Ein Seegefecht bei Helgoland.
Der Panzerkreuzer „Blücher" und ein englischer Schlachtkreuzer gesunken. — Niederlage der Nüssen in der Bukowina.
I-
«^ Berlin, 24. Januar. (Amtlich. WTB.) Bei
einem Vorstoß S. M. S. Panzerkreuzer Seydlitz, Derff- linger, Moltke und Blücher in Begleitung von vier kleinen Kreuzern und zwei Torpedobootsflottillen in der Nordsee kam es heute vormittag zu einem
Gefecht mit englischen Streitkräften in Stärke von fünf Schlachtkreuzern, mehreren kleineren Kreuzern nnd 26 Torpeöobootszerstörern. Der Gegner brach nach 3 Stunden 70 Seemeilen Westnordwest von Helgoland das Gefecht ab und zog sich zurück. Nach bisherige« Meldungen ist auf
englischer Seite eiu Schlachtkreuzer, . von unseren Schiffen der
Panzerkrenzer Blücher gesnnken.
Alle übrigen deutschen Streitkräfte sind in ihre Häfen zürückgekehrt.
Der stellvertretende Chef des Admiralstabs, gez. Behncke.
Der Panzerkreuzer „Blücher" wurde im Jahre 1908 erbaut. Der Tonnengehalt betrug 15 806, Pferdestärke 32 000, die Besatzung 887 Mann. Er entwickelte eme Geschwindigkeit von 25,5 Seemeilen._________________
[ Aus dem großen Hauptquartier ]
Großes Hauptquartier, 24. Januar 1915. (Amt
lich. WTB.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Der 23. Januar verlief im allgemeine« ohne besondere Ereignisse.
Im Argonnerwalde wurden zwei französische Angriffe mühelos zurückgewiesen.
In den Vogesen am Hartmanysweiler Kopf und nordöstlich Steinbach machten wir Fortschritte nnd nahmen 50 französische Jäger gefangen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
In Ostpreußen und im nördlichen Polen keine Veränderungen.
Unsere Angriffe gegen den Sncha-Abschnitt bei Bor- zymow waren erfolgreich: feindliche Gegenangriffe wurden unter schweren Berlnsten für die Russen abgeschlagen.
Russische Angriffe in Gegend nordwestlich Opozno
scheiterte«.
Oberste Heeresleitung.
Dom österr.-ungar. Generalstab j
Wie«, 24. Januar. (WTB.) Amtlich wird ver- lautbart:
An der galizisch-polnischen Front keine Verände- r««g. In einigen Abschnitten Geschützkampf und Plänkeleien. Durch unsere Artillerie gezwungen, räumte der Feind südlich Taxnow abermals einige Schützengräben.
Auch in den Karpathen ist die Situation im allgemeinen unverändert. Aus mehreren, südlich der Paß- Höhen vorgeschobenen Stellungen wurden die Russen zurückgedrängt.
In der Bukowina herrscht nach den letzten, nnserer- seits erfolgreichen Kämpfen, Ruhe.
Am südlichen Kriegsschanplatze keine Ereignisse.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes:
v. H oef er, Feldmarschallentnant.
Die russische Offensive in der Bukowina endgiltig znfammengebrocheu.
Wie«, 24. Januar. (WTB.) Die Kriegsberichterstatter der Blätter melden: In der südlichen Bukowina wurde der Flankierungsversuch des Feindes gegen unseren rechte« Flügel vereitelt und der Feind an der Grenze bei Kirlibaba niedergeworfen. Wir erbeuteten Gefangene und Kriegsmaterial. Der Rückzug des Feindes vollzog fich fluchtartig. Damit ist die russische Offensive in der Bukowina, die anscheinend Siebenbürgen znm Ziel hatte, endgiltig zusammengebrochen.
Der Kriegsberichterstatter des „Berliner Tageblatt" meldet aus dem österreichisch-ungarischen Kriegspresse-
auartier: In den letzten Wochen zogen die Russen starke Kräfte in Der Bukowina heran und nahmen dort eine formierte Offensive auf, deren Ziel offenkundig Siebenbürgen ist. Die dortigen verhältnismäßig schwachen österreichisch-ungarischen Truppen mußten sich zunächst auf die Defensive beschränken und Schritt für Schritt zurückweichend den Russen den Boden überlassen. Die österreichisch-ungarischen Truppen, unter Generalmajor Fischer, stellten sich aber bei Jacoveni der Offensive entgegen nnd hemmten dadurch den weiteren Angriff. Bei Kirlibaba fiel sodann in mehrtägigem blutigen Kampfe die Entscheidung, die mit dem verlustreichen Rückzug der Russen endete. Es ist somit gelungen, den ersten russischen Vorstoß gegen Siebenbürgen abznschlagen.
Die Kämpfe in den Karpathen.
Aus Budapest meldet die „Franks. Ztg.": Im Ungerkomitat kam es am 22. Januar zu erbitterten Kämpfen nm eine strategisch wichtige Brücke über die Brisztrica. Die Russen wurden geschlagen und flüchteten unter Znrücklassung von etwa hundert Toten. Etwa 200 Russen haben sich ergeben.
Englisches Urteil über die Lage im Osten.
^ London, 25. Januar. (T. U.) Der „Daily Chrv- ntcle" meldet aus Petersburg: Die russischen Truppen sind jetzt auf dem rechte« Ufer der Weichsel mit den Deutschen in Fühlung geraten, und zwar auf einer Front von beträchtlicher Ausdehnung, von Konopki bis nach Dobrzyn. Die Deutschen haben hier bedeutende Trup- penmassen konzentriert.
Die erschütterte Stellung Nicolais.
»^ Petersburg, 25. Januar. (T. U.) Die wiederholt gemeldeten Gerüchte, daß der Zar den Generalissimus Nikolai Nikolajewitsch durch eine geeignetere Persönlichkeit zu ersetzen beabsichtige, sind unbegründet. Es ist zutreffend, daß der Kriegsminister, der Generalstab und sicherlich auch der Zar die strategischen Leistungen des Großfürsten bemängeln. Der Kriegsminister machte seiner Zeit Nikolai Nikolajewitsch sogar für die Katastrophe der russischen Armee bei den masurischen Seen verantwortlich. Ein Wechsel in der Obersten Leitung des Heeres wäre aber schon aus dem Grunde nicht geraten, weil dadurch der Zar die Schuld an den schrecklichen Millionenverlusten an Menschenleben einem Mit- gliede des Kaiserhauses zuschieben würde. Das wäre denn gerade Wasser auf die Mühle der Revolutionären, deren Propaganda ohnehin nicht ohne Wirkung ist.
Ein russischer Militärzug verunglückt.
w Bukarest, 25. Januar. (T. U.) „Rußkoje Slowo" meldet nach der „Dtsch. Tgztg.": In der Nähe des Baikalsees stieß ein Militärzug mit einem Güterzug zusammen, wobei vier Wagen des ersteren gänzlich zertrümmert, die anderen schwer beschädigt wurden. 230 Soldaten des 26. Infanterieregiments fanden anf der Stelle den Tod, von den Verwundeten sind noch 14 ihren Verletzungen erlegen.
Kosaken plündern ein Zaren-Jagdschlotz.
^ Wien, 25. Januar. (T. U.) Hiesige Blätter melden nach der „Dtsch. Tgztg.", daß die Russen auf dem Rückzüge des in Skiernewice befindliche Jagdschloß des Zaren ansplünderten. Sieben Kosaken sind deswegen von den Russen hingerichtet worden.
Ausweisungen Deutscher aus den Ostseeprovinze«.
Christiania, 24. Januar. (WTB.) Der Korrespondent der „Morning Post" meldet, daß der Großfürst Nikolai Nikolajewitsch die Frage der Ausweisung von deutschen und österreichischen Untertanen in Rußland nunmehr entschieden habe. Trotz ziemlich heftigen Widerstandes in bürokratischen Kreisen, in denen sich die deutschfreundlichen Elemente noch geltend zu machen versuchen, habe der Großfürst durchgesetzt, daß alle Deutschen und Oesterreicher im Alter von 17 bis 60 Jahren aus den wichtigsten Teilen der Ostseeprovinzen und aus Finnland ausgewiesen werden sollen. Wer dieser Anordnung bis zum 28. Januar nicht Folge leistet, dem droht eine Gefängnisstrafe auf Lebenszeit. Der Ausweisungsbefehl gilt für eine große Anzahl wohlhabender deutscher Bankiers und Justizbeamten.
Von der Westfront.
Von der Schlacht bei Soissons.
$a* Amsterdam, 24. Januar. (T. U.) Die „Mor- ningpost" berichtet aus Paris: Aus den nun einaegau- genen Einzelheiten über die Schlacht von Soissons geht hervor, daß die aus den Tälern zwischen Cusfies und Crony vertriebenen Franzosen in den Laufgräben nnd Wiesen, die sie besetzt hatten, hartnäckig standhielten. Da gruben die Deutschen einen Tunnel nach den Ufern
des Flusses und sprengten diesen, wodurch das Wasser in die Laufgräben strömte und die Wiesen überflutete. Daranf griffen die Deutschen die sich zurückziehenden Franzosen an. Bei dem furchtbaren Bajonettangriff, der sich an den Flutzufern entspann, verloren die Franzosen 12 000 Mann. Gie Artillerie nahm die Deutschen heftig unter Feuer und ermöglichte es den Franzosen, sich über den Fluß znrückzuziehen.
Kriegsminister Millerand in London.
^ Von der holländischen Grenze, 25. Januar. (T. U.) Aus London wird berichtet, daß König Georg am 23. Januar den französischen Kriegsminister Mille- ran- empfing, der ihm von dem französischen Botschafter Cambon vorgestellt wurde.
Landung neuer englischer Truppen?
®«^ Rotterdam, 25. Januar. (T, II.) Der „Courant" erhielt nach Meldung des „B. L.-A." von einem Berichterstatter in Havre zensierte Einzelheiten über starke englische Truppenabteilungen, die in jüngster Zeit in französischen Häfen gelandet worden seien. In einem ein» zigen Hafen trafen innerhalb 24 Stunden 28 Schiffe ein. In einigen Tagen seien auf diese Weise mehr als 100 000» Mann (?) in Frankreich gelandet worden. Der Korrespondent erklärt, er habe nicht beobachten können, daß die jetzt gelandeten Truppen der früheren der ersten Linie zurückstehen. (Natürlich! D. Red.)
Gedrückte Stimmung in Frankreich.
Der Pariser „Temps" stellt, wie die „D. T." meldet, unter dem Titel „Des Krieges Lohn" fest, daß England stets praktisch sei, daß es bereits seine wirtschaftliche Zukunft erwäge, aber auch die allgemeine Wehrpflicht. Es wisse, daß nur die Ausnutzung aller Kräfte in Zukunft Macht verleihe. In Frankreich habe der Krieg auf allen Gebieten Tausende von neuen Problemen geschaffen. Die Physiognomie des ganzen Landes sei verändert,- für die Industrie und die Landwirtschaft stünden schwere Zeiten bevor. Die Arbeiterschaft fehle, die Viehzucht liege darnieder^ die Industrie leide; durch das Moratorium werde die Aufnahme von Geschäften erschwert, ebenso durch den ungenügenden Postdienst. Die nationale Energie müsse durch alle berufenen Faktoren aufgerüttelt, äußerste Ausdauer müsse erzwungen werden. Frankreichs Heil liege in der nationalen Einigkeit: es dürfe kein Parteigezänke mehr geben.
Ein belgischer Flieger abgeschossen.
(Mt Haag, 25. Januar. (T. U.) Nach einer Meldung der „Tgl. Rösch." versuchten gestern, wie die „Tyd" aus ©IitiS meldet, zwei belgische Flieger über dem Meere bei Heyst einen Flug in das Innere Belgiens. Ein Flieger wurde von den Deutschen heruntergeschossen, der zweite wurde von einem deutschen Flieger verfolgt.
^ Von der holländischen Grenze, 25. Januar. (T.- U.) Aus Catsand wird nach der „Köln. Ztg." dem Rvt- terdamschen Courant gemeldet: Am Freitag nachmittag konnte man von hier wie auch bei Knooke ein Flugzeug beobachten, das eine Erkundung über der belgischen Küste unternahm. Nach dem heftigen Schießen, das bald einsetzte, konnte man pnnehmen, daß es auch von den Deutschen beobachtet worden war. An den Rauchwolken konnte man deutlich erkennen, daß die Granaten in der Nähe des Flugzeuges platzten, das nach Erkundung der ganzen Küste in der Richtung zurückflog, aus der es gekommen war. Wegen des heftigen Geschütz- feners war nicht festzustellen, ob der Flieger Sprengkörper abwarf.
* * *
Die Kriegsunlust in Portugal.
w- Lissabon, 25. Januar. (T. U.) Gestern sollte der Aufbruch eines neuen Expeditionskorps nach Angola stattfinden. Es kam jedoch bei der Parade des Korps vor dem Präsidenten zu so lärmenden Manifestationen der Antimilitaristen, daß die Parade kurzerhand abgebrochen, und die Abfahrt des Korps anf unbestimmte Zeit verschoben werden mußte.
Lügenberichte unserer Feinde.
Das Wolffbüro verbreitet folgende Meldung des „Berl. Tagebl. . Von zuverlässiger Seite wird uns geschrieben:
Unsere Gegner nehmen es mit der Wahrheit niemals recht genau. Am schlimmsten wird es, wenn sie mit Zahlen arbeiten. Sie begnügen sich dann meist damit, irgendeine ihnen vorteilhafte Angabe als wahr in die Welt zu setzen, ohne auch nur den geringsten Versuch zu machen, Belege dafür beizubringen. Solche Angaben sind offenbar nur dazu da, die sinkende Zuversicht neu zu beleben. Anders ist es wenigstens kaum zu
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verstrickt.
Roman von A. von der Elbe.
26) (Nachdruck verboten.)
7. Kapitel.
Da aber drei erwachsene Personen viel sitvd für dem leichtes Wägelchen, kann Tönnies Werner mit empfangen, allerlei für unser Essen bestellen und zu Fuß zurückkommen." Es schien ihr zweckmäßiger, das junge Paar die Fahrt allein machen zu lassen, gab dies Zusammensein doch eine unbefangene Anknüpfung. Ade- lens Bangherzigkeit, ohne Begleitung nach Wohlden zu fahren, bestärkte Josefine in der beruhigenden Ueberzeugung, daß die Liebelei mit Denta aufgegeben sei.
Heute überließ Adele ihrem Begleiter, dem Diener, die Zügel; der freudige Mut, der sie sonst belebte, war erloschen. Träumerisch saß sie da. Sie empfand keine Sehnsucht nach Denta, sie dachte mit Scheu, ja mit Furcht an ihn. Voll Sorge spähte sie umher, ob er sich blicken lasse, und wünschte mit allem Denken an ihn fertig zu werden.
Als sie bei Ehlers Hause ankamen, wo sie nach ihres alten Lehrers Ergehen fragen wollte, atmete sie auf; nun würde sie doch vor einer Begegnung mit Denta sicher sein.
Während der nächsten Tage hielt Adele sich mit scheuer Vorsicht in der Nähe des Hauses, hörte sie Dentas lockendes Pfeifen, so lief sie erschrocken davon. Ihr war zumute, wie einer Schlafwandlerin, die angerufen erwacht und sieht, daß sie auf schmalem Steg ! an einem Abgrund dahingeht. Sie schämte und bangte sich: in dem Bedürfnis nach Unterhaltung hatte sie ein Spiel begonnen, das ihr plötzlich in beängstigendem Lichte erschien. Würde Franz Denta sie ohne weitere ; Annäherungsversuche aufgeben? Würde ihr Vater, ; würde Eggeruck, würde niemand sonst als die gute 1 Tante etwas von dem erfahren, was sie gewagt und ge- ■ tan hatte? Gewiß ließ er sie nicht so schweigend los, liebte er sie doch leidenschaftlich. Wie leid er ihr doch ; tat. Vermutlich barg die Weide ein Briefchen, aber sie ; konnte sich nicht entschließen, nachzusehen.
Tante Josefine äußerte erfreut, daß sie den Besuch Mes Neffen, des Dottors Werner Brüggen erwarte, und Adele, die hoffte, daß der Gast Zerstreuung für ihre peinigenden Gedanken bringe, stimmte ein, daß es sehr
wenn Doktor Brüggen komme. Sie er- e^ sm^ wrem Besuch in Berlin. Der
banhei^h^ Kmd angesehen und danach be- yandette, hatte ihr Scheu eingeflötzt.
Eines Morgens sagte die Tante- zehn zur Station fahren, Adelet und ta? ÄS
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Adele sah vor sich nieder und zauderte mit der Am- mors- ö'Kntt^ ^nnu £ miA ^^i
Mtenchen eilte der Freundin verweint entgegen: es gehe dem Vater schlecht, der Arzt habe wenig Hoffnung. Auch Adele begann zu weinen und riß sich nur schwer los, um zur Bahn zu fahren.
Sie stand auf dem Bahnsteig, ihren Gast zu erwarten. Die Erlebnisse der letzten Zeit und die Betrübnis über den Zustand des alten Freundes lasteten auf ihrem sonst so fröhlichen Gemüte. Die lachenden Augen schimmerten feucht, und ihr ganzes Wesen erschien wie verschleiert. Sie war nach dem Erlebnis mit Denta, dessen sie sich schämte, reifer und mädchenhafter in ihrem Empfinden geworden, und diese Wandlung ; lag in ihrer Erscheinung ausgeprägt.
Sug kam an und Werner Brüggen sprang aus ------ ,-------—, o„u„wv UHt ^ „nt- ?0terl. Er war ein schlanker Mann von etwas ge- wort. „Könnte Tönnies mich nicht begleiten?" I HE^"A Haar und Augen dunkel und der Aus- * Sattes Mte das Mädchen: „Du hast recht, Kind. ' Sein S üfi?S^^ i« schwermütig.
verflog den Bahnsteig; n erwartete einen
Diener und den Wagen Bernhammers zu finden, und kam mit dem Ausdruck des Erstaunens auf Adele zu, die ihm verlegen die Hand entgegenstreckte.
„Bitte, wundern Sie sich nicht, daß ich Sie abhole, der Kutscher muß mit einfahren: ich habe meinen Ponywagen da: bitte, kommen Sie."
„Wie geht's Tante Josefine?"
„O, ich glaube ganz ordentlich."
Sie durchschritten das Stationsgebäude. Tönnies stakid neben dem Pony; er nahm das Handgepäck des Herrn in Empfang und legte es in den Wagen, dann stiegen sie ein.
„Die gnädige Frau hat mir einen Zettel voll Besorgung ausgeschrieben," sagte der Diener, zog den Hut und ging ins Städtchen. Adele fuhr mit ihrem Gaste der Landstraße zu. Anfänglich schwiegen sie beide und fanden, beherrscht von etwas Dunklem, Unerklärlichem, nicht gleich eine passende Anknüpfung.
Ganz Tante Josefe, dachte Werner unmutig, mir dies tete a tete mit dem kleinen Fräulein einzurichten. Junge Leute zusammenführen, Beziehungen anbahnen, ist und bleibt der guten Tante Leidenschaft. Das Mädel scheint verändert. Längst nicht mehr so kindisch uno jungenhaft wie damals in Berlin, und ich dachte, Tani Jose werde sie erst recht zu einer burschikosen Moderne: erziehen; um so besser für die Kleine, daß es nicht de Fall zu sein scheint.
„Bitte mich ein wenig zu orientieren, Fräulein vci Bernhammer; ich sehe mich gern etwas mit Verständni um," unterbrach er das Schweigen, das anfing. drücke: zu werden.
„Ach ja, Sie waren noch nie in unserer Gegend Sie erklärte ihm, was sie sahen, diese Gärten und F. der gehörten noch zur Stadt, die hellen Häuser da Drills neben den hohen Pappeln seien Gut Linderttal, wo £ kel Eggeruck wohnte, und nun würderc sie gleich Viehweide und die Ländereien von Morse erreichen.
(Löktletzung f^