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W Mimet Wer im Mil Dorrn ein öenlimes Unterseeboot oerfentt.

Die Vorstöße -er deutschen Unterseeboote. Zur Explosion auf dem „Bulwark". Von der Westfront. Französische Sorgen. An -er polnischen Front. Hindenburg Generalfeldmarschall.

Aus dem großen Hauptquartier

Großes Hauptquartier, 27. November. (Amtlich. WTB.) Eine Belästigung -er flandrischen Küstenorte durch englische Schiffe fand auch gestern nicht statt. Anf der Front des westlichen Kriegsschauplatzes sind keino wesentlichen Veränderungen eingetreten.

Nordwestlich Langemarck wurde eine Häusergruppe genommen un- dabei eine Anzahl Gefangener gemacht.

Im Argonnerwald machten unsere Angriffe weitere Fortschritte. Französische Angriffe in Gegend Apre- mont östlich St. Mihiel wurden zurückgeschlagen.

Im Osten haben gestern keine entscheidenden Kämpfe stattgefunden.

Oberste Heeresleitung.

Der englische Dampfer „Malachite" von einem deutschen Unterseeboot versenkt.

** Paris, 28. November. (WTB.) Das „Echo de Paris" meldet aus Le Havre; Der englische Dampfer „Malachite" (2000 Tonnen) wurde auf der Fahrt von Liverpool nach Havre, einige Meilen nordwestlich Havre, durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Der Kapitän -es Unterseebootes gab der Mannschaft der „Malachite" 10 Minuten Zeit, um von Bord zu gehen, und wenige Minuten später fing der Dampfer Fener. Das Untersee­boot verschwand. Die Mannschaft der „Malachite" konnte sich nach Le Havre retten.

Englisch-französische Beunruhigung über die Vorstöße der deutschen Unterseeboote.

** Genf, 28. November. (T. U.) In englischen und französischen Kreisen rnft nach einer Meldung des „B. T." die neue Tat eines deutschen Unterseebootes große Bennrnhigung hervor. Man konstatiert mit drückendem Unbehagen, daß -ie -entschen Unterseeboote sich so weit vorwagen.

»s* Genf, 28. November. (T. U.) In den franzö­sischen Häfen ruft der durch ein deutsches Unterseeboot hervorgerufene Untergang des Liverpooler Dampfers „Malachit" grotze Bestürzung hervor. Die Gefährdung der Kanalschiffahrt müsse den Gesamtverkehr zur See notwendigerweise stark beeinflussen. Die gelandete Mannschaft der „Malachit" erkennt nach einer Meldung des „B. L.-A." die völlige Korrektheit des deutschen Ka­pitäns an, der mit Sprengung des Schiffes wartete, bis die nach le Havre geruderten Rettungsboote nicht mehr von den Trümmern getroffen werden konnten.

„England hat anfgehört, eine Insel zu sein".

Interessant ist namentlich im Hinblick auf die neue Tat eines deutschen Unterseebootes im Kanal, was der Reichstagsabgeordnete Erzberger im „Tag" in einem Artikel: „England hat ausgehört, eine Insel zu sein", veröffentlicht:

Die beiden Mittel, durch die wir dies sertig ge­bracht haben, sind unsere Flugtechnik und unsere Unterseeboote. Schon jetzt sind deutsche Flieger nach England und zurück gelangt, und die Angst vor den Zeppelinen und Flugzeugen hat in London das Licht ausgelöscht. Aber das ist erst der Anfang. Ein Mehr wird kommen, und in England wird man gar bald ver­nehmen, was die deutsche Flugtechnik vor nnd während des Krieges geleistet hat. Dann wird die Entfernung über den Kanal nichts anderes sein, als wenn ein Flug­zeug von Berlin nach Potsdam fährt, und niemand wird bestreiten wollen, daß diese Strecke für einen Flieger viel zu klein ist, um seine Leistungsfähigkeit zeigen zu können. Die gütigen Gaben aber, dieGrafZeppelin den Engländern senden wird, sind weder Knallbonbons, noch eignen sie sich zum Bleigießen in der Silvesternacht.

Ueber die Unterseeboote sagt Erzberger u. a.: Auch hier ist das bisher Gezeigte nur der Anfang. Man braucht nicht soweit zu gehen wie ein Marine-Ingenieur, der kürzlich an seine Bekannten in der Reichshauptstadt geschrieben hat: „Wenn Ihr wüßtet, was wir arbeiten, würdet Ihr den ganzen Tag Hurrah rufen." Man muß abwarten und Geduld haben. Die Unterseeboote mit dem steigenden Aktionsradus sind imstande, in einer ein­zigen Tour das ganze Jnselreich England zu umkreisen, und wenn sie auch dem England nicht freundlich ge­sinnten Irland keinen Schaden zufügen, so sind sie doch mächtig und stark genug, um England viel wirksamer vom Welthandel und Seeverkehr abzuschneiden, als es

Sm fernen Osten.

Roman von O. Elster.

84) (Nachdruck verboten.)

Alle diese Tage hatte sie ihren Schmerz, ihr Leid tapfer unterdrückt und es still getragen. Liebevollen Pflichten der Mutter gegenüber, den Kranken und Ver­wundeten gegenüber, hatte sie ihr eigenes Leid zurück- treten lassen, aber jetzt vermochte sie es nicht länger mehr schweigend zu ertragen, und wie ein reißender Berg- strom, so brach jetzt der Schmerz aus ihr hervor und er­schütterte in wildem Schluchzen ihre ganze Gestalt.

„Kind, Kind, was sprichst Du da?" fragte ihre Mut­ter erstaunt und erschreckt über Die Heftigkeit des Schmer- zens Ellens. „Ich hatte keine Ahnung — Du hast ja nie darüber gesprochen — Du warst doch mit Freders- dorfs verlobt . . ."

™ "S^V nicht so von dem Elenden," fuhr Ellen em- "A§ schäme mich meiner selbst, wenn ich daran a«L- UA^Wnnig genug war, ihm mein Jawort AchAa^ ihn nie geliebt — mein Herz, meine ?^be hat allzeit nur Heinz gehört . . . und nun, da ich fönntp ««« IhM- ^ine Liebe, seine Treue vergelten ÄJ? 7 E auf immer entrissen."

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3eit"miID«^^ Aru^ae Dich, Kind. Die E!^^.ert selbst den herbsten Schmerz — uns Glück wird Dir wieder lächeln." ' ' 1

die schärfste Blockade tun kann. Nun kann die Phantasie sich selbst ausmalen, was es bedeutet, wenn Schwärme von Unterseebooten das Jnselreich nach den verschieden­sten Richtungen umstreicherr, Getreideschiffe zu verienken, Panzerkreuzer durch einen Schuß vernichten und heil und gesund in die nicht allzu weit von England entfernt lie­genden Häfen zurückkehren.

Erzberger schließt seine Ausführung mit folgenden Sätzen: Das deutsche Volk wird alles, ja alles dransetzen, um den Satz, daß England seine Insel mehr ist, so wuchtig durchzuführen, daß er dem letzten englischen Abc-Schützen geläufig werden wird, denn darin liegt schließlich die einzige Friedensgarantie, die nach diesem Weltkrieg der Menschheit geboten werden kann, in der Beseitigung der Vormachtstellung, welche England bis­her dank seiner insularen Lage sich angematzt hat.

Der Eindruck -er Explosion des „Bulwark" auf die englische Bevölkerung.

»-^ London, 28. November. (WTB.) Die Explosion auf dem „Bulwark" traf den größten Teil -er Mannschaft beim Frühstück. Ein kleiner Teil, der vorn Lande znrück- kehrte, entging, wenn auch verwundet, dem Tote. Die anderen Schiffe im Hafen setzten sofort Boote aus. Der Eindruck ist überall in England niederschmetternd. Die Mißstimmung gegen die Admiralität nn- Churchill wächst. Man betrachtet die offziellen Berichte mit dem größten Mißtrauen.

Vierzehn Ueberlebende vom „Bulwark".

Die englische Admiralität veröffentlicht die Namen I von vierzehn Ueberlebende« von dem in die Lnft ge­flogenen Linienschiff „Bulwark".

Die Verheimlichung der Katastrophe des „Audacious".

Stockholms „Dagblad" erfährt nach der „Frkf. Ztg." die Bestätigung Der Nachricht, daß der Ueberoreadnought „Audacious" Ende Oktober vor der irischen Nordküste auf eine Mine stieß. Auch in Londoner Kreisen sei die Kunde von dem Unglück des Ueberdreadnvughts „Audo- cious" bereits heimlich verbreitet, allerdings in der Version, daß es oem KapUay gelungen sei, oas Groß- kampssckiff aufs Land laufen zu lassen. Aber selbst diese fachkundigen Londoner Zirkel geben zu, daß dieses mo­derne Schlachtschiff für absehbare Zeit außer Gefecht ge­setzt und daß die Bergung des Kolosses wenig wahr­scheinlich sei. Hieran knüpft die schwedische Zeitung fol­genden treffenden Kommentar: „Es bestätigt sich also, daß die britische Admiralität dieses bedeutende Unglück verheimlicht. Anderseits wagt sie nicht, den in deutschen, skandinavischen und holländischen Zeitungen sich mehren­den Detailangabe über die Katastrophe mit einem De­menti entgegenzutreten. Mit diesem Schweigen gibt sie das Unglück zu, ebenso ihre Verheimlichungstaktik. Wir erinnern uns, daß Marineminister Churchill am 9. No­vember sagte: „Unsere Flotte ist hundert Tage nach Kriegsausbruch stärker als zu Beginn, trotz dem Ver­lust minder bedeutender Fahrzeuge." Kommt es jetzt au den Tag, daß Churchills Wort nach der Katastrophe des „Andacions" fiel, so muß das Vertrauen in Churchills persönliche Zuverlässigkeit, wie in die der Admiralität, sich in bedenklichster Weise mindern.

Von unserm „U 18".

Ueber den Untergang des deutschen Unterseebootes „N 18" berichtet nach einer Meldung der „Frkf. Ztg." aus Amsterdam ein Mann der Besatzung des Torpedojägers „Garry", der die Verunglückten an Bord nahm, folgen­des: Eines der Patroillenfahrzeuge, das aus dem Hafen herausfuhr, signalisierte plötzlich, daß es auf ein Unter­feeboot gestoßen sei. Unser Kommandant ließ sofort Dampf ansetzen. Wir konnten das Unterseeboot in der Richtung des Ankerplatzes fahren sehen. Das Periskop ragte aus dem Wasser. Wir verfolgten das Unterseeboot und gaben ihm volle Breitseite. Plötzlich sahen wir das Unterseeboot an die Oberfläche kommen. Als die Be­mannung nach oben kam, sank das Unterseeboot plötz­lich und die Besatzung wurde auf das Wasser geschleu­dert. Wir nahmen sie an Bord und erfuhren von den Geretteten, daß einer ihrer Kameraden im unteren Raum -es Unterseebootes die Klappen geöffnet habe, um das Boot dann zum Sinken zu bringen. So konnten wir uns des Bootes nicht bemächtigen. (Dieser Held, der in den Unterraum des Bootes stieg, um das Boot zum Sinken zu bringen, hat sich also geopfert, um es nicht in die Hände des Feindes gelangen zu lassen.) Einer Der Deutschen, der englisch spricht, hat erzählt, daß die Offi­ziere und die Bemannung des Unterseebootes ausgelost hatten, wer in den Unterraum gehen sollte, um das Boot zu vernichten, sobald die Sicherheit Der anderen feststand. Das Los sei auf einen Maschinisten gefallen.

„Ach, Mutter, das Glück ist für immer dahiu . . ." „Das Glück ist Dir schon wieder entgegengetreten, Ellen."

Sprich nicht davon, Mutter!" fuhr Ellen empor. „Ich will nichts mehr davon hören . . ."

Frau Melanie war klug genug, bei der tiefen Er­regung Ellens nicht weiter auf diesen Gegenstand ein- zugchen. Das würde sich später schon finden, wenn sich Die Wogen des ersten Schmerzes gelegt, wenn das Leben wieder klar und heiter vor Ellen lag. Schon manche hatte geglaubt, an einem Schmerze zugrunde gehen zu sollen, und war später doch eine glückliche Frau, Gattin und Mutter geworden die nun noch mit lächelnder Wehmut auf die Tränen Der Jugend zurückblickte. Sie streichelte nur sauft Ellens heiße Wangen und zog Die Weinende liebevoll in die Arme.

Und Ellen weinte sich an dem Herzen Der Mutter aus, und ihr Schmerz war sanfter und dankbar küßte sie Der Mutter Die Wangen; zum ersten Male schienen sich Mut­ter und Tochter ganz zu verstehen.

Plötzlich schreckte Ellens Mutter empor. Ein dumpfer Ton, wie ferner Donner, drang von weither in das stille Krankenzimmer. Und abermals Der dumpfe Donner — und dann ein rollendes Knattern. Erregt lauschten die beiden Frauen — da eilte Fred herein, freudestrahlend und leuchtenden Auges.

„Hört Ihr den Kanonendonner?" rief er. „Das Er­satzheer ist da — es steht vor Den Toren Pekings — wir sind gerettet!"

13.

Die Nachricht von dem vollen Erfolge Der verbttn- Deten Waffen hatte auch die Krankheit von Ellens Ginster gehoben; sie war aufgestanden und saß mit Ellen zu­sammen im Wohnzimmer, während von den unteren Raume« des Hotels Gläserklingen und das Plaudern Stimmen heraufschallte. Dort hatten sich die Offiziere und Beamten der verschiedenen Völker zu-

Von der Westfront.

Eine Riesenschlacht auf der Linie Npern-La Bassee.

^ London, 28. November. (WTB.) Laut Taili Chroniele entwickelte sich auf der Linie Ypern-La Bastee seit 48 Stunden eine Riesenschlacht.

Französische Sorgen.

Nach einer Meldung des Mailänder „Secolo" aus Paris beschäftigen sich Die englische und französische Presse mit Den bevorstehenden neuerlichen deutschen Kriegsrttstungen. Es lasse sich noch nicht bestimmt er­kennen, an welcher Stelle der deutsche Generalstab die Front einzndrücken gedenke. — Herve fürchtet für den Fall des Versuches im Zentrum nichts für Paris wegen seiner glänzenden Verschanzung. Die Marneschlacht habe zwar das Dogma von der Unbesiegbarkeit der Deut­schen etwas erschüttert, aber nicht den Glauben an die riesige Organisation ihres Heeres. Seine Bekämpfung werde noch enorme Opfer an Geld und Blut kosten. Aus Surcht vor Der Stärke des Feindes denke man daran, die apaner zu Hilfe zu rufen.

Eine feindliche Falschmeldung.

»-* Berlin, 27. November. (Amtlich. WTB.) Die Meldung der „Daily Mail", daß Dixmuide» von den Verbündeten zurückerobert sei, entbehrt jeder Grundlage. Dixmuide« befindet sich nach wie vor in deutschem Besitz.

Portugal als Verbündeter Englands.

Die „Times" melden aus Lissabon: In der außerordentlichen Sitzung des Kongresses wurde die Re­gierung ermächtigt, durch militärische Maßregeln in den internationalen Konflikt einzugretfen zu einer Zeit und in einer Weise, wie sie die Regierung für Portugals hohe Interessen nnd Pflichten als freie Nation und Ver­bündeter Großbritanniens als nötig erachtet würde.

Vom österr.-ungar. Generalstab

Wien, 27. November. Amtlich wird verlautbart: An der polnischen Front verlief der gestrige Tag verhältnis­mäßig rnhig. In Westgalizien und in den Karpachen hielten die Kämpfe an. Eine Entscheidung ist nirgends gefallen. Czernowitz wurde von unseren Trnppen wie­der geräumt.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs:

v. Höfer, Generalmajor.

Vorwärts gegen die Serben.

Wien, 27. November. Vom südlichen Kriegsschau­platz wird amtlich gemeldet: Die Kämpfe an der Ko- luvara nehmen einen günstigen Verlauf. Auch gestern wurde fast an allen Gefechtsfronten trotz zähen Wider­standes des Gegners Raum gewonnen, ca. neunhundert Gefangene gemacht und ein Geschütz erbeutet. Die über­aus ungünstige Witterung in den Niederungen, grund­loser Boden und auf den Höhe« jede Fernsicht verweh­rende Schneestürme erschweren die Operationen, doch ist die Stimmung unter den Truppen nach Meldimgen ans der Front vorzüglich.

Die russische Auffassung über den deutschen Vormarsch in Polen.

0-* Mailand, 28. November. (T. U.) Nach Der russischen Auffassung, die in einem Petersburger Tele­gramm des „Corriere della Sera" zum Ausdruck kommt, hatte der letzte Vormarsch Der Deutschen in Polen ledig­lich einen demonstrativen Charakter. Er zielte nicht auf Warschau ab, was aus den von Deutschen verübten Zer­störungen hervorgeht. Die Linien Jwangvroö-Dom- browsk, Warschau-Wien und Warschau-Lodz sind völlig zerstört, dagegen über Alexandrowo-Warschau und War- fchau-Kalisch nur bis Lodz. Das beweist, daß Die deut­schen Hauptkräfte nur bis zur Linie Kutno-Lodz Vor­dringen wollten. Höchstens Die Reiter und Die Vorhut sollten weiter vorgeschickt werden.

** Zürich, 28. November. (T. U.) Der militärische Mitarbeiter des „Berner Bund" betont, Die militärische Gesamtlage im Osten sei noch ungeklärt.

Rußland bot 8 Klasse« Landsturm auf.

»a* Mailand, 28. November. (WTB.) Laut Blätter- meldnnge» aus Petersburg wurden in Rußland acht Klassen Laudsturm aufgeboten.

Die Wiener Neue Freie Presse stellt fest, es lasse sich mit gewisser Sicherheit behaupten, daß die russische

sammengesunden, um deu Sieg ihrer Waffen und die Eroberung Pekings zu feiern.

Aber zwischendurch knatterten auch wieder Gehehr- schüsse und rollten volle Salven. Die Straßen der Stadt wurden von Dem räuberischen Gesinde! gesäubert, und um den kaiserlichen Palast, aus dem Der kaiserliche Hof bereits vor mehreren Tagen geflohen war, um sich in das Innere des Landes zu begeben, wurde noch hart gekämpft. Als das Getöse des Kampfes sich mehr gelegt hatte, auf den Die Mutter Ellens angstvoll gelauscht hatte, kamen Fred und Herr von Wittkoven, um die tröstliche Versicherung zu bringen, daß jetzt jede Gefahr vorüber sei.

„Unseres Bleibens wirD jetzt nicht mehr lange hier sein", sagte Fred. „Meine Geschäfte halten mich nicht mehr fest, es gibt überhaupt hier keine Geschäfte mehr zu machen, wie es später werden wird, das mögen die Götter wissen."

„Ich glaube, Sie beruhigen zu können, lieber Herr Diesterweg", entgegnete Wittkoven. „Jedenfalls muß die chinesische Regierung für allen Schaden aufkommen, den dieser Aufstand unseren Landsleuten gebracht hat. Und die Ermordung unseres armen Freiherrn von Kettler erfordert eine besondere Sühne. Ich bin be­auftragt, unserer Regierung über alles Bericht zu er­statten und soll mit der ersten Gelegenheit Peking ver­lassen, um mich nach Deutschland einzuschiffen. Vielleicht können wir dann Die Heimreise gemeinsam machen."

„Das wäre mir sehr angenehm", sagte Frau Melanie lebhaft, indem sie einen lächelnden Blick auf Ellen warf, die, am Fenster stehend, sinnend in den Park hinaus- blickte. „Nicht wahr, Ellen, auch du wünschest, sobald wie möglich nach Deutschland zurückzukehren?"

„Mir ist es recht, Mama", entgegnete Ellen, sich langsam umwendend. „Wenn Fred hier nichts mehr zu tun hat, so ist unser Aufenthalt hier ja überflüssig ge­worden."

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