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Der russische Zusammenbruch in Polen.

Weitere Einzelheiten über die Beschießung der englischen Ostküste. Zwei englische Torpedobootzerstörer zum Sinken gebracht

[ Aus dem großen Hauptquartier j

^ Großes Hauptquartier, 17. Dezember. (Amtlich.

WTB.) Bei Nieuport setzten die Franzosen.ihre An­griffe ohne jeden Erfolg fort. Auch bei Zillebeeke und La Bassee wurden Angriffe versucht, aber unter sehr starken Verlusten für den Feind abgewiesen.

Die Absicht der Franzosen, bei Soissons eine Brücke über die Aisne zu schlagen, wurde durch unsere Artil­lerie vereitelt. Oestlich Reims wurde ein französisches Erdwerk zerstört.

Von der ost- und westpreußischen Grenze ist nichts Neues zu melden.

Die von den Russen angekiindigte Offensive gegen Schlesien nnd Posen ist völlig zusammengebrochen. Die feindlichen Armeen sind in ganz Polen nach hartnäckigem erbittertem Frontalkampf zum Rückzug gezwungen wor­den. Der Feind wird überall verfolgt. Bei den gestrigen und vorgestrigen Kämpfen in Nordpolen brächte die Tapferkeit westpreußischer und hessischer Regimenter die Entscheidung. Die Früchte der Entscheidung lassen sich zurzeit noch nicht übersehen.

Oberste Heeresleituug.

Vom österr.-ungar. Generalstab

om> Wien, 17. Dezember. (WTB.) Amtlicher Be­richt. Die letzten Nachrichten lassen nicht mehr zweifeln, daß der Widerstand der russischen Haupt­macht gebrochen ist. Am Südflügel in der mehr­tägigen Schlacht von Limanowa, im Norden von unseren

Verbündeten bei Lodz und nunmehr an der Bsura voll­ständig geschlagen, dnrch unsere Vorrückung über die Karpathen von Süden her bedroht, hat der Feind den allgemeinen Rückzug angetreten, den er im Karpathen- vocland yartnäckig kämpfend zu decken sucht. Hier grei­fen unsere Truppen anf der Linie RodnoZakliczyn an. An der übrigen Front ist die Verfolgung im Gange.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes, v. Höfer, Generalmajor.

Die vorstehende Meldung aus Wien vervollständigt das Bild, das der bereits mitgeteilte deutsche General­stabsbericht vor uns entrollte, indem er feststellte:Die von den Russen ««gekündigte Ofsensive gegen Schlesien und Posen ist völlig zusammengebrochen. Die feind­lichen Armeen sind in ganz Polen nach hartnäckigen erbitterten Frontalkämpfen zum Rückzüge gezwungen worden. Der Feind wird überall verfolgt. Bei den gestrigen und vorgestrigen Kämpfen in Nordpolen brächte die Tapferkeit w estpreußischer und hes­sischer Regimenter die Entscheidung. Die Früchte die­ser Entscheidung lassen sich noch nicht übersehen."

Das wochenlange, mit größter Erbitterung durch- geführte Ringen in den Schlachten auf der ungeheuren Front, die sich von den Grenzen Ostpreußens bis hinab zu den Karpathen erstreckte, hat damit endlich seine Ent- scheidung gefunden. Und diese Entscheidung ist dank der unvergleichlichen Tapferkeit der verbündeten Trup- pen und dank ihrer genialen Führer in vollstem Um­fange sugunften der deutsch-österreichischen Heere aus­gefallen. Wir haben Gott zu danken für den größten Sieg in der gewaltigsten Schlacht, welche die Weltge­schichte bisher kennt.

Millionen standen dort Millionen gegenüber, und unsere Feinde verfügten zweifellos über eine bedeu­tende zahlenmäßige Uebermacht. Aber der feste Wille zum Siege war auf unserer Seite und diesem Willen entsprach die Kraft, mit der immer von neuem wuch­tige Vorstöße gegen die Armeen des Feindes geführt wurden, bis sie nunmehr zusammenbrachen. Noch wif= sen wir nicht, bis zu welchem Grade dieser Zusammen- vruch erfolgt ist, wie reich die Früchte der Entscheidung sind. Aber wir dürfen darauf hoffen, daß uns schon die nächsten Tage oder Stunden auch in der Hinsicht Ge­wißheit bringen, und zwar eine Gewißheit, die den Jubel, den die Siegesnachrichten am Donnerstag aus- losten, von neuem entfachen wird.

Acht Tage vor Weihnachten haben unsere Tapferen im Osten schon ihren Dank abgestattet für die Gaben, welche ihnen die Liebe und die Opferfreudigkeit der Htergebliebenen zum Feste zugedacht hatte. Sie haben so Großes, so Herrliches geleistet, daß wir es ihnen nie genug danken können. Sie haben einen Sieg erfochten,

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3m fernen Osten.

Roman von O. Elster.

(Nachdruck verboten.)

Behaglich, warm und gemütlich sah es auch in der Wohnstube des kleinen Häuschens- aus. Die Buchen­scheite knisterten in dem großen Kachelofen und erzähl­te» trauliche Geschichten,- die Petroleumlampe breitete ihren sanften Schein über den runden Sofatisch aus, und das Zimmer war erfüllt von dem Hauch der Wachsker­zen des kleinen Christbaumes, der auf einem Nebemisch stand und das Gemach mit dem rötlichen Glanz seiner Kerzen erfüllte. Ein prächtiger, selbstgebackener Ku­chen lag darunter und allerlei kleine Geschenke, die die kleine Frau Kapitän für Mann und Sohn eingekauft hatte. Eine neue Meerschaumpfeife für den alten Kapi­tän war das Prachtstück der Geschenke; warme Strümpfe und Schuhe lagen daneben, und Taschentücher und sonst noch allerhand praktische Sachen.

Aber das Schönste war das liebe, gute, alte Ant- cktz der kleinen Frau Kapitän, das vor inniger Freude überstrahlt war, wenn sie ihren Heinz, ihren großen Jungen, ansah, der in des Vaters Sorgenstuhl neben dem Ofen saß und mit dankbarem Lächeln seinem Müt- terchen nachschaute, wie sie geschäftig hin und her eilte, öem Kapitän feinen Grog zu bereiten oder Heinz die warme Decke mehr über die Knie zu ziehen.

c®ie kleine Frau war so glücklich, daß ihr großer nmi endlich auf dem Wege der Besserung sich befand; jetzt wollte sie ihn schon wieder ganz gesund pflegen! Der liebe Gott war gnädig gewesen und hatte das heiße Gebet ihres Mutterherzens erhöht

«ÄST Me »«"^ -n» f t "^, solltest Dir doch eine Pfeife anstecken,'Vater." -mte Heinz, der wohl sah, wie sehr der Me sein ge-

dessen man noch in Jahrtausenden gedenken wird. Noch aber sind sie unermüdlich an der Arbeit, den geschlage­nen Feind zu verfolgen, seine noch vorhandene Kampf­fähigkeit, soweit wie möglich, ganz zu brechen und so das ersehnte Ziel des furchtbaren Krieges näher zu führen: den ruhmreichen, der gebrachten Opfer wür­digen, die sichere Entwicklung des Deutschtums gewähr­leistenden Frieden.

Der Vorstoß gegen Englands Ostküste.

9-^ Berlin, 17. Dez. (Amtlich. WTB.) Ueber den

Vorstoß nach der Ostküste Englands werden nachstehende

Einzelheiten bekannt gegeben: Bei Annäherung an die englische Küste wurden unsere Kreuzer bet unsichti­gem Wetter durch vier englische Torpedobootzerstörer erfolglos angegriffen. Ein Zerstörer wurde vernichtet, ein anderer kam in schwer beschädigtem Zustande aus Sicht. Die Batterien in Hartlepool wurden zum Schweigen gebracht, die Gasbehälter vernichtet. Meh­rere Detonationen und drei große Brände in der Stadt konnten von Bord aus festgestellt werden. Die Küsten- wachstationen und das Wasserwerk Scarborough und die Küstenwachstation und Signalstation von WHitby wur­den zerstört. Unsere Schiffe erhielten von den Küsten­batterien einige Treffer, die nur geringen Schaden ver­ursachten. An anderer Stelle wurde noch ein weiterer Torpedobootzerstörer zum Sinken gebracht.

Der Stellvertreter des Chefs des Admiralstabes, gez. Behnke.

Die Wirkung der Beschießung.

«- Genf, 18. Dezember. (L.-A.) Der Verlust der englische Torpedobootsflottille ist viel schwerer, als die Admiralität zugesteht. Die Funkenstation von Scar­borough funktionierte noch während des Bombarde­ments, doch erschienen keine größeren Einheiten, bis die dentschen Kriegsschiffe ausser Sicht waren. (T. U.)

x- Rotterdam, 18. Dezember. (L.-A." In Hartle- pool behauptet man, daß die deutschen Schiffe sich eng­lischer Signale bedient haben. In einem Hause wurde eine achtköpfige Familie getötet. Der östliche Stadtteil hat am meisten gelitten. In der Nähe der Küstenbat­terien wurde eine ganze Hänserreihe zerstört. Mehrere Bewohner wurden unter den Trümmern begraben. In Scarborough haben am meisten das Grandhotel, zwei weitere Gehöfte, die Kirche, die Schule und ein Mädchenheim gelitten. (T. U.)

^ Mailand, 18. Dezember. (Frkf. Ztg.) Nach hier cingetroffenen Londoner Nachrichten rief die erste Mit­teilung der englischen Admiralität über die Be­schießung der englischen Ostküste in London lebhafte Be­stürzung hervor. Man glaubt, daß der Angriff auf die Küste zur Verschleierung wichtiger Bewegungen der deutschen Hochseeflotte dienen sollte. Die Spannung sei so groß, daß die Extrablätter den Verkäufern förmlich aus der Hand gerissen werden. An der Küste werden Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Bürgermeister von Tynemouth verbot das Brennen von Gas. In North- shield wuede den Bewohnern geraten, zu Hause zu bleiben. (T. U.) 9

Die Opfer.

^ London, 18. Dezember. (WTB.) Nach nicht­amtlicher Reutermeldnng sind in Scarborough 25, in Hartlepool 48 Personen getötet und in Hartlepool 130 Personen verwundet worden.

Lant Pressebüro wurden nach den letzten amtlichen Nachrichten in Hartlepool 55 Zivilpersonen getötet, 115 verwundet.

Ein englischer Notschrei.

Berlin, 18. Dezember. (L.-A.) DieNew York Times" veröffentlicht einenAufruf an die Deutschen", der offenbar von englischer Seite bezahlt ist und gleich­zeitig in der gesamten englischen Presse erscheint. Die ganze Not und Angst Englands schreit aus den folgen­den wichtigsten Sätzen dieses Aufrufs:Die Welt kann und darf Deutschland nicht gewinnen lassen. England, Frankreich und Rußland es nicht alle

Wenn

. ...... . utzlanö es nicht allein schaf­

fen können, dann muß Italien mit seinen zwei Milli­onen heran! Der Holländer, der Schweizer, beides gute Kämpfer, der Däne, der Grieche, der ganze Balkan müssen mit, um den Kampf ein für allemal zu erle­digen."

Englands Plan zur Beseitigung der Konkurrenz.

DerKreuzzeitung" zufolge erfährt ZeitungL'Jnfvrmation" aus englischer man in London einen regelrechten Plan

deutschen

die Brüsseler

Quelle, daß zur systemati-

wohntes Pfeifchen vermißte.Mir schadet der Tabaks­rauch nicht mehr."

Nein, mein Junge, das wollen wir doch lieber lassen," knurrte der Alte.Aber wenn Mutter nichts dagegen hat, dann gehe ich auf ein Stündchen in den Goldenen Anker", um da meine Pfeife zu rauchen."

Geh nur, Alter," sagte seine Frau.Du triffst da wohl noch einige Freunde, aber verschwatze Dich nicht und komm nicht zu spät heim."

In einer Stunde bin ich wieder hier . . ."

Na ja, 's schon gut."

Der Alte stampfte hinaus, um imGoldenen An­ker" mit einigen früheren Kapitänen alte Erinnerungen auszutauschen. Daß diese Erinnerungen sich nicht im­mer auf Tatsachen stützten, sondern oft der regen Phan­tasie der alten Seebären entsprangen, verminderte ihren Reiz in keiner Weise.

Als der Kapitän gegangen war, setzte sich die Heine Frau neben ihren Sohn, ergriff und streichelte seine Hand leise und sah glücklich zu ihm auf.

Schweigen herrschte in dem kleinen Zimmer; nur das Feuer im Ofen knisterte, und die Wanduhr tickte leise, ganz leise, als scheue sie sich, die tiefe, behagliche Stille zu stören.

Sinnend blickte Heinz auf die nach und nach ver­löschenden Lichter des kleinen Weihnachtsbaumes. Dann sagte er, wie zu sich selbst sprechend:

Ob Ellen wohl kommen wird, Mutter?"

Diese nickte eifrig mit dem Kopfe.

Aber gewiß, mein Junge," entgegnete sie.Habe nur Geduld und Vertrauen. Sie hat doch einen so lieben Brief geschrieben wenn ihre Mama in die Revier« reiste, würde sie zu uns kommen. Also nur Geduld, mein Heinz."

Ich will geduldig sein, Mutter. Jetzt kann ich i 1® auch warten, wo ich wieder gMy- zu werden hoffen

scheu Zerstörung aller deutschen Fabriken, Eisenbahnen, Kohlenlager usw. für den Fall ausgearbeitet hat, daß der Krieg auf deutsches Gebiet übergreifen sollte. Die Information" sagt, dieser Plan beweise den Hauptbe­weggrund des jetzigen Weltkrieges, nämlich die Ans- schaltnng der deutschen Konkurrenz durch Euglaud.

Eine Heldentat unserer

Matrosenartillerie und Marineinfanterie.

Berlin, 17. Dezember. (Privattelegr.) DieKreuz- zeitung" berichtet aus dem Großen Hauptquartier vom 16. Dezember: Am 11. Dezember habe eine ganze fran­zösische Division bei Lombartzyde nördlich Nienport den Durchbruch versucht. Elf Bataillone Matrosenartillerte nnd Marineinfanterie kamen dem Feind znvor und gingen im Sturm, voran ein Mariueinfanteriebataillon mit entfalteter Fahne, gegen die starke französische Stel­lung an. Da der Dünensand Gewehre und Maschinen­gewehre teilweise unanwendbar machte, entschied das Bajonett, und nach blutigem Gefecht warfen unsere sechstausend Mann 15 000 Franzosen in die Flucht. Die Franzosen ließen eine große Masse von Toten und Ver- wnndeten auf dem Schlachtfelde und verloren achthundert Gefangene, darnnter viele Offiziere.

Der Kriegsberichterstatter der Kreuzzeitung sagt dazu: Für den Heldengeist unserer Offiziere ist es kenn­zeichnend, daß wir bei 200 Toten 14 Offiziere verloren haben, die in Ostende feierlich bestattet worden sind. Auf die verbündeten Feinde hat dieser Sieg den tiefsten Ein­druck gemacht.

Der Festungskrieg bei Vpern.

Unaufhaltsames Vordringen der Deutschen.

DieKöln. Ztg." meldet aus Wien: Nach einem Bericht derN. Fr. Pr." von der Armee des bayrischen Kronprinzen schreitet südlich von Ypern der Angriff darum so langsam vorwärts, weil hier das Gelände völlig festungsartig ausgebaut ist. Der Angriff soll so­gar schwieriger als auf eine Festung selbst sein, weil bei einer Festung die Lage der einzelnen Forts genau besannt sei, während hier eine Anzahl außerordentlich geschickt ausgebauter Feldstützpunkte durch sehr zahl­reiche versteckt ausgestellte schwerste Artillerie des Geg­ners gestützt werden, deren Aufsuchen wegen der dich­ten Bewachsung sehr schwierig sei. Trotzdem aber die englischen Schützengräben in mehreren Linien hinter­einander angelegt seien, machten die Deutschen fort­dauernd Fortschritte gegen den Kemmelberg. Weiter südlich sei nach Wegnahme von La Bassee der deutsche Angriff bis Bermelles vorgeschritten. Vermelles selbst sei wegen seiner ungünstigen Lage nach einer gründlichen Sprengung wieder aufgegeben worden. Südwärts schrei­tet der Anriff auf Arras fort.

Echt englisch!

Eütem vom württembergischen Generaikomlnando genehmigten Bericht eines bei p e r n liegenden iuürt= tembergischen Unteroffiziers ist, wie demB. L.-A." aus Stuttgart berichtet wird, zu entnehmen: Vor zwei Tagen gingen unsere Truppen auf den Flügeln wieder vor und warfen stellenweise den Gegner ein Kilometer zurück. Der Kampf dauerte zwei Tage und zwei Nächte und wurde besonders bei Nacht mit großer Erbitterung geführt. Eben kommt die Nachricht, daß sich der feind­liche linke Flügel zurückziehen wollte. Aber die Eng­länder, die seit vierzehn Tagen in der zweiten Feuer- linie kämpfen, knallten die zurückweicheuden Franzosen nieder, sodaß von einem Bataillon noch 40 Mann übrig blieben, die dann von uns gefangen genommen wur­den. Diese Gefangenen haben obige Angaben gemacht. Aehnliches wurde übrigens schon mehrfach bei uns er­zählt.

Der materielle Schaden in Belgien.

9^ Paris, 18. Dezember. (T.-U.) Einer halbamt­lichen Statistik zufolge beläuft sich der materielle Scha­den, den Belgien bisher durch den Krieg erlitten hat, auf 5 313 000 000 Franks. Die Hauptposten dieser täti­gen Kostenrechnung sind folgendermaßen verteilt: Lüt-

tich und Umgebung 373 000 000 Frank, Löwen 186 000 000 Frank, Namur 120 000 000 Frank, Charleroi 516 000 000 Frank, Schäden in der Landwirtschaft 1418 000 000 Frank, Antwerpen 506 000 000 Frank, Schäden an staat­lichen Einrichtungen, Eisenbahnen usw. 1200 000 000 Frank, Schäden durch Stillliegung des Handels 1 000 000 000 Frank. Der Verfasser der Statistik, Professor Maßen, schließt seine Aufstellung mit der wehmütigen Betrachtung: 3^ Milliarden Schäden zum mindestens hätten allerdings vermieden werden können, wenn nach dem Fall von Lüttich Friede geschlossen

den wäre.

Lord Kitchener meldet Erfolge.

w Amsterdam, 18. Dezember. (T. U.) Die lische Gesandtschaft im Haag gibt bekannt, Lord

wor-

eng- Kit-

darf. Nur damals, als ich zu sterben glaubte, wurde es mir schwer . . ."

Nun sprich nicht mehr vom Sterben, mein Junge. Der Doktor ist ja so sehr zufrieden noch einige Wo­chen, dann kannst Du wieder ausgehen."

Ach, wenn es doch nur erst so weit wäre! Was habe ich Dir für Mühe und Sorge bereitet, Mutter . . ."

Aber wie kannst Du so was sagen? Du bist doch mein lieber, großer Junge und als Du klein warst, da hab ich auch oft an Deinem Bettchen gewacht, als Du die Masern und den Scharlach hattest"

Ja, Mutter, ich weiß es und ich werde es nie vergessen."

Er streichelte ihre dürre, welke, alte Hand, und sie lehnte das graue Haupt an seine Schulter. Und so saßen sie schweigend da, in der Gewißheit ihrer gegen­seitigen Liebe. Was brauchte es Worte zwischen ihnen?

Plötzlich erklang die alte Schelle der Haustür. Frau Erichsen schreckte empor.

Sollte der Vater schon zurückkommen? Ich will doch einmal nachsehen es ist dunkel im Hausflur . ."

Sie trippelte eilfertig hinaus.

Ganz still saß Heinz da, die Hände auf dem Schoß zusammengelegt, und horchte, ob er die knarrende

Stimme des Vaters und das den Schnee von den Füßen

Aber er vernahm nichts, lange die Mutter ausblieb. sein?

Endlich trat die Mutter Heinz zu ihr enrpor.

Stampfen hörte, womit er zu schütteln pflegte.

Und er wunderte sich, wie Wer mochte da gekommen wieder ein. Erstaunt sah

Du hast geweint, Mutter?" fragte er.

Frau Erichsen trocknete sich die Augen.

Ach nein, Heinz, geweint eigentlich nicht ich habe mich ja so sehr gefreut . . . und Du sollst Dich auch freuen .... es ist Besuch gekommen ... .*

- . . iLyrtsetzung MM