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Die .LormidMe" ein Opfer eines deutschen Unterseebootes.

[ Aus dem großen Hauptquartier ]

■o-t Großes Hauptquartier, 3. Januar, vormittags.

(Amtlich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bor Westende erschienen gestern mittag einige Tor­pedoboote, begleitet von feindlichen Schiffe«, ohne zn fener«.

Auf der ganzen Westfront fanden Artilleriekämpfe statt. Ein feindlicher Jnfanterieangriff erfolgte nur nordwestlich von Menehould, der unter schweren Ver­lusten für die Franzosen abgeschlagen wurde.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Ju Ostpreußen und im nördlichen Polen keine Ver­änderung.

In Polen westlich der Weichsel gelang es unseren Truppen nach mehrtägigem harten Ringen den stark befestigten Stützpunkt Borzymom zu nehme», dabei 1000 Gefangene zn machen und 6 Maschinengewehre zu er­beute«.

In drei Nachtangriffen versuchten die Russen Bor­zymom zurückzugewinnen. Ihre Angriffe wurden aber unter großen Verlusten für die Russen abgewiesen.

Auch östlich Rawa kam unser Angriff langsam vor­wärts. Die in den russische« Berichte» mehrfach er­wähnte» russische» Erfolge auf der Linie Jnowlobz sind glatt erfunden.

Sämtliche russische Angriffe in jener Gegend sind sehr verlustreich für die Rüsten abgewiesen und gestern nicht mehr wiederholt worden.

Im übrigen ist die Lage östlich der Pilica unver­ändert.

Oberste Heresleitttug.

* *

*

Glückwunsch des Reichstages an den Kaiser.

Berlin, 2. Januar. (WTB.) Der Präsident des Reichstages, Dr. Kämpf, hat an Seine Maje­stät den Kaiser zum Jahreswechsel folgendes Telegramm gerichtet:

„Eure Kaiserliche und Königliche Majestät bitte ich, die ehrfurchtsvollsten und herzlichsten Glückwünsche des Reichstages zum Jahreswechsel entgegennehmen zu wollen. Möge der allmächtige Gott Eure Kaiserliche und Königliche Majestät, das ganze Kaiserliche und König­liche Haus und unser geliebtes Vaterland in seinen gnä­digen Schutz nehmen, und möge uns der dauernde Friede, für den das gesamte deutsche Volk mit Begei­sterung Gut und Blut bis zum Aeutzersten einsetzt, be- schieden werden, damit Deutschland seine hohen Kultur­aufgaben in der Welt erfiillen kann."

Darauf ist folgende Antwort eingegangen:

„Sehr erfreut über die treuen Segenswünsche des Reichstages znm Jahreswechsel, spreche ich Ihnen mei­ne« wärmsten Dank aus. Ich hoffe zu Gott, daß all die innige« Wünsche, die das deutsche Volk in schwerer Zeit angesichts des uns noch verschleierte« neuen Iah» res für «nser teures Vaterland bewegen, in Erfüllung gehe«. Wilhelm."

Die „Formidable" ein Opfer eines deutschen Unterseebootes.

os* Berlin, 3. Januar. (Amtlich. WTB.) Am 1.

Jauuar, 3 Uhr vormittags hat eins unserer Untersee­boote, wie es durch Funkspruch meldet, im englische« Kanal unweit Plymouth das englische Linienschiff „Formidable" durch Torpedoschuß zum Sinken gebracht.

Das Boot wurde durch Zerstörer verfolgt, aber nicht beschädigt. „

Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. Behuke.

Wie die „Formidable" unterging.

London, 3. Januar. (WTB.) (Meldung des Reu- terschen Bureaus.) Die Zahl der von der Besatzung der „Formidable" Geretteten beträgt 201, da noch ein Boot mit etwa 40 Geretteten auf der Höhe von Lyme Regis ausgefischt wurde. Einer der Geretteten erzählte: Am Freitag früh bei hoher See fand plötzlich eine gewaltige Explosion statt. Sofort strömte das Wasser ein, die Feuer wurden gelöscht und die Heizer kamen an Deck.

verstrickt.

Roman von A. von der Elbe.

®) „ „ (Nachdruck verboten.)

8. Kapitel.

Hermann Eggeruck konnte sich längere Zeit nicht entschließen, Bernhammers Besuch zu erwidern.

Das in Morse Geschehene beschäftigte ihn stark. Er hatte das gespannte Verhältnis der Ehegatten immer zu übersehen gesucht, indes im stillen streng getadelt. Es hätte gar nicht so weit zwischen den beiden kommen müssen, allzu verschiedene Naturen sollten rechtzeitig erkennen, daß sie nicht zusammen patzten, sollten sich ihre Liebestorheit aus dem Herzen reißen und voneinan­der bleiben. Er beglückwünschte sich, so gehandelt zu ha­ben. Waren aber zwei Menschen mit den heiligsten Banden gefesselt, so mußten sie sich auch ertragen. Die Trennung einer Ehe, und besonders auch die Trennung der Kinder, erschien ihm als etwas Unerhörtes, eine Nichtachtung heiliger Familienzusammengehörigkeit. Und nun hatte sein nächster Freund so gehandelt! Wie sollte er Richard entschuldigen und nach außen vertreten? Er hoffte, daß ihn niemand auf die Geschichte anredete.

Schmerzlich bewegt dachte er an Susanne, wie klag­los sie ihren Weg ging, immer um die Mutter beschäf­tigt, für sich und ihre eigene Jugend ohne alle An­sprüche. Das mußte einst eine Frau geben, sanft, voll Zuverlässigkeit und Pflichttreue. Glücklich der Mann, der sie heimführte!

Schade, daß er nicht zehn Jahre jünger war,- es kam wie eine Erleichterung über ihn, diesem Wesen hätte er vertrauen können, nun war sie ihm entrückt, er sah sie vielleicht in vielen Jahren nicht wieder. Ach, sie würde bald in der Fremde einen Bewerber finden,- mochte es Kann nur einer sein, der sie zu würdigen wußte!

Endlich fühlte Hermann, daß er sich entschließen

Glücklicherweise explodierte das Magazin nicht. Als ich auf Deck kam, legte sich das Schiff schon stark nach Steuerbord über, die Boote wurden niedergelassen, der Kutter sank aber. Eine Barkasse und eine Pinasse kamen mit vieler Mühe herab. Wir fuhren mit der Barkasse ab und sahen die „Formidable" langsam über­holen. Dreiviertel Stunden später sank das Schiff. Bis zuletzt ertönte die Dampfpfeife. Wir sahen den Kapitän bis zum Ende auf seinem Posten stehen. Der Signal­geber blieb bet seiner Arbeit, bis das Schiff Umschlag und in die Tiefe sank.

Vom österr.-ungar. Generalstab '

Wieu, 3. Januar. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart: 3. Januar 1915 mittags. Die abermaligen Ver­suche des Feindes, unsere Schlachtfront westlich und nordwestlich Gorlice zu durchbrechen, scheiterten wieder unter schweren Berlnsten des Gegners. Während dieser Kämpfe, die den ganzen Tag andanerten, wurde eine vielumstrittene Höhe südlich Gorlice von unseren Trup­pen im Stnrm genommen. Ein feindliches Bataillon wurde nie-ergemacht, ein Stabsoffizier, vier Suvaltern- offiziere und 850 Mann gefangen genommen und zwei Maschinengewehre erventet. Auch ein Flugzeug des Gegners, das herabgeschoffen wurde, gehört zur Sieges­beute. An der übrigen Front keine Ereignisse.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Belgrad von neuem bombardiert?

anuar. (T. U.) Von serbischer ). L.-A." gemeldet: Belgrad ist

6-$ Rotterdam, 4. Jc x._ .... ____

Seite wird nach dem „B. L.-A." gemeldet: Belgrad ist am Donnerstag von nenem bombardiert morden. Es wurde niemand verletzt, aber einige Häuser wurden be­schädigt.

Hilfe für Serbien ans Frankreich und Rußland.

»s* Cöln, 4. Januar. (T. u.) Ein Telegramm der „Köln. Ztg." aus Sofia versichert, daß über Saloniki französische, über die Donau russische Hilfssendungen für Serbien regelmäßig ihren Weg gehen. Französische Geschütze werden von französischen Artilleristen bedient. — Rumänische, im Auslande lebende Wehrpflichtige er­hielten Befehl, im Laufe dieses Monats nach Rumänien zurückzukehren.

Das französische Admiralschiff „Courbet" bei Valona gesunken.

Vom Seegefecht in der Otronto-Straße (zwischen dem Adriatischen und Ionischen Meer), wo das öster­reichisch-ungarische Unterseeboot „U 12" einen kühnen Vorstoß gegen feindliche Schiffe unternahm, liegt jetzt nach einer Meldung der „Tgl. Rdsch." aus Wien eine Nachricht vor, die erkennen läßt, wie erfolgreich „U 12" gearbeitet hat. Ein Telegramm meldet uns:

^ Wien, 3. Januar. (T. U.) Das „Wiener Tage­blatt" meldet aus Mestina, daß das in der Otranto-

Stratze vom österreichischen U 12 torpedierte französische Panzerschiff „Courbet" bei Vallona gesunken ist. Der Admiral und der größte Teil der Besatzung seien er­trunken. Der „Courbet" hatte ein furchtbares Leck mittschiffs. Auch das französische Unterseeboot „Bermo- nilli" ist zerstört. Eine Telephonboje desselben wurde bei der Insel Lagosta gesichtet.

Das Flaggschiff „Courbet" zählte zu den französi­schen Grotzkam-schiffen.

Von der Westfront.

Von der belgischen Küste.

Rotterdam, 4. Januar. (T. U.) Der „Courant" meldet aus Oosburg: Vorgestern nachmittag ist die Um­gegend von Zeebrügge wieder vom Meere aus beschossen worden. Außer Artilleriefeuer war auch Gewehr- und Maschinengewehrfeuer vernehmbar.

Deutsche Verstärkungen und Befestigungen in Belgien.

Das Amsterdamer „Handelsblad" erfährt aus Sluis, daß fortwährend neue deutsche Reservetruppen in Belgien eintreffen, so beispielsweise kürzlich in Brüssel. Die Verlegung der Truppen und die Verstär­kung der Befestignngen in Flandern werden ununter­brochen fortgesetzt. Auch dieser Korrespondent berichtet, daß in Belgien große Strecken des Landes vollständig

sefine würde ihm wenig Freude bereiten,- dem war aber nicht auszuweichen, er wußte, daß er mehr krittelige Mißstimmung bei ihrem Anblick empfinden werde, irgend etwas von der alten Wärme. Allein die

als Er- der

am die

scheinung an das Glück und die süßesten Gefühle Jugendzeit ließen sich nicht ertöten.

Tönnies führte den Gast in die Glasveranda Eßzimmer,- hier fand Eggeruck den Hausherrn und beiden Damen. Bernhammer rauchte und las die Zei­tung. Josefine, sehr modern frisiert und sehr gut an­gezogen, lag im Schaukelstuhl, der Arbeitskorb mit einer feinen Stickerei lag neben ihr, und Adele hockte auf der Erde und bemühte sich unter Lachen und Schwatzen, Bi­jou sitzen zu lehren.

Mit beiden ausgestreckten Händen eilte der Haus­herr dem Eintretenden entgegen, ihn aufs herzlichste empfangend. Bernhammer hatte das Ausbleiben des Freundes schmerzlich empfunden, ihm schien es, als habe er etwas wieder gut zu macheu. Er mochte ja recht ha­ben, allein, der steckte nicht in seiner Haut und man konnte nicht immer Engel sein.

Josefine erhob sich halb, Hermann berührte flüchtig mit den Lippen ihre Hand,- Adele knickste, das Hünd­chen auf dem Arm, und sagte: „Gib Onkel die Pfote, Bi­son, sei ein artiges Kind."

Als Bernhammer dem Gast, der sich neben ihn ge­setzt, eine Zigarre anbot, sandte dieser einen fragenden Blick zu den Damen.

„Bitte, etwas Feuer, Richard," sprach Josefine lachend, und richtete sich auf. Sie hatte aus ihrem Körbchen ein feines Etui genommen und eine Zigarette hervorgezogen, die sie sich mit Behagen anbrannte: „Das beste Mittel, Vetter, anderen Tabaksrauch nicht zu spüren." Sie wußte, daß er nicht mochte, wenn Da­men rauchten, aber gerade deshalb tat sie es,- sie hatte dasselbe Recht und denselben Geschmack wie er.

BerNhammer erLäülte waleM. daß Susanne kür

unterminiert sind. In Brügge sind alle Vorbereitun­gen gegen einen feindlichen Fliegerangrcff getroffen worden. Auf dem Ausstchtsturm und auf anderen Höhe­punkten der Stadt sind 7 Maschinengewehre aufgestellt. Der Bau von Fliegerschuppen und Flugzeugstationen

geht rüstig vorwärts.

Was der „Temps" seinen Lesern vorsetzt.

Der Pariser „Temps" veröffentlich'! eine kurze Uebersicht der Krcegsereignisse bis Ende 1914 und schreibt: Die Kriegserklärung Oesterreich-Ungarns an Serbien hatte die Neutralität Italiens zur Folge, da­gegen setzte der Einfall in Belgien England in Bewe­gung, welches sich auf Belgiens und also auch auf un­sere Seite stellte. Der deutsche Plan mißlang trotz des anfänglichen glänzenden Anscheins. Frankreich ist noch lange nicht meöergeschmettert. Hindenburg ist zur De­fensive in Polen gezwungen, wo sich eine so zahlreiche Armee nicht lange wird halten höunen. In den Kar­pathen und in Galizien wurden die Oesterreicher nnö Ungarn geschlagen. Alle Bemühungen, Przemysl zu retten, waren vergeblich. Wir glauben, daß der Vor­marsch der russischen Armeen gegen Schlesien unter gu­ten Bedingungen wieder ausgenommen werden kann. Diese kurze Zusammenfassung der Lage erlaubt uns trotz der Trauer der gegenwärtigen Stunde alle unsere Hoffnungen für die Zukunft zu bewahren.

Notiz des WTB. Der „Temps" muß natürlich aus allen Kelchen Honig saugen, um seine Leser bei Laune zu erhalten. Daß er sich erlauben darf, mit der Wahr­heit so umzugehen, beweist, in welcher Unwissenheit die Franzosen erhalten werden.

Deutsche Flieger über Nancy.

8^ Rom, 3. Januar. (T.-U.) Nancy, das schon vor einigen Tagen den Besuch eines Zeppelins erhalten hatte, wurde vorgestern von nenem von deutschen Flug­zeugen bombardiert. Die Flieger warfen aus großer Höhe Bomben, deren eine anf ein Haus im Boulevard Alsace Lorrain fiel. Eine andere platzte in der Rue Straßbourg. Kurz darauf erschien ein weiterer deut­scher Flieger, der nach einer Meldung des „B., T." gleichfalls Bomben auf den Boulevard Alsace Lorrain warf.

Deutschlands Reserven.

In seiner Neujahrsbetrachtung über die Kriegslage stellt der „Berner Bund" zunächst fest, daß Rußland heute nach fünf Monaten bereits sein ganzes Feldheer einschließlich aller abkömmlichen asiatischen Korps und verfügbaren Reserven erster und zweiter Linie an den Feind gebracht und daß Frankreich alles bis auf 400 000 Mann mit verminderter Wehrfähigkeit unter Waffen habe, darunter die sämtlichen verfügbaren afri­kanischen Reserven weißer und dunkler Farbe und so- gar Anamiten,- daß ferner England alles eingesetzt haben dürfte, was es herzugeben hat, daß es dagegen im Frühling mit neuen Truppenkörpern aufzutreten imstande sei, die freilich sein treffliches Feldheer an Ausbildung nicht entfernt erreichen, da nicht nur Rou­tine sondern auch Ausbildungspersonal fehle. — Der „Bund" resümiert: Wir können also damit rechnen, daß der Dreiverband mit seirren Aufwendungen jetzt das Höchstmaß militärischer Bereitschaft bereits überschritten hat, sofern nicht Japan einspringt. Oesterreich- Ungarns Truppen haben sich vorzüglich gehalten, ihre Kampfkraft ist noch nicht verbraucht. Deutsch­land überrascht seine Gegner durch die Unerschöpflich- keit seiner Reserven. Die Feldarmee hat in den ersten Monaten die Last des Krieges allein getragen: heute stehen große Truppenkörper im Felde, die aus Reserven und Landwehr gebildet sind. Noch ist im Innern des Landes an neuen Nachschüben kein Mangel. Wir sind der Ansicht — so schließt der „Bund" — daß in dieser Beziehung alle Berechnungen militärischer Kritiker hin­ter der Wirklichkeit zurückbleiben. Auch au Kriegsma­terial fehlt es nicht. Der Offizermangel wird durch den durch das Ausscheiden der Schlachtenkavallerie ermög­lichten Uebertritt von Reiteroffizieren zur Fußwaffe, so­wie durch die verfügbaren zahlreichen langgedienien Unteroffiziere zum guten Teil ausgeglichen.

• Der Türkenkrieg.

Neue Erfolge gegen die Russen.

Konstantinopel, 3. Januar. (WTB.) Das Große Hauptquartier teilt mit: Die Kaukasusarmee setzt ihren siegreichen Vormarsch fort. Ein Teil unseres Heeres, der bis Sargkamysch vorrückte, trug nach einer erbitter­ten Schlacht einen endgültigen Sieg davon. Seit dem 25. Dezember haben unsere Truppen mehr als 2000

zufrieden geschrieben habe,- er bekomme jede Woche einen Brief von ihr. Sie hätten in Baden-Baden Sta­tion gemacht, es sei da schon viel wärmer und frühlings- mäßiger als zu Hause. Hermann glaubte zu wissen, daß Susanne nie klagen werde, und hörte stumm zu, un­versöhnt mit dem Vorgefallenen.

Dann sprachen sie von einem Pferdehandel. „Hilf mir mal, Onkelchen," sagte Adele, „Papa will nicht, daß ich reite, und ich möchts doch schrecklich gern. Mit Tante Jose ist er früher immer geritten, und mit mir tut ers nicht."

„Du hast in mir einen schlechten Sachverwalter ge­wählt, Adelchen,- es ist ein gefährliches Vergnügen für Frauen, die nicht den festen Sitz haben wie wir, und sich nur auf ihre Balance verlassen müssen,- ich würde es meiner Tochter auch nicht gestatten."

„Ach, Du Brummbär!"

„Erlaube mal, Hermann," wandle Josefine ein, „da bist Du doch allzu bedenklich. Es gibt eine Menge Damen mit vollkommen sicherem Sitz und da Adele nicht ängstlich ist, wie zum Beispiel Susanne sein würde, so könnte Richard ihr getrost die Freude gewähren."

Der Vater, zufrieden, am Freunde Unterstützung zu finden, erklärte rund heraus, Adele habe ihr Pouuv und ihren netten, leichten Wagen, damit könnte sie al­lenthalben hinkommen, und nun sollte sie ihn nicht wei ter plagen.

„Bist ja ein ganz böser Alter!" rief das Mädchen den Kopf zurttckwerfend. „Komm, Bijou, wir laufe, in den Garten, etwas Spaß muß man haben. Sie off nete die Glästür der Veranda und eilte mit dem Hunde der sie kläffend umsprang, inS Freie.

Kleine Närrin, dachte Hermann, sah aber dem m mutigen Spiel des zierlichen Geschöpfes mit Bergan

gen zu.

(Fortsetzung folgt.)