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$a§ Strafgericht über die Soffen in Weichen. Die Sperrforts im nördlichen Frankreich genommen. Deutsche Kavallerie vor Paris. 90000 Russen und 3 kommandierende Generäle gefangen.

Immer enger zieht sich die Kette der Deutschen um die Franzosen zusammen. Unaufhörlich dringen unsere tapferen Kampfer weiter in Frankreich vor. Die Sperr- forts im nördlichen Frankreich sind ohne Kampf ge­nommen, die Franzosen haben die Aussichtslosigkeit einer Verteidigung eingesehen. Die deutsche Kavallerie reicht bis Paris. Es sind vortreffliche, es sind über­wältigende Nachrichten, die aus dem Großen Haupt- quarner zu uns gelangen. Ueberwältigenö ob der Heldentaten unserer rümpfenden Brüder, überwältigend ob der Größe unserer Stege. Die Nachrichten, die in der Frühe des Freitags das deutsche Volk aufjubeln ließen, lauten folgendermaßen:

WTB. Großes Hauptquartier, 4. September. Bei

dem Wegnehmen des Hoch im Felsen gelegenen Sperr­forts Givet sollen sich ebenso wie im Kampfe um Namur die von Oesterreich zugesandten Motorbatterien durch Beweglichkeit, Treffsicherheit und Wirkung vortrefflich bewährt haben. Sie haben uns ausgezeichnete Dienste geleistet. Die Sperrvesestignngen Hirson, Les Ayvelles,

Conde, Lasere und Laon sind ohne Kampf genommen.

Damit befinden sich sämtliche Sperrforts im nördlichen

Frankreich antzer der Feste Maubeuge in unseren Hän­de«. Gegen Reims ist der Angriff eingeleitet. Die

Kavallerie der Armee des Generalobersten von Kluck reicht bis Paris. Das Westheer hat die Aiselinie überschritten und setzt den Vormarsch zu der Marue fort.

Einzelne Borhuten haben sie bereits erreicht. Der Feind befindet sich vor den Armeen der Generalobersten von

Kluck, von Bülow, von Hausen und des Herzogs von Württemberg im Rückzüge auf und hinter die Marne.

Bor der Armee des deutschen Kronprinzen leistete er im Anschluß an Verdun Widerstand, wurde aber nach Süden zurückgeworfen. Die Armeen des Kronprinzen von Bayern und des Generalobersten von Heeringen haben immer noch starke Feinde in befestigten Stellun­gen in französisch Lochringen gegenüber. Im oberen Elsaß streifen deutsche und französische Abteilungen un» ter gegenseitigen Kämpfen.

Im Osten ernten die Truppen des Generalobersten von Hindenburg weitere Früchte chres Sieges. Die

Zahl der Gefangenen wächst täglich und ist bereits auf 90 000 Mann gestiegen. Wieviel Geschütze und sonstige Siegeszeichen noch in den großen Wäldern und Süm­pfen stecken, läßt sich nicht übersehen. Anscheinend sind nicht 2 sondern 3 kommandierende russische Generale ge­fangen. Der russische Armeeführer ist uach russischen Nachrichten gefallen.

Der Generalquartiermeister von Stein.

90 000 Russen gefangen! Und immer mehr noch können es werden, da sich die Niederlage der Russen in unserm äußersten Osten als immer furchtbarer heraus- stellt. Die Siegesbeute von Tannenberg ist unermeß­lich. Was noch in den Wäldern und Seen liegt, läßt sich noch nicht übersehen.Mit Mann und Roß und Wagen hat sie der Herr geschlagen," heißt es wieder. Nieder­schmetternd müssen solche Katastrophen in Rußland wir­ken. Die Grauen Hindenburgs aber haben Taten voll­bracht, wie sie die Weltgeschichte größer nie gesehen hat.

Siegreiches Vordringen der Oesterreicher.

Eine große Siegesbeute.

WTB. Wien, 4. September. Nach den Berichten der Armeen Dank! «nd von Auffenberg wurden bisher 11600 Gefangene abgeschoben, etwa 7000 sind antzerdem noch angekündigt. In der Schlacht an der Hnezwa wurde«, soweit bisher bekannt, 200 Geschütze, sehr viel Kriegsmaterial, zahlreicher Train, viele Automobile und die Feldkanzleien des russischen 19. Armeekorps mit wichtigen Geheimakten erbeutet. Der Feind ist in vollem Rückzüge. Unsere Armeen verfolgen ihn mit ganzer Kraft.

Auf dem Kriegsschauplatz am Balkan ging die vom Generalmajor von Pougratz befehligte dritte Gebirgs- brigade vor wenigen Tagen von neuem gegen die auf den Grenzböhen bei Bilek stehenden Montenegriner vor «nd warf die an Zahl überlegenen feindlichen Kräfte in mehrtägigen heftigen Angriffen zurück.

Ein Hletfierwctt

Roman von Paul Beye.

81> (Nachdruck verboten.)

Das Mädchen, das durch den Unfall freilich einen lahmen Fuß für zeitlebens davongetragen, wurde bei der Chravanna untergebracht, die es halb als Kost- 6?st6erin, halb als Dienerin gegen äußerst geringes Entgelö aufnahm. Auf diese Umstände gründete sich auch dre Bekanntschaft Gargiulos mit Pietro Tozzi. Dieser besaß eine ausgesprochene künstlerische Begabung und entledigte sich der Arbeiten, die man ihm übertrug, zur vollsten Zufriedenheit Lupis und seines Schwieger-

s hab sein wüstes, händelsüchtiges Wesen fort- ^ahrend Anlaß zu Ungelegenheiten. Trotz seiner Ge- LtM ihn bald fortgejagt, sofern nicht Garginlo immer wieder ein gutes Wort für ihn ein-

EM der Bursche jenem auch eine Verehrung. Wenn Concetta sich recht welcher^ ihr zuerst' um E^n m^ derjenige gewesen, ^breiteten Ru?^ und ihrem weit erzählt hatte. 18 Kartenlegerin und weisen Frau

Ach, mein Anselmo" dachte sie inbrünstig über' all, rvo ich Deine Spuren finde, da werden sievon guten Taten, die Du geübt, begleitet. Wo gibt es noch Deines- glerchen auf der Welt? Und ich elendes Geschöpf machte »ah ^^u 3ur Hölle und verstrickte Dich in Sünde statt Dir zu dienen und Dir gehorsam zu sein Ich habe Deine Liebe nicht verdient, aber wenn d^ Madonna mir gnädig ist und Dich mir wieder schenkt so will W streben. Deiner würdig zu werden. Komm nur miede? mein Heißgeliebter - komm wieder! Me?? ick mick nicht gelauscht habe und Du -s morst, der g"et , abend ** ~ "«W M Du dann nirww mir, m=b.

Wien, 4. September. Die Telegramme der Kriegs­berichterstatter an die Blätter besagen, daß die bishe-« rigen Ergebnisse der Riesenschlacht als ein vollständiger glänzender Sieg an der ganzen Nordfront bezeichnet werden müssen. An der Ostfront dauert der Kampf noch an. Die Berichterstatter weisen auf die ungleichmäßige Ausbildung und Wirkung der russischen Artillerie hin, die an manchen Stellen recht wirksam sei nnd an an­deren völlig versagt habe. Hingegen heben die Berichte übereinstimmend die vorzügliche Beschaffenheit -er österreichisch-ungarischen Artillerie hin. Einige Bericht­erstatter weisen auf die Bravonr des Pretzbnrger nnd des Kaschaner Armeekorps hin.

Die Revolution in Rußland.

Ein schwedischer Ingenieur, der über Finnland heimkehrte, erklärte, in Odessa herrsche Aufruhr. Jeg­liche telephonische und telegraphische Verbindung mit der Stadt sei abgeschnitten.

Aus Ostasien.

Dem MailänderCorriere della Sera" wird aus London berichtet: Eine rasche Eroberung von Kiautschou durch die Japaner sei nicht vorauszusehen. Die Japaner suchten mit möglichst wenigen Verlusten durchzukommen. Zunächst würden sie eine Reihe strategischer Punkte be­setzen. Japanische Zeitungen berichten von einem Auf­stande, der angeblich im Yangtsetale gegen Juauschikai ausgebrochen sei.

Schwedens Freude an den deutschen Siegen.

Aus Stockholm wird derVvss. Ztg." gemeldet: Hier herrscht große Genugtuung über den dentschen Sieg in Ostpreußen. Wenn auch die Neutralitätserklärung eine allzu offene Aeußerung der Freude hindert, so fühlt man doch aus den Leitartikeln der Blätter deutlich die Be­freiung vom russischen Albdruck. Bei der Fahnenweihe des Stockholmer Landsturms durch König Gustav kam es zu einer spontanen Kundgebung. Die Truppen und die Volksmenge stimmte das Lied an:Ein' feste Burg ist unser Gott!"

Griechenland kauft Schiffe.

Wie nach,demBcrl. Tagebl." in B

Wie nach demBerl. Tagebl." in Berliner argen­tinischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet, hat Grie­chenland jetzt den auf der Werft der amerikanischen Fvre River Company in Massachusetts für argentinische Rech­nung erbauten Ueber-DreadnonghtNivadavia" fest an- gekauft. Der sofort bar erlegte Kaufpreis soll 90 Mil­lionen Mark, d. h. das Doppelte der ursprünglichen Baukosten, betragen. DieRivadavia", die bereits mehrere Probefahrten gemacht hat, foll sofort von der griechischen Regierung, die eine Anzahl Marineoffiziere, Ingenieure und Matrosen nach Amerika entsendet, über­nommen werden.

Die Stimmung der Pariser Bevölkerung.

Zürich, 4. September. Der Pariser Mitarbeiter der Neuen Züricher Zeitung, der von Anfang an sehr fran- zosenfreundlich gewesen ist, stellt in einem vom 27. Angnst datierten Pariser Telegramm fest, daß in Paris Ent­mutigung um sich greife. Die Schlachten in Belgien haben die große Hoffnung zerstört. Niemand spricht mehr vom siegreichen Vordringen im Elsaß, vom Hasen­panier des erschreckten Feindes. Die blut- und tränen­reiche Wirklichkeit, die vielleicht schon in wenigen Tagen an die Tore von Paris anklopft, ist an die Stelle der bisherigen Sorglosigkeit getreten. Die Besetzung Brüs­sels hat in Paris tiefes Mitgefühl nnd Beschämung her­vorgerufen. Man hatte gewünscht, daß die französische Armeeverwaltung wenigstens einen Versuch gemacht hätte, Belgien diese Demütigung zn ersparen. Die Ner­ven der Pariser seien seit Wochen in einer furchtbare« Spannung und Alarmnachrichten stürzen eine ganze Millionenbevölkerung vom Vertrauen in die Verzweif­lung. Die französische Heeresleitung hat bisher keinen einzigen französischen Journalisten den Operationen fol­gen lasten. Nnr zugunsten der Londoner Times wnrde eine Slusnahme gemacht.

WTB. London, 4. September. DerManchester Guardian meldet aus Paris vom 30. August: Viele Leute haben bisher Paris verlassen und viele andere reisen ab. Ein großer Teil der Bevölkerung, nament­lich Frauen und Kinder, sollen fortgeschafft werden.

Die französische Regierung hat Paris verlassen.

Berlin, 4. September. (Privattelegramm). Die Pariser Agence Havas meldet: Der Präsident der Re­publik und die Regierung haben Paris heilte nacht oer* lassen und sich nach Bordeaux begeben.

Mailand, 4. September. Eine Meldung des Secolo besagt, daß die Bank von England ihre gesamten Schätze nach Bordeanx überführt habe.

10. Kapitel.

Wie Frank Robinson mit Nina verabredet hatte, traf er am Abend des festgesetzten Tages mit ihr zusammen, um an den Sebeto zu gehen und nach dem angeblichen Geist des Pietro Tozzi zu spähen. Es war ein Abend, so dunkel, wie es im Sommer wenige in Neapel und der Umgegend der Stadt gibt. Dessenungeachtet konnte man die Umrisse der Bäume und des Flüßchens spiegelnde Oberfläche erkennen, woher Frank denn auch annehmen durfte, daß der geheimnisvolle Mann, dessen Anblick Nina so erschreckt hatte, nicht ungesehen von ihnen bleiben würde, sofern er sich zeigte. Um nicht von ihm bemerkt zu werden, hatte Frank nicht den geraden, zwischen Wiesen und Aeckern führenden Weg von der Stadt aus gewählt, sondern war mit seiner Begleiterin durch die in weitem Bogen laufenden, schattigen Anlagen gegangen. Sie mündeten in eine steinige Schlucht, die man durchschreiten mußte, um zu einer dichten Gruppe Akazien und Pinien zu gelangen, die hart am Ufer des Flusses, dem Eichenwäldchen gegenüber lag. Zwischen dem Laubwerk desselben war dazumal das Licht aufge­blitzt, bei dessen Schein Nina das Antlitz Pietros gesehen. Durch die Schlucht konnte man nicht zu dem Wäldchen kommen, es sei denn, daß man den dazwischen befind­lichen, sumpfigen und ebenen Platz hätte überschreiten wollen. Das aber wäre, zumal am Abend, nicht unge­fährlich gewesen, da der Sumpf an einzelnen Stellen tief genug war, um darin versinken zu können. Außerdem hatte Frank auch guten Grund, anzunehmen, daß das vermutliche Gespenst einen Platz vermeiden möchte, auf dem zufällig daherkommende Menschen es schon in ziem­licher Entfernung zu sehen vermochten. Seiner Ansicht nach war es ausgeschlossen, daß er und Nina dem rätsel­haften Wesen auf dem von ihnen gewühlten Weg be­gegnen konnten.

Wird das Wäldchen auf der anderen Seite völlig von den reifen umgeben?" fragte er das Mädchen, als er mit rhr hinter zwei eng nebeneinander stehenden

Es fehlt ihnen die Begeisterung.

Der Pariser Matin veröffentlicht den Brief eines französischen Soldaten, wahrscheinlich eines Angehöri­gen des befestigten Lagers von Paris, welcher inter­essante Schlaglichter auf die Geistesverfassung des fran­zösischen Volkes wirft. Der Schreiber sagt u. a.: Den Soldaten wird Zuversicht für die Zukunft eingeflößt, aber es gibt zwei Umstände, welche uns mißfallen. Als unsere Bataillone auf Eilmärschen und unter Strapazen durch die Ortschaften kamen, zeigten die Leute immer ernste Gesichter. Die Truppe braucht eine freudige, zu­versichtliche Begrüßung beim Durchzug. Dann bedrückt die Soldaten der Anblick all der schmächtigen, blassen Kinder, welche wie hungrige Hunde nach den Resten der Mahlzeit haschen.

Ueber die Stimmung in London

geben Berliner Blätter aus einem holländischen Blatte folgendes wieder: Die große Schlacht ist geschlagen und verloren. Alle Hoffnungen auf einen raschen Sieg sind natürlich vorbei. An die Erzählungen bon der gefähr­lichen Lage der Deutschen in Belgien, mit denen man in der vorigen Woche das englische Publikum ermuntert habe, glaubt niemand mehr. Man spricht nur noch von den Verteidigungslinien im Norden Frankreichs, die den Feind aufhalten sollen, damit Zeit gewonnen wird. Ganz England ist aber fest entschlossen, öurchzuhalten. Selbst derManchester Guardian", der anfangs am mei­sten gegen den Krieg sprach, hält das Zusammentrom­meln von 600 000 Mann für notwendig. Aber woher nehmen? Selbst wenn alle erhofften Zuzüge aus Ter- ritorialtruppen, die bekanntlich nicht verpflichtet sind, außer Landes zu gehen und aus den Kolonien wirklich einträfen, bleibt immer noch ein zu wenig von 200 000 bis 300 000 Mann. Man spricht auch schon davon, den Sold zu erhöhen und die Altersgrenze auf 40 Jahre hinauszusetzen. Auch große Werbearbeit wird versucht. Alle Autos sind mit Zetteln beklebt, die den Aufruf Kitchuers tragen:Zu den Waffen!" Aber es hilft alles nichts. Niemand will seine gute Stellung aufgeben und seine Haut zu Markte tragen. (Das ist ja entzückend! Reklameautos des Kriegsministers, umReinfall-Lu- stige" anzulocken! Sehr modern! Nur nicht ganz kriegs- gemätz!)

Aus Stockholm meldet dasB. T.": Asquith be­zeichnete im Unterhause die Veröffentlichung desTi- mes"-Telegrammes, das die englische Niederlage zugibt, als eine bedauerliche Indiskretion.

Mobilmachung in der Türkei.

Cöln, 4. September. Wie derKöln. Ztg." aus Konstantinopel gemeldet wird, ist auf Befehl des gitXt tans die allgemeine Mobilisierung von Heer und Flotte iu der Türkei befohlen worden. Alle gestellungspflich­tigen osmanischen Untertanen werden anfgeforoert, sich unverzüglich in die Heimat zu begeben und sich bei der Militärbehörde zn melden.

Zu dem Luftkampf über Paris

wird demB. T." aus Rom vom 2. September gemel­det: Soeben trifft die Nachricht ein, daß ein dritter deut­scher Flieger über Paris erschien, dessen Bomben großen Schrecken in der Stadt hervorriefen. Nachdem schon ge­stern früh ein deutscher Flieger das Elektrizitätswerk bombardiert hatte, flog abends ein Flieger über die Stadt, warf Bomben in die Rue de Hanovre, Rue de Ma- tarbe, am Bahnhof St. Lazaire, auf dem Boulevard Montmartre und anderswo hin. Fünf Personen sind getötet worden. Der Flieger warf auch einen Brief mit der Aufforderung zur Uebergabe aus, da die Deut­schen vor Paris ständen. Der Kriegsminister befahl, daß ein Geschwader gepanzerter und mit Mitraillenfen ausgerüsteter Flugzeuge gebildet werde, das mrf die deutschen Flieger Jagd machen solle. Außerdem wandte die Regierung sich an den amerikanischen Botschafter, den sie unter Beifügung von Beweisstücken ersuchte, die amerikanische Regierung zu energischem Protest gegen den angeblichen Bruch des Völkerrechts zu veranlassen.

Prinz Ernst zur Lippe t.

Prinz Ernst zur Lippe, ein Neffe des regierenden Fürsten starb als Leutnant der Feldartillerie am 28. August den Heldentod fürs Vaterland. Es ist das der dritte Verlust, den das regierende Haus jetzt zu beklagen hat. Prinz Ernst zur Lippe wurde als der Zweitälteste Sohn des Prinzen Rudolf zur Lippe, eines Oheims des regierenden Fürsten und seiner Gemahlin Luise Prin­zessin zu Ardeck am 20. Januar 1892 zu Berlin geboren, stand also im 23. Lbensjahre. Es sei noch bemerkt, daß der Schwager des regierenden Fürsten zur Lippe, Prinz Friedrich von Sachseu-Meiningen, in den Kämpfen um Ramuo als Führer einer Artilleriebrigade gefallen nt. Auch ein Oheim des Fürsten, der 1858 geborene Prinz Friedrich Wilhelm, starb als Oberst an der Spitze seines Regiments beim Sturm auf Lüttich den Heldentod fürs Vaterland.

Die Franktireurs von Loewen

sind, wie dasBerl. Tagebl." meldet, nach dem Truppen­übungsplatz Munster in Kriegsgefangenschaft trans­

Akazien stand, der Dinge harrend, die da kommen sollten.

Gewiß, Signor. Die Felsen umschließen das Ge­hölz im Halbkreis," entgegnete Nina.

Und es gibt zwischen den Felsen keinen Weg? forschte Frank weiter.

Doch, es führt ein enger in den Stein gehauener Weg zn den Weinbergen, die zu dem Dorf Torre del Monte gehören, auch sagen die Leute, daß die Felsen unterirdische Gänge und Höhlen enthalten, durch die man bis nach Torre del Monte gehen kann. Ich habe sie aber nie gesehen, denn es soll sich verdächtiges Gesindel darin verbergen, und wer es nicht nötig hat, jene Schlupfwinkel aufzusuchen, der bleibt ihnen fern," er­widerte das Mädchen, sich unwillkürlich enger an Frank drängend.

Fürchten Sie sich, Nina?" fragte er, ihren Arm durch den seinen ziehend und ihn leise und zärtlich drückend.

Nicht, wenn ich bet Ihnen bin, Signor. Mit Ihnen ginge ich mich in jene Felsenhöhlen jenseits der Eichen."

Trotz dieser Erklärung fühlte er doch, wie sie jedes­mal zusammenzuckte, wenn ein Luftzug die Blätter der Bäume bewegte und ein Vogel durch die Zweige huschte. Und allemal drückte er dann sanft und beschwichtigend ihren Arm.

Das Gespenst mußte an diesem Abend aber keine Lust haben, auf die Erde heraufzukommen. Frank und seine Begleiterin warteten länger als eine Stunde, als sich aber bis dahin nichts zeigte, weder ein Mensch noch ein Geist, traten sie den Heimweg an. Vorher half der junge Mann Nina jedoch, den mitgenommenen Krug mit Master aus dem Sebetofluß'zu füllen.

Wenn es Ihnen recht ist, Nina, wiederholen wir unsern Gang an dem nächsten Abend, den Sie frei haben " sagte er zu ihr, als sie sich in der Strada nuova di Capo- öimontc von einander trennten.

(Fortsetzung folgt.)