schwamm noch elfte Weile kieloben und sank Kanm Das ganze Gefecht hat — vom ersten Schutz bis »um letzten gerechnet — migefahr eine Stunde gedauert. Von den englischen Kreuzern ist kein ^nziaer Schutz abgegeben worden. Dre Angabe der britischen Preise, in der Nähe des Gefechtsyrtes hätten sich Begleitschiffe deutsche Unterseeboote — befunden und noch dazu unter holländischer Flagge, ist ebenso unwahr, wie die Erzählung überlebender Engländer, die Kreuzer seien von mehreren Unterseebooten angegriffen worden und man habe durch Geschützfeuer mehrere von ihnen vernichtet. Tatsächlich ist nur „U 9" dort gewesen. Nach dem Sinken der „Cressy" fanden sich mehrere britische Schiffe, Kreuzer, Torpedofahrzeuge usw., an der Stelle ein, und einzelne Torpebobvotszerstörer verfolgten das Unterseeboot. Noch am Abend des 22. September nicht weit von der Terschellinabank wurde. „U 9* von den Zerstörern gejagt. Mit Einbruch der Dunkelheit gelang es „U 9" außer Sicht der Torpedofahrzeuge zu lausen. Am folgenden Tage fuhr das Boot Mit seiner triumphgekrönten Besatzung unversehrt in den Hafen ein.
Das Amsterdamer „HauEsblatt" meldet, daß nach der Zeitung „Straits Budget" am 7. August Kun-gehnn- gen vor dem deutfäien Konsulat in Sargon stattfanden. Die deutsche Flagge wurde Heruntergeholt, die Menge gab Revolverschüsse ab und rief: „Tod der deutschen Nation!" Sie richtete jedoch an dem bereits verlassenen Gebäude keinen Schaden an und zog schließlich nach dem deutschen Klub, wo in einer Viertelstunde alles kurz und klein geschlagen wurde. Darauf wurde das Magazin der deutschen Firma Spetdel u. Co. geplündert nnd gänzlich zerstört. Die Polizei sei völlig überrascht gewesen und die Gendarmen hätten die Menge nicht zurückhalten
zog schließlich , telstunde alles kurz und
können.
Rom, 28. September. In einer Unterredung des englischen Marineattachees in Rom mit einem Vertreter der Tribuna erklärte der Attachee, er glaube, daß das deutsche Unterseeboot allein die englischen Schiffe in Grund gebohrt habe.
Der Hilfskreuzer „Kaiser Wilhelm der Große" von seiner Mannschaft vernichtet.
Posen, 27. September. Nach dem „Posener Tageblatt" ist der Hilfskreuzer „Kaiser Wilhelm der Große" seinerzeit nicht, wie die Engländer behauptet hatten, von dem englischen Kreuzer „Highflyer" in den Grund gebohrt, sondern vom Kommandanten nach der Verschie- tzung der gesamten Munition gesprengt worden. Dem „Posener Tageblatt" ist eine briefliche Mitteilung eines Offiziers des „Kaiser Wilhelm der Große" an seine in Posen lebende Mutter zur Verfügung gestellt worden, die u. a. folgende Stellen enthält:
Nach der Wegnahme der englische» Schiffe haben wir in Rio del Oro in Westafrika tagelang Kohlen genommen. Gestern hat uns der englische Kreuzer „Highflyer" aufgespürt und uns aus neutralem Gebiet angegriffen. Wir haben unsere Mnnition verschossen und unsern lieben „Kaiser Wilhelm den Großen" dann ge«! sprengt und hierauf in Booten das Land erreicht. Heute werden wir nach Las Palmas gebracht. Die Spanier haben uns riesig nett ausgenommen. Die Engländer haben jämmerlich schlecht geschossen. Wir haben nur wenig Verwundete.
Die englische Admirchlität hatte dem „Highflyer" auf seine Meldung von der Vernichtung des Schiffes bekanntlich drahtlos gratuliert: „Bravo, „Highflyer"!
Kriegsschiffe im Kattegat.
Rotterdam, 27. September. (Privattelegramm.) Dem Londoner „Standard" wird aus Kopenhagen ge^ meldet: Eine Fischerflotille habe in der Nähe der Insel Anoold im Kattegat dreißig Kriegsschiffe unbekannter Nationalität gesichtet, die nach Süden fuhren.
Keine Unterseeboote in der Ostsee.
Berlin, 28. September. (Privattelegramm.) Der „Lok.-Anz." erfährt aus Kopenhagen, daß die Gerüchte, englische Unterseeboote seien in die Ostsee eingedrungen, wodurch der regelmäßige Fährverkehr Satznitz-Trelle- borg und der Dampferverkehr zwischen Lübeck und Kopenhagen gestört worden sei, völlig unbegründet sind. Die Fähre hat bereits am 26. September ihre regsl- mätzigen Fahrten wieder ausgenommen und auch die Dampfer der genannten Linie sind wieder regelmäßig in Betrieb.
Ein französisches Kriegsschiff vor Cattaro zerstört.
WTB. Cöln, 28. September. Die „Köln. Ztg." meldet aus Jgalo (Dalmatien): Am 18. September fingen die Oesterreicher bei Antivari eine drahtlose Depesche der französischen Flotte an die Montenegriner auf, in der diese aufgefordert wurden, am 19. September mit den Franzosen einen Angriff auf Cattaro zu unternehmen. Am 19. September ließen die österreichischen Küstenforts die französischen Schiffe bis auf sechs Kilometer herankommen, um sie auf die Minen anflanfen z« lassen. Die Schiffe kehrten aber plötzlich um. Dabei gaben die FEs auf die Breitseite der Schiffe mehrere Salven ab. Ein französisches Kriegsschiff wnrde völlig vernichtet, zwei andere erlitten schwere Beschädigungen, während die übrigen weiterfnhren. Auf österreichischer Seite wurden zwei Mann verwundet.
Englische Bewnndernug für unsere „Emden".
WTB. London, 28. September. Die Tat des Kreuzers „Emden" findet auch in englischen Blättern antzerordentliche Anerkennung. Die Times sagen: Der Mut des deutschen Kreuzers verdient Anerkennung, weil Offiziere und Mannschaften sich selbstverständlich darüber klar sein müssen, daß -er Kreuzer früher oder spater aufgespäht nnd znfammengeschoffen wer-en wird. Ein Enttommen sei einfach unmöglich. Daily Chronicle schreibt: Wir bewundern -ie bei -er Fahrt gezeigte Sportskühnheit ebenso wie wir von Herze» wünschen, baß -as Schiff bald gefangen wird.
Englan-s Absichten anf die Ostsee.
Berlin, 28. September. (Privattelegramm.) Die „Tägl. Rdsch." meldet: Auf dem Umwege einer Auseinandersetzung mit dem von Dänemark zum Schutze seiner Neutralität getroffenen Abwehrmatzregeln gegen englische Einbruchsversuche in den Sund, den Großen und den kleinen Belt haben französische Blätter dieser Tage eine englische Blockade -er deutsche» Ostseehäfen in Aussicht gestellt, nachdem vorher schon von englischer Seite ein lebhaftes Interesse für die Ostsee zu erkennen gegeben worden war.
Das wortbrüchige Rußland.
Zürich, 27. September. (Privattelegramm.) Die Neue Züricher Zeitung teilt nach russischen Blättern mit, der russische Generalstab habe jetzt die versprochene Autonomie Polens rückgängig gemacht, wett polnische Schütze« auf österreichischer Seite gekämpft haben. Da das Manifest an die Polen anch keine Unterschrift -es Zaren enthalte, so fei es staatsrechtlich belanglos.
Unsere Zeppeline.
Ei« Zeppelin über Ror-belgien.
v WTB. Amsterdam, 27. September. „Telegraaf" meldet ams Antwerpen vom 86, September: Das Zep
pelin-Luftschiff, das über Ostende erschien, hat anschei- nend die ganze Provinz Westflandern überflogen. Es wurde über Kortryk, Sotteghem, Ronsieg, Niove und Geeraardsbergen gesehen.
Das Reutersche Bureau meldet aus Antwerpen vom 26. September: Ein deutsches Flugzeug flog heute über Dussel nahe Antwerpen und warf zwei Bomben, die ins Wasser fielen. Am Nachmittag flog eine deutsche Taube über Antwerpen. Die Forts eröffneten ein heftiges Feuer und das Flugzeug mußte in große Höben gehen, svöatz es die belgischen Stellungen nicht erkunden konnte.
Ein Zeppelin über -er Nordsee.
Englischen Blättern zufolge warf ein Zeppelin eine Bombe auf den belgische« Postdampfer „Leopold II.", der am Freitag aus Ostende in Folkestone eintraf. Das geschah durch denselben Zeppelin, der Ostende bombardierte. Das Schiff erlitt keinen Schaden. Ferner warf ein deutsches Flugzeug am Freitag eine Bombe auf Bonlogne sur Mer. Die Bombe platzte auf der Schiffswerft, soll aber wenig Schaden angerrchtet haben.
Keine englischen Flieger über Cöln.
Cöln, 27. September. (Privattelegramm.) Die „Köln. Ztg." meldet: Die Nachricht, es seien englische Flieger über Cöln erschienen, um die Cölner Luftschiff- halle zu bombardieren, ist nach einer amtlichen Erklärung -es Gouverneurs von Cöln durchaus erfunden.
Der Kampf in Deutsch-Südwest.
WTB. London, 28. Septemer. Das Reutersche Bureau meldet: Lüderitzbucht ist am 19. September von den südafrikanischen Truppen besetzt worden. Die Deutschen hatten vorher die Eisenbahn und die Funkenstation zerstört und sich am 18. September znrttckgezogen.
Bulgarische Stimmungen.
WTB. Sofia, 28. September. Die nationalistischen Blätter veröffentlichen mit großer Genugtuung die Erklärung des Freiherr» v. Fuchs, wonach Oesterreich- Ungarn dafür eintrete, daß Mazedonien zufallen müsse. ^Cambana" vergleicht damit die unbestimmte russische Versprechung, die offenbar auf eine neuerliche Täuschung berechnet sei. Jahrzehntelang hätten die russischen Kon- fnltt in Mazedonien die Serben nnd Griechen gegen die Bulgaren unterstützt und auch die vorjährige Katastrophe Bulgariens sei gleichfalls das Werk Rußlands. Die Erfüllung des nationalen Ideals Bulgariens sei nur auf Kosten Serbiens erreichbar. Das bulgarische Volk fordere heute eine rein nationale Politik, frei von rusio- philen Verzerrungen und Aberglauben.
Engländer und Russen verlassen Konstantinopel.
Wien, 27. September. (Privattelegramm.) In den letzten Tagen haben mehr als 300 englische Untertanen nnd zahlreiche russische Familien Konstantinopel verlassen.
Die Aegypter sind der Fremdherrschaft überdrüssig.
Konstantinopel, 28. September. (Privattelegramm.) Aus Pera wird gemeldet: Mohammed Farid. der Führer der Jungägypter, widerspricht in einem offenen Briefe der Meinung der römischen Tribuna, daß die Jung- ägypter Fremdenfeinde seien und keinen Einfluß besäßen. Es müsse im Gegenteil festgestellt werden, daß die gesamte ägyptische Nation gewillt sei, den Jnng- ägyptern zu folgen und die Fremdherrschaft in einer Günstigen Stunde abznschütteln. Die harmlosen Fremden ätten in Aegypten nichts zu befürchten.
Ein italienischer Lobsprnch.
Mailand, 27. September. Der „Corriere della Sera" gibt die Erzählung eines französischen Journalisten wieder, der sich im Kriegsdienst befindet. Man muß erkennen, sagte er, daß die deutsche Heeresleitung unübertrefflich ist in der Kunst, ein Heer zn verstecken. Das ist eine Taktik, die nicht zu verachten ist. Sie wird ausgezeichnet ausgeführt, mit einer Geuanigkeit, die die Deutschen in alle ihre Handlungen hineinlegen. Sie erreichen es, alles zu sehen, ohne gesehen zn werden. Die deutsche Kavallerie wird unsichtbar bei geringer Entfernung, und, was die Infanterie anbelangt, so sieht man sie auf geringe Entfernung nicht und sie zielt ausgezeichnet mit ihren Maschinengewehren. Sie ist geschützt in ihren Laufgräben. Sie bewegt sich darin und wird nicht bemerkt. Gebüsch, Zweige, Bäume, alles dient ihr zur Verbergung und ihre Uniform verschmilzt mit dem Grau der Erde. Sie bildet eine große Gefahr für den Feind. Wenn die dentschen Infanteristen sich znr Flucht wenden, so ist es nnr eine Finte. Während im ersten Laufgraben nnr wenige Soldaten sich befinden, nm die Unsrigen anzulocken, befinden sich im Hintergründe die schrecklichen Mitraillensen.
Frankreich in der Geldklemme.
Bordeaux, 26. September. Die Minister Viviani, Ribot und Malvy haben, wie das „Journal" vom 23. September meldet, dem Präsidenten Poincaree einen Erlaß unterbreitet, durch -en festgesetzt wird, welche Städte zur Ausgabe von Stadtbonds ermächtigt werden sollen. Gewisie Städte sind in Verlegenheit bezüglich -er Regelung ihrer Finanzen, infolge Mr Erhöhung der Ausgaben und Verminderung der Einnahmen. Da der Staat die Gelder für Kriegsausgaben anfbewahren muß, so müssen die Städte sich durch einen Appell an die Bürgerschaft die provisorische Möglichkeit einer Finanzregn- lierung verschaffen. Das Dekret wird en kleineren Gemeinden der Departements dieselbe Ermächtigung erteilen nnd bestimmt auch das Maximum -er auszugebenden Bons, die Art -es Zinsfußes und das Datum -er Einlösung nach Beendigung -es Krieges.
Mängel in -er französischen Verwun-etenpflege.
Zürich, 27. September. (Privattelegramm.) Im Kleinen Pariser Journal wird über die Art und Weise
Verwnndetentransporte in Frankreich lebhaft Klage geführt. Durch -ie Rückzüge der . französischen Armee seien -ie Sanitätseinheiten vollständig in Unor-nnng gerate».
Der Kaiser an seine Berliner.
Berlin, 27. September. (Privattelegramm.) In einem ans dem Großen Hauptquartier an den Oberbürgermeister von Berlin gerichteten Telegramm hat der Kaiser -er patriotischen und arbeitsfreudigen Bürgerschaft Berlins Grntz und Segenswünsche ausgesprochen.
Der Dreiverband lehnt Japans Hilfe in Enropa ab.
Hamburg, 27. September. (Privattelegramm.) Die „Hamb. Nachr." melden aus Rom: Das Journal d'Jta- lia erfährt aus London: Auf Drängen Englands ist das apans, mit einer halben Million Mann, über
-e Bahn bekördert, in den europäischen Krieg einzugreifen, von -en Verbündeten ab worden. Die Gefahr ein
Angebot Japans, , _
die transsibirische Bahn befördert, in den enropo Krieg einzugreifen, von den Verbündeten ab» worden. Die Gefahr einer mongolischen Jnvasi Europa habe alle militärischen Bedenken -er Verbünde- ten znm Schweigen gebracht.
Wie -ie Belgier das Rote Kreuz achten.
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Berlin, 28. September. (Privattelearamm.) Das „B. T." berichtet nach dem „Nieuwe Rotterdamschen Courant": Bei einer vorübergehenden Wieberbesetzung -es Dorfes Anden haben die Belgier das Familien, schloß der nie-erländischen Familie von Blankenhasen
zerstört, obwohl die Rote Kreuz,Flagge und die niederländische Trikolore auf dem Gebäude wehten. In dem Schloß waren u. a. auch etwa 40 verwundete Belgier untergebracht.
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Des Kronprinzen Dank für die Liebesgaben.
WTB. Berlin, 28. September. Der Kronprinz ersucht Wvlffs Telegraphcubureau um Verbreituug uach- stehenden Danktelegramms: Die von mir ausgesprochene Bitte, für meine Armee wollene Sachen, Zigarren und andere Erfrischungen zu senden, hat einen so großen Erfolg gehabt, daß es mir zur besonderen Freude gereicht, allen denen, die dazu beigetragen haben, im Namen der mir unterstellten Truppen meinen herzlichsten Dank aus- zusprechen.
Ein Verbot für den Vorwärts.
WTB. Berlin, 28. September. Das Oberkommando der Atarken hat das Erscheinen des „Vorwärts" bis auf weiteres verboten.
Ein dentsches Schloß in Nizza als Lazarett.
WTB. Berlin, 28. September. Wie aus Nizza ge- rneldet wird, ist die dem Herzog von Sachsen-Meiningen gehörige Villa in ein Lazarett für französische Verwundete eingerichtet worden.
Großes Attfränmen in Ostpreußen.
WTB. Berlin, 28. September. Zur Beseitigung der großen Verwüstungen in Ostpreußen werden in den nächste« Tagen abermals 2000 Arbeiter von Dresden nach Ostpreußen abgehen.
Die englische Falschheit.
WTB. Berlin, 28. September. Die „Noröd. Allg. Ztg." erhält aus Geschäftskreisen die verbürgte Nachricht, daß die Königlich englische kanadische Bank in An- tilla (Kanada) am 28. Juli einem kubanischen Geschäftsfreund die Umwechseluug von Geld in Markwährung auf Grund einer telegraphischen Order verweigern mußte. England hatte schon am 28. Juli, wie aus dieser Mtttetluug hervorgeht, den auslündischetc Banken Order gegeben, den Geldverkehr mit Europa, besonders mit Deutschland, einzustellen.
Die Kathedrale von Reims nicht zerstört.
WTB. glotterdam, 28. September. Der Nieuwe Rotterdamsche Couraut berichtet nach englischen Zeitun- Sen, daß die Kathedrale von Reims nicht zerstört sei. )as Gebäude sei ziemlich uuversehrt, aber Fenster und Türen hätten gelitten. Der Schaden sei groß, aber nicht so, daß er nicht wieder beseitigt werben könnte.
Southampton für Handelsschiffe gesperrt.
WTB. London, 28. September. Die Admiralität teilt mit, daß der Hafen von Southampton bis auf weiteres für Handelsschiffe geschlossen ist.
Die Cholera.
WTB. Wien, 28. September. Bei zwei am 25. und 26. September vom nördlichen Kriegsschauplätze eilige» troffeneu Milttärpersvuen ist am 27. September Cholera festgestellt worden.
Die Wahrheit nach Amerika.
WTB. München, 28. September. Nach Mitteilung des amerikanischen Alifklärllngskvmttees haben hervorragende Männer in öffentlichen Stellungen, die auf dem Dampfer „Rotterdam" am 7. September in Neuyork au« gekommen sind, einen längeren Bericht für die Presse, Präsident Wilson und Staatssekretär Bryan verfaßt, in dem sie ausführen, daß sie bei Beginn des Krtegszu- tandes in Deutschland geweilt, vollständig sicher gewe- en und von Behörden und Bevölkerung freundlich und lilfsbereit behandelt worden flub. Die deutschen Truppen machten sich, wie festgestellt worden ist, keiner nachgewiesenen Grausamkeit schuldig. Die amtlichen Berichte über den Verlauf des Krieges waren zuverlässig, während die englischen, französischen und russischen Berichte augenscheinlich dazu bestimmt waren, in Amerika Stimmung zu machen. Die Amerikaner sagen alle aus, daß Deutschland nicht der angreifende Teil war. foHbern daß ihm der Krieg aufgezwungen würbe durch Neid und Haß seiner Gegner.
Die germanische Solidarität.
Die Wochenschrift „Ukens Revy" in Christiania veröffentlicht einen Brief des Feldmarschalls Moltke, den dieser im Jahre 1887 an den bekannten norwegischen Bibliothekar Drolsum, den Befürworter einer stärkeren Verteidigung Norwegens, geschrieben hat. Drolsum sandte damals an Moltke ein von diesem verfaßtes Buch: „Das norwegische Volk und sein Verteidigungswesen." Der greise Feldmarschall antwortete ihm dann: „Mit Interesse habe ich Ihre Schrift über die geschichtliche Entwickelung des norwegischen Heereswesells gelesen. Genehmigen Sie meinen verbindlichen Dank für die freundliche Zusendung. Vielleicht erinnern sich einst alle germanischen Stämme ihres gemeinsamen Ursprungs und bilden dann den unübersteiglichen Damm gegen das Heranfluten von Ost und West, der slawischen nnd romanischen Völker, dem zu wehren jetzt Deutschland allein obliegt. Ergebenst Graf Moltke, Feldmarschall."
Elsässische Verräter.
Die „Straßburger Post" berichtet nach dem „Zttri- ^^I^blatt" vom 19. d. M.: In Langendorf ist eine erschöpfte Brieftaube eingefangen worden. In einem Gummiring an dem einen Füs ' ’ .....
sie eine Botschaft *
Gummiring an dem einen Füßchen eingeschlossen trug sie eine Botschaft an die französische Heeresleitung, welche über die Stellungen deutscher Truppen im Elsaß Aufschluß gab.
Wie der „Straßburger Post" ein Privattelegramm meldet, ist es Mailänder Blättern zufolge dem Äechts. anwalt Dr. Rieber, Mitglied des Stadtrates von Mtil- hausen, gelmlgen, nach Lugano zu flüchten. Gegen Dr. Rieber, der zu den Führern des ehemaligen National- bundes gehörte, war vom Kriegsgericht Mttlhansen Haftbefehl erlassen worden.
Wetterlee aus dem Priesterverzeichnis gestrichen. t „Wie dem „Elfäsier" von zuverlässiger Seite mitge- teilt wird, hat das bischöfliche Gericht den Abbee Wetterlee wegen seines Verhaltens seit Anfailg des Krieges von seinem Amte suspendiert und seinen Namen aus dem Verzeichnis der Diözesanpriester gestrichen.
Die Iren in Amerika für Deutschland.
Die Iren hielten in Neuuork eine neue Versamm- strng ab, in der sie irische und dentsche Fahnen hißten. Sie nahmen eine Tagesordnung an, in der sie für Deutschland Partei ergreifet». Die „Jrish World" / Menn es Iren gibt, die so pflichtvergessen sind, an der Seite Englands gegen Deutschland zu kämpfen. so hören diese auf, Iren zu sein. Sie sind bloß englische Soldknechte. Kein Sohn einer irischen Mutter wird gegen Deutschland kämpfen."
Vermächtnis eines französischen Offiziers für das _ deutsche Rote Kreuz.
Halle, 28. September. (Privattelegramm.) Ein in ®*?tt)0. verstorbener französischer Offizier vermachte der
- drichrodaer Rettung" zufolge sein ganzes betracht-
Vermögen dem Roten Kreuz mit der Begründung, MLW8L ch ungerechtfertigter Weise Deutschland den Krieg errlürt hghr.