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Russische Angriffe von den oestenelchern abgewiesen.

I C . . - .' . Was der Kommandant derDresden" berichtet. Amerika und England.

Russisches Allerlei. Der Wagemut unserer Flieger.

[ Aus dem großen Hauptquartier ]

tat Großes Hauptquartier, 30. Dezember. (Amt­lich. WTB.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Um das Gehöft St. Georges, südöstlich Nieuport, welches wir vor einem üverraschendeu Angriff räumen mußten, wird noch gekämpft. Sturm unb Wolkenbrüche richten an den beiderseitigen Stellungen in Flandern und Nordfrankreich Schaden an. Der Tag verlief auf der übrigen Front im allgemeinen rnhig.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In Ostpreußen wurde die russische Heereskavallerie auf Pillkallen zurückgedrängt. In Polen am rechten Weichselufer ist die Lage unverändert. Aus dem west­lichen Weichselufer wurde die Offensive östlich des Bsura- Abschnittes fortgesetzt. Im übrigen dauern die Kämpfe um und östlich des Rawka-Mschnittes sowie bei Jnow- lodz und südwestlich fort.

Nach auswärtigen Mitteilungen hat es den An­schein, als ob Lovicz «nd Skierniewicz «icht in unseren Händen wären. Die Orte sind seit mehr als sechs Tagen von uns genommen. Skierniewicz liegt weit hinter «n-

gebuug hat er zuverlässige Leute. Es wird behauptet, daß der Zar nach seiner Zusammenkunft ernste Besorg­nisse für feine Sicherheit unb seine Krone hatte. An ei­nem finsteren Abend vor ungefähr einem Monat traf eine Kugel aus einem Hinterhalt Nicolai Nicolaije­witsch, ohne daß man imstande war, den Täter zu fin­den. Was kann nicht alles in einem Lande geschehen, das einen Azew erzeugt und erzogen hat, wo die Polr- zei selbst Attentate gegen einen ungern gesehenen Mi­nisterpräsidenten, der sich vorgenommen hat, zu tief in die Geschäfte des Staates einzusehen, vertibt und ar-

feiet Front.

Oberste Heeresleitung.

Dom österr.-ungar. Generalstab

Wien, 30. Dezember. (WTB.) Amtlich wird ge­meldet: 30. Dezember, mittags: In den Karpathen griffen unsere Truppen nördlich des Uzsoker Passes an «nd nahmen mehrere Höhen. Nördlich des Lupkower Passes brächte ei» Gegenangriff die Vorrückvng der Russen zum Stehen. Weiter Westlich ging der Feind mit schwächeren Kräfte« an einzelne Uebergänge heran. Nördlich Gorlice, nordöstlich Zakliczyn «nd an der un­teren Nida brachen die russischen Angriffe unter schweren Verlnsten zusammen. Im Raume östlich und südöstlich Tomaszew machten die Verbündeten Fortschritte.

Anf dem Balkankriegsschanplatz herrscht an der ser­bischen Grenze Ruhe. Nächtliche Angriffe der Monte­negriner anf Gat bei Avtovac «nd anf Lastva bei Tre- binje wurden abgewiesen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschallentnant.

Dieöffentlichen Geheimnisse Rußlands".

rangiert?" r ,

In Rußland", so schließt der Brief,kann eben alles geschehen. Selbstverständlich sind nrcht alle Ge­rüchte wahr, aber eine Tatsache ist es, daß jetzt in Ruß­land ein Konflikt zwischen zwei Parteien herrscht, die ihr Spiel um bett Einsatz der Alleinherrschaft in dem ge­waltigen Reiche treiben. Während die armen Soldaten in Polen verbluten, spielt die Hofkamarilla ihr Hasard­spiel um die Herrschaft Rußlands."

Die Kriegsmüdigkeit in Rußland.

Charakteristisch für den Umschlag der Stimmung im Innern Rußlands ist einer der letzten Artikel eines be­kannten Deutschenhetzers, des unter dem Pseudonym Bajan schreibenden Publizisten Kolyschko imRutzkoje Slowo". Es heißt darin, derB. Z." zufolge:

Ich erhalte unzählige Briefe, in denen man über die Kriegsmüdigkeit schreibt und darüber, daß die ewi­gen Beschimpfungen schon zuwider seien. Man bittet, bett Kaiser nicht anzugreifen, der sein Volk weise regiert und ihm ein Paradces auf Erden geschaffen hat, die mu­tigen deutschen Truppen nicht zu beschimpfen und über­haupt den patriotischen Ton herabzuschrauben und den Deutschenhaß zu dämpfen."

Meuternde sibirische Landsturmleute.

r-A Bnöapest, 31. Dezember. (T. U.)Pesti Naplo" bet nach demB. L.-A." aus Petersburg: Unter

meldet nach_______ _______ _____________

dem sibirischen Landsturm ist Meuterei ausgebrochen. In Tomsk ist ein General von Soldaten ermordet wor­den. Zusammenstöße zwischen Polizei und Landsturm finden statt. Der größte Teil des aus jüdisch-polnischen Mannschaften bestehenden Bhalystoker - Regiments wurde, da ihm die Behörden nicht trauen, zum Teil nach Tomsk, zum Teil nach Jrkutsk verlegt.

DasAftonblaüet" in Stockholm gibt eine höchst interessante Schilderung üb»r die öffentlichen Geheim­nisse Rußlands nach einem Briefe aus Petersburg von gut unterrichteter Seite wieder. Darin heißt es:

Rußland ist das Land der öffentlichen Geheimnisse. Es gibt augenblicklich ein öffentliches Geheimnis, das die Allgemeinheit beschäftigt, und das ist das Verhältnis zwischen dem Zaren und dem Generalissimus Nicolai Nicolaijewitsch. Es beginnt sich überall die Ueberzeu­gung zu verbreiten, daß der Zar und seine Umgebung Frieden mit Deutschland wünschen, während Nicolai Nicolaijewitsch gewillt ist, seine Existenz dafür einzu- fetzen, um den Krieg zu einem glücklichen Ende zu füh­ren. Rasputin, der Prophet und der Wunderiuer, der eine fo große Macht über den Zaren und die Zarin er­langt hat, ist für den Frieden. Auch die Kaiserin-Witwe und die äußerst einflußreiche Familie Tanejew sollen zur Friedenspartei gehören. Es wird u. a. behauptet, daß der Zar bei feinem letzten Befuch an der Front dem Großfürsten zum Ausdruck gebracht habe, daß er den Frieden wünsche und Nicolai Nicolaijewitsch soll geant­wortet haben: Majestät, dann führe ich den Krieg auf meine eigene Rechnung." Vor diefer Drohung beugte sich der Zar, und Nicolai Nicolaijewitsch ist jetzt Ruß­lands Diktator. Er hat die ganze Kriegsmacht des ge­waltigen Rußland in seiner Hand, und diejenigen, die diesen Menschen mit feiner ungeheuren brutalen Ener- gie kennen, wissen, daß es aus einer besonderen Loyali­tät gegen den Zaren geschieht, wenn er seine Macht nicht dazu benutzt, um sich selbst die Krone aufs Haupt zu fetzen. Nicolai Nicolaijewitsch ist populär bei der Armee, bei dem gemeinen Soldaten, und in seiner Um»

Joffres gescheiterte Offensive.

Schwere Verluste bei den Feinden.

DieKöln. Ztg." meldet aus Wien: Der Kriegs­berichterstatter derNeuen Freieil Presse" bezeichnet den französischen Allgriff anf der ganzen Linie als ge­scheitert, stellenweise unter bösen Rückschlägen. Der Hauptstoß fand im Norden und in der Gegend von Reims statt, auf dem ganze Teile der übrigen Front überdies ein sehr heftiger Artilleriekampf, besonders auch bei Verdun. Der Durchbruchsversuch im Norden kostete den Franzosen über 6000 Mann sowie einige wichtige Stellungen. Bei Souain, östlich von Reims, gingen fi^im alten französischen Kriegsspiel mit großen Massen übers freie Feld vor unb erneuerten die Angriffe trotz schwerer Verluste mehrmals. Nach dem Scheitern dieser Angriffe trat Überall verhältnismäßige Ruhe ein. Die Verluste der Verbündeten während der Weihnachts- feiertage werden allgemein für sehr schwer gehalten.

Aus dem Großen Hauptquartier erfahren üMr: Die Presseuachricht. daß die Belgier in den Kämpfen bei Lombartzyde zweitausend Deutsche gefangen genommen haben, ist vollständig erfunde«. In den wochenlangen Kämpfen in der Gegend von Lombartzyde unb Nieu- port haben die Deutschen an Toten, Verwundeten unb Vermißten nur etwa 1200 Mann verloren, und die Zahl der Vermißten, die allein gefangen fein könnten, ist da­bei verschwindend klein. Auch die in der Presseuachricht geschilderten Nebenumstände sind von Anfang bis zu Ende unwahr.

Dichter Nebel in Flandern.

Westarmee meldet nach demB. Lok.-Anz.": Es wurden fünf englische Spione sestgenommen, die den Auftrag hatten, die Stellung der österreichischen Mörserbatterien in Flandern anszukundschaften. Die Leute waren als Nonne, Bauer, deutscher Offizier mit dem Bande des Eisernen Kreuzes und als Geistlicher verkleidet.

Ein Kriegsrat der Verbündeten.

$-# Hambnrg, 31. Dezember. (T. U.) Kitchener, Joffre, French und ein Vertreter des belgischen Gene­ralstabes werden sich in den nächsten Tagen, wie den Hamb. Nachr." aus Brüssel gemeldet wird, wieder in London versammeln, um die gegenwärtige Kriegslage und den künftigen Kriegsplan der Verbündeten zn be­raten. Es heißt, daß auch König Albert der Beratung beiwohnen wird.

Rußkoje Slowo" warnt davor, den deutschen Generalstab zu unterschätzen und meint, Deutschland sei fähig, noch mindestens vier Millionen Mann ins Feld zu stellen. Das Blatt schlägt eine schleunige Konferenz der Kriegs- und Marineminister der verbündeten Staa­ten in London vor, um eine Basis für einen gemein­samen Schlachtplan zu finden. Der bekannte fran­zösische General Pau wird sich, wie verlautet, nach Ruß­land begeben und mit der obersten russischen Heeres­leitung über bevorstehende militärische Operationen Rußlands und anderer verbündeter Westmächte ver­handeln.

Das englische Mißtrauen gegen die Iren.

S-S- Loitdon, 31. Dezember. (T. 1t.) Der australi­schen Sektion des irischen Bundes Sinn Fein wurden nach einer Meldung derFranks. Ztg." 60 000 Pfund weggenommen, weil diese angeblich zu englanöfeinü- lichen Zwecken bestimmt waren.

Der Wagemut unserer Flieger.

*£ London, 31. Dezember. (T. U.) Der in England so sehr gefürchtete deutsche Luftangriff ist durch die wäh­rend der Weihnachtsfeiertage unternommenen Wag­nisse dentscher Flieger fast zur Tatsache geworden. Die am Heiligenabend in Dover gefallene Bombe war ver- mutlrch für das dortige Dover Castle bestimmt. Sie ver­irrte sich in einen 400 Fuß südlich der Befestigung ge­legenen Garten. Zwei andere deutsche Flieger wurden bei ihrem Ausflug am ersten Weihnachtsfeiertage durch den dichten Nebel begünstigt,- die englische Küstenwachen hatten ihr Herannahen iticyt bemerkt. Der eine war in

Sherneß wenige Minuten sichtbar, der andere später in Gravesend. Der Pilot flog dort die Bahnlinie entlang in der Richtung nach London zu, kam jedoch nur bis Erith, wo englische Flieger sich zu seiner Verfolgung aufmachten. In einem englischen Bericht heißt es: Es war 12 Uhr 45, als ein deutsches Flugzeug in 9000 Fuß Höhe über Sheppey, südlich von Shernetz gesichtet wurde. Das Geschützfeuer blieb infolge dieser Höhe wirkungs­los. Auch die drei zu seiner Verfolgung auSgesandten Flugzeuge konnten nichts ansrichten, da der deutsche Apparat den englischen an Geschwindigkeit weit über­legen war. Es herrschte fast völlige Windstille.

dige sind der Meinung, daß das deutsche Flugz...., ... Ostende aufgestiegen ist unb seinen Weg über Calais und Dover genommen habe. Der große Wageurut der deutschen Flieger wird in der Londoner Presie lebhaft besprochen.

^^Parissi^D^ezemH^lT. U.) Mcst einer Mel­dung desJournal" versuchte ein deutsches Flugzeug am Sonntag der vergangenen Woche Paris zu erreichen. Es wurde jedoch von eurem fiamösischen Flieger ver­folgt und mußte bei Pontoise landen.

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eutsche Flugzeug in

tat gegen den Zar dazu benutzt, um

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6)

VevstviÄt.

Roman von A. von der Elbe.

(Nachdruck verboten.)

Liebste Mama," rief Adele am Wagen stehend,laß mich doch mitfahren, da ist ja noch ein vierter PlatzI" Die Scheidende wandte sich ihrer Tochter zu, ein mil­derer Ausdruck kam in ihre Züge, ihre Lippen bebten, als sie sprach: ,Laß sein, Deelchen, wir brauchen den Platz fürs Handgepäck. Im Sommer kommst Du mit Tante Jose zu mir." Und dann neigte sie sich heraus, nahm den Kopf ihres Kindes zwischen beide Hände und küßte das junge, frische Gesicht hastig.

Als die Mutter sich losriß, trat Adele erschrocken zurück.Im Sommer," flüsterte sie,im Sommer?" wie sollte sie das verstehen,- im Sommer waren die beiden längst wieder hier.

Susanne und Meta stiegen ein, der Bediente schwang sich auf den Bock, und der Wagen fuhr ab,- als er aus der kurzen Allee zur Seite bog, flatterte Susan- nens weißes Tuch aus dem offenen Fenster.

Tante Josefine legte den Arm um die wie erstarrt dastehende Adele, über deren blühende Wange ein paar kleine Tropfen rannen, und führte das betroffene Mäd­chen in ihr Zimmer.

Tante Jose," rief Adele aufschluchzend,was hat Mama gemeint, als sie sagte, wir sollten im Sommer zu ihr kommen?"

Beruhige Dich, mein Herzchen, sei verständig und höre mich an."

?!Me nickte und richtete chre feuchten Augen erwar- tungsp^A auf die Tante, die ihr auseinandersetzte, der Arzt habe geraten, die Staute solle 'mal ein halbes oder ganzes Jahr in besserer Luft zubringen.

»So lange, ach, deshalb war Susanne so traurig." Ja, Susanne ging ungern fort."

M ein« ßWe kam der Wagen von -ex Stativ»

>-^ Kopenhagen, 31. Dezember. (T. U.) DerBer- lingske Tidende" wird aus Paris gemeldet: Ganz Flan­dern ist in einen beinahe undurchorinalichen Nebel ge­hüllt, der alle kriegerischen Operationen unmöglich macht. Die Deutschen setzen ihre Besesttgungöarbe»ten an der belgischen Küste nördlich Ostende eifrig fort Alle Forts von Antwerpen sind wieder in Stand gesetzt wor­den und nicht weniger als 200 000 Mann sollen in und um Antwerpen konzentriert sein, r~ ' " ' ' ...... die Annahme, daß die Deutschen

Alles dies bestätige

-" «M..«vu,t, v«B uic Deutschen Antwerpen zu ihrem Hauptstützpunkt in Belgien machen wollen.

Englische Spione in Flandern festgenommen.

** Wien, 81. Dezember. (T. U. Der Berichterstat- ter desNeuen Wieuer Tagblattcs" bei der deutschen

zurück und brächte Frau Josefines Zofe mit vielem Ge­päck und dem Schoßhündchen der Dame nach Morse.

Adelens Stimmung wurde im Spielen mit dem braunen langhaarigen Wächtelhündchen wieder froh und übermütig, sie tollte mit dem kläffenden Bijou durch alle Zimmer, half auspackcn, bewunderte, verursachte aber nur Unordnung.

Als Herr von Bernhammer satteln ließ, um bei der Abreise «einer &rmt nicht zugegen zu sein, er glaubte itach ihrem harten Ausspruch nicht zu können ritt Eggerucks Verwalter auf den Hof und richtete eine Bestellung seines Herrn über die Biehverkäuse aus. Bernhammer hatte denpatenten Fatzke", wie er den Verwalter heimlich nannte, flüchtig gesehen, indes vom Vetter gehört, daß er brauchbar sei. Während sie zn- sammen vom Hvse ritten, entschloß Bernhammer sich, mit nach Lindental zu kommen.

Er hatte sich nicht gescheut, Hermann Eggeruck sein FannUennnglück und den Beschluß der Trennung von seiner Frau mitzmeUen. Die mit zehn. Jahre Jüngere konnte so kühl und pedantisch urteilen. daß dem viel temperamentvolleren Weiteren allemal bei des anbereu weisen Ermahnungen die Galle überließ Der hatte gut reden, er sah Frau Lydia selten, und nur, wenn sie in huldvoller GesellschaslSsttmmung war. Nun aber, da er seinen Unmut ohnehin Irgendwo hintragen und ver­gessen wollte, glaubte er. es fet an der Zeit, dem Ver­wandten, der ihm von aller: Nachbarn am nächsten stand, das Vorgeiallene müzu teilen. '

Nach der Begegnung nist den beiden jungen Mäd­chen, als der tief erregte Vater seinem Begleiter voran- jagte, war jeder mit seinen ihn ganz ausflillenden Ge­danken beschäftigt.

Bernhammers lebhaft und warm empfindende Seele jammerte um sein Kind, das er von sich gegeben, das er ihr lassen mußte, die er in diesem Augenblick haßte.

Ein französischer Flieger auf schweizerischevt Gebiet festqcmommLN.

** Basel, 31. Dezember. (T. U.) Bei Haltingen, einer Stunde von Basel, wurde nach derBerl. Mp." ein französischer Fliegerhauptmamr gefangen genom­men. Er verweigerte jede Auskunft und gab nur an, Neberläufer zu sein. Er habe beabsichtigt, auf sclnveize- rischem Boden zu landen. Bei ihm gefundene Br'-fe enthalten belastende Momente. Bei seiner Verhaftung befand sich der Flieger in vollständiger französischer Muttäruniform.

Ein Bericht des Kommandanten der Dresden".

Der LondonerDaily Telegraph" berichtet nach einem Telegramm derNeuyork Times" vom 17. De­zember: Der Kommandant des kleinen Kreuzers Dresden" hat dem deutschen Konsul in Punta Arenas folgende Schilderung über den Kampf bei den Falk­landsinseln gegeben:

Das deutsche Geschwader verließ deu Stillen Ozean und ging um Kap Horn nach den Faltlandink-ln. Ehe

Franz Denta dagegen dachte mit B'chagen an das hübsche, junge Ding, das sich ihm so freundlich zugeneigt hatte. Ein süßer Schneck und ankömmlich, sehr ankömm- lich,- ließe sich vielleicht etwas anbandeln.

Die Felder von Morse grenzten an die von Linden- tal,- vor ein paar Jahrhnnderten war es eine große Herrschaft gewesen, dann wurde der reiche Besitz durch Erbleilung, Heirat und schwere Zeiten auseinander ge­rissen.

Da Bernhammer keinen Sohn besaß, war ihm der Gedanke gekommen, der treffliche Hermann möge eine seiner Töchter heimführen, dann könne endlich, nach Abfindung der anderen Tochter, das von altersher Zu-^ fammengehürige wieder vereinigt werden. Später hatte er, amei seiner eigenen unglücklichen Ehe leidend, alle Heirarspläne für seine Kinder aufgegeben; der Alters­unterschied zwischen Eggeruck unb den beiden Mädchen war auch 51t groß. Susanne, die Ehrbare, die kaum je einem Mann einen freundlichen Blick«gegönnt, ging heute auf immer, und Adele, sein süßes Nürrchen, war doch wirklich noch ein halbes Kind.

Das Herrenhaus von Lindental bot einen freund­licheren Anblick als der mm Bau auf dem Morse, der von den Geniend"s Schloß" genannt würbe. Das Haus war zu Arrfang des vorigen Jahrhurlberrs bei Kriegözeiien abgebrannt und in leichtem Villenstil >vie- ber aufgebaut worden, eS machte indes in seiner gan­zen Anlage einen durchaus herrschaftliche» Eindruck.

Hermann Eggeruck kam seinem Gast in den: gefäl­lig ausgestatteten Hausflur mit auSgestreckter Hano tm, gegen. Der GutSherr, fleitt, aber brettfchultrtg, mit blonden, schon etwas gelichteten Haar, vollem Ban mib freundlichem Blick, hieß den Vetter wtllkommev und führte ihn in sein behagliches Wohnzimmer.

(Fortsetzung folgt),