Äu* dem ÄMsche« Hauptquartier.
Die türkische Flotte bombardiert Batnm.
»^-Berlin, 12. Dezember. (WTB.) Sie' türfitoe Klotte hat am 10. Dezember die Gegend von Batum bombardiert, .der beste Beweis gegen die rustische N Mt?gefäuber?sei.^^^^b Meer von der türkischen
. Der Krieg in den Kolonien.
- - Deutsche Erfolge in Kamerun.
Aus London wird berichtet: Aus einem Feldpostbrief eines westafrikanischen Offiziers, den die „Times" veröffentlichen, geht hervor, daß die englischen Truppen in Kamerun bet dem ersten Versuche, Jabassi, 65 Kilometer stromaufwärts von Duala, zu erobern, eine schwere Niederlage erlitten haben. Aus einem Tagesbefehl, den der Kommandeur der französischen Truppen in Westafrika erließ, geht hervor, daß die Franzosen und Engländer bei der Eroberung von Togo auf außerordentlich heftigen Widerstand stießen. In einem Ge- e bei Phra wurde an einer einzigen Stelle ein enger Offizier mit seiner ganzen aus 22 englischen und 14 französischen Eingeborenen bestehenden Truppe von den deutschen Maschinengewehren niedergeschossen.
Botha will Südwestafrika angreifen.
Mailand, 12. Dezember. (T. U.) Aus London wird gemeldet:Bocha rüstet zu einem Angriff auf die deutsche Kolonie Südwestafrika, da er sie für verantwortlich hält für den Aufstand der Buren im Kapland.
- Unzufriedenheit in Südafrika.
0-* Rotterdam, 12. Dezember. (T.-U.) Hier eingetroffene südafrikanische Blätter wenden sich in heftigen Ausdrücken gegen die scharfen Gerichtsurteile, die unter Geltung des Kriegsrechts gefällt werden. So wurden in Johannisburg zwei Iren, die das Verhalten Dewets und Beyers priesen, zu 50 Pfund Geldstrafe verurteilt.
, • SlleasaHerlei.
Eine 2 Millionen-Spende!
Die von der deutschen Lehrerschaft bis jetzt aufgebrachte Kriegsspende beträgt insgesamt nahezu zwei Millionen Mark.
Feldmarschall v. b. Goltz in Sofia.
Feldmarschall v. d. Goltz wurde Freitag nacht bei seiner Ankunft in Sofia unter anderem von den Gesandten Deutschlands und der Türkei begrüßt und wird am Sonnabend in einer Audienz dem König von Bulgarien ein Handschreiben des deutschen Kaisers überreichen.
General Pau in Rußland?
In gutunterrtchteten Kreisen verlautet nach einer Meldung der „Franks. Zta.", daß General Pau sich nach Rußland begeben hat. Eine Bestätigung dieses nicht kontrollierbaren Gerüchtes bleibt abzuwarten.
Ans Warschau.
„Politiken" erfährt aus Paris, in Warschau befänden sich 70 000 Flüchtlinge, die von allen Seiten Polens zusammengeströmt seien, wo der Krieg wüte. Vermutlich habe Warschau Lebensrnittel für vier Monate, im öligen herrsche in Polen Mangel an Nahrungsmitteln, viele Bewohner litten seit Monaten Not.
Auch die Russen verwenden Dnm-Dum-Geschosse.
Aus dem österreichischen Kriegspresseauartier wird berichtet: Nach beim Oberkommando eingegangenen Meldungen des Kommandos der polnischen Legionen haben die Russen im Kampfe gegen diese Truppen Geschosse mit Dum-Dum-Wirkung zur Anwendung gebracht. Es sind dies lang-ovale Spitzgeschosse, denen anscheinend von den Schützen selbst die Mantelspitzen abgenommen werden und die in den meisten Fallen furchtbare Verwundungen hervorrufen.
Aus einem Feldpostbrief.
. Ich selbst wurde am 19. November durch eine Granate, die über mir platzte, verschicktet. Die mMve Stalldecke begrub mich, mein Angstgeschrei wurde^schwacher, der Atem und die Kraft zum Schreien ging mir aus — da näherten sich oben Kameraden, man hörte meine erstickende Stimme ganz fern und leise und gruv mich aus. So teilte ich wunderbarer Weise das Schicksal von fünf meiner Kompaantekameraden nicht, die an diesem 19. November verschüttet und lebendig begraben wurden. Grausige Minuten verbrachte ich unter der Erde, aber jetzt arme ich wieder das goldige Tagesucht, das Jeute besonders hell und Mhleno ist, unv gemeße die Ruhe des Lazaretts in B. Ich Edehrer von Heller Bewunderung ftrr diese wohlorganisierte Arbeit hinter der Front erfüllt und sehe erstaunt die Tüchtigkeit oer
Roten-Kreuz-Armee."
Hunger ist der beste Parlamentär „
' Eine Mainzer Leserin übermittelt der ^rkft.Ztg. einen Auszug aus einem Feldpostbrief den sie von ihrem im Osten kämpf'enden Sohn erhielt. Der Bries, schreiber erzählt da folgende echt russische Geschichten. Ein deutscher Unteroffizier wird> von ewer russischen Patrouille gefangen,- ein Rüste kann Deutsch und der Unteroffizier sagt zu ihm: „Kamerad, laß mick laufen, ick aev Dir eine Mark!" — Antwort: „Mach ich Ntcyt. $ ß Ä aeb Dir zwei!" - „Mach ich nicht." - „M Leb M - Mach ich nicht." — „Na, was willst Du t: nimm Du mich mit, ich geb Dir seit fünf Tagen hall ich nichts Und er kam mit . . . Gestern Nach-
Diror^zt — „^ denn dann haben?" will Dir was sagen noch drei Mark dazu ÄWÄ uns zusammenliegt, ohne Waffen zu den Ruh^l ) be . Kurz vor ihren Schützengräben.zog^er seinen Stiesel aus und winkte mit dem weißen Fußlappen, zum ZA^m daß er Parlamentär sei. Dann sagte er aus russtm zu dem nächsten Gegner: "KErad, komm zu den
SI“ Ä LNmS^MÄ Ä bis sieben Tage auskommen--
Bitter «ud Söhue.
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ersprießlichste Nachrichtenquelle. Mg1e£sttr Je
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I^^^Erade ist er hinüber in den „Goldenen Löwen" Mensen- "Was soll's mit dem Franzosen?" fragt die - -Ei, Ihr sollt ihn doch Mitnehmen! Er
einem Glase Bier, ruf, und dann schloß
gegangen."
«Ui, ivui wu, oou) muneymeni Er sagte, er will im „Löwen" noch ein Weilchen sich auf- ^alten. Wenn Ihr kommt, möchtet Ihr hinüberkvm- ureü. Das Schüppchen wird genehmigt und die Patrouille macht sich auf, natürlich hinüber in den „^oU pff Richtig, da saß geduldig die Rothose bet einem Glase Bier. „Na endlich!" war auch sein Aus- >"^-ö er sich den Wehrmännern an. „Sein ™t se .schon anno 70 in deutscher Gefangenschaft ge- wesen. Er denke. es sei nizwischen dort nicht schlechter geworden, als sem Vater ihm erzählt habe."
Gericht und Recht.
O Spionageprozeß vor dem Reichsgericht. Vor dem ^„Deafsenat des Reichsgerichts fand am Freitag der Spionageprozetz gegett den Bäckergesellen Max Scheffler, wohnhaft, wegen versuchten Ver- rates militärischer Geheimnisse statt. Stach dem Eröff- Eilsbeschlnß sott Scheffler im Frühjahr 1914 als Deut- aier in Warschau und insbesondere Anfang Mai in Graudenz in Ausführung eines ihm erteilten Auftrages den Versuch gemacht haben, die Festungsanlagen von
^erforschen, namentlich die Aiilagen von Luftschiff- und Flugzeughallen. Ferner sollte er über die Verwendung neuer Gewehre und Geschütze sowie die
^'^ Stärke der Festung Thorn näheres aus- kundschasten und dem russischen Nachrichtendienst übermitteln. Bei der Ausübung dieser im Stadium des Versuches gebliebenen Tätigkeit wurde er Anfang Mai verhaftet. Das Reichsgericht verurteilte Scheffler wegen versuchten Verrates militärischer Geheimnisse zu vier Jahren sechs Monaten Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Als erschwerend kam in Betracht, daß er als Deutscher und in gewinnsüchtiger Absicht gehandelt hat.
Vermischtes.
Wie sich Paris auf Weihnachten vorbereitet. Man wird es begreifen, daß den Parisern in diesem Jahre nicht sehr weihnachtlich ums Herz zumute ist. Ein Weih- nachtsfest, kennt man ja in Frankreich und namentlich in Paris kaum. Dort feiert man den Tag der Geburt Christi nicht im häuslichen Kreise der Familie als ein Fest stiller, friedfertiger Einkehr, sondern draußen, auf den Straßen, in den Theatern und in den Restaurants. Am heiligen Abend sind sämtliche Pariser Theater über- füllt und in den Restaurants, wo bis zum frühe» Morgen getafelt wird, muß man sich lange vorher Tisch und Stuhl sichern. Aber das Welünachtstreiben auf der Straße hat doch mit dem uusertgen, so schreibt die „N. G. C.", insofern einige Ähnlichkeit/als ein richtiger Weihnachtsmarkt sich auftut mit Holzbuden, die sich dicht aneinander reihen und zwischen denen die Menschenmenge munter auf und nteöer wogt. Wie wird es nun in diesem Jahre werden? So fragten sich ängstlich die Händler, die ohnehin genug unter der Last des Krieges zu leiden haben. Sie sind jetzt einigermaßen beruhigt worden, indem der Polizeipräfekt von Paris ihnen auch diesmal die Erlaubnis zugesagt hat, ihre Verkaufsstände aufzustellen. Bei der Erteilung der Erlaubnis hierzu sollen die Allgehörigen von Soldaten im Felde bevorzugt werden. Wie ernst man aber die Lage in Paris auffaßt, läßt der Umstand erkennen, daß alle Schaustellungen, die sonst die stärkste Anziehung im öffentlichen Straßengewühl zu Weihnachten bildeten, schon im Voraus bedingungslos untersagt sind. Kein Kino, kein Zirkus wird gestattet sein, die Glücksspiele, an denen sich jeder Vorübergehende mit niedrigem Einsatz beteiligen durfte, sollen unter keinen Umständen geduldet werden und die Polizei wird dafür sorgen, daß es nirgends zu lautem Trubel kommt. Denn, so erklärt der Präfekt, die Zeit ist nicht dazu angetan, sich zu unterhalten und sich zu zerstreuen.
Das Schicksal des Oberstleutnants von Winterfeldt. Der frühere Militärattaches an der deutschen Botschaft in Parts, Oberstleutnant Detlos von WiMerfeldt, ist, wie die „N. G. E." mitteilt, mit seiner Familie auf Grund von Geleitbriefen der französischen und englischen Regierung von Barcelona aus in Genua ange- kommen. Oberstleutnant von Winterfeldt war bekanntlich im September vorigen Jahres wahrend der französischen Herbstmanöver bei einem Alltomobilunfall sehr schwer verletzt worden und lag dann, unter sehr hn^^^ mer französischer Pflege, monatelang in dem sauren Dorf Grtsolles in Südfrankreich. Anfags Juli siedelte Oberstleutnant von Winterfeldt nach einerkeinen ->üla bei Toulouse über, von wo er bei Krregsauvbruch mit seiner Frau, einer geborenen Kretin von Rotenhan, und seinen drei Kindern nach Spanien flüchten innßtc.. Ob- aleich seit jenem Automobilunfall fast fünf Vierteljahre verstrichen sind, läßt der Zustand des damals so schwer verletzten und bald nach seinem Unfall öum Abteiinngs- Chef im Großen Generalstabe ernannten Oniziers auch heute noch vieles zu wünschen übrig, doch ^ halten die der Sofsuuna fest, Herrn von Winterfeldt all-
heute noch vieles zu wünschen Aerzte an der Hoffnung fest, Her, mählich ganz wieder herzustellen.
Handgemenge.
Von einem Mitkämpfer.
Nock ist es Nacht. Ein matter Schimmer, der sich MWNNW
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geweNe erhatten. Die Brustwehren waren geradezu
Meisterwerke der Feldbefestigungen, mit schölten Schieß, scharten versehen ltnd feindwärts mit Kartoffelschling- werk kunstvoll maskiert, damit sie sich von der Umgebung nicht abhöben. Für ein militärisches Auge war es ein herzerfreulicher Aublick.
Nach den schweren Käinpfen und Märschen der letzten Tage schlief Offizier und aRanu einen bleiernen Schlaf. Teils lagen die Leute in den Schützengräben, teils in der Nähe bet den Gewehrpuralniden auf dem Erdboden. Ein lvenig Stroh bildete das Kopfkisselt. Alles schlief eingekleidet.
Tiefe Stille in dem Halbdunkel. Da, horch! Peit- schenartig schnalzte es vor der Front mit einem wie ein Axthieb klingenden Nachhall,- einmal, zweimal, da wieder — dort auch! Das waren Gewehrschüsse. Kein Mensch rührte sich in der Gefechtslillie. Der Schlaf war tief. Nnit haschten Gestalten über das Ackerfeld zu del> Schützengräben, zu zweien oder dreien, an mehreren Stellen. Es waren unsere Horchpatrouillen. Atemlos riefen sie: „Moskali!" Da ging es durch die Linie der Meuschenletber wie ein Erdbeben. Einige sprangen wie Hirsche anf, andere erhoben den Oberleib und rieben sich schlaftrunken die Augen,- dann stoben nanac Gruppen in die Höhe und warfen sich in die Gräben. „Alarm!" gellte es schneidend in die Obren. „Gewehre ergreifen!" Die Offiziere riefen es, nnd wie mit einem Zanberschlag waren die Schiitzengräben besetzt. Noch hörte man die mit fliisternden oder dnrchdriugenden Stimmen erteilten Mahnungen: „Nicht früher schießen, als bis ich kommaridiere." Noch ein kurzes Wetzen und Hernmrttcken, um einen bequemen Ausschuß zit haben, dann Stille, atemlose Stille....
Da kam es heran . . . nnsichtbar, nur ein Klap- peru, hie und da ein halblautes Kommando hörbar . . . dann tauchten dunkle, schattenhafte Gestalten in gedrängten Linien und dichten Trupps auf und näherten sich nns wie Getsterspnk. Stock) waren sie nicht auf zu unterscheiden . . . Jetzt schon besser. Man sah ihre vorgeneigten Körper,- zögerlld, stockend nur ginge« sie vorwärts. Man mertte deutlich, Satz es ihnen keine allzu große Freude machte. Da, waren kaum hundert Schritte, zerriß ein einzelner Ritt „Urrah" Sie Stille, und ein langgezogenes, bie und da anssetzeitdes, tausendfaches „Urrah, Urrah!" folgte. Der Ton klang lstcht brausend, er hatte einen schmerzlichen Unterton, so klagt der Steppenivolf.
Und trotz ihres Sturmrufes noch weiter das zö- gerude Borwärtstasteu. . . . Bet uns schrille Pfiffe, und es knattert und rattert und prasselt und klatscht . . . Eine Flammenkette tanzt bet den Miilldungen unserer Gewehre auf den Schiitzengräben. Die dunklen Schatten der Rassen sind verschivunden. Was Nicht niedergemäht wurde, hat sich zu Boden geworfen und feuert. Note Flammenkegel mit bläulichen Stichlichtern entspringen ihren yaufmünöinificn. Da pfeifen auch schon ihre Gewehrgeschosse. Zick-zack schlagen sie in die Erde ein. Nach wenigen Minuten tauchten neue dichte Schatten auf unö drangen die vorn Befindlichen vorwärts. In einer langen, unregelmäßigen Front, die ans einer großen Anzahl nebeneinander befindlicher Menschenhaufen besteht, stürmen sie heran. Wieder werden sie reihenweise ntedergestreckt. Sie stufen . . . Aber es sind zu viele. Immer näher fommen sie . . . Jetzt kann man sie schon gut sehen. Schwerfällig stapfen sie daher. Vorgenetgt. Das Gewehr mit dem Stichba^ jonett in der Hand. Mit übernäckstigen Gesichtern, auf denen Grauen und Entsetzen zu lesen sind, deren hervorgequollene Augen angstvoll ins Leere, ins Unbekannte stieren und fragen: Was wird der nächste
Augenblick bringen?
Auch unsere Soldaten scheinen einen Augenblick wie gelähmt zu sein. Die körperliche Nähe des Feindes wirkt wie eine Hupnose. Und nun beginnt das Drama, das Harrdgemenge. Auf den Brustwehren, vor, hinter und in den Schützengräben sind Menschenknäuel. Da sind zwölf bis fünfzehn Menschen ineinander eingekeilt und verschlnngen, die den Eiildruck von Srunfenen machen. Eine Fällst krallte sich in sein Gesicht, ein Bajonett bohrt sich in einen Hals, ein Gewerhkolben sonst nieder. Nun torkelt ein neuer dem Haufen zu und schießt blindlings hinein. Zwei, drei, fünf Menschen fallen zu Bodeu. Die anderen beachten das nicht. Auf den zuckenden Meuscheuleibern wird der Kampf weiter ausgesochten. Das Drängen, Schieben, Hauen und Stogen dauert fort. Freund und Feind werben nicht mehr unterschieden. Hier und da ein Fluch, ein unartikulierter Laut, ein Stöhnen, ein Todessenszer. Ein Offizier schlägt wütend mit seiner Säbelscheide herum, der Säbel steckt drinuen. Ein Unteroffizier wehrt sich mit seinem Feldstecher. Eiir anderer hebt eine Scholle auf und wirft sie in den Knäuel. Einzelne kauern in den Schützengräben und stechen und schießen von dort. Der Knäuel wird schwächer, er entwirrt sich allmählich, aber neue Knäuel bilden sich wieder. Um unsere Maschinengewehre in den kleinen Festnngen tobell ganz besonders wütende Kämpfe. Zehn, zwanzig Hände greifen danach. Eine Faust jagt sie der allderen ab. Einige unserer Leute heben die schweren Schntzschilde und schlagen damit auf die Köpfe und Hände los. Andere ge- KrnitdwH Baionette. Pistolen und Kolben . . . Kntr-
gen damit aus die Köpfe und Hände los. Andere g^ brauchen Bajonette, Pistolen imd Kolben . . . Knk schen, Fluchen und Hinsinken . . Doch die Rnsten wachsen immer wieder aus der Erde hervor. Die Uebermacht ist groß. Da — ein tosendes Hurra!, unsere Regiments- reserve ist wie ein Sturmwetter eingebrochen.
Handgemenge hat neue Impulse erhalten. Ab und zu schmettert Hürnerschall, der mitunter plötzlich abbricht ... Endlich beginnt eine allgemeine Loslösnna. Zuerst einzeln, dann in Gruppen, gehend, stolpernd, kriechend und laufend. Die Russen müssen weicherc. Vereinzelt wird ihnen nachgeschossen.
Dieser Hexensabbat, dieses Tohuwabohu mag nicht länger als fünf Minnten gedauert haben. Die Russen sind verschwunde»r.
Die Morgenröte flammt auf. Der erste Sonnenstrahl blitzt hervor. Gleich darauf Geschützdonner, hüben und drüben... die Artillerie hat ihre Morgenarbeit begonnen. Schon schlagen Granaten ein. Man beachtet sie nicht. Ein mächtiges Siegesbewiltztsein erfüllt unsere Brust. Hoch flattert auf einer der beiden Kuvven unsere Fahne und ein jubelnder ^iegesschret Hurra!, der wie Douner schallt, erschüttert tausendstimmig die Luft.
So dröhnt das Brüllen des Löwen, wenn er dem besiegten Büffel seine Pranke in die Weiche schlägt.
(„Neues Wiener Tageblatt".)
Das
ßandel und Verkehr»
Die vom Bundesrat festgesetzten Höchstpreise für Futterkartoffeln sind im 1. Preisgebiet (Osten) 36 X im 2. Preisgebiet iNiitteldeu schland) 87,50 X im 8. (Nordwestöeutscklandi 39, im 4. (West-und Süddeutschland) 40,50 ,// für die Tonne Die Höchstvreise gelten beim Verkauf durch den Produzenten, aber nicht für Verkäufe, die eine Tonne nicht überschreiten.