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von uns

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Hinterhalt und wurden vollständig anfgerieben.

Der Kampf um Aegypten.

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' ^Wie die „Frkf. Ztg." aus Zürich erfährt, haben die arabischen Stamme der Sinai-Halbinsel sich runt^ Meldungen zufolge, den Türken angeschlossen El ist danach vollständig in türkischem Besitz^ Eilboten kK SL Wst-nbedninen J H« SS^X

Reuter meldet aus Kairo: Die Militärbehörden haben die Küste östlich Port Said unter Wässer gefetz" um die Stabt zu isolieren. B ö ’

** Rom, 7. Dezember. (T. U.) In hiesigen offi- ziellen Kreisen vernimmt man, daß in Palästina eine "nste Gäbrung gegen England besteht. Die türkischen Mclitarbehörden arbeiten emsig, um dem Angriff auf Aegypten Nachdruck zu verleihen. Man hat sich an die Arbeit gemacht, um die Eisenbahn von Damaskus bis zur ägyptischen Grenze zu verlängern. Die Leitung des Unternehlnens liegt in den Händen deutscher Jnge- nieure. Die Türken sollen eine gewaltige Truppenmacht gegen Aegypten ausgesandt haben: man behauptet, daß ein Heer von 200 000 Mann in der Richtung auf den

Guezkanal marschiere.

Der Kampf um den Suezkanal.

** Budapest, 6. Dezember. (T. U.) Nach neueren, hierher gelangten Meldungen über den Kampf etwa 20

Kilometer vom Suezkanal ist, wie der „Berl. Börsen-

Cour." mitteilt, die indische Armee fast gänzlich aufge­rieben. Vier erbeutete schwere Geschütze wurden von den Türken längs des Kanals aufgestellt.

Ein Attentatsplan gegen Enver Pascha.

„Pesti Hirlap" meldet aus Sofia: Wie der Hafetl- kapitän von Rustschuk hierher telegraphisch meldet, wur­den dort ein russischer Student und eine angebliche Fran­zösin unter Spionageverdacht verhaftet. Das Verhör der Verhafteten blieb erfolglos, bei der Durchsuchung ihrer Habseligkeiten fand man aber äußerst belastende Be­weise. Es hat sich herausgestellt, daß die Verhafteten, welche ihre Namen nicht angeben wollten, ein Attentat gegen Enver Pascha geplant haben und zu diesem Zwecke nach Konstantinopel reifen wollten. Zwischen den Pa­pieren der angeblichen Französin wurde ein gefälschter Reisepaß auf den Namen der Tochter des bulgarischen

Gesandten in Paris gefunden.

Will Bulgarien eingreifen?

^- Mailand, 7. Dezember. (T. U.) Ein Korre­spondent des Corriere della Sera will von einer hochge­stellten Persönlichkeit gehört haben, daß der Feldzug Bulgariens sicher sei und unmittelbar bevorstehe. Aus besonderer Quelle will der Korrespondent weiter erfahren haben, daß Serbien an Griechenland die Bitte um mili­tärische Hilfe gerichtet habe unter Hinweis auf die Ge­fahr des Borrückens der Oesterreicher auf Serbien. Athen habe aber verschleppend geantwortet und dürfte kaum dem Ansuchen entsprechen. Man glaubt, daß der serbisch-griechische Vertrag nur auf ein Eingreifen Bul­gariens oder der Türkei, nicht aber Oesterreich-Ungarns

bestehe.

Griechische Grenzsoldaten fenerten auf bulgarische

Posten.

w= Sofia, 7. Dezember. (WTB.) Nach der Agenze Bulgare telegraphierte der Kommandant von Nevro- kop, daß gestern früh griechische Grenzsoldaten un­vermutet auf bulgarische Posten fenerten. Das Gewehr­feuer dauerte etwa zehn Stunden. Die Bulgaren er­widerten das Fever nicht. Die Regierung protestierte in Athen gegen diesen unberechtigten Angriff.

Bulgarische Soldaten griffen einen Grenzposten an.

Athen, 7. Dezember. (WTB.) Die Agence de Athenes melhet: Bulgarische Soldaten griffen grund­los einen Grenzposten an, wurden aber zurückgeschla­gen. Ein griechischer Soldat wnrde verwundet.

Rnmänien lehnt russischen Einspruch ab.

Nach einer Meldung der „Frkf. Ztg." aus Bukarest lehnte die rumänische Regierung das Verlangen des russischen Gesandten wegen Zurückhaltung von 14 Wag­gons mit Maschinenteilen für die Türkei ab, weil es sich um Material der Bagdadbahn handelt, welches nicht als Kriegskonterbande betrachtet werde.

Türkische Sympathien für Bulgarien.

o-t Konstantinopel, 6. Dezember. (T. U.) Der „Tanin", das über Balkanverhältnisse zumeist sehr gut unterrichtete führende Blatt, spricht nach der „Franks. Ztg." den Wunsch aus, daß Bulgarien in seinen legi­timen Ansprüchen erfolgreich sein möge.

Dewet in der Gefangenschaft.

Ueber die Gefangennahme Dewets wird von eng­lischer Seite noch gemeldet: Dewet wurde überrumpelt. Als er die Regierungstruppen sah, machte er den Ver­such, zu Pferde zu entkommen, wurde aber eingekretst. Charakteristisch für die Verfolgung war die Verwendung einer Automobilabteilung. Die meisten Gefarrgenen waren bis zur Teilnahmslosigkeit erschöpft. Als Dewet in Pretoria eintraf, rauchte er ruhig seine Pfeife, wenn auch auf seinem Gesicht Erschöpfung und Kummer zu lesen war. Der ihn begleitende Oberst Swemmer er­klärte, Dewet habe sich ruhig und mannhaft in sein Schick­sal ergeben.

Kleine Kriegsnachrichten.

., Freiherr v. d. Goltz ist Sonnabend abend nach Kon- stantmopel abgereist.

Der französische Flieger Marc Pourprö wurde bei einem Aufklärungsflug an der Somme getötet.

Dem Corriere della Sera zufolge wurde ein deut- Wer Passagier eines italienischen Dampfers, der bet Gibraltar von einem englischen Kriegsschiff angehalten wurde, verhaftet, da man bet ihm Aufzeichnungen über Schiffsbewegungen tm Atlantischen Ozean gefunden haben will.

. „ Im „Temps" wird bittere Klage darüber geführt, baß die Untersuchung der Gestellungspflichtigen in Frankreich so oberflächlich sei, daß die Leute sich nicht ein- wal zu entkleiden brauchten.

. t Unter dem Namen „Hilfe für deutsche Gefangene in Feindesland" Hat sich in Hamburg ein Ausschuß ge- vllöet, der eine Geldsammlung veranstaltet, um den in Feindesland gefangenen Deutschen auf möglichst rasche und durchgreifende Art Hilfe zu bringen.

Die „Morning Post" meldet aus Lissabon, der Rück-

...Die „Morning Post" meldet aus Ltfsaoon, oer m««- des Kabinetts stehe bevor.

Die „Times" melden aus Toronto: Eine Anzahl oer t» Kanada am weitesten verbreiteten amerikanischen Erlügen sei -entschfrenndlich. Eine amerikanische Echenschrift veröffentlicht Kriegsberichte von deutscher verbreit^ "^saPste Mittel, die Deutsche Auffassung zu

Srlegsallerlel.

Das Befinden des Prinzen Angnst Wilhelm, der vor etwa zwei Wochen auf einer dienstlichen Fahrt einen Automobilunfall erlitt, ist den Umständen nach durchans günstig. Der Prinz zog sich auf der linken Seite einen komplizierten Unterschenkelbruch zu nnd befindet sich zurzeit noch in einem Etappenlazarett. Nach Ansicht der Aerzte dürfte ein Transport nach Berlin zur weiteren Behandlung demnächst nach Anlegung eines Gipsverbandes möglich sein. Auch der Adjutant Haupt­mann v. Ende befindet sich, wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, erfreulicherweise auf dem Wege der Besserung.

Teilung des Bärenfelles.

** London, 6. Dezember. (Jnd. T. 11.) Während die Truppen der Verbündeten überall beharrlich Miß­erfolge zu verzeichnen haben, verteilen die Politiker er­götzlicher Weise bereits das Bärenfell und verschenken großmütig die deutschen Länder. So erklärte der Gene­ralreichsanwalt Großbritanniens in einer in Seven lSchottland) gehaltenen Rede, daß Schleswig-Holstein an Dänemark zurückgegeben werden solle, um Deutsch­land die Verfügung über den Kieler Kanal zu nehmen.

Ein italienischer Journalist über Deutschland.

w> Rom, 6. Dezember. (T. It.) Einer der von der Reise durch Deutschland zurückgekehrten italienischen Journalisten, Raspagliesi erklärt nach der „Köln. Volks­zeitung" im „Vittoria": In Deutschland lebe man heute besser als i« neutralen Ländern. Die Lebensmittel seien reichlich vorhanden, die Fabriken arbeiten fieberhaft, die Produktion sei geregelt. Der Krieg drücke die Seele jenes großen Volkes nicht nieder. In den Werkstätten sind viele junge Arbeiter beschäftigt, die, bevor der Krieg sie ruft, ruhig ihrer Arbeit nachgehen. Das ganze deut­sche Gebiet sei wie mit einem Eisenring umgeben, was die anderen kriegführenden Nationen nicht von sich sagen könnten. Die Verwundeten und Gefangenen würden mit größter Sorgfalt behandelt. Das Volk, das als bar­barisch verschrien werde, gebe den Beweis einer be­wunderungswürdigen Zivilisation.

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Einigung zwischen China und Japan?

»-* Genf, 7. Dezember. (T. U.) Die Petersburger Agentur meldet nach der „Welt am Montag": Die chi­nesischen Truppen haben sich aus der Provinz Schan- tung zurückgezogen um einem kriegerischen Konflikt mit Japan auszuweichen. Japan erkannte dafür die Inte­grität des chinesischen Staatsgebietes an.

Warnung vor einem französischen Spionagekniff.

genug. Dieses wertvolle Ausweismaterial licht in die Hand des rechtmäßigen Eiaen-

Um ihre Spionage zu erleichtern, versuchen es jetzt die Franzosen mit einem neuen Kniff. Aus einem vor­liegenden Schriftstück geht hervor, daß deutsche Gefan­gene seitens der Franzosen veranlaßt werden, sich ihre Militärpapiere «achschicken zu lassen. Der Grund ist durchsichtig genug. Dieses wertvolle Ausweismaterial kommt garnicht in die Hand des rechtmäßigen Eigen­tümers, sondern wird Spionen ausgeliefert, die damit ausgerüstet ihrem lichtscheuen Gewerbe hier in Deutsch­land leicht nachgehen können. Eine Abwendung des Schadens ist nur dadurch möglich, daß überall in Deutsch­land größte Vorsicht gebraucht und solche Aufforderungen zur Einsendung von Militürpapieren den Behörden ge­meldet werden. Auch gebietet es die Pflicht, sofort den Behörden Meldungen zu erstatten, wenn von irgend­einer Seite verdächtige Ansuchen dieser Art an einzelne Persönlichkeiten ergehen.

Jm Handgemenge mit Tnrkos.

Ein schwäbischer Infanterist schildert seiner Schwe­ster folgendes Erlebnis: Wir lagen im Schützengraben, da sagte ich zu meinem Kameraden, der gerade neben mir lag, ob wir uns nicht auch wieder einmal wa>chen wollten, da wir uns schon ein paar Wochen nicht mehr gewaschen haben. Wir nahmen das Gewehr auf die Schulter und zogen los. Etwa 100 Meter vor uns fan- u Bach, es war gerade bei Tagesgrauen.

den wir einen ^uur, vx» iviu gviuvv vvi ^uytx’yiuuvu* Wir lehnten unsere Gewehre an einen Baum, zogen uns halbnackt aus und wollten uns gemütlich waschen. Da hörten wir auf einmal ein Geräusch im Gebüsch. Wir sprangen zu unseren Gewehren und lauschten. Da er-

blickten wir 100 Meter vor uns eine Tür'ko-Patrouille mit 4 Mann. Wir waren immer noch halbnackt, nahmen das Gewehr an die Backen und schössen gleich zwei von den Kerls nieder. Da bekam mein Kamerad einen

Schuß in den Oberarm. Er war vollständig wehrlos.

Ich schoß noch einmal, nun fiel auch der dritte,- der vierte war mir inzwischen so nahe gekommen, daß ich nicht mehr schießen konnte. Er kam mit dem Bajonett auf mich los. Durch einen tüchtigen Hieb schlug ich ibm das Bajonett aus der Hand. Nun kamen wir ins Handge­menge, wir warfen einander auf den Boden, da oe- kam ich die Gelegenheit, ihn am Halse zu erwischen.

Dann drückte ich ihm die Gurgel so lange zusammen, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Nun ver­band ich meinen Kameraden und wir gingen zurück zur Kompagnie. Ich war so erschöpft, daß ich am ganzen

Flotows Abschied von Italien.

Der „Corriere öella Sera" widmet dem scheidenden deutschen Botschafter von Flotow einen längeren Ab- schiedsarttkel, in dem er ihn als einen wahren Freund Italiens gerecht wird, der während dieser ernsten Zeit ein durchaus korrektes Verhalten zeigte. — Am Freitag wurde Botschafter von Flotow in Genua von König König Viktor Emanuel zum letztenmal empfangen.

Politische Rundschau.

Liebknecht verzichtet nicht. Wie die „Braunschw. Landesztg." erfährt, hat der Reichstagsabgeordnete Lieb­knecht die ihm nahegelegte Niederlegung des Reichstags­mandats abgelehnt.

Vertrauensvotum für das Kabinett Salandra. Die italienische Kammer hat am Sonnabend über die Pro­grammerklärung des rekonstruierten Kabinetts Salan- ora abgestimmt. Wie nach dem Verlauf der beiden bisherigen Sitzungen mit Sicherheit zu erwarten war, ergab die Abstimmung eine sehr große Mehrheit für die Regierung. Die vom früheren Unterrichtsminister Bettolo beantragte Tagesordnung, die das Vertrauen zur Regierung ausspricht, wurde mit 413 gegen 49 Stim­men angenommen.

Kleine fiachridifen.

Schreckenstat eines Familienvaters. Aus Ludwigs- Hafen a. Rhein meldet der Draht: Der Milchhändler Repp hat seine Frau, seine beiden Kinder, einen zehn­jährigen Knaben und ein achtjähriges Mädchen sowie sich selbst durch Oeffnen des Gashahnes vergiftet. Ein hinterlassener Brief führt als Grund der Tat an, daß die Familie ständig vom Unglück verfolgt worden sei.

Schweres Eiseubahnnuglück in Italien. Sonnabend früh stieß der Eilzug Rom-Neapel auf dem Bahnhof von Riardo mit einem Güterzug zusammen. Die ersten Wagen des Eilzuges wurden ineinandergeschoben und vollständig zertrümmert. Sechs Personen konnten nur

noch als Leichen unter den Trümmern hervorgezoger werde«. Fünfzig Personen wurden zm» Teil schwer verletzt.

Bericht und Recht«

Ein falscher Clektrizitätswerk-Direktor. Ei« Set» tenstück zu dem Fall des falschen Bürgermeisters Thor- maun von Köslitt beschäftigte das Schwurgericht zu Witftrow, das gegen de« 39 Jahre alten I«genLeur Ar­thur Schröder wegen Unterschlagung im Amte ««d Fäl- fdmug einer öffentlichen Urkunde verhandelte. Der Atl- gellagte hat in Berlin eine Realschule besucht, und zwar bis zur Untersekunda. Von 1890 bis 93 war er bei einer Gesellschaft für den Vertrieb medeztnischer mib phar» mazeutischer Präparate beschäftigt. Darauf ist er nach Amerika gegangen und hat ein Jahr lang in einer tech­nischen Werkstatt gearbeitet. Wach seiner Rückkehr aus Aucerika hat er sich der Elektrotechnik zugeivaudt uud sich auf einem privaten Institut weitergebilbet. Im Juli 1912 schrieb der Magistrat von Schwerin die Stel­lung eines Direktors des Städtischen Elektrizitätsiver» kes aus. Der Angeklagte meldete sich uud hatte das Glück, daß feiner Bewerbuug näher getreten wurde. Er erhielt die Ausforderung, sein Zeugnis als Diplom- Jngeliienr einzureichen. Daraufhin erschien der An­geklagte bei einem bis dahin unbekannten Slotar in Schwerin und legte ihm ein eingerahmtes, auf seinen Namen lautendes Diplom vor mit der Bitte, davon eine beglaubigte Abschrift herznstellen. Das Diplom war von der Technischen Hochschule in Darmstadt ausgestellt. Die Urfunbe war an und für sich echt, lautete aber ur- sprüuglich auf einen anderen Namen, den der Ange­klagte geschickt ausradiert und durch seinen ersetzt hatte. Die Fälschung fiel dem Notar nicht auf, so daß er die beglaubigte Abschrift ausfertigte. Auf Grund dieser er­hielt dann der Angeklagte die Stelle als Direktor des ElektrizitätSwerkes. Als solcher hatte Schröder auch eine Kasse zu verwalten. Als er hierbei eine Summe von 3500 Mark unterschlug, brach das Schwiudelgebäude des Angeklagten zusammen. Die Geschivvreneu spra­chen den Angeklagten im Sinne der Anklage schllldig, worauf ihn der Gerichtshof zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilte.

Zu kkwarlimg großer Entscheidungen.

Ob auf den Kriegsschauplätzen im Osten und Westen die großen Entscheidungen, denen unzählige deutsche Herzen hoffnungsfreudig entgegenschlagen, zu naher Erfüllung herangerückt sind, vermag.zur Stunde nie­mand zu sagen. Aus den nur spärlich nus übermittelten Botschaften von fortdauerndem Ringen, kleineren Fort­schritten und schönen Teilerfolgen unserer Kriegführung gewinnen wir keinen Einblick, wann die sehnsuchtsvoll erwarteten großen Schläge erfolgen könnten, letztere aber können nicht ausbleiben, weil die Kampflage sich so zugespitzt hat, daß auf der einen Seite das lieber« gewicht ausschlaggebend zu Tage treten muß.

In Polen nimmt, wie aus dem Großen Haupt­quartier gemeldet wird, unsere Offensive normalen Ver­lauf. Die russischen Umklammerungsversuche sind durch die beispiellose Tapferkeit der deutschen Truppen ver­eitelt worden; wir sind gegenwärtig die Angreifer, nnd als normal gilt uns nur ein Kampf, durch den wir die feindliche« Verteidigungslinien mehr und mehr zurück- drängen. Geschieht das aber, so muß der Zeitpunkt binnen kurzem eintreten, wo wir das furchtbare Spiel gewonnen haben werden.

Im N o r d w e st e n geht allem Anschein nach die Zeit unentschiedener Stellungstämose gleichfalls ihrem Ende entgegen. Nach den Beobachtungen ausländischer Berichterstatter werden in Nordflandern und im gan­zen Gebiet des Mserkanals von den Deutschen um­fassende Vorbereitungen getroffen, die darauf hindeuten, daß Operationen großen Stils im Gange sind. Längs der von den Deutschen besetzten Seeküste sind Verschan- zungen angelegt und mit schweren Geschützen einen Angriff von der Seeseite her ausgerüstet.

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einen Angriff von der Seeseite her ausgerüstet. Eine englische Torpedoflottille, die sich zur Aufklärung Zee- b r ü g g e näherte, wurde durch die sofort eröffnete Be­schießung aus den deutschen Küstenbatterien zu schleu­nigem Rückzug genötigt. Es wird berichtet, der Zu­gang znr Stadt Seebrügge sei Zivilpersonen auf meh­rere Kilometer im Umkreis untersagt, anderseits dürfe niemand die Stadt verlassen. Alle am Meere liegenden Straßen seien von den Einwohnern geräumt, und die Zugänge zum Hafen würden aufs strengste bewacht. Die Eisenbahnlinien längs der Küste bis zur holläu- dischen Grenze seien vollkommen wieder hergestellt, und die deutschen Eisenbahnpioniere arbeiten an der Aus­besserung eines zweiten, stellenweise sogar eines dritten Schienenstranges. Die gesamte Strecke wird fortwäh- rend von zwei Panzerzugen durchfahren. Der Eisen- bahndamm sei au vielen Stellen mit Zement ausgelegt, so daß er den Deutschen im Falle eines Angriffes von der Seeseite her als kugelsicherer Wall dienen würde. Es seien also alle erdenklichen Vorbereitungen seitens der Deutschen gegen die englischen Landungsversuche ge­troffen worden.

Im nordöstlichen Frankreich soll den Deutschen zu statten kommen, daß die Wasserfluten, welche ihrem

Vormarsch arge Hindernisse bereiteten, teilweise ver­schwinden. Englische Nachrichten berichten, daß es den deutschen Pionieren gelungen sei, die zerstörten Dämme und Deiche wiederherzustellen und zu schließen, so daß das Wasser verschwinde und die Ueöerschwemmung uu= wirksam werde. Wenn nun noch Frostwetter hinzurrete, würde es den deutschen Truppen möglich sein, überall das Ueberschwemmungsyebiet in breiter Front zn über­schreiten. Dies würde für die Engländer und Franzosen den großen Nachteil haben, daß sie stärkere Kräfte zur Besetzung dieses Abschnittes verwenden müßten. Bei den starken Verlusten, die sie in der letzten Zeit erlitten haben, und bei dem Mangel an verfügbaren Reserven wäre dies aber nur durch eine Schwächung der übrigen Teile der Schlachtfront zu erreiche». Die Deutschen da gegen wären infolge der zahlreichen in der letzten Zeit eingetroffenen Verstärkungen ohne weiteres in der Sage, diesen Vorteil ganz auszunützen. Von anderer Seite wird gemeldet, daß eine größere deutsche Truppenmach! versucht hat, die User aus Flößen zu durchquere«. Die Flotte von Flößen wurden von Motorbooten gezogen, und man erwartete den Andruck des Tages, um den Angriff zu beginnen. Das Artilleriefeuer der Feinde soll jedoch den Versuch vereitelt haben. Die wider spruchsvollen Nachrichten aus dem feindlichen Saget lassen nicht erkennen, wie der Sachverhalt in Wirklich feit ist. In London wird jedenfalls dem Umstände be sondere Bedeutung beigelegt, daß die Ueberflutung zu einem unsicheren Schutzmittel gegen feindliche Angrifsi geworden ist.

Der weiter südlich belegene Teil der deutscher Schlachtlinie ist ebenfalls in einer so ruhigen Bewegum begriffen, daß den Franzosen nichts Gutes ahnt. In der weiteren Umgebung Bperns, bet Stile, Arras unl an anderen Orten ist das fast gemächliche Schützenara benleben einer beweglichen Offensivtaktik gewichen Man nimmt an, daß ein Durchbruch zur Küste im Werl ist.

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