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40000 Russen gefangen. Viel Kriegsmaterial erbeutet.

Ein englisches Linienschiff in die Luft geflogen. Von der Westfront. Die Schlacht in Russisch-Polen. Kapitän v. Müllers Bericht.

[ Aus dem großen Hauptquartier j

Großes Hauptquartier, 26. November. (Amtlich. WTB.) Die Lage auf dem westlichen Kriegsschauplatze ist unverändert. In Gegend St. Hilaire-Souain wurde ein mit starken Kräften angesetzter, aber schwächlich durch- geführter französischer Angriff unter großen Verlusten für den Gegner znrückgeschlagen. Bei Apremont machten wir Fortschritte.

In Ostpreußen ist die Lage nicht verändert. In den Kämpfen der Truppen des Generals von Mackcnsen bei Lodz und Lowicz haben die russische erste und zweite und Teile der fünften Armee schwere Verluste erlitten. Außer vielen Toten und Verwundeten haben die Russen nicht weniger als etwa 40 000 unverwnndete Gefangene verloren. 70 Geschütze, 160 Munitionswagen, 156 Ma­schinengewehre sind von uns erbeutet, 30 Geschütze un­brauchbar gemacht worden.

Auch in diesen Kämpfen haben sich Teile unserer jun­gen Truppen trotz großerOpfer auf8 glänzendste bewährt. Wenn es ungeachtet solcher Erfolge noch nicht gelungen ist, eine Entscheidung zu erkämpfen, so liegt dies an dem Eingreifen neuer starker Kräfte des Feindes von Osten und Süden her. Ihre Angriffe sind gestern überall ab- gewiesen worden. Der endgültige Ansgang der Kämpfe steht aber noch ans.

Oberste Heeresleitung.

Ein englisches Linienschiff in die Luft geflogen.

o-t London, 27. November. (WTB.) In der gestri­gen Sitzung des Unterhauses teilte Marineminister Chur­chill mit, daß das LinienschiffBnlwark" am 25. Novem­ber in Shernetz in die Luft geflogen ist. Zwischen 700 und 800 Mann sind ums Leben gekommen. Nur 12 Mann konnten gerettet werden. Die anwesenden Admi­rale berichteten, sie seien überzeugt, daß die Ursache eine innere Erplosion des Magazins war und keine Erschüt­terung des Wassers erfolgte. Das Schiff sank in 3 Minu­ten und war verschwunden, als sich die dichte Ranchwolke verzogen hatte. Die Explosion war so stark, daß die Ge­bäude in Shernetz bis in die Fundamente erschütterten nnd wurde mehrere Meilen weit vernommen.

Das LinienschiffBulwark" stammt aus dem Jahre 1899, hat 15 250 Tonnen Deplacement, 1819 Seemeilen Geschwindigkeit, vier 30,5, zwölf 15 Zentimeter-Geschütze und 750 Mann Besatzung.

England hat ind ieser Woche das zweite Linienschiff verloren. Am Dienstag kam die Meldung, daß das eng­lische GroßkampsschiffAudacious" an der Nordküste Irlands auf eine Mine gelaufen ist, jetzt meldet der Draht den Untergang emes zweiten Kampfschiffes. Wenn auch der Materialwert des in die Luft geflogenen LinienschiffesBulwark" hinter dem des genannten Ueberöreadnoughts zurücktritt, so ist dieser neue Verlust für England doch insofern viel schmerzlicher, als der ee Teil der Besatzung des Schiffes ums Leben ge- ten ist. Das ist für England ein ganz gewaltiger Schlag, denn an Menschenmaterial hat es keinen Ueber- flutz. Die Ursache des Unterganges derBulwark" steht noch nicht genau fest: sie kann also auch wo anders zu suchen sein, als ine englischen Admirale angeben.

Ueber die Aussichten unserer heutigen Front im Westen

durch Feindesland geht stumpfen Winkel bildet, Feind ab. T" " ' '

sagt der militärische Mitarbeiter derFrkf. Ztg." u. a. Heute schließt unsere Stellung, die fast ausschließlich durch Feindesland geht und in der Hauptsache euren

Winkel bildet, fast ganz Belgien gegen den ..... Wir sind im Rucken frei und haben den Vor­teil der inneren Linie. Auf den kürzer gewordenen Strecken und mit den wiederhergestellten Bahnen können wir die Truppen an die bedrohten Punkte hin- und Her­schieben. Wie die Erfahrung gezeigt hat, ist dem Geg­ner die Durchbrechung unserer Front nicht möglich. Alle derartigen Versuche waren ergebnislos, während wir in der Lage sind, auf dem unserer Ansicht nach entschei­denden Teile der Linie die Truppen zusammenzuziehen und an geeigneter Stelle zum Schlage auszuholen.- gen die französischen Berichte lauten, wie sie wollen: fest

Im feinten Osten.

Roman von O. Elster.

88y (Nachdruck verboten.)

Ich werde geduldig warten, bis sich Ihr Herz aufs neue dem Leben und der Liebe erschließt. Dann sollen Sie mir Antwort geben ... Le­ben Sie wohl . .."

Sie reichte ihm die Hand.

Ich danke Ihnen, sprach sie mit bewegter Stimme.

Er drückte einen ehrerbietigen Kuß aus ihre Hand und entfernte sich leise.

Ellen setzte sich ans Fenster und sah, in ernste Gedan­ken versunken, in den Garten hinaus, der in voller som­merlicher Blüte prangte, aber auch Merkmale der Un­ordnung und Verwüstung zeigte, die diese wochenlange Belagerung verursacht hatte. Den hübschen chinesischen Pivillon hatte eine Granate zerstört, er lag in Trüm- meru da: einige Bäume waren durch Geschosse beschädigt der schöne Rasenplatz war zertreten und zerstampft.

^Er M diese Zeichen der Verwüstung kaum: ihre ernstere Dinge als dieses Zeichen äußerlicher Verwüstung.

L^en selbst glich einem Trümmer- ^ geliebt, was sie gehofft, was sie ge- NA^tkA zu ihren Füßen, es war in Nacht des Grabes versunken. Vor ihren Augen stand das Bild des Freundes, wie sie ihn zuletzt aefeben alsder Eisenbahnzug über die BEcke polterte gesmw J *Ä fugend -mit sehnendem Aug? hatte et ^,^'^beschaut, die Hand wie zum Gruße erhoben ach! Sie war es gewesen, und sie ne hmt? ihn nicht einmal erwidert, und als sie die Hand erhob um da nmr der Zug schon vorübergebraust und das Bild war versunken - auf immer

L-^tedieHand über die schmerzenden Augen, und Le dachte mit traurigem Lächeln daran, daß ihr jetzt

| steht, daß wir an keinem Punkt aus unserer nach dem Rückzug eingenommenen Position zurückgedrängt sind daß wir aber umgekehrt an einer Reihe von Stellen un­sere Linien ganz erheblich vorgeschoben haben. Zusam­menfassend können wir sagen: Unsere heutige Stellung, in der unsere Streitkräfte fast in einer einzigen, ununter­brochener! Linie entfaltet sind, und unsere Fähigkeit, nach unserem Belieben vorzustotzen, schafft uns eine gesicherte Lage,während sie für unseren Gegner große Gefahren birgt.

Von der Westfront

ist im übrigen noch folgendes zu sagen: Die am Mitt­woch fortgesetzten Versuche des zwischen der Küste und Apern befehligenden französischen Generals Foch, die deutschen Genietruppen bet der Vorbereitung einer grö­ßeren Aktion zu stören, blieben, wie ans Genf gemeldet wird, erfolglos. Die bedeutenden deutschen Fortschritte in der Umgebung von Verdun nötigen andererseits die französische Heeresleitung, neue Maßnahmen zu treffen, um die vom Nordwesten sich nähernden Deutschen mög­lichst aufzuhalten. Der Pariser Militärkritiker Oberst Rousset betont erneut den Geist der beherzten deutschen Offensive in dem gesamten Kampfgebiet und meint:So fehen Leute, die den Frieden ersehnen, nicht aus!" Ueber die Käurpfe im Argonner Walde erhält derTag" aus holländischer Quelle einen Bericht, aus dem hervor- geht, daß die Franzosen dem Ausgange der dortigen Kämpfe selbst sehr wenig zuversichtlich entgegensehen. Nach Meldungen aus Le Havre zeigen sich mit dem Verlauf dieser Kämpfe die von privater Seite unter­richteten Deputierten sehr unzufrieden. Der Deputierte Brunet legte Feldpostbriefe vor, in denen mehrere Offi­ziere derunmaßgeblichen, doch reiflich erwogenen Mei­nung" Ausdruck gaben, die Kämpfe im Argonnerwalde würden leider zugunsten der Deutschen enden. Es heißt in einem der Briefe:Wir opfern uns auf mit einander, doch wir wissen, daß unser Blut für eine verlorene Sache fließt."

Ans dem westlichen Kriegsschauplatz bereiten sich bedeutungsvolle Dinge vor.

»st Cöln, 27. November. (WTBck Nach einer Ko- penhagener Depesche der Kölnischen Zeitung wird dort angenommen, daß sich bei den Deutschen ans dem west­lichen Kriegsschauplätze bedeutungsvolle Dinge vorbe­reiten. Das ganze Land werde von ihnen von der Außen­welt abgesperrt.

Angebliche französische Reserveheere.

8-£ Frankfurt a. M., 27. November. (T. U.) Der Korrespondent derFrkf. Ztg." in Rom erfährt aus be- souderer militärischer Quelle, daß zwei starke französische Reservcheere hinter Belfort-Lyon stehen. In der Front haben die Franzosen nur so viel Truppen, um die deut­schen Durchbruchsversuche abzuwehren. Dagegen sei das ganze englische Expeditionsheer an der Front.

Vom österr.-ungar. Generalstab

** Wien, 27. November. (WTB.) Amtlich wird verlautbart am 26. November, mittags: Die Schlacht in Russisch-Polen hat bei einem großen Teil der Front den Charakter eines stehenden Kampfes angenommen. In Westgalizien wehren die Truppen die über den unteren Dnnajez vorgedrnngenen russischen Kräfte ab. Die Kämpfe in den Karpathen dauern fort.

Die Entscheidnng des Weltkrieges noch nicht gefallen.

DasNeue Wiener Tagblatt" schreibt über die Er­eignisse auf dem östlichen Kriegsschauplatze: Es scheinen sämtliche russische Angriffe auf Ostpreußen abgewiesen. Die Gegenoffensive aus der Richtung Warschau ist ge­scheitert und alle gegnerischen Vorstöße östlich Czen- stochau zusammengebrochen zu sein. Als sich die Ver­bündeten von Jwangorod-Warschau freiwillig zurückge­zogen hatten, war das Zarenreich nicht darüber im Zwei­fel gelassen, daß ein Sieg seines Millionenheeres die letzte nnd krampfhafteste Hoffnung an der Seine wie an der Themse sei. Trotzdem das Deutsche Reich und Oester­reich-Ungarn auf anderen Kriegsschauplätzen stark enga­giert sind, vermag der moskowitische Koloß mit seiner konzentrierten Hauptmacht doch nicht dnrchzudringen. Noch ist die endgültige Entscheidung in dieser vielleicht wichtigsten Schlacht des Weltkrieges nicht gefallen, eins aber beweisen die jüngsten amtlichen Meldungen: die moskowitische« Heere sind nur in der Defensive ein zäher Gegner, im Angriff besitzen sie doch nicht die ihrer Größe entsprechende Stoßkraft nnd nicht den rücksichtslosen Elan der österreichisch-ungarischen und deutschen Heere.

Das Befinden der Besatzung von Przemysl.

9-* Berlin, 27. November. (WTB.) Mittelst Flie­gerpost beförderte Feldpostkarten ans Przemysl, die

wieder die Liebe eines wackeren Mannes entgegentrat, daß die Liebe ihr wiederum die Hand bot, um ihr Lebeu hell und glücklich zu gestalten. Aber würde jemals das Glück in ihrem Herzen wieder erblühen, wenn ihr Leben äußerlich sich auch in glücklichster Form entfaltete? Würde nicht stets der Schatten des Grabes hier im fernen Osten ihr Leben überfinstern? Und mahnte sie nicht eine in­nere Stimme, daß ihre Treulosigkeit ihm eigentlich diesen frühen Tod bereitet? Auf die Nachricht von ihrer Ver­lobung hin hatte er sich doch erst zu dieser kriegerischen Fahrt nach dem fernen Osten gemeldet. Mit Recht hatte er an ihrer Liebe gezweifelt mit Recht sie treulos ge­scholten mit Recht sie verurteilt als schwach und leicht­sinnig um ihretwillen gleichsam war er in den Tod gegangen.

Ihre Mutter ,die im Nebenzimmer war, rief sie mit leiser Stimme. Mit einem schmerzlichen Seufzer erhob sich Ellen und begab sich zu ihrer Mutter.

Mit einem schwachen Lächeln streckte ihr diese die Hand entgegen.

Herr von Wittkoven war da?" fragte sie leise.

Ja, liebe Mama."

Ein prächtiger Mensch! Und jetzt haben wir ihm noch die Rettung von einem gräßlichen Tode zu ver­danken. Hatte sein Besuch einen bestimmten Zweck?"

Er wollte sich nach Deinem Befinden erkundigen und brächte die erfreuliche Nachricht, daß das Ersatzkorps nahe sei. Es kann jeden Tag eintreffen."

Gott sei Dank! Aber, Ellen," fuhr Frau Melanie mit einem kleinen, schlauen Lächeln fort,weiter wollte er nichts? Ich hörte da einige Worte .. ."

Ellen stand eine Weile im ernsten Schweigen da. Dann entgegnete sie mit einem tiefen Aufatmen:

Du wirst es ja noch erfahren, Mama Wittkoven erklärte mir seine Liebe und bat um meine Hand . . ."

Ein glückliches Lachen erhellte das Gesicht der Kran-

gestern in Wien anlangte«, teilten mit: Uns geht es sehr gut, habt keine Sorge.

Der Feldzug gegen die Serben.

Wien, 26. November. Vom südlichen Kriegsschau­platze wird amtlich gemeldet: In den Kämpfen an der Kolnbara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt nicht zn verzeichnen. Das Zentrum der feindlichen Front, die starke Stellung bei Lazarewac, wurde von den durch ihren Elan rühmlichst bekannten Regimentern Nr. 11, 73 nnd 102 erstürmt. Hierbei acht Offiziere und zwölf- hnndert Mann gefangen genommen, drei Geschütze, vier Mnnitonswagen und drei Maschinengewehre erbeutet. Auch südlich des Ortes im Distrikt Ljug gelang es, die östlich des gleichnamigen Flusses gelegene Höhe zu neh men und hierbei dreihundert Gefangene zn machen. Die von Baljevo nach Süden vorgerückten Kolonnen stehen östlich bei Kosjerici.

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Aus dem türkischen Hauptquartier

»-* Konstantinopel, 26. November. (WTB.) Das Große Hauptquartier meldet heute: Im Allgemeinen hat sich auf dem Kriegsschauplatz nichts verändert. Heute wurde festgestellt, daß wir dem Feinde bei Morgul vier Geschütze abgenommen haben, von denen 2 «nbranchbar gemacht worden waren.

Enver Pascha begibt sich zu den Truppen »ach Aegypten.

6-^ Konstantinopel, 27. November. (T. U.) Nach einer Meldung derFrkf. Ztg." sind der Oberbefehls­haber der türkischen Armee Enver Pascha und der Ma­rineminister Dschemal Pascha zu den gegen Aegypten operierenden Truppen abgereist.

Der Snezkanal überschritten.

Die römischeJtalia" bestätigt, derNat.-Ztg." zu­folge, auf Grund ihr zugegangener ausführlicher Be­richte, daß die türkische Vorhut den Suezkanal überschrit­ten hat und mit Verstärkungen ihres Heeres durch an­sässige Stämme auf der Straße gegen Bubastis vorrückt. Der Snezkanal sei, wie italienische Kapitäne berichten, tatsächlich abgesperrt, jedoch werde allen ikälienischen Schiffen freie Fahrt gestattet. Der Verbleib der eng­lischen Flotte aus dem Golf von Suez sei unbekannt. Das englische Geschwader ist vor acht Tagen bereits nach Port Said zurückgezogen worden, wo zur Zeit nicht mehr liegt.

Der Heilige Krieg in Albanien.

Nach einer Meldung der WienerNeuen Freien Presse" aus Skutari wurde ein albanisches Manifest gegen Serbien veröffentlicht. Das Manifest lautet: Die Zeit der Rache ist gekommen. Ein Albanien ohne Uestüb, Prizrend, Djakowa und Dibra ist undenkbar. Der Kalif hat den Heiligen Krieg erklärt, wir werden im Namen des Kalifen Rache nehmen. Wir sümpfen Schulter an Schulter mit den Verbündeten unseres Kalifen.

Der Seekrieg.

Der Bericht des Kapitäns v. Müller.

Von dem Kommandanten S. M. S.Emden", Fre­gattenkapitän Müller, ist nachstehender Bericht über das Gefecht S. M. S.Emden" mit dem KreuzerSydney" bei den Kokosinseln in Berlin eingetroffen: -

Der englische KreuzerSydney" näherte sich den Kokosinseln mit hoher Fahrt, als dort gerade eine von S. M. S.Emden" ausgeschiffte Landungsabteilung das Kabel zerstörte. Das Gefecht zwischen den beiden Kreu­zern begann sofort. Unser Schießen war zuerst gut, aber binnen kurzem gewann das Feuer der schweren engli­schen Geschütze ine Ueberlegenheit, wodurch schwere Ver­luste unter unseren Geschützbedienungen emtraicu. Die Munition ging zu Ende, und die Geschütze mußten das Feuer einstellen. Trotzdem die Ruderanlage durch das feindliche Feuer beschädigt war ,wurde Versuch gemacht, auf Torpedoschntzweite anSydney" heranzukommen. Der Versuch mißglückte, da die Schornsteine zerstört waren und infolgedessen die Geschwindigkeit derEm- den" stark herabgesetzt war. Das Schiff wurde deshalb mit voller Fahrt an der Nordluvseite der Kokosinseln auf ein Riff gesetzt. Inzwischen war es der Landungs- abteilung gelungen, auf einem Schooner von der Insel zu entkommen. Der englische Kreuzer nahm die Ver­folgung auf, kehrte aber nachmittags wieder zurück und feuerte auf das Wrack S. M. S.Emden". Um weiteres unnützes Blutvergießen zu vermeiden, kapitulierte ich mit dem Rest der Besatzung. Die Verluste S. M. S. Emden" betrugen 6 Offiziere, 4 Deckoffiziere, 26 Unter­offiziere und 93 Mann gefallen, 1 Unteroffizier, 7 Mann schwer verwundet.

ken.Endlich einmal eine frohe Botschaft!" rief sie.Ich wußte es ja schon lange, daß Wittkoven sich für Dich leb­haft interessierte. Nun und was hast Du geantwortet, Ellen?"

Ich konnte ihm keine bindende Zusage geben . . ."

Aber, Ellen?! Bedenke, was für Dich auf dem Spiele steht! Wenn Du als Braut des Gesandtschafts­sekretärs von Wittkoven heimkehrst, sind alle die häßlichen Geschichten von früher vergessen und versunken. Es ist eine glänzende Partie für Dich."

Ja, Mama das sehe ich ja alles ein. Aber ich kann mich nicht entschließen. Mama, liebe Mama, ich habe eine sehr, sehr traurige Nachricht erhalten . . ."

Wie ein Schluchzen rang es sich aus ihrer Brust, und sie sank am Bett der Mutter nieder, ihre Stirn auf den Rand legend, in fassungslosem Weinen.

Was ist geschehen?" fragte sie ihre Mutter erschreckt. Ist Fred . . . ?"

Nein, nein, beruhige Dach Fred ist ganz wohl. Aber ein anderer lieber Freund ist im Kampfe ge­fallen . . ."

Wer ist es?"

Heinz Erichsen ..."

Heinz Erichsen der Sohn des alten Kapitän?! Aber ich habe ihn ja gar nicht gesehen?"

Nicht hier, Mama, in dem Kampf an der Küste . . . ein verwundeter Matrose erzählte es mir ..."

Das ist ja sehr traurig, gewiß aber Du brauchst Dich über den Tod des armen Jungen nicht zuerregen,.- mir tun seine alten Eltern sehr leid ja, der Krieg in schrecklich. Aber was der Tod des armen Heinz mit Deiner Verlobung mit Wittkoven zu tun hat, kann ich nicht einsehen? . . ."

Mama ich liebte lhn. . ." brach es aus Ellen wie mit einem Schmerzensschrei hervor und aufschluch- zend schlug sie die Hände vor das Gesicht.

Fortsetzung folgt),