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Siegreich vorwärts in West und Ost

Vernichtung von 3 russischen Armeekorps. Gefangennahme von 60000 Russen. Das Ringen der Oesterreicher gegen Rußland.

Kurz und knapp trägt uns der Draht aus dem Großen Hauptquartier abermals eine stohe Kunde zu. Unaufhörlich setzen unsere Armeen im Westen den Vor­marsch fort oder kämpfen hart gegen den sich ver­zweifelt wehrenden Feind. Auch über den Umfang des Sieges bei Tannenberg liegen weitere Meldungen vor, die den Erfolg unserer Waffen in Ostpreußen als einen glänzenden erkennen lassen:

WTB. Großes Hauptquartier, 1. September. (Amt­lich.) Die Armee des Generalobersten von Kluck hat den durch scharfe französische Kräfte unternommenen Versuch eines Flankenangriffs des Gegners vom Com- bles durch ein Armeekorps znrückgeworfen. Die Armee des Generalobersten von Bülow hat eine überlegene französische Armee bei St. Quentin vollständig geschla­gen, nachdem sie im Vormarsch bereits ein englisches Infanterie-Bataillon gefangen genommen hatte. Die Armee des Generalobersten von Hausen hat den Gegner auf den Aisne bei Rethel zurückgedrängt. Die Armee des Herzogs von Württemberg hatte bet Fortsetzung des Ucberganges über die Maas den Feind zunächst mit Bor­truppen überrascht, mußte aber beim Vorgehen starker feindlicher Kräfte teilweise wieder über die Maas zurück. Die Armee Hat dann die Matzübergänge wieder gewon­nen und befindet sich im Vorgehen über den Aisne. Das Fort Les Ayvilles hinter dieser Armee ist gefallen. Die Armee des deutschen Kronprinzen setzt den Vormarsch gegen und über die Maas fort. Nachdem der Komman­dant von Montmagin mit der ganzen Besatzung der Festung bei einem Ausfall gefangen genommen war, ist die Festung gefallen. Die Armee des Kronprinzen von * Bayern und des Generalobersten von Heeringen stehen noch im fortgesetzten Kampfe in französisch Lothringen.

Sm Osten ist der gemeldete Sieg der Armee des Ge- chersten von Hindenburg von weitaus grötzerer Be­deutung als zuerst ttberseheu werden konnte. Trotzdem neue feindliche Kräfte über Neidenburg eingriffen, ist die Niederlage des Feindes eine vollständige geworden. 3 Armeekorps sind vernichtet, 60 000 Gefangene, darunter 2 kommandierende Generäle, viele Geschütze und Feld­zeug sind in unsere Hände gefallen. Die noch im nörd­lichen Ostpreußen stehenden russischen Truppen haben den Rückzug angetreten.

Generalquartiermeister von Stein.

Ueber die russischen Eindringlinge ist also ein furcht­bares Strafgericht hereingebrochen. Das war voraus- zusehen. Dre Seen und Sümpfe in dem masurischen Seendistrikt lassen nur schmale Wege übrig, auf denen das Militär sich durch dichten Wald oft nur in Reihen fortzubewegen vermag. Der Feldherr, der in ein der­artiges Gelände einzubrechen wagte, mußte entweder mit Weg und Steg vertraut sein, oder gute Führer be­sitzen. Vielleicht war dies bei dem Einmarsch der Fall, «wären die Russen überhaupt nicht so weit vorge- gen. Als nun die Schlacht ausbrach, haben sich die Russen sicherlich mit dem Mute der Verzweiflung ge­schlagen, weil ein beschleunigter Rückzug unter der Ver­folgung eines energischen Führers als ein sehr zweifel-

schlagen, weil ein beschleunigte folgung eines energischen FÜH ........ x

hafter Ausweg erscheinen mußte. Ob der Russe seine Führer fand, erscheint sehr zweifelhaft, doch wir können es wohl begreifen, daß sein verzweifeltes Heer, den Tod der Kameraden in Sumpf und See und die Lanzen der Verfolger hinter sich, zu Tausenden die Waffen streckte, sodaß die Zahl derselben 60 000 erreicht. Die Schrecken der Niederlage werden noch mehr auf die übrigen rus­sischen Armeen einwirken als dieser grausige Rückzug.

Die Oesterreicher setzen den Russen hart zu.

WTB. Wien, 1. September. Fremdenblatt und Neue Freie Presse melden: Die Nachrichten der letzten Nacht aus der Gefechtslinie sind durchweg günstig. Im Hauptquartier ist die Stimmung gur. Man sieht dem weiteren Verlauf zuversichtlich entgegen. Die Kriegs­korrespondenten der Blätter sehen die Bedentung der Ereignisse darin, daß die im Raume von Lnblin den russischen Streitkräften zugefügte Niederlage den rechten Flügel der russischen Streitkräfte kaum zu einem Ein­greifen im weiteren Verlaufe der Ereignisse befähigen werde. Die bei dem Siege bei Krasnik errungenen Vorteile vervollständigen den Erfolg. Die Berichte stellen übereinstimmend die außerordentliche Hartnäckig­keit und die Angriffslust der österreichischen Offiziere und Mannschaften sest, die nach bemerkenswerten Marschleistungen die russischen Streitkräste znm flucht­artigen Rückzüge zwangen. c y r

Berlin, 1. September. Der Erfolg der Riesen- schlacht in Russisch-Polen zeigt sich stündlich mehr an. Der Kriegsberichterstatter der Wiener Sonn- und Mon- tagszeitnng berichtet, daß der österreichisch-ungarische linke Flügel gegen Cholm vordringe. Nach derFranks.

Lii» IHciftcrwcrt.

Roman von Paul Beye.

28) (Nachdruck verboten.)

Die ganze Nacht verbrachte sie vor dem Flurfenster kauernd, betend und wartend.

Am andern Morgen teilte sie ihrem Vater kurz mit, daß vom Geschäft des Barberini telephonisch nach ihm gefragt sei. Der Alte wollte sich ebenfalls nur mit einer telephonischen Anfrage dorthin begnügen, aber Concetta trieb ihn, selbst hinzugehen, um sich zu erkundigen, was man von ihm begehrt hatte.

Von Barberini aus hat gestern niemand zu mir herübertelephoniert," meldete er verdrießlich bei seiner Wiederkehr.Hast Du denn nicht gefragt, wer mit Dir sprach und was man von Dir wollte?"

Gewiß, aber ich erhielt keine Antwort," erwiderte sie, ihr Gesicht von dem Vater abkehrend.

So wird der Anschluß wohl falsch gewesen sein," meinte er gleichgültig.

Concetta antwortete nicht, aber als ihr Vater bald darauf den Laden verließ, ging sie an die Kasse und ent­nahm ihr 100 Lire, welche nach Abzug des Geldes sür die notwendigsten Zahlungen, so ziemlich den Rest der Summe bildeten, die sie von Bozzari erhalten. Hastig steckte sie sie in die Tasche, schlang sich oben in ihrem Zimmer ein Spitzentuch um den Kopf und befahl der Aufwärterin, einstweilen alle Arbeit ruhen zu lassen und auf die Kinder aufzupassen, da sie genötigt sei, einen wichtigen Gang zu besorgen. Darauf schritt sie hastig aus dem Hause und schlug den Weg nach einer der ärm­lichsten und schnmtzigsten Gassen des Viertels ein.

9. Kapitel.

In tiefe Gedanken versunken, der Bekannten, die ihr begegneten, nicht achtend, hatte Concetta Gargiulo türm WLü &£&&&£& M mußte M in 1W Haltung

Ztg." dauert die Schlacht bei Lemberg weiter an. Das Erscheinen einer neuen österreichischen Truppe aus Tho- mazow schließt die ungeheure Schlachtenfront. Alle ver­fügbaren Reserven seien auf beiden Seiten konzentriert. Das russische Zentrum in der Schlacht zwischen Weichsel und Dnjestr werde vom General Rennenkamp, dem Be­fehlshaber von Muköen, befehligt. Rennenkamp hat sich im russisch-japanischen Kriege mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der befähigten und tüchtigsten Generale der Russen.

Generale

Deutsche Truppen in Belgisch-Kongo einmarschiert.

DerBerl. Lok.-Anz." meldet: Eine Depesche aus Libreville, der Hauptstadt von Französisch-Kongo, be­richtet den Einmarsch deutscher Truppen in Belgisch- Kongo.

Es ist aus dieser Meldung nicht klar zu ersehen, ob die deutschen Truppen aus Kamerun oder aus Deutsch­ostafrika einmarschiert sind: beide deutsche Kolonien grenzen an Belgisch-Kongo.

Deutsch - Samoa kapituliert.

Berlin, 1. September. (Privattelegramm). Wie demBerliner Lokal-Anzeiger" ans Rotterdam gemel­det wird, erhielt das englische Kolonialamt eine Depesche des Gouvernenrs ans Nenseeland mit der Mitteilung ans Apia, daß Deutsch-Samoa nach Belagerung dnrch ein englisches Expeditionskorps am 29. August kapitu­liert habe.

England grant vor der japanischen Raubgier.

. Berlin, 1. September. Die geschlagenen Führer des Dreiverbandes geben, wie derBoss. Ztg." aus Stockholm gemeldet wird, in lahmen Ausreden ihre Niederlagen im Westen wie im Osten zu. DasAfton- bladet" in Stockholm erfährt ans London, daß in England starke Bennruhjgung herrsche wegen der Habgier Ja­pans, das Absichten ans Deutsch-Gninea sowie auf den übrigen deutschen Kolonialbesitz zn erkennen gebe. Englische und besonders australische Politiker fordern, daß England durch sofortige Inbesitznahme der Kolonie der japanischen Raubgier zuvorkomme.

Wie die Japaner ihre Macht gebrauchen.

In der LondonerTimes" findet sich unter dem 24. August die Meldung, die Japaner haben bestimmt, daß das Kriegsgebiet sich über China, östlich vom Gelben Slnsse erstreckt, und Japan werde dazu übergehen, alle eutschen unter Ueberwachung zu stellen. Die Japaner vertreiben die Deutschen ans Mnkden, Tschangtung und Dalny, und zweifellos werde ein gleiches Vorgehen in Tientsin erfolgen.

Die Deutschen kommen über uns wie eine Sturzwelle."

WTB. Frankfurt a. M., 1. September. DieFranks. Ztg." meldet aus London: Die Times schieben die Schuld an der englischen Niederlage bei Tournai dem Ausbleiben der versprochenen französischen Streitkräste zu und zitieren den Ausspruch eines englischen Mit­kämpfers:Die Deutschen kommen über uns wie eine Sturzwelle, der nichts standhält."

Noch keine Verlustlisten in Frankreich.

Paris, 31. August. (Privattelegramm.) Clemen- ceau, der das ihm angebotene Portefeuille des Krieges abgelehnt hatte, beklagt öffentlich, daß die neue Regie­rung viele Einberufene vorläufig wieder beurlaubt und ihre Tätigkeit mit rethorischen Aufrufen beginne. Der Cri de Paris" verlangt, daß die Regierung endlich Ver­lustlisten veröffentliche und die Familien nicht länger im Ungewissen lasse.

In Paris beginnt man das Unglück zn begreifen.

Berlin, 1. September. Nach einer Meldung über Rotterdam hat der französische Kriegsminister beschlos­sen, den Jahrgang 1914 einznberufen und die Verord­nung rückgängig zn machen, der zufolge die aktiven Re­serven der Territorialarmee vorläufig beurlaubt sind. Ueber die Stimmung in Paris wird dem Manchester Guardian berichtet, die Militärbehörden hätten den Ver­kauf englischer Zeitungen verboten. Die Folge sei, daß das Publikum überzeugt sei, die Blätter müßten nieder­schmetternde Berichte enthalten, die vor den Franzosen geheim gehalten werden sollen. In einem Bericht der Times von der französisch-belgischen Grenze werden die britischen Verluste als ansehnlich bezeichnet. Viele Re­gimenter seien vernichtet und hätten den größten Teil ihrer Offiziere verloren. Der Korrespondent der Times meint, der französische Generalstab habe die deutschen Truppenstärke unterschätzt.

Ostende von den Engländern besetzt.

Cöln, 1. September. Wie derKöln. Ztg." aus Stockholm gemeldet wird, haben englische Marinesoldaten

und dem Ausdruck ihres schönen Gesichts aber doch eine größere Energie aussprechen, als während der letzten für sie so trüben Monate, denn alle Leute, die sie grüßten, sahen ihr erstaunt nach und nickten, als ob sie sich eine Wahrnehmung bestätigten, vor sich hin, und zwei junge Mädchen, mit denen sie noch zusammen in die Schule gegangen war, tauschten ihre Bemerkungen darüber aus.

Die Concetta scheint endlich ihren Gram überwun­den zu haben," meinte die eine.

Sie wartet nur darauf, daß ihr Mann für tot erklärt wird," erwiderte die andere,dann wird sie den Geldwechsler Bozzari heiraten."

Was? Den buckligen Mommino?" rief die erste erstaunt.Die schöne Concetta soll diesen garstigen Menschen heiraten wollen? Das ist doch wohl nicht möglich!" .

Was heißt da möglich? Der Bozzari ist reich und was die Concetta für Putz und Vergnügen braucht, wissen wir. Am besten hats ihr Mann gewußt, der auf und davonging, weil ihre Verschwendung ihn zum Bettler gemacht hat."

Woher weißt Du denn, daß sie den Mommino heiraten will?" fragte wieder die andere.

Nun der Mommino soll es selbst erzählt haben. Der Mensch ist ja eitel wie ein Pfau. Zu meinem Vater hat er gesagt, als dieser ihm davon sprach, daß er das Ziehen in den Gelenken hätte:Nun sorge nur, daß Du das Leiden los wirst, damit Du auf meiner Hochzeit tanzen kannst." Mit wem könnte er aber wohl Hochzeit machen wollen, als mit der Concetta, in die er schon verliebt war, als wir noch zusammen auf der Schulbank saßen. Weist Du nicht mehr, wie er ihr immer Konfekt schenkte, wenn sie von der Schule zurückkam und an seinem Laden vorüberging?"

»Gewiß weiß ichs! Ich habe ia selbst manchmal ein

Ostende und Umgegend besetzt. Ferner liegen Nachi

richten vor, wonach die Pariser Bevölkerung flieht.

Eine neue englische Ersatzarmee.

London, 1. September. Lord Kitchener fordert zum Eintritt in die zweite Ersatzarmee von 180 000 Mann des regulären Heeres auf. Die Altersgrenzen sind 19 bezw. 35 Jahre. Dte Zahl der Meldungen zur ersten Ersatzarmee sei bereits gedeckt.

Die Familie des Königs von Belgien reist nach England.

Antwerpen, 1. September. Die Königin hat Ant­werpen gestern verlasse«, um sich mit ihren Kindern nach London zu begeben.

Die Zufuhr nach Serbien abgeschnitten.

Sofia, 1. September. DemDuenmyk" zufolge ist die große Bahnbrücke zwischen Negotin und Zajecar in die Luft gesprengt worden. Die Brücke vermittelte bis­her die Hanptznfuhr der Verpflegung der serbischen Ar­mee aus Rußland. Nunmehr ist Serbien von jeder Ver­pflegung aus dem Auslande abgeschnitten.

Französische Dum-Dum-Geschosse.

Die Meldung über die Verwendung von Dum- Dum-Geschossen durch die Franzosen wird durch fol­gende amtliche Meldung bestätigt:

In Longwy wurde eine maschinelle Einrichtung vor- gefunden, die dazu gedient hat, die Gewehr- und Kara­binergeschosse oben abzuplatten und mit einer von der Spitze ausgehenden trichterförmigen Ausbohrnng zu versehen. In den Taschen französischer und englischer Soldaten hat man schon zahlreiche Dum-Dum-Geschosse, d. h. Hohl- und Bleispitzengeschosse, gefunden. Durch die Entfernung eines Teiles der aus Hartmetall bestehen­den Geschvßmantelfpitze tritt beim Aufschlagen der weichere Geschoßkern nach vorn heraus, schlägt sich breit und verursacht besonders grausame und mit unnötigen Leiden verbundene Verwundungen. Deutschland steht sich gezwungen, mit den allerschürfsten Maßregeln vor- zngehe», wenn diese durch das Völkerrecht verbotenen Geschosse von unseren Feinden noch weiter verwendet werden sollten.

König Ferdinand an die Ungarn.

Aus Anlaß eines vor mehreren Tagen von der Universitätsjugend vor dem Budapester bulgarischen Generalkonsulat veranstalteten Fackelzuges wurde im Namen der Bevölkerung der ungarischen Hauptstadt an den König Ferdinand von Bulgarien ein Begrüßums- telegramm gerichtet, auf das beim Generalkonsul sol- - genoe eigenhändig geschriebene Antwort des Königs ^ Ferdinand eingetroffen ist:

Mit tiefster Rührung habe ich das Telegramm er­halten, das mir Kunde gibt von den warme« Sympa­thien der Bevölkerung der Hauptstadt. Mit Dank ge­denke ich der in meinem zweiten Vaterlande verbrachten schönen Tage und der ritterlichen ungarischen Nation, die in ihren schweren Kämpfen von der vollen Sym­pathie der bulgarischen Nation begleitet wird. Verdol­metschen Sie der Bevölkerung der Hauptstadt meinen aufrichtigen Dank.

Ferdinand."

Diese Aeußerung des Zaren Ferdinand ist umso be­merkenswerter, als sie die erste offizielle Kundgebung Bulgariens während des europäischen Krieges über­haupt bedeutet. Die bulgarischen Zeitungen haben zwar durchweg schon längst ihre Stellung auf deutscher und österreichischer Seite gesucht, aber von der bulgarnchen Regierung oder dem Könige selbst hatte nuw* bisher- nichts vernommen, was auf die künftigen Richtlinien der bulgarischen Politik hätte schließen lassen. Umso erfreulicher ist jetzt die Bestätigung der Volksstimmung, die in Bulgarien herrscht, durch den Mund des Königs.

Kriegsalierlei.

Der Kaiser hat seine britischen Titel abgelegt.

Nach einer Meldung derK. Ztg." erklärte Kaiser Wilhelm am Morgen nach der englischen Kriegserklä­rung dem ehemaligen englischen Botschafter, er möge dem König Georg mitteilen, daß er (der Kaiser) stolz gewesen sei auf den Titel eines britischen Feldmarschallv, aber nach dem, was vorgekommen sei, wolle er jetzt diese Titel ablegen.

Ein Kaisersohn legt die russischen und englischen Orden ab.

Prinz Adalbert von Preußen hat derKreuzzertung zufolge seine russischen und englischen Orden und Ge­schenke, die zum Teil einen sehr hohen Wert besitzen/ auf dem Altar des Vaterlandes geopfert. Der Prmz besaß u. a. das Großkreuz des großbritannischeN Viktoriaordens sowie des russischen St. Andreasordens.

Das Eiserne Krenz.

Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Fritz Lang aus Fürth verliehen. Nachdem sein Leutnant schwer verletzt zu Boden sank, übernahm er das Kommanvo

Stück Orangenzucker mit abbekommen. Aber so ein alter Narr! Daß er wirklich noch Lust hat zum Heiraten, ist doch zu toll." Das fand das zweite Mädchen aum Beide sahen Concetta nach, die mit ihrem königlichen Gang rasch in einiger Entfernung vor ihnen herschrm und lachten spöttisch dazu.

Die junge Frau hatte, trotzdem ihr anderes im Sinne lag, doch Bruchstücke der Reden mit angehort- Ihr heißes Blut wallte auf und sie biß sich zornig am die Lippen. Was, der Mommino hatte schon damn geprahlt, daß sie sein Weib werden sollte? So sicher war er ihrer? Was gab ihm ein Recht dazu? Bloß weil er ihr fünfzehnhundert Lire von seinem Ueberflutz geborgt/ meinte er ein Anrecht auf sie zu haben? Vor Concert»- Geist zogen die Jahre vor ihrer Verheiratung vorüber/ in denen er unermüdlich um ihre Gunst geworben: wie oft hatte sie ihn nicht mit höhnischen Worten abgewiewN/ ohne daß es ihr gelang, ihm die Hoffnung auf Er­füllung seiner Wünsche zu nehmen! Freilich, er hatte immer einen Rückhalt an ihrem Vater gehabt, der au- Geschäftsrücksichten es mit dem reichen Nachbar man verderben wollte. Denn ernstlich hatte Lupi nie daran gedacht, dem Buckligen sein schönes Kind zu geben, m das ein Prinz ihm kaum gut genug gewesen war. Das war damals gewesen, als es ihnen noch besser glU», denn jetzt wünschte ihr Vater nichts Sehnlicheres, aw den Mommino zum Schwiegersohn zu gewinnen. Con­cetta hielt sich für überzeugt, daß die beiden Alten unter- einander schon handelseinig geworden waren. Hat^ sie den Vater doch in der letzten Woche täglich zu den Geldwechsler herübergehen sehen. Aber sie sollen Nw verrechnet haben. Nie würde sie als Herrin in »es Buckligen Haus einziehen nie! Wenn sie das nicht bereits von ihm geborgt gehabt nach dem, Wa­ste gestern abend erlebt, würde sie es nicht getan haven-

(Fortsetzung folgt.)