Des Kaisers Neujahrswunsch an Heer und Marine.
8138 Offiziere und 577 875 Mann kriegsgefangen in Deutschland. Von den Kriegsschauplätzen in Ost und West.
Aus dem großen Hauptquartier
Großes Hauptquartier, 31. Dezember. (Amtlich. WTB.) An -as -eutsche Heer im- die deutsche Marine!
Nach fitttfutonatelaugeM schweren und heißen Ringen treten wir in das neue Jahr.
Glänzende Siege find erfochten, große Erfolge er» rungen. Die deutsche Armee steht fast überall in Feindesland. Wiederholte Versuche der Gegner, mit ihren Heeresmassen deutschen Boden zn überschwemmen st»- gescheitert.
In allen Meeren haben sich meine Schiffe mit Ruhm bedeckt. Ihre Besatzungen haben bewiesen, daß sie nicht nur siegreich zn fechten, son-er», von Uebermacht erdrückt, auch heldeuhaft zu sterbe« vermöge«.
Hinter dem Heere «nd -er Flotte steht das deutsche Volk in beispielloser Eintracht bereit, seht Bestes her- zugeben für den heiligen, heimischen Herd, den wir gegen frevelhaften Ueverfall verteidigen.
Viel ist im ganzen Jahr geschehen, noch aber sind die Feinde nicht niedergerungen. Immer neue Scharen wälzen sich gegen unsere und unsere treuverbündeten Heere heran.
Doch ihre Zahlen schrecken uns nicht. Ob anch die Zeit ernst, die vor «ns liegende Aufgabe schwer ist, voll fester Zuversicht dürfe« wir in die Zukunft blicken.
Nächst Gottes weiser Führung vertrane ich auf die unvergleichliche Tapferkeit der Armee und -er Marine «n- weiß mich eins mit -em ganzen -entschen Volke.
Darum unverzagt -em neuen Jahre entgegen zu neuen Taten, zu neuen Siegen für das geliebte Vaterland.
gez. Wilhelm I. R.
^ Großes Hauptquartier, 1. Januar 1915. (Amtlich. WTB.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Bei Nieuport ereignete sich nichts wesentliches. Von einer Wiederanfnahme -es -nrch sein-liches Artillerte- fener vollkommen zusammengeschossenen Gehöfts St. Georges wurde mit Rücksicht anf den dort befindlichen hohen Wasserstau- abgesehen.
Oestlich Bethune sü-lich -es Kanals entrissen wir den Engländern einen Schützengraben.
In -en Argonnen kam unser Angriff weiter vorwärts. Wieder fielen 400 Gefangene, 6 Maschinengewehre, 4 Minenwerfer und zahlreiche andere Waffen und Munition in unsere Hände.
Ei« nordwestlich St. Mihiel bei Lahaymeix liegendes französisches Lager schösse« wir in Brand. Angriffe bei Flirey un- westlich Sennheim, die sich gestern wiederholten, wurden sämtlich abgeschlagen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An der ostpreußischen Grenze und in Polen ist die Lage unverändert. Starke Nebel behindern die Operationen.
Oberste Heeresleitung. Die Gesamtzahl der Kriegsgefangenen in Deutschland.
«m Berli«, 31. Dezember. (Amtlich. WTB.) Die
Gesamtzahl -er bei Jahresschluß in Deutschland vesind- Ucheu und internierte« Kriegsgefangene« (keine Zivil- gesaugenen) beträgt 8138 Offiziere und 577 875 Mann.
I« dieser Zahl ist ein Teil der bei der Verfolgung in Russisch-Pole« gemachte« sowie alle im Abtransport «och befindliche« Gefangene« nicht enthalten. Die Gesamtzahl setzt sich wie folgt zusammen:
Franzose«: 3459 Offiziere, 215 905 Mann,
Sarnnter 7 Generale,
Russen: 3575 Offiziere, 306 294 Mann,
-arnnter 18 Generale,
Verstrickt.
Roman von A. v o n ö e r E l b e.
7) (Nachdruck verboten.)
„Denta wird dir ausgerichtet haben," sagte er, mit dem Freunde Platz nehmend, „was Michelis mir für die beiden Starken und den Wurf sechswöchiger Schweine gezahlt hat: wenn er zu dir kommt, kannst du deine Forderung danach einrichten,',' ich glaube, die Preise ziehen jetzt an."
Eggeruck, ein tüchtiger Landwirt, lebte nur in den Bestrebungen für seinen Beruf. Nachdem er seinen Geschwistern ihren Anteil ausgezahlt und seinen Besitz durch eigene Arbeit und bescheidene Ansprüche von der letzten Hypothekenlast befreit hatte, empfand er mit Stolz seine Art zu leben als die einzig richtige.
Er war eine von jenen schlichten Naturen, die alles, was sie fühlen und tun, als selbstverständlich und maßgebend ansehen. Er urteilte nicht streng, dazu war er zu wohlwollend und gutherzig, aber er hegte ein bißchen Pharisäergefühl: „Welch Glück, daß ich nicht bin, wie die da."
Trotz regem Familiensinn kam er mit dem stets von den Eindrücken des Augenblicks beherrschten Vetter Bernhammer oft aneinander und ließ ihn den Verkehr mit seinem nächsten Nachbar nicht so häufig aufsuchen, wie es bei mehr Uebereinstimmung geschehen sein würde.
„Niemann bringt mir gleich mein Frühstück," sagte der Hausherr, nachdem der Viehhandel besprochen war, „Du tust natürlich mit. Ich bin kein Schlemmer, wie Du weißt, aber zum Sattweröen langt es immer."
Bernhammer, der in der Erregung des Tages seinen Kaffee zerstreut genossen, oder — er wußte es nicht .— vielleicht auch nicht genossen hatte, spürte nach dem WtzELU HtzW lMW Plagen.
Belgier: 612 Offiziere, 36 852 Mann,
darunter 3 Generale,
Engländer: 492 Offiziere, 18 824 Mann.
Die über Kopenhagen verbreitete angeblich vom r«s- sischen Kriegsminister stammende Nachricht, daß in Rußland 1140 Offiziere und 134 700 Mann deutscher Kriegsgefangenen sich befinden, ist irreführend. Die Russen zählen in die Gesamtzahl alle Zivilgefangenen hinein, die zu Kriegsbeginn interniert sind. Die Kriegsgefangene sind auf allerhöchstens 15 Prozent der angegebenen Summe zu verauschlagen. Hierbei ist zu beachten, daß ein großer Teil auch dieser Gefangenen verwundet in die Hände der Rüsten gefallen ist.
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Dom österr.-ungar. Generalstab
Wien, 1. Januar. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart: 1. Januar 1915, mittags: Die Kämpfe in den Karpathen und in der Bnkowina dauern an. Sie führten gestern zu keiner Aenderung der Situation. Am Biala-Abschnitt, südlich Tarnow, wurden tagsüber und während der Nacht wiederholte feindliche Angriffe unter schweren Verlusten des Gegners abgewiesen. Unsere Truppen machten hierbei zweitansend Gefangene und erbenteten sechs Maschinengewehre.
Nördlich der Weichsel behindernd andanern- starker Nebel die Gefechtstätigkeit. Es herrscht daher teils Ruhe, teils werden kleinere Fortschritte gemacht.
Am südlichen Kriegsschauplätze hat sich nichts ereignet.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Der Stand der Kämpfe in Polen.
^ London, 2. Januar. (T. U.) Ueber den Stand der Kämpfe in Polen an der Jahreswende meldet ein in seiner Kürze vielsagendes Telegramm der „Mor- ningpost": In Polen ist plötzlich starker Frost einge- treten, ein Umstand, der die Bewegungen beider Heere erleichtern wird, falls sich nicht ein zu starker Schneefall dazu gesellt. Nach verschiedenen rückwärtigen Bewegungen hat die russische Armee neue Stellungen bezogen, in denen sie der veränderten Situation vertrauensvoll ins Auge blicken könne. In taktischer Hinsicht führen die Deutschen vorläufig ihre heftige Offensive fort. In strategischer Hinsicht jedoch besitzt Großfürst Nicolaus immer noch volle Freiheit über seine Entschlüsse.
Die Schlappen der Russen in der Bukowina.
Der Berichterstatter des „Az Est" drahtet nach einer Meldung der „T. U." aus Kimpolung, den 28. Dezember: Ueber die Experimente der Russen in der Bukowina habe ich von eingeweihter Seite folgende Mitteilung erhalten: Obgleich die Russen gegen Ende November mit sehr starken Truppen im Gebiete der Bukowina vorgedrungen sind und mit der größten Kraftanstrengung durch die Bukowina in Ungarn einzubrechen sich bestrebten, hat ihr Versuch eine schmähliche Schlappe erlitte». Es gelang ihnen zwar für kurze Zeit im Tale der Szuesava Fuß zu fassen, doch waren sie durch die Gegenoffensive unserer Truppen sehr bald gezwungen, sich zurückzuziehen und so nahmen sie dann im Tale des Szereth Stellung. Seither ist jeder Versuch der Russen über den Szereth vorzudringen, gescheitert. Obzwar sie sich durch kein Opfer abschrecken lassen und mit Menschen und Munition ganz und gar nicht sparen, können sie doch nicht vorwärtskommen.
Aus Marwaros-Spipot (Karpathen) meldet derselbe Berichterstatter vom 28. Dezember: Der Feind griff in der Weihnachtsnacht und an beiden Feiertagen heftig au. Heute legte sich aber das Kanonen- und Gewehrfeuer, das über Oekörmezö auf der Schlachtlinie von Lozanszka zwei Tage hindurch anstatt der Glockenstimme der Feiertage ertönte. Jeder feindliche Angriff ist blutig mit der Niederlage der Russen zusammengebrochen. Da sie sehr viel an Toten und Verwundeten verloren haben, haben sie, ohne sich heute in einen Kampf einzu- lassen, hinter ihren Deckungen ihre Truppen geordnet.
Der Zar an der Front.
Aus Petersburg wird gemeldet: Der Zar hat bei seinem Aufenthalt an der Front der Armee das Große Hauptquartier des Generalissimus besichtigt. Er nahm die Berichte über die kriegrischen Operationen entgegen und begab sich dann zu den Truppen, wo er denjenigen Kriegern, die sich am meisten ausgezeichnet hat
Der Diener trat ein und breitete über den Mitteltisch ein weißes Tuch — es war hier alles zierlich unkorrekt. Der Gast rieb sich zufrieden die Hände: „Ja, ja, alter Junge, ich habe einen Mordshunger."
Eine große Schüssel mit Rührei und Schinken, Brot und Butter, eine Flasche leichten Moselweins wurden aufgetragen.
Als die Herren mit ihren Zigarren wieder am Fenster saßen, begann Bernhammer gepreßt:
„Na, wie soll ichs gleich sagen? — Daß ich schon längst mit meiner Frau wie Hund und Katze lebe, weiß Du — weiß die ganze Welt —"
„Aber bitte, Richard, voch natürlich nur kleine, vorübergehende Störungen, auf die man kein Gewicht legen darf. Vielleicht wäre es besser, Du sprächest garnicht darüber."
„Ach was, die Geschichte läßt sich nun nicht mehr totschweigen. Wir haben uns auseinandergesetzt und trennen uns, und vielleicht für immer. Sie reiste eben ab."
„Getrennt?" rief Eggeruck und fuhr in die Höhe. „Das ist stark, wie ist das möglich — und Eure Töchter?"
„Jedem eine. Susanne ist mit ihr weg, sie wollte ohne das Mädchen absolut nicht daran."
„Aber das ist ja unbegreiflich von Dir!" rief Eggeruck mit ungewöhnlicher Heftigkeit. „Deine älteste Tochter hast Du von Dir gegeben und hast mir oft geklagt, daß Deine Frau das Mädchen tyrannisiere. Wie konntest Du Dich von Deinem Kinde trennen, wie konntest Du es opfern?"
„Man wählt immer von zwei Uebeln das kleinere. Ich hielt es mit Lydia nicht aus."
Eggeruck schüttelte verständnislos den Kopf. Solche Selbstsucht konnte er unmöglich gutheißen. Doch drängte er jede harte Aeußerung zurück. Nach kurzem Verstummen fragte er: „Und was willst Du allein mit Deinem lebenssprühenden BackftfH ankangen? Adels hedark
ten, Ehrenzeichen verlieh. Er dankte den verschiedenen Einheiten der Armee für ihre Kriegsdienste. Nachdem er den Bericht des Kommandierenden Generals der Nordwestarmeen, Generaladjutanten Rußki, entgegengenommen hatte, verließ er die Front.
Von der Westfront.
Der Kampf gegen die Schützengräben.
4m- Paris, 31. Dezember. (T.-U.) In einer Besprechung über das Kampfsystem in den Schützengräben schreibt das „Journal": Die wenigsten Leute haben einen Begriff von den Schwierigkeiten, mit denen unsere Truppen im Kampfe gegen die deutschen Schützengräben zn ringen haben. So sahen sich die Unsrigen, zuverlässigsten Informationen zufolge, beim Vordringen gegen einen deutschen Schützengraben bei Perthes außer einer Reihe von Maschinengewehren einen der neuen deutschen Minenwerfer von 24,5 Zentimeter, einer 5 Zentimeter-Feldkanone unter Panzerkuppel und einer 3,7 Zentimeter-Revolverkanone gegenüber. Diese Aufzählung genügt wohl zum Beweise, wie stark die Verteidigungsstellungen von den Deutschen organisiert sind, denn der betreffende Schützengraben, dessen Besitz die Deutschen so hartnäckig behaupteten, ist ohne jede strategische Bedeutung. Wie gewaltig müssen da die Kampfmittel sein, die die Deutschen auf wirklich wichtigen Punkten aufgestellt haben.
Die Kriegsbeute in den Argonnen.
Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Die im Monat Dezember von unseren in den Argonnen kämpfenden Truppen gemachte Kriegsbeute beträgt insgesamt 259 unverwundete Gefangene, 21 Maschinengewehre, 14 Minenwerfer, 2 Revolverkanonen, 1 Bronzemörser.
Neue Kämpfe an der Küste.
Der Amsterdamer „Tiö" meldet aus Sluis vom 30. Dezember': Der Kampf, der während der ganzen Weihnachtstage wohl etwas nachgelassen hatte, ist gestern wieder mit vollster Kraft fortgesetzt worden und hat heute noch auf der ganzen Linie von Npern bis zur See an Heftigkeit zugenommen. Heute haben auch die englischen Kriegsschiffe wieder mitgewirkt. Namentlich bei Lombartzyde tobt der Kampf, wo die Verbündeter: um jeden Preis weiter vorzudringen versuchen. Die Stadt selbst ist nicht mehr bewohnt, der ganze Platz ist ein Trümmerhaufen. Langsam ergeht es auch Westende so, das durch die Beschießung der englischen Flotte furchtbar gelitten hat.
Der Rotterdamsche Courant meldet aus Ostburg von Donnerstag nachmittag, daß zwei englische Kriegsschiffe aus der Höhe von Zeebrügge erschienen und vier Schüsse gegen die Küste abgegeben hätten und zwar wahrscheinlich auf den Leuchtturm, der den Deutschen als Beobachtungsposten diente. Auch in der Richtung Knooke habe man Rauchwolken gesehen.
Joffres Jahresschlnßnote
läßt, wie der „Berl. Lok.-Anz." berichtet, die Pariser militärische Presse unbefriedigt, und zwar vornehmlich wegen der unzureichenden französischen Operationen tn der Champagne, wo die Deutschen in der Umgebung von Reims wieder die Ueberlegenheit ihrer Artillerie, Minenleger und Infanterie an mehreren wichtigen Punkten, namentlich bei Sillery erprobten. Joffre verschweigt die Schlappe im Argonnerwald. Die militärische Presse weist dagegen auf die deutschen Gesamtergebnisse im Argonnerwald hin.
In einem neuen, vom Minister Delcassee inspirierten „Temps"-Artikel werden die einem Abkommen mit Japan widerstrebenden kolonialen Kreise darum gebeten, ihre Opposition einzustellen, da die Verhandlungen mit Tokio wegen der dortigen, jeder Intervention in Europa abgeneigten Stimmung sich überdies schwierig gestalte. Der „Temps" spielt auch auf ein scharfes Mißtrauen Washingtons an.
Deutscher Fliegerangriff auf Dünkirchen.
o»* Rotterdam, 1. Januar. (T. U.) Aus Dünkirchen wird gemeldet, daß sieben deutsche Flieger die Stadt an- griffen und Bomben herabwarfen. Fünfzehn Personen wurden getötet, viele andere verletzt. Der Sachschaden ist groß. Die Flieger entkamen unverletzt.
Ein ausführlicherer Bericht der Londoner „Daily Mail" über den Angriff deutscher Flugzeuge auf Dünkirchen besagt: Am Mittwoch haben sieben Flugzeuge Bomben auf die Stadt abgeworfeu. In allen Teilen der Stadt wurden Explosionen gehört. Kaum war ein Flugzeug verschwunden, als ein anderes erschien. In der ganzen Stadt krachte Gewehrfeuer, das auf die Flugzeuge eröffnet wurde, die explodierende Bomben aus-
doch gewiß noch der mütterlichen Zucht?"
„Sie ist siebzehn alt, der Schule entwachsen,- ihre Mutter hat sich von jeher blitzwenig um sie gekümmert, und ich habe für sie und mich glänzend gesorgt."
„Eine fremde Hausdame?"
Nein, Hermann, keine Fremde, ich habe meine Schwester Josefine Turnau bestimmt, ganz zu uns zu ziehen." Mit von Triumph rollenden Augen sah ihn der Freund an.
„Josefine Turnau?" Das gebräunte Gesicht Eggerucks wurde um eine Schattierung dunkler. „Sie! Und hältst Du wirklich Deine weltgewandte Schwester- für geeignet, ein so unfertiges, lebhaftes Wesen, wie Adele, in richtiger Weise zu beeinflussen? Das Weltkind, die mit dem Strom der Mode Schwimmende."
„Ich habe immer gedacht, Du ständest auf sehr gutem Fuße mit Jose, Deiner Jugendfreundin. Was hast Du plötzlich gegen Sie?"
„Deine Schwester ist gewiß eine höchst verehrungs- würdige Dame," sagte Hermann Eggeruck noch etwas trockener und steifer als gewöhnlich. „Aber verzeih', wenn ich bei meiner Ansicht bleibe, daß Du in ihr eine gefährliche Wahl für Dein Kind getroffen hast."
„Bedenklicher Tor — Weiberfeind" —, murrte Bernhammer verstimmt.
„Das bin ich im Grunde nicht, nur habe ich ein anderes Idealbild der Frau im Sinne, als das von Josefine Turnau verkörperte, und ich will hoffen, daß Du mir nicht, zum Schaden Deines reizenden Kindes, dereinst recht geben mußt."
Bernhammer stand auf, Hermann wurde ja immer philiströser und lederner. Es war auch eigentlich unge- zogen von ihm, ein so hartes Urteil über seine Schwester auszusprechen.
Wieder einmal trennten sich die beiden verwandt- schaftlich verbundenen Männer wenig miteinander zu- frieden. ." ILsMMyg WU