Einzelbild herunterladen
 

Unsere Kriegsjugendwehren.

Es ist schon wiederholt über die auf behördliche Ver­anlassung erfolgte Bildung von Jungwehren zur militärischen Vorbereitung der Jugend während der Kriegszeit hingewiesen worden. Nicht emdringllch und häufig genug sann der Zweck und Art dieser vaterländischen Bestrebungen hervorgehoben werden. Millionen deutscher Krieger stehen im Felde, um die Aemde, die sich von allen Seiten zur Vernichtung Deutschlands, deutscher Kultur, deutschen Wohlstandes zusammengeschlossen haben, niederzuringen. Viele Hunderttausende stehen daheim in eifrigster mili­tärischer Ausbildung, beseelt von dem Verlangen, es den Kämpfern an siegreichen Taten bald gleichtun zu dürfen. Aber der Bedarf an Kräften ist ungeheuer. Auch unsere Jünglinge, die das sechzehnte Lebensjahr überschritten haben, aber noch nicht der Aushebung unterliegen, aus mancherlei Gründen auch vorläufig noch nicht als Freiwillige in das Heer oder die Kriegs­marine eintreten können, dürfen nicht zurückstehen.

Im militärischen Hills- und Arbeitsdienst können auch sie bereits dem bedrohtem Vaterlande die wert­vollsten Dienste leisten. Dafür und für ihren späteren Dienst in Heer und Flotte bedürfen sie einer be­sonderen, Kräfte und Fähigkeiten heranbildenden militärischen Vorbereitung. Diese zu gewähren ist das Ziel der neuen Jungwehren. In Scharen sind unsere begeisterten Jünglinge aller Kreise des Volkes herbeigeströmt. Mancher ist vielleicht noch zögernd zurückgeblieben, unvollkommen unterrichtet über Zweck und Ziel der Bewegung. Aber alle, alle sollen kommen. Die Uebungen sind durchaus freiwillig. Sie finden gewöhnlich an den freien Sonntag-Nach­mittagen statt. Die jungen Leute werden von ge­eigneten Führern in Geländekunde, Marschieren, Aus­schwärmen, Deckungfuchen, Schätzen von Zeit und Entfernung, Winkerdienst, kurz in allen Zweigen des künftigen Militärdienstes soweit vorbereitet, als es ohne Waffenführung schon möglich ist. Möge jeder Jüngling in seinem Freundeskreise alle Geeigneten für seine Jungwehrtruppe gewinnen. Mögen Eltern,

Vormünder, Lehrherrn und Prinzipale den ihrer Leitung unterstehenden jungen Leuten durch Ge­währung der nötigen Freizeit die Möglichkeit zur Teilnahme an den Uebungen geben. Sie tragen da­durch auch zu ihrem Teile zur Erreichung des hohen Zieles bei, daß wir Deutschen, sollen wir nicht unter­gehen in diesem großen Kriege, erreichen müssen; der Dank des Vaterlandes ist ihnen sicher.

Von einem jeden hier in Betracht kommenden Turner darf ich die Teilnahme an den Uebungen der Kriegsjugendwehr als selbstverständlich voraussetzen. Daneben wird sich ihnen gewiß noch genügend Zeit und Gelegenheit zum Turnen in ihren Vereinen bieten. Die Turnarbeit dürfen sie um ihrer selbst willen nicht vernachlässigen, und darf auch nicht ver­nachlässigt werden wegen unserer Zöglinge vom 14. Jahre ab.

Ich verweise auf die beiden Aufrufe des stellver­tretenden Kreisvertreters, Gymnasiallehrers Engel- Hardt, und unseres 1. Gauturuwarts Br. Köhler.

Fernau, Gauvertreter.

Cassel, den 8. Oktober 1914.

Um den Ersatz-Truppenteilen militärisch ausgebildete Mannschaften sofort nach Eintritt in ihr wehrpflichtiges Alter zuführen zu können, wird, zunächst für die Dauer des Krieges, im Korpsbereich eine

Militöroorbereitungsanltalt

nach Art der Unteroffiziervorschulen errichtet werden. Der Standort wird demnächst noch mitgeteilt.

In Betracht kommen für den Eintrit Freiwillige, die mindestens das 16. Lebensjahr vollendet haben, von denen nach ihrer Körperbeschaffenheit mit Sicherheit zu erwarten ist, daß sie mit vollendetem 17. Lebensjahre selddienstfähig sind und die ein soldatisch-einfaches ent­haltsames dienst- und arbeitserfülltes Leben auf sich nehmen wollen. Sie sollen in der Anstalt eine vor­wiegend militärische Ausbildung erhalten. Schulunterricht wird nur insoweit erteilt, als es militärisch notwendig erscheint. Besondere Schulvorkenntnisse werden nicht gefordert.

Die Freiwilligen rechnen nicht zu den Militär­personen des Reichsheeres, sind den Militär-Strafgesetzen nicht unterworfen und haben keinen Anspruch auf Versorgung.

Eine Verpflichtung, über die gesetzliche Dienstzeit hinaus aktiv zu dienen, wird von ihnen nicht gefordert; es kann ihnen aber in Aussicht gestellt werden, daß sie nach ausgesprochener Demobilmachung nach den im Frieden geltenden Bestimmungen in eine Unteroffizier­schule oder Unteroffiziervorschule übernommen werden. Von Seiten des stellvertretenden Generalkommandos.

Der Chef des Stabes.

gez. Frhr. von Tettau, Oberstleutnant.

*

*

Hersfeld^ den 10. Oktober 1914,

Wird veröffentlicht mit dem Bemerken, daß Frei­willige, die in die Militärvorbereitungsanstalt einzu- treten bereit sind, sich bis zum 16. d'. Mts. bei dem hiesigen Königlichen Bezirkskommando zu melden haben. I. 10442. Der Landrat.

I. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfeld, den 7. Oktober 1914.

Die Herren Bürgermeister des Kreises, welche meine Verfügung vom 15. April 1886 J. A. Nr. 4578, (Kreis­blatt Nr. 46), betreffend Anmeldung von Bullen, die zur Herbstkörung vorgeführt werden sollen, noch nicht erledigt haben, werden hieran mit Frist bis zum 18 d. Mts. erinnert.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses:

I. A. Nr. 7058. I. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Alfa-Separatoren

Neuste Bauart «i0^60? Liter

1 Stundenleistung

Selbsttätige Einheitsölung

Neues niedriges

Gestell

Neues Radgehäuse

Neues

Milchgefäß

Neuer

Waschstab

W

Selbstbalanzierende Trommel.

1 Million 700000 nita-seoaratoren verkamt!

Ueber im Erste Preise I

Grand ?fix'»""^^.^-^'-"^>^^ Ul UHU I I in . Brüssel, Mailand, Buenos-Aires. Die in Deutschland zum Verkauf gelangenden Alfa-Separatoren sindDeutsches Fabrikat.

Verlangen Sie die ausführlichen Alfa-Druck- Schriften von

H. Bohlender, Roßhach h. Asbach.

^$1 statt jeder besonderen Anzeige.

Im Kampfe fürs Vaterland starb am 25. Sept. mein guter unvergesslicher Sohn, unser lieber Bruder und Schwager

der Kaufmann

Richard Schreiber

Vizefeldw. d. R. im 20. Bayer. Infanterie Regt.

Hersfeld, den 13. Oktober 1914.

Im Namen der Angehörigen:

Minna Schreiber.

Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.

Eeschästs-Berlegung.

Meiner werten Kundschaft zur Kenntnis, daß der Schützer Bier-Verkauf nicht mehr in der Wirtschaft zum Eckchen Breitenstraße stattfindet. Habe mein Schützer Bier-Versandgeschäft vom 1. Oktober ab nach

UM" Stammengasse 18 °MU (Se^auerschen Eisenlager 1. Etage) verlegt und bitte auch fernerhin um weitere Unterstützung.

Empfehle nach wie vor nur ff. Schlitzer Biere hell und dunkel in Siphons, Kannen und Flaschen. Liefere jede Bestellung zu jeder Tages­zeit prompt und frei ins Haus.

Hochachtungsvoll

Otto Hähne,

Stammengasse 18, Telephon 253.

Uebernehme sämtliche Haushaltungs- Wäsche schrankfertig abgeliefert.

Heinrich Bätz Wasch-Anstalt

Gewaschene Wäsche zum Platten wird auch angenommen.

Preisliste steht zu Diensten.

Dippelstr. 5.

Telefon 91.

M

Cigarren und Cigaretten portofreie Feldpostbriefe offeriert

Hersfeld Bahnhofstraße 11. Telephon 235.

Wiederverkäufer hohen Rabatt

Vereinigte Hersfelder Sänger.

Heute Dienstag abend 9 Uhr Besprechung und eventl. kurze Probe bei F. 8. Steinweg.

Mitieideotsche Priuai-Banh,

MliengeseMcbatt, finale fiersfelü.

3 esehäfts-Betrieb:

Annahme von Spareinlagen zu günstigen Bedingungen.

An- und Verkauf von Wertpapieren.

Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen sowie gelösten Wertpapieren.

Handel in fremden Geldsorten.

Besorgung neuer Zins- und Dividendenscheinbogen.

Diskontierung und Einzug von Wechseln.

Ausschreibung von Wechseln und Schecks auf In- und Ausland.

Domizilierung von Wechseln.

Eröffnung von laufenden Rechnungen.

Gewährung von Vorschüssen.

Beleihung von Wertpapieren.

Scheckverkehr. Reise-Kreditbriefe.

I -I ................. ' ' 1 ..........- ............"'

Briefbogen

für den Gefchäftsbedarf lo!e und in Blocks geheftet, für Rundschrift und Schreibmaschine in den verschiedensten Qualitäten und Farben.

Briefbogen für den privat bedarf

Don den einfachsten bis zu den elegantesten.

Funks Buchdruckerei

Muster zur gefl. Ansicht.

Ein Junge welcher Lust hat, die Bäckerei zu erlernen, sucht

Ph. Arndt, Unt. Frauenstraße. 21.

Suche sofort einen tücht.

Bältergeselten

L. Pfeiffer,

Wallengasse.

Freundliche Wohnung an ruhige Familie eventuell alleinst. Herrn oder Dame zu vermieten.

Zu erfr. Unt. Frauenstr. 28.

Ein ordentliches gewandes Mädchen

vom Lande für sof. gesucht

L. Otto, Gasthaus zur Sonne.

Tüchtiges, in Küche und Haushalt erfahrenes

Mädchen zu Weihnachten gesucht. Näh. Exped. d. Hersfeld. Tageblatts.

1 Fohlen WollsO

(Fuchs) gefahren, steht zum Verkauf bei

Jakob Baumhard,

Askcch, Kreis Herssew.