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, Nr WM in Gälizlen für Me Oesterreich er sehr günstig.

9s* Wien, 22. November. (T.-U.) Nach privaten Nachrichten ans Galizien stehen die Dinge in Ostgali» zie« außerordentlich günstig. Die Rückzugsbewegungen der Rnssen in Galizien schreiten fort. 8

Ein englisches Urteil über die Lage in Rnssisch-Polen.

i »* Kopenhagen, 22. November. (T.-U.) Der mi- litärische Mitarbeiter derLondoner Morningpost" schreibt, daß Bie strategischen Stellungen der Deutschen und ihrer Verbündete« in Russisch-Polen im ganzen vorteilhafter zu sein scheinen, als sie beim ersten Einfalle in Polen waren. Die Deutschen kämpfen jetzt nahe an ihrer Grenze und hätten keine besonderen Schwierig­keiten zn überwinden, während die Russen verwüstete Berbindnngslinien hinter sich hätten, die teilweise erst wieder hergestellt werden müßten. Dadurch würde es schwierig für sie, schwere Artillerie in die Feuerlinie zn bringen. Antzerdem seien die Russen von ihrem in Krakan und Galazien kämpfenden Heere weit getrennt Es sei klar, daß ein Verlnst der Schlacht südlich der Weichsel eine, schwierige Situation für die Russen her­vorbringen müsse.

«Fortschritte gegen die Serben.

Wien, 22. November. (WTB.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: Starke eigene Kräfte haben die Kolubara bereits überschritten, doch leistet der Gegner an mehreren gntgewählten befestigten Stellungen noch Widerstand. Die eigene Vorrückung wird durch aufgeweichten Boden und überschwemmte Wasser- länse im Gelände nnd durch Schnee stark verzögert, aber nicht aufgehalten. Eigene Nachrichtendetachements (große Patronillen) machten in den letzten Tagen wieder 2440 Gefangene. Die Gesamtzahl der während der Kämpfe seit dem 6. November gemachten Gefangenen be­trägt hiermit 13 000.

Die Serben geben ihre Niederlage bei Valjewo zn.

Einer aus Nisch eingetroffenen Meldung zufolge ge­stehen die offiziellen serbischen Kreise nunmehr ein, daß in der Schlacht von Valjewo vier vollständige serbische Regimenter, bestehend aus 8000 ans verschiedenen ser­bischen Regimentern stammenden Soldaten und 60 Offiziere in österreichische Gefangenschaft geraten sind.

Aus Nisch wird gemeldet, daß die Stadt von Flüchtlingen überfüllt ist, die Mühe haben, Unterkunft zu finden.

Revolutionäre Bewegung in Rntzland.

Die Petersburger Telegraphen-Agentur meldet: Im Oktober erhielt die Regierung Kenntnis von dem Plane, eine heimliche Konferenz von Abgeordneten der sozi­alistischen Organisationen zusammenzurufen zur Bera­tung von Maßnahmen, die auf den Zusammenbruch des russischen Staates und schnellere Verwirklichung der so­zialistisch-revolutionären Pläne abzielten. Die Konfe­renz fand in einem Hause an der Straße nach Wiborg, 12 Werst von Petersburg statt. Eine Polizeiabteilung traf am 17. November an dem Versammlungsort ein und fand dort elf Personen, darunter mehrere Dumamitglie­der, vor. Da die regiernngsfeindliche Absicht der Kon­ferenz antzer Zweifel stand, wurden die auf frischer Tat ertappten Teilnehmer der Versammlung nach einem Ver­hör verhaftet, außer den Dumamitgliedern, die auf freiem Fuße belassen wurden.

Aus Stockholm meldet der Draht: Infolge des Be- kanntwerdens der Lage auf dem östlichen Kriegsschau­platz durch eine Geheimausgabe des Petersburger sozial­demokratischen Organs haben auf dem Newskt Prospekt in Petersburg lärmende Kundgebungen stattgefunden.

Russischer Mißerfolg in den Karpathen.

Aus Budapest meldet dieFranks. Ztg.": Alle Versuche, russische Abteilungen von Galizien aus gegen die ungarische Karpathengrenze vorzuschieben, wnrden von unseren Truppen glänzend zurückgewiesen. Die Rnssen waren gezwungen, den Rückzug anzutrete«.

Die Befreiung der Bukowina.

Die Bukowina ist vollständig von den Rüsten ge­säubert. Nur in der Gegend von Mehalla und Boja stehen einige Kilometer von der Grenze etwa 2000 Russen. Fast täglich versuchen kleine Detachements gegen den Pruth vorzurücken. Sie werden jedoch von unseren Vorposten vertrieben. Am 18. und 19. No­vember versuchte eine russische Abteilung über Wiznitz von Nordwesten her in die Nähe von Czernowitz zu ge­langen, wurde jedoch an beiden Tagen unter großen Verlusten zurückgeworfen, worauf sich die Russen zur Armee nach Galizien schlugen. Czernowitz selbst ist in keiner Weise bedroht.

Aus dem türkischen Hauptquartier.

9s* Konstantinopel, 22. November. (WTB.) Mit­teilung des Großen Hauptquartiers. Unsere Streit­kräfte, die auf Batum marschieren, warfen die feind­lichen Truppen völlig auf das andere Ufer des Tschuruk. Diese Gegend steht vollkommen unter türkischer Mili­tärverwaltung. Unsere Truppen, die auf Artwin vor­rücken, haben diesen Ort besetzt. Nach Nachrichten über den Kampf am Schattel Arab ist festgestellt, daß die Eng­länder 750 Tote und ungefähr 1000 Verwundete haben.

9s* Konstautinopel, 22. November. (WTB.) Gro­ßes Hanptqnartier. Mit Gottes Hilfe sind unsere Trup­pen am Suezkanal angelangt. In dem Kumpfe, der zwischen Katasa und Kerteba, beide 30 Ktto- meter östlich vom Kanal, und bet.Komtara am Kanal selbst stattfand, sind der eng­lische Hauptmann Wilson, ein Leutnant und viele Sol­daten gefalle«. Sehr viel sind verwundet worden. Wtt haben ziemlich viel Gefangene gemacht. Die englischen Truppen haben sich in zügelloser Flucht surückgezogett. Englische Kamelreiter, die sich bei den Borposten befan­den und Gendarmen, die bisher in englischen Dienste« standen, haben sich uns ergeben.

fe* Konstanttnopel, 22. November. (WTB.) Gro­ßes Hanptqnartier. Infolge «nferes_«»EeS Af die russikcke» Ltreitkräkte, die im Tale des Raralflusses vor- rücken wollten, ergriffen die Rustett die Flucht unter sehr starken Verlusten. Wir haben drei Feldgeschütze

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w «o»,t-Mnw-l, W. N°°-Mb-^ ^ und rasche Vordringen der Türken in der persischen P vinz Aserbeidschan ruft große Bestürzung in den mffi- schen Kreisen in TLbris hervor.

Perfische Einfälle im Kankasusgebiet.

M,uÄÄ^Äw^ fe«»Ä |» tue Statthalterschaft soll durch ein Zivil- und MMtar^ gouvernement ersetzt werden,,ftir,das ^^^^rBlätter ' den Krieg mit der -rauf nt^ gefaßt ge-

Betas Nennenkampf genannt wird, beurteilen nach der »Franks. Ztg. Türkei pessimistisch, da Rußland Bar

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Der heilige Krieg in Marokko.

»"^Paris, 23. November. (T.-U.) Trotz aller offi. ziüseu Vertuschungsversuche kann die Tatsache nicht mehr geleugnet werden, daß die Ansstandsbewegung von Ma­rokko nach Südalgerien übergegriffen ist. Die Stämme, Bic das Onellgebtet des War el Khebiar beherrschen, haben den Heiligen Krieg gegen die Franzosen erklärt und den Versuch gemacht, die Eisenbahnlinie nach Budja abzusperren. Das französische befestigte Lager El Golea ist in die Hände der Aufständischen gefallen. Man glaubt, daß die Stämme der Hasst Domra«, der Hasst Berghawi und der Hasst Sirara sich der Ansstandsbewegung an- schließen werden. In Paris werden bereits Stimmen laut, die die Regierung beeinflussen wollen, die Spanier zvr Unterdrückung des Ansstandes in Marokko und Süd­algerien heranznziehen.

Die Kämpfe im Kaukasus.

Der türkischeTanin" schreibt: Im gegenwärtigen Augenblick sei die ottomanifdie Armee in eine zweite Schlacht gegen die russische Kaukasusarmee verwickelt. Die Schlacht findet im Arax-Tale statt. Obgleich dte Russen Verstärkungen empfingen, entwickelt sich der Gang der Schlacht sehr günstig für die Türken.Tanin" fügt hinzu, daß den Kämpfen, die auf dem äußersten rechten und linken Flügel stattfinden, nicht annähernd die Bedutung wie den Kämpfen im Tale von Arax innewohnt.

Sebastopol in Sorge.

Die WienerKorrespondenz Rundschau" meldet über Kopenhagen: Ein jetzt herausgekommener Befehl des Konteradmirals Burlai, des Stadthauptmanns von Sebastopol, beginnt mit folgenden Worten:Die Kriegs­ereignisse entwickeln sich derart rasch und unerwartet, daß das Erscheinen des Feindes nnd ein Bombardement der Stadt jeden Augenblick z« gewärtigen sind."

Guter Gesundheitsstand unserer Westtruppen.

ImWürttembergischen Staatsanzeiger" veröffent- licht der Generalarzt Dr. v. Scheurlen, der znrzeit in der Gegend von Ypern im Felde steht, einen interessan­ten Artikel über den Gesundheitszustand im deutschen Heere. Es wird darin unter anderem hervorgehoben, daß der Gesundheitszustand der mobilen Truppen an- danernd ein ganz ansgezeichueter ist. Der Krankenstand des württembergischen Armeekorps sei während des ganzen Feldzuges so niedrig gewesen, daß er den durch­schnittlichen Krankenstand der Garnisonen nie über­schritten hat und meist wesentlich unter dem Durchschnitt der Erkrankungen in den Garnisonen geblieben ist. In diese günstigen Verhältnisse hat nur im Mouat Sep­tember eine Durchfallsepidemie eine kurze Aenderung gebracht. Bei dem Regenwetter, welches Mitte Sep­tember sich einstellte, mußten die Truppen Tag unb Nacht in den Schützengräben liegen, und dabei verbreitete sich die Durchfallepidemie über das ganze Armeekorps. Diese Epidemie, die jedoch keinen gefährlichen Charakter annahm, ist Ende September wieder erloschen. Die ge- fürchtete Kriegskrankheit, der Typhus, sei dank der ge- korps nur in ganz vereinzelten Fällen aufgetreten. Die- troffenen Maßnahmen im württembergischen Armee­korps nur in ganz vereinzelten Fällen aufgetreten. Die­ses Ergebnis der gesundheitlichen Fürsorge für unsere Truppen sei um so erfreulicher, als unsere Truppen in Gegenden sümpfen, deren hygienische Verhältnisse Her unter denen des Heimatlandes stehen.

Die Neutralen.

Der amerikanisch-türkische Zwischenfall beigelegt.

Das Reutersche Bureau meldet: Die Surfet hat frei­willig eine Erklärung über den Vorfall in Smyrna ab­gegeben. Die amtlichen Kreise in Waihington halten diese, Erklärung für befriedigend. Der Kapitän der Tennessee" meldet, daß die Beschießung der Schaluppe Tennessee in Smyrna kein feindlicher Akt war.

Wachsende Spannung zwischen Amerika und Japan.

Die offizielle Petersburger Telegraphen-Agentur meldet aus Tokio: Die japanische, Presse ber chtet aus den Vereinigten Staaten über eine bedrohliche Aus­dehnung der japanfeindlichen Stimmung.

Kleine Kriegsnachrichten.

Das Befinden des Prinzen August Wilhelm ist be- frieRgend- ^ ^ Blissingen untergebrachten belgischen Flüchtlingen ist Typhus ausgebrochen. ,

* Der griechische Marineminister ist von ichtem Amte

surückgetreten.Maasbode" meldet aus. Dom- burg: Gestern wurden in der Nähe der Stadt vier an- suirlte Minen mit Dynamit gesprengt. Die Exployou sp so^waltim daßein Haus in der Stadt schwer be-

igt, an mehreren anderen, darunter am Haus des

war

schädigt, an mehreren anderen, Darunter um wu» w« Bürgermeisters, die Fenster zertrümmert ninrden.

Daily Mail" erfährt: Das Kriegvamt beabsichtigt eine "neue Form von Pfeile« für Flugzeuge einzmuhrcu.

neue Pfeil soll viel gefährlicher icin, als die bisher benutzten, er soll and) imstande sein, das Dach eine^ ^am- «rabMs ^burchvo^r^ öer LondorterTi- mes" berichtete, das englische Parlament werde sich wahrscheinlich am Donnerstag bis gegen Ende Januar 1915 vertagen.

Kkiessallerlel

Keine Mißhelligkeiten zwischen der deutschen und österreichischen Heeresleitung.

>* Berlin, 23. November. (WTB.) Auf die Bitte des L 'A ", dem in der auswärtigen Preise verbreiteten Kierücht über Mißhelligkeiten zwischen der deutschen und österreichischen Heeresleitung entgegen ^u treten, m!>dw der österreichisch-ungarische Generalstaböchef von Söuendorf £ " ein Telegramm, in dem unter aus das äuheitliche Zusammenarbeiten -er ver- mlndet^ Heere anf den Schlachtfeldern diese Aeuße­rungen als lächerlich und böswillig bezeichnet werden.

Die deutsche Besatzung von Tsingtan wird nach

Japau gebracht. _ ,

te* London, 23. November. t ÄTB.) Das Reuter- erfäfirt daü General Gamto zum Generalgouver, S von Tsingtau ernannt worden ist. Die ungefähr 3000 Mann starke Besatzung wird nach dem Konzentra­ttonslager in Japan gebracht

Eine neue Krupp-SNftung.

Essen, 23. November. (T.-U.) Herr von Krupp und Frau haben für die verschiedenen Zwecke des Kriegs- Nebesdimstes eine weitere Million zur Verfügung ge-

mng wird nach dem Kouzeutra-

Die Reichstagssitzung vom 2. Dezember.

Auf der jetzt ausgegebenen Tagesordnung der auf den 2. Dezember nachmittags 4 Uhr ^gesetzten Plenar- fifinnct des Reichstags steht nur folgender Punkt:Erste ! eventuell zweite Beratung des Entwurfs eines Ge­setzes betreffend eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushaltetat für das Rechnungsjahr 1914."

Nachtraasetat soll erst in einigen Tagen zur 93er* ttilung gelarrgen. Nach den bisherigen Ankündigungen

Handelt es sich um eine Bewilligung von weiteren fünf Milliarden Mark.

Vergeblicher russischer Pnmpversnch in London.

Aus Londoner Bankkreisen verlautet, daß die russi­sche Regierung die Emission von sechsprozentigen Schatz- bons in Höhe von 500 Millionen Rubel mit einjähriger Laufrist angeblich zu 94 Prozent in England unterzn- bringen suchte, daß aber die englische Regierung Ein­spruch erhob wegen der noch vor sich gehenden Zeichnung englischer Bankkreise auf die englische Kriegsanleihe.

Verschwundene Liebesgaben.

Alts Augsburg wird gemeldet: In der Magistrats- sitzung wurde bekmmtgegebeu, daß eine große Sendung Augsburger Liebesgaben für das 3. Bayerische Laud- weyrittfattterieregiment 49 Kisten im Werte von 10 000 Mark vor fünf Wochen ansgegeben, auf dem Trans­port spurlos verschwunden ist. Alle Reklamationen sind bisher erfolglos geblieben.

Die angeschwemmten Minen sind durchweg englische.

Halbamtlich wird aus dem Haag mitgeteilt, die ein« geleitete Untersuchung hat ergeben, daß die bisher an- geschwemmten Minen, ungefähr 100 an der Zahl ein­schließlich derjenigen, die das Unglück bet Westeapelle verursacht hat, durchgehend englische sind mtö sich darun­ter keine einzige dentsche befindet.

Wieder eine Verdächtigung Deutschlands.

Die Times melden aus Blissingen: Ein holländisches Torpedoboot beschlagnahmte in holländischen Gewässern einen Fischdamfer, der die deutsche Flagge führte und des Minenlegens verdächtig war. (Notiz des W. T. B. Nach Erkundigung an unterrichteter Stelle in Amsterdam ist dort von dem Vorfall nichts bekannt.)

Das Teeausfnhrverbot für Indien.

Wie dieTimes" aus Kalkutta berichten, herrscht dort große Entrüstung darüber, daß die englische Re­gierung die Ausfuhr von Tee aus Indien verboten hat, da gerade der Anbau und vor allem der Handel mit Tee unzählige Hände beschäftigt hat.

Pfarrer als Kriegshelden.

Was für eine große Zahl evangelischer Pfarrer und Theologiestudierender unter den württembergischen Truppen kämpfen, geht daraus hervor, daß die Zahl der Gefallenen mehr als 40 beträgt und eine beträchtliche An­zahl schon mit dem EiserneuKrenz ausgezeichnet worden ist. Nach Aussagen eines Generals befinden sich gegen­wärtig im Argonnenwald einePfarrerkompagnie", deren Führer unB sämtliche Offiziere Pfarrer und Vi­kare sind..

Kälte und Kohlenmangel in Paris.

DemCorriere della Sera" wird aus Parts tele­graphiert, dort sei schreckliche Kälte eingetreten. Das Thermometer zeigte plötzlich mehrere Grad unter Null. Ein Teil der Bevölkerung beginne jetzt die Unbequemlich- ketten des Krieges direkt zu fühlen. Kohlen seien knapp inW sehr teuer. Die Behörden tun ihr Möglichstes, um schnell neue Einkäufe zu machen, aber sie benennen große Schwierigkeiten, da der größte Teil der Kohlen bisher aus der Grubengegend bezogen wurBe, die jetzt von den Deutschen besetzt ist.

Die Grabstätten der deutschen Gefallenen.

Ein holländischer Kriegskorrespondent beschreibt, wie die Deutschen für ihre Toten sorgen. In musterhafter Weise habe die Beerdigung der gefallenen Soldaten nach den Gefechten rund um Charlervi und Dinant stattge- funden. Man sehe dort ausgedehnte Felder, auf denen zahlreiche Grabhügel nebeneinander liegen. Auf jeder dieser Erhöhungen stehe ein hölzernes Kreuz. Mit weiß- gefärbten Buchstaben sei angegeben, wieviel Tote da be­graben worden sind und welcher Rationalität und wel­chen Regimentern sie angehören. Außerdem sei jedes Grab mit einer Schicht von ungelöschtem Kalk bedeckt worden, was notwendig newefen sei, um Infektions­krankheiten zuvorzukommen, da man natürlich unmög­lich die Leichen habe in Särge legen können.

531 Philologen mit dem Eisernen Kreuz.

Die Zahl der vor dem Feind gefallenen Angehöri­gen des höheren Lehrfaches beträgt nach der bis zum 18. November reichenden Zusammmenstellung des Deutschen Philologenblattes nunmehr schon 400. Das Eiserne Kreuz haben 531 Philologen erhalten.

Verhaftung eines Feldpostränbers.

Einer jener gewissenosen Menschen, die sich nicht scheuen, die für unsere Krieger bestimmten Pakete und Briefe ihres Inhalts zu berauben, ist im Schöneberger Hauptpostamt festgenommen worden. Nach Ausbrnch des Krieges hatte die Hauptpostdirektion Schöneberg zur Aushilfe einen gewissen Alexander von Macziewicz ein­gestellt. M., der mit dem Sortieren der Sendungen be­traut war, öffnete sogar im Postgebäude selbst, so oft er sich unbeobachtet glaubte, Pakete und beraubte sie ihres Inhalts, wobei er es namentlich auf Schokolade, Zigar­ren, Zigaretten usw. abgesehen hatte. Außerdem aber nahm er Briefe, von denen er vermutete, daß sie Papier­geld enthielten, mit in seine Wohnung. Dieser Umstand führte später zu seiner Entdeckung. Der Dieb wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Vermischtes.

Der Berliner Stadtschulrat Geh. Oberregierungs- rat Dr. Michaelis ist an den Folgen einer Blind­darmentzündung verstorben. Nicht nur in städtischen Kreisen, sondern auch in der Bürgerschaft löst der Hetm- gang dieses um das höhere, sowie um das Fach- und Fortbildungsschulwesen Berlins hochverdienten Mannes herzliche und aufrichtige Trauer aus.

Ermordung eines jungen Mädchens. In dem Vor­ort Buchholz bei Hannover wurde die 16% Jahre alte Tochter des Gärtners Pietschmann von dem 24 Jahre alten Gärtnergehilfen Regener ermordet, indem er ihr die Kehle durchschnitt. Der Täter war bei dem Vater des Mädchens in Stellung. Er ist nach vollbrachter Tat geflüchtet und wurde später in der Eilenriede erhängt aufgefunden.

Trockenlegnna der Zuidersee? In eingeweihten holländischen Kreisen verlautet, daß die niederländische Regierung dem Parlament einen Plan vorlegen wird, der die Trockenlegung der Zuidersee bezweckt. Man ver­spricht sich von dieser Maßnahme einen großen Gewinn für die Volkswirtschaft der Niederlande.

ßandel und Verkehr»

Fulda, 23. November. Auf dem letzten Schweine­markt waren 165 Ferkel aufgetrieben. Durchschnitts­preis 8 Mark.

Gaffel, 21., November. Heu 7,00 JL. bis 8,50 ^ Stroh 3,50 VZ bis 5 y/., per 100 Kilogramm.

Der Erfolg der österreichischen Kriegsanleihe. Die Wiener Blätter beziffern den Betrag der in der ersten Woche erfolgten Zeichnungen auf die österreichische Kriegsanleihe auf 1,2 Milliarden. Sie stellt fest, daß die Zeichnungen auf die ungarische Kriegöanleihe gleichfalls ein außerordentlich gutes Ergebnis gehabt hat, und daß in beiden Reichshälften die Zeichnungen schon jetzt den erwarteten Erfolg übersteigen.