Erfolgreiche Kämpfe in West und Ost.
Französische Vorstöße zurückgeworfen. Wieder ein Antwerpener Forts genommen. 7500 Nüssen gefangen. Der Kolonialkrieg
^ Großes Hauptquartier, 7. Oktober, abends.
(WTB.) Die Kämpfe auf dem rechten Heeresflügel in Frankreich haben noch zn keiner Entscheidung geführt.
Vorstöße von den Franzosen in den Argonnen nnd auf der Nordfront von Verdun wurden znriickgeworfen.
Bei Antwerpen ist das Fort Brachem in unserem Besitz. Der Angriff hat den Netheflntz überschritten und nähert sich dem inneren Fortgttrtel. Eine englische Brigade und die Belgier wurden zwischen dem äußeren und dem inneren Fortgürtel auf Antwerpen zurückge- worfen. 4 schwere Batterien, 52 Feldgeschütze, viele Maschinengewehre, auch englische, wurden im freien Felde genommen.
Der Angriff der Russen im Gouvernement Snwalki wurde avgewieseu. Die Russen verloren 2700 Gefangene und 9 Maschinengewehre. In Polen wurden in kleinen erfolgreichen Gefechten westlich Jwangorow 4800 Gefangene gemacht.
Die Schlachtfront im Westen.
Die Hartnäckigkeit des französischen Vorstoßes im äußersten Nordwesten Frankreichs ist erstaunlich. Wir halten, so urteilt die „Franks. Ztg.", daran fest, daß wir ihn nicht mehr als eine ernste Gefahr ansehen können, seit aus dem Versuch einer raschen und gewandten Ueberflügelung eine wochenlang sich hinschleppende Flankenverschiebung geworden ist, üre beide Gegner veranlaßt hat, ihren westlichen Flügel endlos nach Norden zu verlängern und dort auf eurem neuem Kampfplatz sich mit starken Truppenmassen gegenüberzutreten. Aus der eng zusammengedrängten Verteidigungsfront des französischen Heeres zwischen Paris und Verdun, ist eine ungeheuer lange Schlachtfront geworden, die unsere Feinde zwingt, ihre Truppen von Verdun über Soisson nach Arras und noch weiter nördlich ausein- anderzuziehen. Wir selbst haben dabei den Vorteil, auf der kürzeren inneren Linie zu stehen, in einer Stuf? stellung, die sich geschickt um die Zufahrtslinien gruppiert und den sicheren Nachschub alles Erforderlichen selbst bann garantierte, wenn unser rechter Flügel dem Druck der Gegner hätte östlich ein wenig weichen müssen. Das Umgekehrte ist aber der Fall: wir haben auf der Linie Arras-Albert-Roye angegriffen und dabei besonders bei Noye wichtige Vorteile errungen. Trotz dieses für die nördlichsten französischen Heeresteile recht bedrohlichen Angriffs fetzen die Franzosen ihren Umgehungsversuch nordwärts fort. Wir fürchten ihn nicht, weil es uns möglich ist, noch rascher auf der inneren Linie Verstärkungen anzubauen — soweit das überhaupt noch nötig sein sollte. Dabei sind französische Strafte von unseren Spitzen sogar westlich von Lens und gar von Lilie angetroffen worden. Lille liegt etwa 120 Kilometer nördlich von Compiegne, in dessen Nähe wohl der Scheitel des Winkels der westlichen Schlachtront liegen muß. Die Ausdehnung des französischen Umgehungsflügels ist also ganz ungeheuer lang. Wäre nicht die Möglichkeit, von der Seeseite her diesen Flügel zu unterstützen nnd zu verstärken, so wäre dort die Situation der Franzosen noch bedenklicher. Was kann ihr Ziel fein? Das Wagnis wird mit dem Versuch einer Umgehung — einer Umgehung, mit der der Gegner schon seit Wochen rechnet — nicht genügend erklärt. Das Ziel kann aber sehr leicht erheblich nördlicher liegen: in Belgien, in Antwerpen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, daß die Hartnäckigkeit unserer Gegner aus dem Bestreben zu erklären ist, Antwerpen im letzten Augenblick noch Hilfe zu bringen. Es ist dagegen erheblich weniger wahrscheinlich, daß dieser Versuch noch gelingen kann, denn wie für alles wird auch für diesen Fall die deutsche Heeresleitung ihre Gegenmaßnahmen wohl getroffen haben. Das einzige, was zur Eutfetzung Antwerpens bisher gefchehen ist: der Einzug einiger Bataillone Engländer in den Festungsbezirk, ist für uns eher erfreulich als unangenehm, denn sie werden den Fall der Festung nicht aufhalten können, wohl aber werden sie unsere Siegesbeute vermehren.
Englische Urteile über die Kämpfe im Westen.
London, 7. Oktober. (WTB.) Die Times melden ans Paris: Obwohl der Feind hier und da Glück gehabt hat, ist die moralische Haltung der französischen Truppen nicht erschüttert. Daily Telegraph meldet: Die Kämpfe in
Wie unsere Krieger kochen und waschen.
, Ein Leser in Geisenheim stellt der „Franks. Ztg." einen Feldpostbrief zur Verfügung, aus dem wir einige Stellen wiedergeben, die vor allem unsere Hausfrauen interessieren werden. Der Brief stammt aus dem Bleistift eines Leutnants, der Oberlehrer ist.
Lebensmittel sind so gut wie gar nicht zu haben. Die armen Leute sind selbst sroh, wenn sie von unsern Proviantkolonnen, die hier und da öurchkommen, Kommißbrot bekommen. Im übrigen leben sie von Milch, soweit die paar Kühe solche geben, die man ihnerr auf Befehl des Gouvernements Metz gelassen hat, von Kartoffeln, Rüben, Bohnen und Obst, das es allerdings massenhaft gibt, Aepfel und Pflaumen und Mirabellen besonders. Uebrcgens ist dem Militär das Essen von Rohobst streng verboten wegen der Typhus- und Ruhrgefahr, umsomehr, da ohnehin viele Durchfall haben (infolge der Witterung).
,, . ., wo wir etwa drei Tage waren, konnte nmlich in einer Wirtschaft essen. Auch konnte man ^^.ButterundMilch dort ziemlich alles haben, wenn verhältnismäßig teures Geld (z. B. Zucker Mud38 Pfg., Kaffee 2 Mark, Salz 26 Pfg. usw.). Hier
Natürlich nicht und so esse ich wacker mit, kocht. Das sind nun zwar keine tomp^t^ weniger gut als reichlich, aber es Är^Ä wenn man Hunger hat. Die WüÄ JffitÄ W vom Felde, ebenso Kohl und yerausgepstuckt und als „Erbsen" actocht (idnneeft aber gemein besonders wegen der dicken Schalen die man fortwährend wieder ausspucken muß atrck 'n bißcken bitter). Dann haben sie Sonntag Avvelvure?' Bn abc^feinen^^ durchgedrückt. Da wir uoer reinen Zucker hatteu, so hat es mir nickn aefedmeeft 9* We e§ mir dann mit Kartoffeln zusammenaemust Nächsten Tag habe ich ihnen dann die ©aibe aeS Mein gchSt nj« -s-Im-tz erst W «W ?,E W»««S E eh,™ W aS TU OÄ godrüK, das, was drin blieb, allerdings ziemlich
Frankreich werden zweifellos Woche für Woche heftiger. Falls es glückt, die Deutschen über die Grenze hinans- zutreiben, wird es nicht mehr möglich sei«, eine Um- gehnngsbewegnng zn machen. Man wird einen Nah- kanlpf erleben, der an die Belagerungsoperationen mit Parallelgräben und Fortifikationen erinnert, die nur 20 Meter voneinander liegen. Das wird unzweifelhaft der größte und furchtbarste Abschnitt des großen Krieges sein.
Verzweifelte Lage in Antwerpen.
«^ Berlin, 8. Oktober. (Privattelegramm). Das „B. T." meldet aus Amsterdam: Seit drei Tagen zieht ein Trupp englischer Truppen mit Geschützen durch Aut- merpen. Die Zahl wird auf 30—40 000 geschätzt. Dem „L.-A." zufolge hat der Gemeinderat von Antwerpen der Militärverwaltung das Vertrauen ausgedrückt und sich für Ansharren selbst auf die Gefahr einer Beschie, ßnng der Stadt hin ausgesprochen. Der Militärkommandant von Antwerpen forderte die waffenfähigen Männer von 18 bis 30 Jahren auf, sich freiwillig zn den Waffen zu stellen. Nach der „Voss. Ztg." gab ein über die belgische Grenze gekommener belgischer Pionier an, seine Trnppe sei mit der Sprengung der Kirchtürme beschäftigt, um den Deutschen keine Zielpunkte zu bieten.
Die Beschießung der Stadt angekündigt.
Frankfurt a. M., 8 Oktober. Die „Franks. Ztg." meldet aus Amsterdam vom gestrigen Tage:
„Nieuwe van den Tag" meldet ans Rosendahl: Heute früh um halb acht Uhr ließen die Deutschen durch eine Stafette ansagen, daß um halb zehn Uhr die Beschießung der Stadt Antwerpen beginnen werde. Die Regiernng ist um halb zwölf Uhr nach Ostende übergesiedelt. Der König blieb in der Stadt. Zahlreiche Flüchtlinge sind infolge dieser Ankündigung an der Holländischen Grenze angekommen.
Die Not in Antwerpen.
Frankfurt a. M., 8. Oktober. Die „Frkf. Ztg." meldet aus Amsterdam unterm 7. Oktober: Der „Maasbode" berichtet, daß die Zahl der Engländer in Antwerpen nicht zehntausend, sondern dreitansend betrage. Ferner meidet das Blatt, trotz des Regens sei gestern mittag und nachts heftig an der Reihe gefochten worden, wo die Deutschen trotz des schweren belgischen Feuers eine Brücke zu schlagen versuchten. Die deutschen Granaten fallen bereits in den Ort Vicuxdieu, drei Kilometer von Antwerpen. Die Kaserne in Contich ist zerstört. Alles weist darauf hin, daß die Not in Antwerpen groß ist. Zahlreiche Personen von Rang verlassen die Stadt. Der König und die Minister sind bis jetzt geblieben.
Der Korrespondent der „Tyd" berichtet aus Antwerpen, daß er bei einem Ansfluge zn dem nördlichsten Fort Stabrock bemerkt habe, daß Drahtversperrungen und Lanfgräben in der Richtnug nach Süden angebracht seien, was darauf Hinweise, daß die Belgier, wenn die innere Fortlinie in der Hand der Deutschen ist, Antwerpen aufgeben, aber noch Widerstand an den nördlichen Forts leisten wollen.
Die Rusien in den Karpathen zurückgeworfen.
Budapest, 7. Oktober. Dem amtlichen Bericht zufolge haben unsere Truppen die in Marmaros-Sziget eingebrochenen russischen Heeresteile geschlagen und bereits bis Nagybocsk verfolgt. Die Vermaltustgsbe- höröen werden im Laufe des heutigen Tages die amtliche Tätigkeit wieder anfnehmen. Die Beerdigung der in den jüngsten Kämpfen bei Uszok gefallenen Russen dauert fort. Bisher wurden 8000 russische Leichen begraben.
Der deutsche Vorstoß in Polen.
a-$> Frankfurt a. M., 8. Oktober. Aus Paris meldet die „Franks. Ztg.": „Daily Mail" meldet ans Petersburg: Die Deutsche,! gehen in vier Säulen auf Südostpolen vor, drei stoßen von Kalisch nnd Bendin auf Warschau vor, die vierte von Krakan die Weichsel entlang.
Französische Spionage in Galizien.
^ Kraka«, 8. Oktober. (WTB.) Hiesige Blätter berichten: Im Frühjahr hat ein französisches Konsortium ein an der galizisch-russischen Grenze gelegenes Naptha-Territorinm gekauft. Französische Ingenieure nahmen das ganze Gelände kartographisch auf. Jetzt
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viel, weil das Tuch wohl zu eng war, hat einer nachher so aufgegessen (mit den Kernen), dann die Kartoffeln abgegossen und ordentlich zerdrückt, dann den Apfelmus dazu, ('s war 'ne große Portion, die Aepfel kosten ja Ordentlich durchgerührt und dann als Hauptsache
2% Pfund Speck dazu und zwar fo: den Speck in Wür- felchen geschnitten und in zwei Kochkesseln geschmolzen, dann das geschmolzene Fett abgegossen zu dem Aepfel - und Kartoffelbrei und die „Greben" dann noch etwas
nachgebraten und dazu. Das haben sie dann mit Kommißbrot dazu gegessen und gesagt, es hätte großartig geschmeckt: d. h. ich selbst habe nicht so arg viel Geschmack daran gefunden, daheim schmeckte besser. Fch weiß nicht, woran es gelegen hat, es schmeckte so bischen pamsig, vielleicht war zu wenig Speck dran? (denn es war ja ein tüchtiger Topf voll für 12 Mann, alle gut ausgewachsen!) Jetzt laß ich sie wieder allein mantschen, ich meine, es würde dann immer noch besser, bloß keine Abwechslung, denn das einzige Fleisch, das wir kriegen, ist fetter Speck, meistens gepökelt, manchmal auch frisch. Wir bekommen ihn von einer Proviantkolonne für 62 Pfg. das Pfund. Diese kommt alle drei Tage hierdurch: warum sie nicht auch mal mit Kalb- oder Rindfleisch oder mageres Schweinefleisch mitbringen oder wo sie das lassen, ist mir unverständlich, jedenfalls gibt es immer nur „Speck" und daher schmeckt das Essen auch meistens egal.
Aber wie gesagt, genug ist es, sogar sehr reichlich. Außerdem hat man ja auch Brot (Kommißbrot von der Proviantkolonne), allerdings mit Speck, denn Butter oder Wurst oder Käse gibt es nicht. Meine Dauerwurst, die ich vor 14 Tagen zur Vorsicht mitgenommen habe, habe ich nämlich schon auf. Ich wollte so gern mal etwas braten, Kartoffeln oder dergleichen, aber im Topf geht das nid)t recht, auch eignet sich das Feuer nicht so gut. Wir haben zwei eiserne Stangen, die oben je einen Ring haben und senkrecht in dem Boden stecken, durch diese wird eine dritte gesteckt und an der hängen dann die Kessel über dem Feuer, das darunter auf der Erde an- gesteckt wird. Es kostet allerdings mächtig viel Holz, aber das „finden" die Leute hier gut genug, außerdem holen sie sich Kohlen von den vorbeifayrenden Lokomotiven. Serviert wird in dem Deckel des Kochkessels meines Burschen und zwar alles, auch der Kaffee. (Natürlich nacheinander!) Kaffee haben wir nämlich 12 Pfö.
tte hier gut genug, außerdem den vorbeifayrenden Lokomo-
stellt es sich heraus, daß es sich bei dem ganzen Unternehmen um Spionage zugunsten Rußlands gehandelt
hat.
Rußlands Werben um Rumänien und Bulgarien.
Der Sonderberichterstatter des Mailänder „Secolo" berichtet aus Bukarest: „Ich bin in der Lage, auf das bestimmteste zu versichern, daß Rußland offiziell Trans- sylvanien und die Bnkowma Rumänien als Preis einer sofortigen Beteiligung am Kriege gegen Oesterreich-Ungarn anbot. Der russische Generalstab bäte sich allerdings aus, den Feldzugsplan zu entwerfen und aus- zuführen. Mit Bulgarien sind ebenfalls Verhandlungen im Gange. Sobald Bulgarien an der Seite Rumäniens mitmachte, würde ihm die letztes Fahr abgenommene Provinz Dobruöscha wieder zurückgegeben. Zugleich fügt Rußland, das die Patenstelle bei diesem Handel übernimmt, für die bloße Neutralität Bulgariens das bisher serbische linke Wardarufer hinzu. Das heutige Verhalten Bulgariens scheint allerdings solchen Plänen nicht günstig zu sein. Man befürchtet hier, daß ein Vorgehen Rumäniens den ganzen Balkan in Aufruhr brächte.
j-^ Kopenhagen, 8. Oktober. Aus der russischen Presse ist ersichtlich, daß man in Rußland die Hoffnung, Rumänien zu gewinnen, endgiltig aufgegeben hat.
Ein serbisches Infanterie-Regiment mentert.
te* Sofia, 8. Oktober. (WTB.) „Utro" meldet, daß die Mannschaft des 17. serbischen Infanterie-Regiments gemeutert und den Brigadekommandeur, den Oberst des Regiments und zahlreiche andere Offiziere erschossen habe.
Die Japaner auf den MarschaLinseln.
WTB. Berlin, 7. Oktober. Ans Tokio wird amtlich gemeldet: Eine Marineabteilnng besetzte Jaluit, den Sitz der Regierung der Marschallinseln widerstandslos. Für die englischen Kauflente wurde die Einfuhr freigegebe». Die Marineverwaltung erklärte, die Landung sei eine reine militärische Handlung, eine dauernde Besetzung sei nicht beabsichtigt.
, die seit 1900 Die Rechnung
Während Japan von England auf Tsiugtau gehetzt worden ist, hat es jetzt mehr nebenbei noch einen Raub- zug auf etstcuc Rechnung unternommen. Es legt Hand auf die Marschallinseln, die zu Demsch-Neuguinea gehörende Inselgruppe im Großen Ozean, die seit 1906 vom Deutschen Reich verwaltet wird. Die Rechnung dieses Kaperstreiches mit Japan zn begleichen, werden wir später Gelegenheit haben. Für den Augenblick können wir auf diesem Kampfplatz unser Recht nicht wahren. Was wird aber England, was Australien und Amerika zu Fapans Vorgehen sagen? Der gelbe Verbündete greift hier auf eigene Faust zu, er setzt sich in einem Gebiet fest, wo er von England, Australien und auch Amerika als Nachbar sehr lästig empfunden werden wird. Javan versichert zwar, die Besetzung sei rein militärisch und keine dauernde Besitzergreifung. Aber diese Redensart wird ihm niemand glauben. Wir sind gespannt, welches Echo die amtliche japanische Note in London und Washington wecken wird. .
Japanischer Verlust vor Tsingtan^ «M.»^
Cöln, 8. Oktober. Die „Köln. Ztg." meldet von der holländischen Grenze: Nach einem Telegramm ans Tokio ist wieder ein japanischer Minenzerstörer bei Tsmg- tan gesnnken, vorher jedoch hatte er eine Mine zerstört. Bon der Besatzung sind 4 Mann getötet und 9 verwundet worden.
Siegreiche Gefechte in Kamerun.
(WTB.) Berlin, 7. Oktober. In einer offiziellen
Mitteilnng des britischen Kolonialministers heißt es: Der Feind unternahm im September zahlreiche Versuche in Britisch-Ostafrika einzudringen und die Ugandahahn abznschneiden. Alle Versuche wurden zurückgewiesen.
Nnr eine Grenzstation wurde von einer kleinen deutschen Station gehalten. Die normale Truppenbesatzung ist durch indische Truppen verstärkt worden.
Der Gonverneur von Kamerun meldet siegreiche Gefechte vom Anfang September gegen Engländer uito Franzosen. In diesen Gefechten sind Oberleutnant von Rothkirch und Milbrat, sowie Bezirkshauptmann Rausch gefallen. Die zuständigen Stellen nehmen an, daß diese Kämpfe am Benue- und Crotzflutz stattfanden.
aus Metz mitgenommen a Mk. 1.60, den die Leute, soweit sie ihn nicht verbrauchen, an den Kantinenwirt zurua- geben können, er nähert sich aber schon seinem Ende. habe denn in ... . noch 2 Pfd. a. 2 Mk. dazu gestiftet; weil sie mir immer von ihrem Kaffee abgaben und w das ohne Bezahlung nicht wollte. Kaffee spielt bei den Leuten merkwürdigerweise eine große Rolle, morgen», mittags und abends. Leider gibt es keine Milch UM keinen Zucker dazu, bloß Kommißbrot. Hier und oa treibt mein Bursche ein paar Eier auf (15 Pfg.
Stück!) und überläßt sie mir. Dann schlage ich Wu eins davon als Ersatz für die Milch in den Kaffee. ,
Meine Morgentoilette vollzieht sich fein, wie es sich gehört, in dem „Waschraum" des Abteils, wohin Bursche aus einem nahegelegenen Bache Wasser W Die Leute waschen sich am Bache selbst. Vorgestern v» mir übrigens mein Bursche ein Unterhemd, eine MMv Hose und ein paar Socken ausgewaschen, da ich nanu^ dachte, daß sich dieses Kommando ebenso schnell erledige würde wie das vorige (fünf Tage!), so glaubte ich sehr vorsichtig zu handeln, wenn ich außer dem, was y auhatte, noch eine Reservegarnitur mitnahm. Nun n es aber heute schon der 15. Tag geworden und dabei man die Sachen tags und nachts an. Der gute Bw (der übrigens ein Mann von 37 Jahren und BM einer kleinen Bauernwirtfchaft mit 1 Pferd und 4 Ä in der Nähe von Landstuhl in der Pfalz ist, nutzer^ Gefreiter. ein sehr ordentlicher, zuverlässiger und ruM Mann) hat die Geschichte recht gut gemacht.
Wasser und etwas Schmierseife hatte er von dem toi motivführer einer Rangiermaschine bekommen, evci einen Eimer. Die Leute selbst waschen ihre Sachen e fach mit Seife im Bache, wozu ich aber nicht viel trauen hab. Nebrigens hat mein Bursche mir die auch wieder „gestopft", wie er es nennt, d. h. er die Löcher mit schwarzem Zwirn zusammengenam. geht sich nicht sehr gut darauf. Für Reinlichkeit w ^ überhaupt peinlichst gesorgt. Wir haben einer besen gesunden, mit dem täglich morgens ^64 ^f wird und außerdem habe ich uoch vor unserer von Metz einen Aufziehlumpen kaufen lassen, mu $ nach dem Auskehren feucht aufgezogen wird.
mein Bursche besorgen, der dafür aber vom Postern befreit ist....