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Amtliche Bekanntmachungen.

Versteuerung der Pacht- und Mietvorträge sowie der Automaten und Musikwerke.

A. Im Monat Januar 1915 sind zu versteuern:

1. sämtliche nach Tarifstelle 48 I. des Stempelsteuer­gesetzes vom -^^^^-stempelpflichtigenPacht- und Mietverträge (auch die nur mündlich abge­schlossenen, sowie die Afterpacht- und Mietverträge, welche im Kalenderjahr 1914 in Geltung gewesen sind.

2. die nach Tarisstelle 11 a des genannten Gesetzes steuerpflichtigen Automaten und mechanischen Musik­werke.

B. Die Versteuerung hat zu erfolgen:

zu 1 durch die dem Verpächter oder Vermieter ob­liegende Einreichung eines Pacht- und Mietverzeich- nisses und Einzahlung der Steuer bei den Zollstellen oder Stempelverteilern, welche auch die Formulare zu den Verzeichnissen unentgeltlich verabfolgen;

zu 2 durch Anmeldung des Automaten oder Musik­werke seitens des Eigentümers oder Ausnützers bei der zuständigen Zollstelle.

C. Nicht oder nicht rechtzeitig bewirkte Versteuerung zieht Bestrafung nach sich.

Wegen des voraussichtlichen Andrangs bei Zollstellen wird die alsbaldige Versteuerung pfohlen.

Hanau, den 22. Dezember 1914.

Königliches Hauptzollamt.

den em-

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Hersfeld, den 24. Dezember 1914.

Wird veröffentlicht.

I. 13067. Der Landrat.

Funke, Kreissekretär.

Es werden folgende Verbote erfassen:

1. Jeder auktionsweise Verkauf der von der allgemeinen Beschlagnahmeverfügung des Kriegsministeriums vom 22. November ds. Js., veröffentlicht im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 275, nicht betroffenen Viehhäute und Felle wird untersagt und nur freihändiger Verkauf zugelasfen.

2. Vom 1. Januar 1915 ab dürfen Neutralöle und Fette zu Schmier- und Leimseifen nicht mehr ver­arbeitet werden.

Zuwiderhandlungen gegen diese Verbote werden auf Grund des § 9b des Preußischen Gesetzes vom 4. Juni 1851 in Verbindung mit Artikel 68 der Reichsverfassung mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen ver­wirkt sind.

Zu dem Verbote unter 2., welches eine heute be­stehende Glycerinvergeudung in Seifensiedereien zu ver­hindern bezweckt, werden den Fabrikanten nähere Aus­künfte erteilt von der Kriegschemikalien-Aktiengesellschaft, Berlin, Nauerstraße 63, 65 und vom Verband der Seifenfabrikanten Charlottenburg, Guerickestraße 18.

Caffel, den 12. Dezember 1914.

Der stellvertretende kvmmand. General des XI. Armeekorps, gez. von Haugwitz.

* *

Hersfeld, den 23. Dezember 1914. Wird veröffentlicht.

I. 13030. Der Landrat.

Funke, Kreissekretär.

»etanntmachung.

Die Jahreswende naht heran. Zuversichtlich und vertrauensvoll darf das deutsche Volk in das neue Jahr eintreten. Im Westen und Osten haben unsere tapferen Heere nicht nur die Grenzen unseres Valerlandes gegen ben Ansturm der an Zahl überlegenen Gegner geschützt, sondern sogar durch unvergleichliche Taten den Krieg weit in die Gebiete des Feindes hineingetragen.

Wenn wir also auch allen Grund haben, bei der Jahreswende mit Stolz zurück und mit Zuversicht vor- » M blicken, so geziemt es dennoch nicht, rauschende Festlichkeiten oder lärmende Kundgebungen zu veran- italten, mätfrenb Hunderttausende unserer tapferen Krieger 3u Wasser und zu Lande ihr Leben für unseres Vater­landes Zukunft einsetzen und zahllose Familien den Ver­lust ihrer Ernährer, ihrer besten Söhne betrauern.

Vergessen wir nicht, daß es noch des restlosen Ein­setzens aller Kräfte des Leibes und der Seele bedarf, um den Krieg siegreich zu Ende zu führen und unserem Baterlande den dauernden Besitz der Segnungen des K^oens zu sichern. Diesen Willen möge das deutsche ^olt beim Jahreswechsel in fester Zuversicht, aber mit Ernst und Würde kundgeben.

, Abgesehen davon, daß ich während der Neujahrs- no^t ;ede Schießerei, sowie das Abbrennen von Kanonen- Miagen und Feuerwerkskörpern jeder Art verbiete, sehe i v iP übrigen von besonderen Verkehrseinschränkungen ab, indem ich bei den gesunden und vaterländischen Lmppnben der Bevölkerung vertraue, diese werde selbst infur Sorge tragen, daß alles unterbleibt, was dieser großen und ernsten Zeit nicht würdig ist.

^ ^vertretendes Generalkommando XI. Armeekorps. ®er Kommandierende General, gez.: von Haugwitz.

Hersfeld, den 28. Dezember 1914. Wird veröffentlicht.

1. 14039. Der Landrat.

I, V > Funke, Kreissekretär.

Hersfeld, den 28. Dezember 1914.

Die Erledigung meiner Verfügung vom 9. d. Mts. I. No. 3260, Kreisblatt 291, betreffend Einreichung des Wehrbeitragssollbuches wird hierdurch wiederholt in Erinnerung gebracht und nunmehr bis spätestens 30. d. Mts. bestimmt erwartet.

Der Vorsitzende der Einkommensteuer - Veranlagnngs - Kommission.

I. No. 3368. I. A.:

Lindemann, Steuersupernum erar.

Nachruf

Den Heldentod für das Vaterland starb am

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