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Ein eiserner Kreuz.

Drei Tage schon tobt der erbitterte Kampf, Drei Zi.ßc schon steht im Pulverdampf, Von feindlichem Feuer überschüttet, Von Hunger zerqirält, von Strapazen zerrüttet, Doch treu der Pflicht, die ein jeder kennt, Ein deutsches Feldartill'rieregtment.

Der Feind ist stark, und er kennt seine Macht, Es zischt und pfeifst, und es saust und kracht, Granaten zerplatzen in tödliche Stücke, Und Kugeln reißen Lücke um Lücke, Zu Tode getroffen sinkt manch Offizier, Es fällt Kanonier auf Kanonier.

„Kameraden Jetzt ist unser Leben teuer! Visier 1100--Erstes Geschütz: Feuer!" So Schuß um Schuß — und hart ins Ziel, Daß drüben Bastei und Bollwerk fiel.

Ob ringsumher die Welt in Brand, Er zielt und feuert unverwandt, Ob tausend Blitze ihn umwettern, Ob sie ihm Mann um Mann zerschmettern, Ob mancher schwankt, er wanket nicht, Er bleibt und siegt — getreu der Pflicht.

Laßt fallen, was fällt in Todesqual, Wir müssen siegen auch dieses Mal, Wir müssen — so sehr sich die Uebermacht mehre — Wir müssen siegen für Deutschlands Ehre, Für der Brüder Freiheit, der Heimat Glück, Wir müssen —! Wir weichen nimmer zurück!

„Fähnrich! Die fünfte Batterie

Hat einen Offizier — und das sind Sie!

Als Leutnant soll'n Sie uns künftig beweisen Ihr Herz von Stahl, Ihre Nerven von Eisen, Und dann soll'n Sie haben, Majestäts gebeut's, Ein Eisernes Kreuz!

A. Höher-Berlin.

„Fähnrich! Die fünfte Batterie

Verlor alle Offiziere. Befehligen Sie!

Ihre Pflicht heißt! Schießen! Schießen! Schießen!

Bis der Feinde Reihn in die Flucht sich ergießen!" — „Zu Befehl, Herr Major! Es hat keine Not, Ich sieg' oder sterbe Solöatentod,!"

Und der Fähnrich, fast noch eine Knabengestalt, Uebt wie ein Mann die Kommandogewalt:

Wöchentlicher Saatenstandsbericht.

Berlin, 21. Nov. Nachdem schon zu Ende der Woche eine Abkühlung eingetreten war, machte sich im Lause der Woche ein weiterer Temperaturrückgang bemerk­bar, nnd in den letzten Nächten herrschte im größten Teile des Landes gelinder Frost. Seit dem 16. gingen öre Regenfälle allmählich in Schneefälle über, doch herrschte in den letzten Tagen meist klares trockenes Wetter, soöaß die durch die Nässe unterbrochenen

Feldarbeiten wieder fortgesetzt werden konnten. Die Berichte über die Saaten lauten im allgemeinen recht befriedigend. Das bis Mitte November andauernde milde und feuchte Wetter war von günstigem Einflnß auf die Entwickelung. Die früh bestellten Saaten haben sich gut bestockt und kommen genügend kräftig in den Winter, auch die späten Saaten zeigen einen be­friedigenden Stand, während ein Teil des Weizens, namentlich der nach Rüben bestellte, erst im Aufgehen begriffen ist. Erfreulicherweise haben die reichlichen Niederschläge der letzten Zeit dazu beigetragen, die Mäuseplage zu vermindern. Mancheorts, namentlich, wo mit Gift energisch vorgegangen wurde, sind die kahl gefressenen Stellen zuletzt etwas nachgewachsen. Hoffentlich macht das eingetretene kalte Wetter jetzt auch den Schnecken ein Ende, die besonders in West- und Süddeutschland viel Schaden angerichtet haben. Man ist noch vielfach damit beschäftigt, die Felder für Frühjahrsbestellung in Stand zu setzen. Infolge Mangels an Gespannen und an Betriebsmaterial für die Dampf- und Motorpflüge gehen die Arbeiten zwar langsamer als in anderen Jahren vorwärts, so daß in großen Wirtschaften noch viel Rüben- und Kartoffel- land zu pflügen ist, doch dürften meist zwei Wochen offenen Wetters genügen, um den Rückstand einholeu zu können. Bemerkenswert ist, daß die Herbstweide vielfach bis in die letzte Zeit ausgenutzt und dadurch viel Winterfutter gespart werden konnte. Nunmehr ist das Vieh überall eingestellt.

Zur Herstellung des Güter­schuppens mit Abferti­gungsgebäude auf Bahnhof Alsfeld sollen nachstehende Arbeiten öffentlich verdungen werden:

Los 1: Erd-, Maurer- usw.

Arbeiten etwa 350 cbm Beton,etwa 325ebmZiegel- mauerwerk.

Los 2: Zimmerarbeiten etwa 85 cbm Bauholz.

Berdingungs - Unterlagen können von der unterzeich­neten Bauabteilung gegen bestellgeldfreie Einsendung von 2.0 Mk. bezogen und die Zeichnungen daselbst einge­sehen werden.

. Die Angebote sind ver­schlossen mit der Aufschrift: „Güterschuppen mit Abferti­gungsgebäude Alsfeld Los 1 bezw. 2" bis zum 4 De­zember 1914, vormittags 11 Uhr einzusenden.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Großh. Eisenb. Bau­abteilung Aisfeld.

: Amtliche Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

In Dinkelrode ist eine

relegraphenanftaltMAnsallmeldedienkt

und öffentlicher Fernsprechstelle in Wirksamkeit getreten.

Cassel, den 16. November 1914. Kaiserlich Ober-Postdirektion. * *

I.

Hersfeld, den 20. November 1914.

Wird veröffentlicht.

11685. Der Landrat.

v. Hedemann, Regierungs-Assessor.

Bekanntmachung

Zufolge Verfügung des Kriegsministeriums vom 13. November 1914 werden Feld Infanterie-Bataillone aufgestellt, behufs Angliederung an die im Felde stehenden Regimenter. Dieselben nehmen bis zum 25. November 1914 noch Freiwillige an, die nicht zu jung und nicht zu schwächlich sein dürfen. Meldung bei den die Bataillone aufstellenden Ersatz-Bataillonen und

Ers.-Batl. Jnf.-Regt. 83

Zur Herstellung des Em pfangSgebändes auf Bahn­hof Alsfeld sollen nach­stehende Arbeiten öffentlich verdungen werden: Los 4: Dachdeckerarbeiten, etwa 1400 qm Schiefer­deckung und etwa 80 qml Doppelpappdach.

Los 5: Klempnerarbeiten, etwa 150 Ilckm Dachrinne. Berdingungs - Unterlagen können von der unterzeich­neten Bauabteilung gegen bestellgeldfreie Einsendung von 1.0 Mk. bezogen und die Zeichnungen daselbst ein­gesehen werden.

Die Angebote sind ver­schlossen mit der Aufschrift: „Empfangsgebäude Alsfeld Los 4 bezw. 5" bis zum 7. Dezember 1914, vor- mittagSttUhr einzusenden.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Groß. Eisenbahn-Bau- abteilung Alsfeld.

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November

zwar:

Arolsen Eisenach Sondershausen Coburg Rudolstadt Hildburghausen

1914.

Königliches Bezirkskommando.

Wird veröffentlicht.

I. M. No. 4161.

*

*

Der Landrat.

von Hedemann, Reg.-Assessor.

immmMmlA«

«s* Sonntag, den 29. November 1914, ^e

abends 8 Uhr

in unserer Turnhalle

2.voiMerhaliungM

(Vaterländischer Abend).

Der Reinertrag ist für unsere Krieger Zur Herstellung des Stell-1 im Felde bestimmt.

Werkes Awt auf Bahnhof n D

Alsfeld sollen nachstehende Oas Prog^am^ zu 30 Pf. die Person berechtigt Arbeiten öffentlich verdungen 2um E,ntnlt werden:

Los 1: Erd-, Maurer- usw. Arbeiten

Los 2: Zimmerarbeiten Los 3: Dachdeckerarbeiten Los 4: Klempnerarbeiten.

Verdmgungs - Unterlagen können von der unterzeich­neten Bauabteilung gegen I bestellgeldfreie Einsendung von 0.80 Mk. bezogen und Die Zeichnung daselbst ein­gesehen werden.

Die Angebote sind ver­schlossen mit dex Aufschrift: „Stellwerk Awt Bahnhof Alsfeld" bis zum 8. Dc- zember 1914 vormittags 11 Uhr einzusenden.

Zuschlagsfrist 2 Wochen.

Großh. Eisenbahn Bau- abteilung Alsfeld.

Höhere Gaben werden mit Dank entgegengenommen.

^u recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein

Der Vorstand.

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Deutsche Schwestern!

Der in frivolster Weise unserer Nation ausgezwungene Kamps hat eine neue Zeit über uns gebracht. Unsere Männer vollbringen Taten, die das Staunen einer Welt herausfordern.

Können wir uns in unserem Tun ihnen würdig an die Seite stellen? Haben wir nicht Ursache, uns zu bemühen, daß wir in der Gesamtheit unserer Helden auf dem Felde und den Wogen der Ehre gleichwertiger werden? Ja! Wir müssen und wollen uns gemeinsam aufmachen, die deutsche Frau zu einer bedeutungsvolleren Hilfskraft im Kriege zu gestalten.

Können wir aus eure Bereitwilligkeit zu ernster Mitarbeit bei der Organisierung und der Ertüchtigung der deutschen Frau rechnen? Wollt ihr uns bekunden, daß wir alle uns bereiten sollten, um später auf den uns zukommenden verschiedenen Gebieten des Kriegszustandes, es unseren über alles braven Männern gleich zu tun? daß wir bestimmte von uns bisher unberührt gebliebene Aufgaben als einen freiwilligen Dienst fürs Vaterland mit Ernst und Eifer, aber auch mit dem unverrückbaren Gefühl einer übernommenen Pflicht in die Hand nehmen sollten?

Denkt ihr, Schwestern, so wie wir, alsdann bekundet dies heute durch ciue Tat,Lindem ihr uns eine Spende als sichtbaren Weihnachtsgruß für unsere un­vergleichlichen Kämpfer zu Lande und zu Wasser zugehen laßt! Ueber die Art der Gabe, ob Geld zur Beschaffung des Notwendigen oder Naturalien, habt ihr selbst zu entscheiden.

Der Bund für freiwilligen Vaterlandsdienst, Berlin W. 9, Potsdamerplatz, Bellevuestraße 21/22, Postscheckkonto Berlin 20879, hat sich bereit erklärt, unsere Gaben unter dem Vermerk „Weihnachtsgruß deutscher Frauen an unsere Helden" und auch schriftliche Zustimmungsäußerungen entgegenzunehmen.

Berlin, den 18. November 1914.

Frau von^Fischern. Frau Major Framm. Frau von der Groeben.

Frau von Kaphengst. Frau Geheime Kriegsrat Littmann.

Frau Dr. Carl Peters. Frau Stabarzt Rommeler,

Zmeigvemn vom Roten Kreuz.

All die Frauen und jungen Mädchen unserer Stadt, die sich beim Stricken von Strümpfen, Puls- und^Kniewärmern für unsere Truppen im Felde beteiligen wollen, werden gebeten, sich das hierzu erfor­derliche Garn bei Frau Pfarrer Gonnermann, Lullusstr. Nr. 1 abholen zu lassen.

Nur diese wollen wir!

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