahrlich nötig gewesen wäre.
Da Josefine in richtiger Selbsterkenntnis sich an der Verfehlung des Mädchens viel Schuld beimaß, war sie gütig und herzlich genug, Adele nicht mehr zu schelten Sie liebkoste die von nervöser Erregung Geschlitteltc und schickte sie mit dern Trost zu Bett, es werde sich morgen die ganze Sache nicht so schlimm anlassen, gute Rat komme über Nacht.
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