Die Erfolge der türkischen Aolte im Schwarzen Meer.
WeitereFortschritteimWesten.1500GefangenebeiVailly. Heldentat einesdeutschenUnterseebootes.OesterreichischerSiegüberdieRussen.
Aus dem großen Hauptquartier j
og* Großes Hauptquartier, 31. Oktober, vormittags. '(Mitteilung der obersten Heeresleitung.) Unsere Armee in Belgien nahm gestern Ramscapelle und Bixscote. Der Angriff bei Apres schreitet gleichfalls fort. Sand- voorde, Schloß Hollebeke und Wambewe wurden gestürmt. Auch weiter südlich gewannen wir Boden.
Oestlich von Soistons wurde der Gegner gleichfalls angegriffen nnd im Laufe des Tages aus mehreren stark verschanzten Stellen nördlich von Bailly vertrieben. Am Nachmittag wurde dann Bailly gestürmt und -er Feind unter schweren Verlusten über die Aisne zurück- geworfen. Wir machten 1000 Gefangene und erbeuteten zwei Maschinengewehre.
Im Argonnerwald sowie östlich von Berdun und nördlich von Tonl brachen wiederholte feindliche Angriffe unter schweren Verlusten für die Franzosen zusammen.
Der Kampf auf dem nordöstlichen Kriegsschauplätze hat noch nicht zu einer Entscheidung geführt.
Westlich von Warschan folgen die Russen langsam
unseren sich neu gruppierenden Kräften.
(WTB.)
es* Berlin, Großes Hauptquartier, 1. November, vormittags. Amtlich. (WTB.) In Belgien werben die Operationen -urch Ueberschwemmungen erschwert, die vom Aserkanal durch die Zerstörung -er Schleusen bei Nienport herbeigeführt sind. Auch die westlich Lille kämpfenden Truppen sind vorwärts gekommen. Die Zahl -er bei Bailly gemachten Gefangenen erhöht sich auf 1500.
Bei Apres sind unsere Truppen weiter vorgedrungen. Es wurden mindestens 600 Gefangene gemacht und einige Geschütze -er Englän-er erbeutet.
In -er Gegend von Berdnn nnd Tonl fanden nur kleine Kämpfe statt.
Im Nordosten standen unsere Truppen auch gestern noch in unentschiedenem Kampfe mit den Rüsten.
Die Erfolge der türkischen Flotte.
fe* Konstautinopel, 31. Oktober. Der türkische Panzerkreuzer „Sultan Jawus Selim" hat ein russisches, mit 300 Minen beladenes Schiff versenkt nnd einen Kohlentransport sowie ein russisches Kanonenboot schwer beschädigt. Außerdem hat er Sebastopol mit Erfolg beschossen. Der türkische Kreuzer „Midielli" hat in Narnski Petroleum- und Getreidelager zerstört und 14 Transportschiffe versenkt. Ein türkischer Torpedobootszerstörer hat in Noworossijsk die funkentelegraphische Station zerstört. Ein anderes hat ein russisches Ka- nouenboot versenkt. Ein drittes hat ein anderes Schiff der gleichen Gattung beschädigt. In Odessa sind die Petroleumreservoire und fünf russische Schiffe beschädigt worden. Der türkische Kreuzer „Hamidje" hat Feodosia beschossen und in Kertsch ein Transportschiff versenkt.
Das Bombardement auf Odesta.
Ronn 1. November. (T. U.) ‘ Nach einer Buka- rester Depesche erfolgte der türkische Flottenangriff gegen Odessa Mittwoch nacht. Die türkische Flotte erschien vor Odesta, um den Panzerkreuzer „Sinope" und den Stationär „Donetz" zu zerstören. Bet dem Bombardement wnrden viele Personen getötet. Vom Geschützdonner erwachte die Bevölkerung und wurde von großer Panik erfatzt. Die Beschießung der Stadt danerte eine Stunde. Die Flotte dampfte vom Nebel begünstigt, unbehelligt wieder ab.
Die Türkei stellt den russischen, englischen nnd französischen Botschaftern die Pässe zu.
es* Konstautinopel, 1. November. (WTB.) Den Botschaftern Rutzlands, Englands und Frankreichs wnrden die Pässe zngestellt. Der russische und der englische Botschafter reisen heute, der französische Botschafter morgen ab.
Die Türkei geht in Aegypten vor.
Nach einem in Athen umgehenden Gerücht haben die Türken 3000 Beduinen auf ägyptisches Gebiet ge- worfen. Der Sultan hat, nach dem „B. L.-A.", an sämtliche Machte eine Note gerichtet, worin er dagegen
5m ferne« Osten.
Roman von O. Elster.
12) (Nachdruck verboten.)
„Ja, unsere Wege sind auseinandergegangen. Aber in solchen schweren Stunden fühlt man doch, daß man sich einst nahegestanden hat. Meine Frau läßt Sie auch vielmals herzlichst grüßen und Ihnen ihr innigstes Beileid aussprechen."
„Vielen Dank, Onkel Erichsen . . ."
„Auch der Heinz läßt grüßen ..."
Schmerzlich zuckte es durch Ellens Herz. Eine leichte Röte stieg ihr in die blassen Wangen.
„Ich danke Ihnen," entgegnete sie leise. „Wo ist Heinz jetzt?"
_. ^^nt einjährig in der Marine — er hat sich ^"uvilllg zum Dienst auf einem Schiff gemeldet, das seht, wo es ja böse aussieht. Wer weiß, ob Nicht ein Krieg bevorsteht . . ."
nnnS^Ä Augenblick setzte die Musik mit einem ein, und langsam kam der
Zug der Leidtragenden in Bewegung.
„Leben Sie wohl, Ellen. . saate der ^onn»« Ä$S Beileid -
bend das Haupt, dann ging sie zu ihrer Mutter k^ Storem^ E verbarg aufschluchzend das'Gesicht
Diese faltete die Hände auf dem Lauvt ibres Kindes, lehnte den Kopf zurück und schloß MAugen Me vermochte nicht mehr zu weinen, zu viel der schn erzli- ?«g°HE »E «= in tiefen furWmeit T-gmschm
S« l°A» «i Seiten grauen in tiefem erweisen
Einspruch erhebt, daß Sie englische Okkupationsarmee ihn in Aegypten in -er Ausübung seiner Sonveränitäts- rechte hindere. Auf Grund dieses Protestes wird der Khedive England anffordern, -ie englische Regierungs- tätigkeit in Aegypten einznstellen.
England soll inzwischen Aegypten schon annektiert haben.
Jw „Amsterdamer Courant" wird, wie die „Neu- strelitzer Landeszeitnng" erfährt, eine Meldung veröffentlicht, nach der der englische Ministerrat in aller Form die Annektierung Aegyptens als englische Kolonie beschlossen habe. Sofort nach Wiederzusammentritt des Parlaments werde eine Proklamation über die englische Souveränität in Aegypten erfolgen.
Wie es zum Kriege kam.
Die Wiener Korrespondenz „Rundschau" meldet aus Konstantinopel, daß der russische Botschafter dort vor vier Tagen eine Note überreicht habe, in der die sofortige Oeffnnng der Dardanellen und Aufklärung über die Maßnahmen der Türkei gefordert worden sei. Die Pforte habe die Note zurückgewiesen und daraufhin sei die russische Schwarze-Meer-Flotte in Kriegsstärke ans Sewastopol ansgelanfen. Der Dragoman des russischen Konsulats in Konstantinovel sei unter Spionageverdacht von den türkischen Behörden verhaftet worden.
Die Lage in Süd-Rußland.
Die Wiener Korrespondenz „Rundschan" verbreitet folgende Konstantinopeler Information: Die Lage im Kaukasus hat eine ernste Zuspitzung erfahren. Es besteht eine ernste Gärung unter den Mohammedanern gegen Rußland. In Tiflis komme es fortwährend zu Zusammenstößen der Bevölkerung mit dem Militär. Ein verheerender Brand habe die schönsten Gebäude der Stadt eingeäschert. Die Behörde behauptet, er sei von Revolutionären angelegt worden. Man habe auch den Plan eines Anschlags gegen den Statthalter aufgedeckt, dessen Rücktritt bevorstehe. Die russische Presse beurteilt die Lage als sehr ernst. In Odessa soll eine geheime Verhandlung gegen 70 revolutionäre Leute von der Schwarzen Meer-Flotte eröffnet worden sein.
Kundgebungen in Konstantinopel gegen den Dreiverband.
Die Nachricht von dem türkischen Seesiege über die russische Flotte löste in Konstantinopel riesige Begeisterung aus. Es kam dabei zu großen Straßenkundge- bungen, wobei eine Volksmasse auch das Wappen von dem russischen Konsulatsgebäude entfernte. Schon in den letzten Tagen haben die Russen, Engländer und Franzosen fluchtartig die türkische Hauptstadt verlassen, woraus man schlicht, daß sie von jener russischen Herausforderung an die Türkei, die dem Fasse endlich den Boden ausschlagen sollte, Wind bekommen hatten. Der russische Botschafter sandte seine Familie heim, nur der französische äußerte sich optimistisch für die weitere Entwicklung der Dinge. Besonders großartig gestalteten sich die Stratzenknnögebungen der Bevölkerung für Deutschland und Oesterreich-Ungarn.
Die Haltung der Balkanstaaten.
Griechenland hält am Frieden fest.
■es* Athen, 2. November. (WTB.) Die Blätter erklären, Griechenland halte nach wie vor am Frieden fest. Der Friede hänge nach wie vor von Bnlgarien ab.
Bulgarien und -er rustisch-türkische Konflikt.
^ Sofia, 1. November. (T. U.) Der Ausbrnch -er russisch-türkischen Feindseligkeiten hat hier wie ein Donnerschlag aus heiterem Himmel gewirkt. Der Ministerpräsident ließ die anberaumte Sobranjesitzung anssetzen «nd beräumte einen Ministerrat an. Er teilte mit, daß sich Rußland im neuen Konflikt mit der loyalen Neutralität Bulgariens zufrieden gebe. Der Ministerrat beschloß in dem Sinne.
»-»- Sofia, 1. November. (T. U.) Das „Echo de Bulgare" schreibt: Die Beziehungen zwischen Bulgarien und der Türkei seien ganz ausgezeichnet. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre seien für beide Nationen eine heilsame Lehre gewesen.
es* Sofia, 1. November. (T. U.) Der Sekretär des Zaren der Bulgaren, Grekow, hat sich nach Konstan- tinopel begeben, wo er mit dem Großwesir Enver Pascha und Dschemal Pascha lange Besprechungen abhielt, denen man hier eine große politische Bedentnng beilegt.
Russische Beklemmungen.
0n russischen militärischen Kreisen sieht man nach ondoner „Evening News" die Türkei keineswegs als einen zu verachtenden Feind an. Die Türkei könne eine halbe Million ins Feld führen und außerdem eine Reserve von 300 000 Mann. Die Rsissen seien völlig
da, während draußen die Posaunentöne des Trauermarsches verklangen und die Wachskerzen einen schwelenden Dunst in dem schwarzen Gemach verbreiteten, der sich, mit dem Duft der Blumen vermischend, schwer auf Herz und Brust legte.
Aber die Gedanken der beiden Frauen weilten kaum noch bei dem Toten. Frau Melanie hatte bereits durch ihren Sohn einige Andeutungen über den schwierigen Stand der Firma erhalten, daß ihr Reichtum verschwunden, daß man genötigt sein werde, sich einzu- schränken, und neben dem Schmerz um den Toten lastete nun diese Sorge mit schwerem Gewicht auf ihrem Herzen. Sie vermochte den Gedanken nicht zu fassen, daß sie das bisherige sorgenlose, glänzende Leben nicht weiter führen könne; um das Geschäft hatte sie sich nie gekümmert, und so verstand sie nicht, wie dieser Zusammen- bruch so rasch hatte kommen können. Verzweifelnd stand sie vor der Frage, was nun aus ihr und Ellen werden sollte!
Und Ellen? — Die Begegnung mit dem alten Kapitän Erichsen hatte ihre Gedanken abgelenkt. Wenn sie sich nun ganz der schmerzlichen Erinnerung an den verstorbenen Vater hingeben wollte, so drängte sich doch stets der Gedanke an Heinz dazwischen, und im Innern ihres Herzens erzitternd fragte sie sich, ob sie wohl daran getan, die Liebe ihres Jugendfreundes so gering geachtet zu haben, daß sie sich mit Leutnant Fredersöorff verloben konnte. Wie ein ganz Fremder erschien ihr plötzlich ihr Verlobter; sie begriff es in dieser ernsten Stunde selbst nicht, wie sie seine Zärtlichkeiten hatte dulden, wie sie Freude an den Festlichkeiten, die ihre Verlobung feierten, hatte finden können. Fast verachtete sie sich selbst deshalb, und ein bitteres Gefühl erfüllte ihre Seele.
Der Trauermarsch war verklungen. Die Diener erschienen in dem Saal, um den Trauerprunk fortzu-
auf die Verteidigung der kaukasischen Gebiete vorbereitet. — „Pall Mall-Gazette" glaubt, daß das Vorgehen der Türken den ganzen Balkan in Flammen setzen
werde.
DieDeutschen an der belgischenNordseeküste
Aus Amsterdam wird dem „B. T." vom 31. Ok-
tober gemeldet:
Dem „Telegraaf" wird aus Sluis gemeldet: Die Kampflinie in Westflandern ist heute ungefähr die gleiche geblieben wie gestern, und hier verbreitete Gerüchte, daß die Deutschen hätten weichen müssen, sind falsch. Kortryk, Jseghem, Rousselaere und Thourout sind noch immer in deutschen Händen, während Ypern noch im Besitz der Verbündeten ist. Der Kampf rund um Ypern war besonders bet Plasschendale, Westroose- beke und Becelaere sehr hartnäckig. Deutsche Soldaten geben zu, daß es sehr schwierig ist, die Laufgräben und Verschanzungen der Verbündeten zu nehmen. Immerfort kommen lange Reihen Automobile mit Verwundeten vom Schlachtfelde; allein nach Jngelmunster kamen an einem Tage 3000 Verwundete. Die Deutschen haben zu militärischen Zwecken den Eisenbahnverkehr zwischen Kortryk und Rosselaere wiederhergestellt. Sie haben eigenes Personal, und auf verschiedenen Bahnhöfen sind deutsche Stationsvorsteher angestellt. Rousselaere lRoulers) hat durch das Bombardement sehr gelitten. Ungefähr 250 Häuser sind verbrannt. Auch im Dorfe Rumbeke, drei Kilometer von Rousselaere, ist viel Schaden angerichtet worden; aber die schöne Kirche mit ihrem gotischen Turm und das mittelalterliche Schloß sind unversehrt. Rumbeke hat eine Kriegssteuer von 50000 Francs zahlen müssen. Die Deutschen haben jetzt die Küste von Ostende bis Knocke vollständig mit Trnppen besetzt. In Heyst ist eine Mitteilung in drei Sprachen angeschlagen, die besagt, daß alle Wohnungen auf dem Seeüeich und anf den Straßen, die dahin fuhren, geräumt werden müssen. In Knocke wird der gleiche Befehl ausgegeben werden. t ~ r
In einer anderen Meldung an den „Telegraaf" aus Vlissingen wird gesagt, daß auch die Bewohner des Strandboulevards in Blankenberghe ihre Häuser verlassen müssen. Dem „Handelsblaö" wird aus -sluis gemeldet: In Ostende ist die Stimmung sehr trübselig und gedruckt. Niemand darf die Stadt verlassen. Den Bauern aus der Umgebung ist noch erlaubt, Waren auf den Markt zu bringen, aber nur unter dem Geleit ihres Bürgermeisters oder seines Bevollmächtigten. _ An- sammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Um 7 Uhr belgischer Zeit müssen alle Laden geschlossen sein. Am Freitag wurde eine Proklamation angeschlagen, in der gesagt wird, daß noch Personen sich in der Ktadt auibalten. die mit den Feinden des Deutschen
Stadt aufhalten, die mit den Feinden des Deutsch, Reiches in Verbindung stehen. Diese Personen werd mit Todesstrafe bedroht, und desgleichen diejenigen, die Kenntnis davon haben und es nicht anzeigen. Ihre Güter sollen konfisziert und ihre Häuser verbrannt werden. Der Stadt wird eine Kriegssteuer angedroht, wenn ein solches Benehmen entdeckt wird.
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Die Aussichten in Frankreich.
Einer Züricher Depesche der „Köln. Ztg." oUHdc erklärt der militärische Mitarbeiter des „Berner Buno bezüglich der Kämpfe in Nordfrankreich: Sem Ringen bei La Bastse sei größte Bedeutung znznmesten. Die Möglichkeit einer Ueberraschung an irgendeinem schwachen Punkt der ausgedehnten Front sei immer noch gegeben; jedenfalls bleibe die Kampflage auf der ganzen Front äußerst gespannt und erfordert beiderseitig andauernd frische Reserven, die -entscherseits durch Verschieben neuausgebildeter Formationen gewonnen würden, während die Verbündeten ans das Mittel der Hilfs- völker zurückgreifen müßten.
Das Asertal unter Wasser.
Nach englischer amtlicher Meldung haben die Belgier das Tal der unteren Äser unter Wasser gesetzt, sodaß dre Deutschen den Rückzug über den Fluß hätten antreten müssen. Am Donnerstag hätten die Deutschen kräftige Angriffe auf die Franzosen und Engländer nordösilcch und östlich Ypern unternommen. Der Korrespondent der „Central News" berichtet, die Deutschen versuchen bei La Bassee durch gewaltiges Kanonenfcner sich einen Weg durch die Linie der Verbündeten zu bahnen, und haben dadurch and) südwestlich vorrücken können.
Nach einer Depesche von „Politiken" auä Pari,-, schreibt der „Matin": Es sieht so aus, als ob die Deutschen nicht mehr einen direkten Vorstoß gegen Diinkir- chen und Calais versuchen, sondern statt dessen sich mck aller Kraft in Sie Linie Dixmuiden-Apern weilen wollen. Es heißt, daß die Deutschen hier einen Durchbruch vorbereiten. Sie wollen versuchen, die Verbiin-
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räumen. Die beiden einsamen Frauen erhoben sich, Hin sich in ihre Zimmer zurückzuziehen. Das Begräbnis war vorüber, dem Toten war sein Recht geworden, jetzt galt es, aufs neue sich mit den Lebenden abzufinden.
5.
Fred Dtesterweg, jetzt der alleinige Inhaber der Firma, saß vor dem Schreibtisch seines verstorbenen Vaters, umringt von großen, dickleibigen Geschäftsbüchern, und vor sich einen großen, doppelseitigen Bogen, der mit vielen, vielen Zahlen bedeckt war. Es war die Bilanz des Geschäftes, die Herr Menge, der erste Prokurist, ausgearbeitet und seinem Chef vorgelegt hatte.
Herr Menge, ein kleiner, hagerer Mann von etwa fünfzig Jahren, stand neben Fred, dem er einige Erläuterungen zu der Bilanz gab.
„Wenn wir unsere Ausstänöe in Ostasien einziehen können," sagte er, „ist es möglich, das Geschäft über Wasser zu halten. Sonst," setzte er mit einem Achselzucken hinzu, „müssen wir Konkurs anmelden."
Fred sah mit ernsten, prüfenden Augen auf die Berechnung. Sein blasses, scharfgeschnittenes, kluges Gesicht war noch um eine Nüance blasser geworden; sein graues Auge um einen Grad ernster, seine Lippen lagen fest geschlossen aufeinander; die feste, männliche Stirn war umwölkt.
„Können wir denn die Fabriken weiter arbeiten lassen?" fragte er nach einer Weile.
„Eine Zeitlang — ja," entgegnete der Prokurist. „Natürlich wenn wir den Betrieb sehr einschränken; wir können jetzt nur daran denken, den heimischen Markt zu versehen, der ostasiatische Export dürfte vorläufig fortfallen, bis sich die Dinge in Ostasien geklärt haben. wäre gut, wenn wir einen tüchtigen Mann nach drüben schicken könnten und einiges flüssige Kapital hätten."
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