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iWere Verluste der Verbündeten bei La Bassee. Mißstimmung unter den Verbündeten. Neue Kämpfe in Galizien

ssische»» Regierung vermag das Gelbbuch dürftiges Beweismittel beizubringen.

Schwere Verluste

Berlin, 21. Dezember. (Amtlich. WTB.) Die Norddeutsche Mlgemeine Zeitung bringt heute einen langen Artikel, in welchem die Behauptung des fran­zösischen Gelbbuches, daß DentschlarA den Krieg habe verhindern können, wenn es seinen Einfluß auf Dester- reich-Ungarn geltend gemacht habe, damit dieses seine Forderungen an Serbien ermäßige, eingehend zurückge- wiesen werden. Deutschland tat alle mit der Würde seines Bnndesgenoffen zu vereinbarenden Schritte in Wien, es hat sich aber geweigert, die von Rußland «vd einen Freunden verlangte Pression auf Oesterreich- lngarn auszuüben. Gegenüber dem Hinweis des Gelbbnches auf den angeblichen versöhnlichen und fried- ertigen Geist der russischen Regierung erinnert die Norddeutsche Allgemeine Zeitung daran, daß Sassauow schon bei der ersten Unterredung mit dem französischen und englischen Botschafter bemerkte, Rußland werde ge­nötigt sein, mobil zu machen und daß auch die russische Mobilmachnug au» 25. Juli beschlossen und seit jenem Tage in ganz Rußland im Gange war. Für die Fried- fertigkeit der russische»» Regierung vermag das Gelbbnch also nur ein dürftiges Beweismittel beizubringen. Gegenüber der Behauptung, daß Oesterreich-Ungarn nnd Rußland im Begriff gewesen ;vären, sich über die Note an Serbien z« verständigen, als Deutschland mit seiner Kriegserklärung alle Hoffnnng auf Erhaltung des Friedens plötzlich zerstört habe, weist die Norddeut­sche Allgemeine Zeitung daranf hin, daß Rußland be­reits in der Nacht znm 31. Juli die allgemeine Mobil­machung also auch gegen Deutschland befahl und dadurch das Bermittelungswerk Deutschlands znnichte machte.

Die Nordd. Allgemeine Zeitung führt dann acht Punkte im französischen Gelbbnch an, die zeigen, welcher Wert den veröffentlichten Aktenstücken beiznmessen ist. Als «»»richtig erklärt die Norddeutsche Allgemeine Zei­tung, daß Generaloberst von Moltke in einer Unter­redung mit dem Kaiser nnd dem König der Belgier die Unvermeidlichkeit eines Krieges mit Frankreich betont habe. Es habe überhaupt nur eine Unterredung zwischen Generaloberst von Moltke und dem König der Belgier stattgefnnden, wobei von Moltke die ihm in den Mund gelegten Worte nicht gebrancht hat. Ebenso hat Herr von Jagow in seiner Unterredung von» 30. Jnli mit Bot­schafter Cambon nicht gesagt, daß die Führer der Armee in Deutschland auf eine Mobilisation drängten. Der dem Botschafter von Tschirschky gemachte Vorwurf, daß er eine gewaltsame Lösung gewünscht habe, ist ebenfalls durch nichts gerechtfertigt. Des weiteren wird die Dar­stellung des französischen Botschafters Parleolongne über die versöhnlichen und friedfertigen Absichten des Zaren als unrichtig zurückgewiesen und darauf hingewiesen, daß die englische Regierung dnrch ihren Botschafter darauf hingewirkt habe, daß Herr Sassanow seine Vorschläge für Oesterreich-Ungarn noch unannehmbar machte. Auch die zur Rechtfertigung der Mobilisierung anfgestellte Behauptung, daß Deutschland mit der eigenen Mobili­sierung begonnen habe, wird zurückgewiesen.

Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schließt: Aus dem Material, welches das französische Gelbbnch er­bringt, ergibt sich, anf wie schwacher» Füßen der von der französischer» Regierung erbrachte Beweis rnht, daß Deutschland den Weltbrand entfacht habe.

Aus dem großen Hauptquartier

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9a* Großes Hauptquartier, 19. Dezember. (WTB. Amtlich.) Im Westen erfolgten gestern eine Reihe von feindlichen Angriffen. Bei Rienport, Bixschote und nördlich La Bassee wird noch gekämpft. Westlich Lens, östlich Albert nnd westlich Royon wurden die Angriffe abgeschlagen.

An der ostpreußischen Grenze wurde ein russischer

Kavallerieangriff westlich Pillkallen zurückgewiesen.

In Polen wird die Verfolgung fortgesetzt.

*

Oberste Heeresleitung.

* *

Große Verluste der Verbündeten bei La Bassee.

9a* Großes Hauptquartier, 20. Dezember, mittags. (Amtlich. WTB.) Im Westen stellte der Gegner seine erfolglosen Angriffe bei Rienport und Bixschoote gestern ein.

Die Angriffe in Gegend La Baffee, die sowohl von Franzosen als Engländern geführt wurden, sind unter großen Verlusten für den Feind abgewiesen worden. 200 Gefangene (Farbige nnd Engländer) fielen in un­sere Hände und 600 tote Engländer liegen vor nnserer

3m fernen Osten.

‘ Roman von O. Elster.

58) (Nachdruck verboten.)

„Potztausend!" fuhr der alte Kapitän fort, „der Heinz hat sich brav gehalten! Er soll Re­serveoffizier werden — ich denke, da kann auch Deine Frau Marna mit zufrieden sein. Und gar so ein armer Schlucker ist Kapitän Erichsen denn doch auch nicht. Ich hab' mein Haus noch nicht zu verkaufen brauchen . . ."

Ellen hielt ihm lachend den Mund zu.

„So darfst Du Mama nicht schreiben, Papa Erich­sen," sagte sie, belustigt über den Zorn des Alten. „Am besten ist es, Du überläßt das Schreiben Heinz und mir — weiht Du, Papa Erichsen, mit der Feder weiß Heinz doch besser umzugehen als so ein alter Seemann, wie Du bist."

„Da hast Du recht, Kind. Hab mein Lebtag nicht viel Briefe geschrieben. Und meine Krackelfüße könnte Deine Frau Mama vielleicht nicht gut entziffern. Na, denn schreib ihr man, daß sie sich um Dich keine Sorge zu mache:» brauchte. Du wärst beim alten Kapitän Erichsen gut aufgehoben und könntest da so lange vor Anker liegen, bis Du einen anderen Hasen gefunden hättest. Und dieser Hafen, — na, das wird ja bann wohl die Heirat mit dem Heinz, dem Jungen, sein, aber das hat ja noch Zeit und will noch überlegt sein. Vor allem muß er wieder ganz gesund sein."

„Ja, Papa Erichsen, Du hast recht, und ich will mich ganz Deinem Wille»» fügen," sagte Ellen bescheiden.

„An meinem guten Miller» soll es schon nicht fehlen, mein Kind."

„Ich glaube Dir, mein lieber, alter Papa," sprach Ellen herzlich, sich an ihn schmiegend. „Und nun zünde Dir eine frische Pfeife an und laß uns einen Spazier- gana i« dM schönen Wirsterrnorgen hinaus machen.

Front. Bei Notredaine de Lorette südöstlich Bethune wurde ein deutscher Schützengraben von 60 Meter Länge an den Gegner verloren. Verluste bei uns ganz gering.

In den Argonnen machten wir kleinere Fortschritte und erbeuteten drei Maschinengewehre.

Von der ost- und westpreußischen Grenze nichts neues.

In Polen machten die rnssischen Armeen den Versuch sich in einer neuen vorbereiteten Stellung bei Rawka und

Rida zu halten. Sie werden überall angegriffen.

Oberste Heeresleitung.

Der Kaiser wieder zur Front abgereist.

o-*- Großes Hauptquartier, 21. Dezember. (Amtlich. WTB.) Se. Majestät der Kaiser hat sich, nachdem er völlig wieder hergestellt ist, aufs Neue zur Front be- geben.

Vom österr.-ungar. Generalstab

Neue heftige Kämpfe in Gattzien.

9-* Wien, 20. Dezember. Amtlich wird mitgeteilt:

In den Karpathen wurden gestern die feindliche» Vortrvppen im Latorzca-Gebiet zurückgeworfen. Nord­östlich des Lubkower Passes entwickeln sich größere Kämpfe. Unser Angriff auf der Front Krosuo-Zaklizyn gewann allenthalben Ranm. Im Biala-Tale drangen unsere Truppen bis Tuchow vor. Die Kämpfe am nn- teren Dunajetz -anern fort. Die Russen haben sich somit in Galizien mit starken Kräften nenerdings gestellt.

In Südpolen erreichten wir die Nida.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Höfer, Feldmarschallentnant.

9-* Wien, 20. Dezember. (T.-U.) Die „Neue Freie Presse" meldet nach der „Gazetta Krakowska" vorn 17. Dezember: Der Feind wird unausgesetzt ver­folgt. Unsere Truppen rückten heute in Jaslo ein. Nach Krakau wurden heute größere Abteilungen von Gefan­genen gebracht, fast ausschließlich Polen. Sie gehören dem russischen Infanterie-Regiment 70 an. Mit Trä­nen in den Augen sprechen sie von Hunger nnd brutaler Behandlung seitens der russischen Offiziere.

9-* Berlin, 21. Dezember. (T. U.) Der Kriegsbe­richterstatter des „B. T." meldet aus dem österreichisch­ungarischen Kriegspressequartier: Das Vorrücken der verbündeten Armeen in Nnssisch-Polen vollzieht sich be- wunderuswert exakt. Die österreichische Armee legte bis zu fünfzig Kilometern an einem Tage zurück, angesichts der russischen Winterverhältnisse eine stannenswerte Leistung.

Die Bedeutung des Sieges in Polen.

_ ..„jen Nordpolen und West- chläge gefallen sind. Die mit

gegen Schlesi brochen, sond» ganzen Front zum

>ern das

Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt über die Kämpfe im Osten: Wenn auch das Endergebnis der gewaltigen Schlacht in Polen von hier aus noch nicht zu übersehen ist, so sei doch erkennbar, datz in dem weit ausgedehnten Gebiet zwischen Nordpolen und West- galizien entscheidende Schläge gefallen sind. Die mit so viel Ruhmredigkeit angekündigte russische Offensive gegen Schlesien und Posen sei nicht nur zusammenge­brochen, sondern das russische Millionenheer sei auf der ganzen Front znm Rückzüge getrieben worden. unter meisterhafter Führung hätten die deutschen und öster­reichisch-ungarischen Truppen die denkbar höchsten Lei­stungen vollbracht. Wohl sei die Arbeit im Osten noch nicht zum Abschluß gelangt, aber in den bisherigen Er­eignissen liege eine sichere Bürgschaft für einen Aus­gang der blutigen Auseinandersetzung, der den Frie­densstörern fttr alle Zeiten die Neigung nehmen wird, mit dem Schicksal der Völker ein so frevelhaftes Spiel zu treiben. Die gemeinsamen Kämpfe der Heere Deutsch­lands und Oesterreich-Ungarns bildeten einen herrlichen Triumph der Waffenbrüderschaft, die sie umschließe. Treue um Treue — mit diesen Worten sei der Geist bezeichnet, der Deutschland und Oesterreich-Ungarn be­seele und sie befähige, einer Welt von Feinden die Stirn zu bieten. Das gleiche Ziel und der gleiche Wille er­fülle sie, der Wille, für die Lösung ihrer hohen Aufgabe alles einzusetzen. Und in diesem Geiste werden wir

siegen.

Die Wirkung der deutschen Siege auf Bulgarien.

9-* Sofia, 21. Dezember. (Frkf. Ztg.) Die letzten deutschen Siege machen hier starken Eindruck, wohin­gegen die serbischen Erfolge in nüchternen politischen

Dann holen wir die gute Mama von der Kirche ab — nicht wahr?"

„Wie Du willst, Kind . . ."

„Und dann feiern wir ein fröhliches Weihnachts­fest!"

„Das wollen wir — mit frohem, dankbarem Herzen! Und nun komm, »»»eine Pfeife brennt . . ."

Sie hängte sich wieder in feinen Arm, und so schrit­te»» sie, die glückliche Jugend und das behagliche Alter, fröhlich und munter in den frischen, sonnenhellen, film« mernden, strahlenden Weihnachtsmorgen hinein, wäh­rend der leichte Windhauch einen Sprühregen von glitzernden Funken von den reifbedeckten Bäume»» auf sie niederschüttelte.

Am Fenster des kleinen Hauses aber stand Heinz und sah mit glückliche»» Augen den beider» nach. Am liebsten wäre er mit ihnen hinaus geeilt tu all die Wiu- terpracht,' aber noch »nutzte er sich gedulden. Doch bald würde er wieder stark genug sein, den» Wind und Wet­ter und dem Kampf des Lebens Stirn und Brust zu bieten.

20.

Der Frühling streute seine Blüten über Wald und Feld. Die Rosen in dem Garten des alten Kapitäns begannen zu blühen, und die Neubauten in dem frü­heren Park nebenan gingen ihrer Vollendung entgegen. Auf diesem Wege, der sich neben bem Strom hinzog, da, wo dieser sich schor» sv verbreitete, datz man glauben konnte, die offene See vor sich zu haben, ginge»» Heinz und Ellen Arm in Arm langsam dahin, schweigend in die Ferne sehend, wo sich der Strom mit der offenen See zu vernrählen schien, oder mit der» Augen dem klei­nen, schwarzen, rußigen Schleppdampfer folgend, der pustend unb fauchend in eifriger Arbeit ein großes Se­gelschiff hirrter sich Herzog, der hohe», See entgegen, um ‘ es dort drn Winden zu Überseen. In der Mitte des

Kreisen auf das richtige Matz zurückgeschraubt werden. Weiß man doch hier, datz trotz alledem nicht mehr ernst­lich vom Vorhandensein einer serbischen Armee ge­sprochen werden kann und selbst die serbischen chauvi­nistischen Kreise zugeben müssen, datz die serbische Ar­mee ihre Höchstleistung erfüllt habe und von ihr feint weiteren Leistungen zu erwarten seien, die übrigens vergeblich wären, da auch serbische Kreise einsehen, daß die Entscheidung über Serbiens Schicksal auf den poli­tischen Schlachtfeldern füllt. (T. U.)

ische Ar- hr feint

Von der Front im Westen.

st Müller der Front be

Der Berner „Bund" veröffentlicht wieder einen Artikel des Kriegsberichterstatters Oberst M ü l l e r, der sich seit Anfang Dezember wieder an der Front be­findet. In diesem heißt es:

Die deutschen Soldaten sehen heute zwar etwas ruppig und struppig aus mit ihren Bärten, sind aber wohlgenährt, frisch und munter. Angenehm sind mir aufgefallen das unbefangene Auftreten und die bestimm­ten, von jeder Schüchternheit freien Antworten. Zu der geringen Beschädigung eines vor der vordersten Linie liegenden französischen Dorfes bemerkt Müller, es sei fraglich, ob das Dorf noch bestünde, wenn eine deutsche Feldwache darin lüge. Wahrscheinlich wäre es dann von den Franzosen zusammengeschossen worden. Zeitweise stießen die Franzosen ohne jeden ersichtlichen Zweck vor. Entweder würden die Vorstöße mehr aus politischen als aus militärischen Gründen unternom­men, damit ein Angriff gemeldet werden könne, oder aus Erkundurlgsgründen, um den Gegner zu ermüden und zu beunruhigen. Eine ernsthafte Dnrchbrnchsabsicht erscheine ausgeschlossen in dem ungünstigen Gelände. Da die deutschen Batteriestellungen oft gewechselt und gut gedeckt würden, so überschütteten die Franzosen je­weils alle Punkte, die sie als besetzt vermuten, mit ihrem ungezielten Streufeuer. Es lägen verschiedene Anzeichen vor, daß diese Artillerievorbereitung nicht die beabsich­tigte Wirkung habe, die Leute zum Jnfanterieangriff zu ermutigen. Sie wirken eher entmutigend. Dafür spreche die weiter sich vermehrende Anzahl der Leute, die sich freiwillig gefangen gäben. Oberst Müller er­wähnt ferner, daß man daraus nicht auf eine allgemeine Demoralisation und Entmutigung schließen dürfe. Na­mentlich den Nordfranzosen werde von den deutschen Kriegern Mut und Todesverachtung nachgerühmt. Von den französischen Offizieren werde im deutschen Heere allgemein mit der größten Achtung gesprochen.

Die Verluste der Verbündeten in Flandern.

9a* Brüssel, 20. Dezember. (Dtsch. Tgsztg.) Bis znm 1. Dezember werden hier folgende Verlustlisten der Verbündeten an der User verzeichnet: Für Belgien 60 000, für England 80 000, für Frankreich 75 000, zu­sammen 215 000 Tote, Verwundete und Gefangene.

(T. lt.)

Neu heftige Kanonade in Nordflandern.

9s* Paris, 21. Dezember. (T.-U.) Nach Blätter- meldungen aus der Front sind in der Nacht von» Frei­tag zum Sonnabend von neuem eine ganze Anzahl deut­scher Granaten nach Armentieres und Umgebung ge­sandt worden. Die Geschosse müssen aus Geschütze« größten Kalibers gesendet worden sein, deren Standort auf mindestens 12 Kilometer Entfernung geschützt wird. Ebenso wurden die französischen Höhenbefestigungen bei Houplines und Bezer beschossen. In Armeutieres wurden mehrere Häuser vollkommen zerstört. Die Be­völkerung ergriff Panik und Hunderte versuchten die Stadt zu verlassen. Die Militärbehörden ergriffen energische Maßnahmen, da sonst das planlose Umher­laufen der Zivilbevölkerung die Truppenbewegungen sehr erschwert hätte. Gleichzeitig wurden Maueran­schläge angeklebt, die die Bevölkerung beruhigen soll­ten und in denen erklärt wurde, daß es sich um keine planmäßige Beschießung handeln könne, sondern nur um sogenannte Blindgänger. — Ueber den deutschen Stellungen in Dixmnioen wurde zum ersten Male seit langer Zeit wieder ein Zeppelinluftschiff bemerkt. Da französischerseits ein Aufklärungsflug befürchtet wurde, wurde das Luftschiff sofort unter heftiges Schrapnell- feuer genommen. Der Zeppelin hielt sich jedoch in so großer Höhe, daß die Beschießung erfolglos blieb.

Paris befürchtet einen deutschen Fliegerangriff.

d-* Stockholm, 21. Dezember. (Dtsch. Tgsztg.) Nach einer Privatmeldung des „Svenska Dagblad" befürchtet man einen nächtlichen Angriff von deutschen Fliegern auf Paris. Die französischen Flieger haben in den letz­ten Rächten ständig über Paris patrouilliert, um etwaige Angriffe zu verhindern. (T.-U.)

Stromes arbeitete rasselnd ein großer Bagger, um die Fahrrinne zu vertiefen,- kleinere Schiffe und Kähne zo­gen vorüber,- in der Ferne ragte der Leuchtturm em­por,- hin und wieder schössen die flinken Möven auf blitzenden Schwingen.

Arbeit, rege Tätigkeit herrschte überall.

„Jetzt gilt es auch für »»»ich, die Arbeit wieder auf« zunehmen," sagte Heinz.

„Du solltest Dich noch eine Zeitlang schonen, meinte der Arzt," entgegnete Ellen, seinen Arm liebevoll pressend.

„Ist nicht nötig, lieber Schatz," lachte Heinz, seine Gestalt straff en»porreckerld. „Ich fühle mich stark und gesund, wie nie zuvor — und dann, ich habe keine Zeit, krank zu sein, wenn ich mein Ziel erreichen will, Dir, meine liebe Ellen, ein Heim bieten zu sönnen."

Elle», errötete leicht.

„Ich habe Geduld, Heinz" — sagte sie leise.

„Aber ich nicht, Schatz," lachte Heinz. „Ich »uöchte Dich je eher je lieber als mein liebes Weib heimführen." Innig schrniegte sie sich an seine Schulter.

„Weißt Du, Ellen," fuhr er fort, „welche Absicht ich habe? Ich habe schon an ben Norddeutschen Lloyd ge­schrieben, ob er rnich rvieder einstellen will . . ."

„D»i willst wieder zur See gehen, Heinz?"

„Ja, natürlich, das ist doch mein Beruf. Und wenn ich erst Kapitän eines großen Darupsers oder Seglers bin, bann nehme ich Dich mit hinaus auf die See — oder fürchtest Du Dich?" setzte er lächelnd hinzu.

„Fürchten? — Rein, Heinz — nicht wenn ich be Dir bin . . ."

Er streichelte zärtlich ihre Hand, die mit war» Druck auf seinen Arme»» lag.

(Fortsetzrulg folgt.)