Einzelbild herunterladen
 

Amtliche Bekanntmachungen.

Hersseld, den 30. November 1914.

Die Anmeldungen zu den Rekrutierung Stammrollen für das Jahr 1915 haben mit Rücksicht auf den bestehenden Kriegs­zustand bereits in der Zeit vom

1. Dezember bis 15. Dezember 1914

zu erfolgen.

Gemäß § 25 der Deutschen Wehrordnung vom 22. November 1888 haben sich deshalb alle diejenigen Personen männlichen Geschlechts, welche

1. in dem Zeitraum vom 1. Januar 1895 bis cm- fcbliefjlicb 31. Dezember 1895 geboren find,

2. dieses Hlter bereits überschritten, aber sich noch nicht vor einer 6rsatzbebörde zur JMufterung bezw. Huebebung gestellt,

3. sich zwar gestellt, aber über ihr JMUitärverbältnie noch keine endgültige Gntfcbeidung erhalten haben, in der Zeit vom 1. Dezember bis 15. De­zember 1914 zur Rekrutierungs-Stammrolle zu melden.

Die Bescheinigungen über ihr Alter oder über bereits ergangene Entscheidungen bezüglich ihres Militär­verhältnisses haben die Militärpflichtigen bei der Meldung zur Stammrolle mit zur Stelle zu bringen.

Die Herren Ortsvorstände der Stadt- und Land­gemeinden, sowie die Herren Gutsvorsteher des Kreises haben demgemäß sofort folgende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise wiederholt zu erlassen.

7eder ^Militärpflichtige, welcher über fein )Militär- verbältnis eine endgültige Gntfcbeidung der Crfatz- behörden noch nicht erhalten bat, bat sich bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten pfaebteile in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember ds. 3s. bei dem Ortsvorstande seines Wohnortes zur Rekrutierungs- Stammrolle zu melden.

Für die im Kreise gestellungspflichtigen jedoch in der oben genannten Zeit vorübergehend nicht ortsanwesenden Militärpflichtigen, haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren die Anmeldung zu besorgen, ebenfalls bei Vermeidung der im Gesetze angedrohten Nachteile.

Die genau nach der Instruktion des Herrn Ober­präsidenten vom 16. Mai 1876 (Amtsblatt 1876 Seite 109 und 110) auszustellenden Rekrutierungs-Stammrolle für 1915 ist mir mit den beiden Rekrutierungs-Stamm- rollen der Jahre 1893 und 1894 nebst den bei den An- meldungenzurStammrollevorgelegtenBescheinigungenusw.

bis spätestens zum 20. Dezember 1914 einzureichen.

Bei Aufstellung der neuen Liste ist insbesondere noch folgendes zu beachten:

Die Einträge sind, wie in § 46 Ziffer 2 der Wehr­ordnung vorgeschrieben, genau in alphabetischer Reihen­folge zu machen. Sollten Militärpflichtige inzwischen verstorben sein, so bedarf es der Aufnahme in die Rekrutierungs-Stammrolle nicht, wenn eine Sterbeurkunde des zuständigen Standesbeamten beigefügt wird. Haben Militärpflichtige mehrere Vornamen, so ist der Rufname zu unterstreichen.

Aus die Ausfüllung der Spalte 10 der Rekrutierungs- Stammrolle zur Stammrolle gemeldet ist besonders zu achten. Es ist in dieser Spalte in allen Jahr­gängen bei jedem Militärpflichtigen, welcher in der Rekrutierungs-Stammrolle steht, in allen Fällen durch Eintragung vonJa" oderNein" ersichtlich zu machen, ob die Anmeldung erfolgt ist oder nicht.

Zugleich spreche ich die bestimmte Erwartung aus, daß die Stammrollen sauber aufgestellt und die in Be­tracht kommenden Spalten derselben vollständig aus­gefüllt werden; insbesondere ist auch anzugeben, ob bie' Eltern des Militärpflichtigen noch leben oder nicht. Auch muß der Stand des Letzteren und derjenige des Vaters bezeichnet werden. Die mit diesseitiger Verfügung vom 29. Januar 1902, J. H. No. 247 (im Kreisblatt Nr. 13) veröffentlichte Anweisung ist hierbei genau zu beachten. Bei Militärpflichtigen, welche nicht im Kreise Hersfeld geboren sind, ist außer dem Geburtsort auch der Kreis, zu welchem ersterer gehört, anzugeben. Etwaige Be­strafungen sind unter Bemerkungen einzutragen.

Der für die Einreibung der Stammrollen be­stimmte Cermin (20. Dezember) ist unter allen Umständen einzuhalten.

I. M. No. 4311.

Der Landrat.

von Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfeld, am 2. Dezember 1914 ^m Atonal November ds Js. sind hier den nach- denannten Persönlichkeiten Jagdscheine erteilt worden.

A. Jahresjagdscheine.

am

9/11 entgeltliche:

2/11. dem ^.andwnt Heinrich Lipphardt in Kleba,

2/11. ----- ~

2/11.

II

II

II

II

4/11.

4/11.

5/11.

6/11.

6/11.

^aufmannn Karl Gronnenberg in Hagen, Hofgärtner Johannes Petzold in Heim­boldshausen, .

Fabrikanten Georg Braun in Hersfeld, Gastwirt Johannes Herwig inKemmerode, Landwrrt Adam Ruch zu Hof Rimmerode, Rentier Rudolf Braun in Hersfeld, Gutspächter Heinrich Dootermann in Hattenbach,

Hauptlehrer Karl Münch in Philippsthal, Landwirt Valentin Lenz in Beiershausen,

Alle Liebesgaben an Lebensrnitteln welche für das Rote Kreuz zu Hersseld bestimmt sind, bitten wir nur in der Geschäftsstelle des Roten Krenzes im Auguste Viktoria-Haus (Dippelstraße), nicht aber am Bahnhof abgeben zu wollen.

Der Vorstand der Roten Krenzes, Sektion Hersfeld.

II

6.11.

6/11.

am 7/11. dem Landwirt und Bergmann Johs. Hofmann

11/11.

11/11.

13/11.

13/11.

21/11.

ir

ir

ii

23/11.

28/11.

28/11.

II

II

30/11.

9/11.

II

II

13/11.

27/11.

II

II

6/11.

II

II

II

II

II

11/11.

11/11.

14/11.

26/11.

II

II

II

II

in Ausbach,

Rentier Georg Gliemeroth in Hersfeld, Gutsbesitzer Friedrich Canim in Hof Thalhausen,

Arzt Dr. med. Hans Prüß in Heringen, Landwirt Heinrich Psalzgras in Willings- hain,

Ober-Post-Assistenten Karl Stelzner in Hersfeld,

Landwirt Konrad Rudolph in Leimbach, Holzhändler Peter Schlößler in Hersfeld, Dachdeckermeister Hermann Ritzel in Hersfeld,

Gutspächter Wilhelm Hold in Kirchheim, b. unentgeltliche:

von Baumbach'schen Waldwärter Andreas Kehl in Goßmannsrode,

Städtischen Oberförster Pfannkuchen in Hersfeld,

Königlichen Förster Finger in Heeringen, B. Tagesjagdscheine.

Kaufmann Gustav Pfordte in Essen a/Ruhr,

Bäckermeister Konrad Frank in Vacha, Kaufmann Karl Groß in Vacha, Stabsarzt Dr. Sporberg in Hersfeld, Ingenieur Theodor Eger in Oschatz, Königreich Sachsen.

Der Landrat.

v. H e d e mann, Reg.-Assessor.

Auf vielseitigen Wunsch:

= Freitag, den e. Dezember im abends 8 Uhr in unserer Turnhalle

»WIMMM

(Vaterländischer Abend).

Der Reinertrag ist für das Rote Kreuz bestimmt.

Das Programm zu 30 Pf. die Person berechtigt zum Eintritt und ist im Vorverkauf in den beiden hiesigen Buchhandlungen bis zum Freitag früh 10 Uhr zu haben.

Höhere Gaben werden mit Dank entgegen genommen»

Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein

Der Vorstand.

Nurdiese wollen wir!

in

~ Marke 1 Bleyle .gesgesch^

Unerrei

Eleganz, Sitz und Haltbarkeit!

Verlängert Sie Katalog!

Bleyles Anzüge, Bleyles Hosen, Bleyles Sweater, Bleyles Sweaierhosen.

Aflelnuerhauf für Hersseld und Umgegend Maus Eduard Krach Weinsir. 1.

Reparaturen zumSelbstkostenpreis.

Wegen Vornahme einer Revision der Fleischver­kaufsstellen ist der hiesige Schlachthof am Freitag den 4. d. Mts nachmitt. geschlossen.

Hersseld, den 3. Dezember 1914.

Der Magistrat

11.3563. Strauß.

BkkmlnisAng.

Im Wege der Zwangs­vollstreckung sollen zu Hers- eld am 4. Dezember ISI4 rachmitt. 3 Uhr folgende Gegenstände als:

1 Schreibsekretär, 1 Soso, 1 rotes Laden­regal, 1 Ladentisch, 2 Schweine u. n. a. Sachen öffentlich meistbietend gegen gleich Barzahlung versteigert werden.

Zusammenkunft der Kauf­liebhaber in der Wirtschaft Zur Lullusquelle".

Becker, Gerichtsvollzieher.

BkMtkMM.

Versammlung Sonnabend den 5. d. Mts.

8V2 Uhr abends.

Die Tagesordnungbedingt Anwesenheit aller Mitglieder.

Vortrag Herr Hch. Möhl. Thema: Die Feldpost.

Gäste können teilnehmen. lWWW j/Puppen-Reparaturen j jeder Art werden solid j und billigst ausgeführt j i bet j

; W. Hirschhäuser, i I Hersseld j

Klausstraße 19. /

Jsraelit. Gottesdienst.

Freitag 4. abends 4.30

Samstag 5. morgens 8.30 nachmitt. 3. abends 5.10

Weihnachten in Bethel.

Mitten hinein in das Kriegsgetümmel, das die ganze Erde erfüllt, soll auch in diesem Jahr durch das Kind von Bethlehem Freude kommen. Allen Kämpfenden, Sorgenden und Trauernden will es einen Frieden bringen, den weder Leid noch Tod zerstören kann. Ein Abglanz dieser unvergänglichen Güter sollen die Weihnachtsgaben ein, auf die kleine und große Kinder hoffen. An Weih- rachtsgästen aller Art fehlt es in Bethel nicht. Zu den 3000 Fallsüchtigen, Gemütskranken und Heimatlosen sind verwundete deutsche Krieger gekommen, von denen schon mehr als 2500 hier ausgenommen sind. Wer hilft uns, diesen Männern und Jünglingen, die für uns ihr Blut vergossen haben, und den andern Kranken in Bethel eine Weihnachtsfreude bereiten? Alles nehmen wir dankbar an, ob man uns Kleidungsstücke schenken will, oder Zigarren, Bilder, Bücher für die Großen, Spielsachen ür die Kleinen oder Geld, um das zu kaufen, was kleine und Große am meisten erfreut. Je eher es ge- chieht, um so besser können wir alles unter unsere 30 Lazarette und 50 andere Anstaltshäuser verteilen.

Mit herzlichem Weihnachtsgruß an alte und neue Freunde von Bethel

F. v. Bodelfchwingh^Pastor.

Bethel bei Bielefeld, un November 1914."

Erhöhung des Einkommens

durch Versicherung von Leibrente bei der Preussischen Renten-Tersicherungs-Anstalt,

Sofort beginnende gleichbleibende Rente für Männer:

beim Eintrittsalter (Jahre):

50 | 55 | 60 | 65 | 70 | 75

7,248 | 8,244 | 9,612 | 11,496 | 14,196 | 18,120 jährlich % der Einlage.

Bei längerem Aufschub der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze.

Frauen erhalten wegen ihrer verhältnismässig längeren Lebensdauer entsprechend weniger.

Aktiva 1913: 124 Millionen Mark.

Prospekte und sonstige Auskunft durch Hrch. Zicken dreht, Kaufmann in Hersseld, Gerwigstrasse 18.

+Wöchnerinnen + kaufen gut und billig ihren Bedarf in hygie­nischen Gummiwaren Unterlagen, Irri­gatoren, Steckbecken, Leib- und Monatsbinden u. s. w. bei

H. Reinhard Nachf.

Inh.: E. Körting, Hersfeld, Klausstr 17.

Auf Wunsch Frauen-Bedienung.

Zweigverein vom Roten Kreuz.

All die Frauen und jungen Mädchen unserer Stadt, die sich beim Stricken von Strümpfen, Puls- und Kniewärmern für unsere Truppen im Felde beteiligen wollen, werden gebeten, sich das hierzu erfE derliche Garn bei Frau Pfarrer Gonnermann, Lullusstr- Nr. 1 abholen zu lassen. __