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Unsere jungen Kriegrsreiwilligen.

Mit Stolz und Freude haben wir Deutschen er­leben dürfen, wie seit Ausbruch des Krieges die Jugend unseres Volkes, und nicht nur die Jugend sich zu den Waffen drängte, um freiwillig mitzustreiten in dem heiligen Kampf um des Vaterlands Freiheit und Größe. Mit schrankenloser Bewunderung wie auf unsere Einigkeit sah das neutrale Ausland auf diese Scharen begeisterter Kriegsfreiwilliger, und mit blassem Neid und kaum verhehltem Bangen hörten unsere mrt waffenfähiger und vor allem waffenfreudiger Mann­schaft weit weniger gesegneten Feinde von den Hundert­tausenden, die in Deutschland freiwillig sich zu Soldaten heranbilden ließen.

Die Ausbildung dieser ersten Kriegsfreiwilligen ist längst vorüber. Freudigen Mutes zogen sie den kämpfenden Heeren nach, und unsere kühnsten Hoff­nungen auf ihre sieghafte Tapferkeit, unsere besten Wünsche für ihre ruhmreiche Heimkehr begleiteten sie.

Da kam etwas Ungeahntes, Häßliches, das sich bald wie ein böser Alp schwer auf unsere Seelen legte. Erst leise und flüsternd, dann laut und zudringlich erhoben sich Stimmen, die da wissen wollten, daß unsere jungen Kriegsfreiwilligen dort draußen vor dem Feinde sich nicht bewährt hätten. Im blutigen Ernst der Schlacht hätten sie all ihren Stolz verloren, nach Vater und Mutter gejammert, seien davonge- laufen und durch nichts mehr vorwärts zu bringen gewesen. Ja, einer unserer volkstümlichsten Führer sollte mit einem derben Schimpfwort auf weitere Hilfstruppen dieser Art verzichtet haben.

Ungern und zögernd bequemten sich manche dazu,

solche beschämende Mär zu glauben. Wahrhaft deutsche Männer von Stolz und Volksbewußtsein erklärten je­doch, das alles sei bei deutschen Jünglingen, bei deutschenKkiegsfreiwilligen unmöglich, undjedeweitere Behauptung von feigem Verhalten deutscher Soldaten sei eine dreiste Beschimpfung deutschen Volkstums, für die man jene gedankenlosen Schwätzer, jene ge­wissenlosen Flaumacher zur Rechenschaft ziehen müsse.

Sie haben Recht behalten die treuen Verfechter deutschen Mannesmuts! Es konnte ja auch nicht anders sein! Die Tatsachen, die bald vom Kriegsschau­platz bekannt wurden, haben aufs allerdeutlichste be­wiesen, daß auch unsre jungen und jüngsten Krieger es den altgedienten Soldaten an Tapferkeit, Opfer­sinn und Heldenmut gleichtun.

Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem GesängeDeutschland, Deutschland über alles" gegen die erste Linie der feindlichen Stellung vor und nahmen sie. Etwa 2000 Mann französischer Linieninfanterie wurden gefangen und 6 Maschinen­gewehre erbeutet." So hieß es in dem amtlichen Kampfbericht der Obersten Heeresleitung vom 11. Nov.

Der Großherzog von Baden erhielt folgendes Telegramm:Eurer Königlichen Hoheit melde ich untertänigst, daß die dem. . . Korps angehörenden badischen Truppen . . . (Neuformationen) sich in den blutigen Kämpfen vom 20. Oktober bis zum heutigen Tage besonders brav geschlagen, mit Mut und Ent­schlossenheit starke feindliche Kräfte zurückgeworfen und feindlichen Gegenstößen in 14tägigen Kämpfen stand- gehalten haben. Der Kommandierende General . . . ."

Auch aus Feldpostbriefe« wird bekannt, daß unsere jungen Freiwilligen wahrlich ihren Mann stehen.

So heißt es in einem demBadischen Landesbesten" zur Verfügung gestellten Feldpostbrief:. . . . In der Gefahr kommt doch der wahre Mensch zum Vor­schein, und wo sie ständig ist wie hier, versinkt schließ­lichdas Gemeine". Seitdem wir erst unseren Nach­schub von Freiwilligen haben, überwiegt immer der edlere Teil: der Geist unserer Truppen ist ein besserer durch sie geworden. Es sind wirklich Prachtkerls unter ihnen, trotz ihrer Jugend. Wir haben 17jährige, die für jede Patrouille zu haben sind."

Selbst der Feind erkennt den Mannesmut unsrer jungen Kriegsfreiwilligen an, gewiß der einwand- freieste Beweis für ihre volle Leistungsfähigkeit. Der Daily Telegraph" schreibt über eine Schlacht u. a.: Gemacht wurden 8 getrennte Bajonettangriffe, alle mit großem Mute und ausgeführt durch Truppen, die, wie wir seitdem überraschenderweise feststellten, erst vor acht Tagen angekommen waren. Unter ihnen befanden sich bartlose Jünglinge von 1718 Jahren.

Es bedarf keines weiteren Beweises, wenn es überhaupt je eines Beweises bedurft hätte. Die deutsche Luft ist endgültig von häßlichen Lügengiften gereinigt. Wir können stolz sein auf Deutschlands Jugend und damit auf Deutschlands Zukunft. Ver­gangenheit, Gegenwart und Zukunft schließen in dieser Jugend einen engen Ring nationaler Tüchtigkeit, ungebrochener Gesundheit und eines Heldentums, dessen innere und äußere Kraft nur mit den Wider­ständen wächst, und bäumte sich eine Welt von Feinden auf. Dieser Jugend wird die Zukunft gehören!

Bekanntmachung.

Im Wege der Zwangs­vollstreckung sollen zu Hers- seld am 20. November 1914 nachmittags 3 Uhr folgende Gegenstände als:

1 Bandsäge, 1 Schreib sekretär, ein Tisch, ein Kleiderschrank und noch andere Sachen

öffentlich meistbietend gegen gleich Barzahlung versteigert werden.

Zusammenkunft der Kauf­liebhaber in der Wirtschaft Zur Lullusquelle".

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Amtliche Bekanntmachungen

Hersfeld, den 16. November 1914.

Diejenigen Herrn Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises, welche meine Verfügung vom 5. Oktober ds. Js. I. A. Nr. 6939, betreffend: Bildung eines Zweck­verbandes für die Ortskrankenkasse des Kreises Hersfeld nach den Vorschriften des Gesetzes vom 19. Juli 1911,

nod). nicht erledigt haben, werden hieran mit Frist zum 28. November er. erinnert.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

I. A. Nr. 6939 II. I. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

bis

Nach Mitteilung des Kaiserlichen Kommissars und Militärinspekteurs der freiwilligen Krankenpflege ist die Zufuhr von Liebesgaben, die zeitweilig aus militärischen Gründen unterbunden war, freigegeben. Unser tapferes Heer im Felde, unsere Verwundeten und Erkrankten in den Lazaretten werden endlich das erhalten, was treue Liebe in der Heimat für sie geschaffen und bereitet hat.

Millionen von Kriegern sind es, die sich in die Gaben teilen müssen. Sorgen wir, daß der Strom der freiwilligen Gaben nicht versiegt, daß er vielmehr in immer stärkerem Maße anschwillt, um dem wachsenden Bedarf genügen zu können. Nur durch die größte Opfer­willigkeit, nur durch selbstlose Hingabe von Geld und Gut kann die Heimat ihren heldenmütigen Söhnen sich dankbar zeigen.

Die an allen Orten bestehenden Sammelstellen sammeln die Gaben und senden sie möglichst sortiert an die am Sitz jeden Generalkommandos eingerichteten Abnahmestellen I und II. Die Abnahmestellen I emp­fangen die Liebesgaben für Verwundete und Kranke, die Abnahmestellen II für die Angehörigen des Feldheeres. Die Abnahmestellen befinden sich in Cassel (11 Ar­meekorps)

Bei der Sammelstelle von Liebesgaben für das Gardekorps gingen noch ein: Friedrich Heim Hersfeld 3 Mk. Gemeinde Hilmes 10 Mk. Samm­lung in der Gemeinde Hillartshausen 50 Mk. Herr Pfarrer Dehnhardt Mecklar 5 Paar Strümpfe, 3 Paar Kniewärmer, 10 Pakete Tabak, 1 Unterhose, 2 Normal­hemden. Carl und Jakob Henkel, Homberg, 2 Kopf­schützer, 2 Paar Pulswärmer, 6 Pakele Tabak, 4 Paar wollene Unterhosen. Ungenannt 1 Leibbinde. Guts­besitzer Scharf, Gerhardt u. Otto I, Lendorf Post Borken 6 Normalhemden, 4 Leibbinden, 2 Brustwärmer, 2 Kopfschützer, 2 Ohrenwärmer, 4 Pulswärmer 7 Paar Strümpfe. Buchbindermeister Heuckeroth, Hersfeld 500 Feldpostkarten. Sammlung durch Lehrer Eckhardt Wölferode 10 Paar Strümpfe, 6 Paar Kniewärmer, 6 Paar Pulswärmer mit Handschuhen. Gemeinde Combeth 24 Hemden, 11 Paar Unterhosen, 36 Paar Strümpfe, 20 Paar Pulswärmer, 1 Leibbinde.

Bo» Berlin ging folgendes Dankschreiben ein:

Euer Hochwohlgeboren verfehle ich nicht für die werktätige Unterstützung des Liebesgabenunternehmens für die Garde wärmsten Dank auszusprechen, den ich auch bitte, den freundlichen Spendern zu übermitteln. Die Zuführung von Paketen an einzelne bestimmt e Empfänger wird sich kaum ermöglichen lassen.

gez. v. L o e w e n f e l d, General der Infanterie. Generaladjutant Seiner Majestät des Kaisers und Königs, stellvertr. kommandierender General des Gardekorps.

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Abnahmestelle II: Moritzstraße 29 ;

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Abnahmestelle I: Hohenzollernstraße 2 (Fürstenhof), Abnahmestelle II: Hedderichstraße 59.

Sendungen an diese Abnahmestellen, die auch unmittelbar erfolgen können, sind frachtfrei nach § 502 der Mil. Tr. Ordnung. Von den Abnahmestellen aus gehen die Gaben sortiert an die Depots der freiwilligen Krankenpflege in den Sammelstationen und von hier aus erfolgt die Beförderung in die Front.

Alle Vereine vom Roten Kreuz und sonstigen Stellen, die sich mit der Sammlung von Liebesgaben befassen, werden dringend gebeten, sich dieser Organisation anzugliedern. Der Kaiserliche Kommissar im großen Hauptquartier hat ausdrücklich gewarnt vor der unge­regelten Zuleitung von Liebesgaben an örtlich bevor­zugte Truppenteile, die mehr und mehr einzureißen drohe. Bei der starken Belastung der Etappenstraßen besteht die Gefahr, daß solche Zufuhren den Verkehr empfindlich stören und dadurch die Heranbringung wichtiger Gegen­stände in die Front erschweren.

Cassel, den 5. Oktober 1914.

Der Territorialdelegierte der freiwilligen Krankenpflege, gez. H e n g st e n b e r g.

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