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Daß die Kleinhandelskreise von den durch den Krieg geschaffenen Störungen im Wirtschaftsleben sehr itart betroffen werden, wird noch viel zu wenig beachlet. ^ne Lieferanten drängen auf Zahlung der fälligen Rechnungen und fordern bei neuen Abschlüssen vielfach die vorherige Einsendung der Beträge, während die Kleinhändler selbst nicht die Eintreibung ihrer Forderungen durchführen können. Sie müssen außerdem erfahren, daß gerade solche Kreise, die wohl in der Lage wären, Barzahlung zu leisten, erst nach dem Kriege zahlen wollen, ferner sind wegen der Beschränkung der Anschaffungen des Publikums die Umsätze der Gewerbetreibenden außer­ordentlich gering geworden, wozu für die Geschäfts­inhaber noch die Zahlung der vielfach hohen Mieten kommt. Da sie in vielen Fällen keine Bahnverbindung haben, so sind sie außerstande, sich die zur Fortführung ihrer Geschäfte erforderlichen Mittel zu verschaffen. Eine annehmbare Hilse für die Detaillisten würde es deshalb fein, wenn sie von den Lieferanten oder von den Vermietern Stundung erlangen könnten. Eine Verwertung der Buchforderungen kommt für die Kleinhandelskreise nicht in Betracht. Die Be- leihung von Warenlagern, wie es z. B. den den Kriegs- darlehnskassen angeschlossenen Großhandelskreisen möglich ist, kommt für den Detaillisten auch kaum in Frage. Dagegen bedeutet der Anschluß an eine Kreditgenossen­schaft besonders in der gegenwärtigen Zeit eine wirksame Hilfe.

Als eine erfreuliche Tatsache kann sestgestellt werden, daß jetzt in manchen Kreisen des Kleinhandels die Er­kenntnis sich Bahn bricht, wie sehr eine gute Kreditver­sorgung durch Genossenschaften die beste Hülfe ist. In Hamburg ist beispielsweise eine Darlehnskasse für Detaillisten gegründet worden, für die etwa 2 Millionen Mark von den Kleinhändlern selbst und 3 Millionen Mark aus Staatsmitteln hergegeben werden. In Preußen kann die Preußische Zentral-Genoffenschafts-Kasse in Berlin ausreichende Mittel für diejenigen Mittelstands­kreise, die sich zu Kreditgenossenschaften und Zentralkaffen zusammenschließen, zur Verfügung stellen; sie hat dabei außerdem Maßnahmen getroffen, daß die Uebernahme großssr Haftsummen nicht zurVorbedingung der Gewährung von Krediten gemacht wird. Nach dem Vorbilds der Handwerker wollen nun auch die Detailisten der Gründung von Kreditgenossenschaften und deren Zusammenschluß zu einer Zentralkasse nähertreten. Der Vorstand des Schutzverbandes der Detaillisten und Gewerbetreibenden Groß-Berlins hat bereits die Gründung einer Genossen­schaft im Prinzip beschlossen. Weitere Maßnahmen stehen bevor. Im Interesse unseres Kleinhandels kann man nur wünschen, daß die Detaillisten diesen Weg weiter beschreiten und energisch überall die Gründung von Kreditgenossenschaften durchführen. Allerdings kommen diese Maßnahmen nur für die Geschäfte in Betracht, die auf solider Basis aufgebaut sind. Solchen Geschäftsleuten, die schon vor Ausbruch des Krieges sich in Schwierig­keiten befunden haben und, auch wenn der Krieg nicht gekommen wäre, sich nicht hätten hatten können, kann

natürlich auf diese Weise nicht geholfen werden. Anderer­seits werden auch diejenigen Kleinhandelskreise, in denen eine drückende Kreditnot zur Zeit noch nicht vorhanden ist gut tun, Vorsorge zu treffen. Denn es könnte möglich sein, daß die Not erst ihren Anfang genommen 'hat. Deshalb gilt es, eine Kredithülfe zu schaffen, die nicht nur für den Augenblick, sondern besonders auch für die nächste Zeit wirksam bleibt.

Marktbericht.

Frankfurter Getreidemarkt vom 28. September.

Am heutigen Markt war das Angebot in Land­weizen reichlich. Die Mühlen zeigten jedoch heute größere Zurückhaltung, um zunächst die Festsetzung der Höchstpreise abzuwarten. Landweizen notiert Mk. 26 26.50. Roggen war knapp im Angebot und fest, Mk. 2323.25, Gerste notierte 22.5023, Hafer 2323.40 Mehl Basis 0 Mk. 40, Roggenmehl 0 i Mk. 32.5033' Kartoffeln engros Mk. 5.255.75.

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Der Vorstand des Roten Kreuzes,

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Leutnant d. R. im Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3.

aus Cassel, gebürtig aus Hattenbach, Kreis Hersfeld. Ehemal. Schüler des Hersfelder Gymnasiums.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Haitenbach, den 1. Oktober 1914.

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