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Stilett loo der M SkMWMliM m Belgien.

Antwerpen bereitet sich auf Belagerung vor. Siegreiches Vordringen der Österreicher. Abbruch der Beziehungen zwischen Österreich und Japan.

Soweit Belgien von den Deutschen in Besitz genom­men ist, ist es bereits unter öeuMe Verwaltung gestellt. cyh die vorn Kampsgewühl öurchtobten Gebiete ist wie­der Ordnung eingezogen, die nach preußischem Muster streng aber gerecht aufrecht erhalten wird. Dafür Bürgt auch der Name des vom Kaiser zum Generalgouverneur ernannten Freiherrn von der Goltz, unseres bekannten Militärs. Auch die Zivilverwaltung ist bereits organi­siert worden und dem zum Verwaltungschef berufenen bisherigen Regierungspräsidenten Dr. Sandt aus Aachen unterstellt. Der Draht meldet uns:

WTB. Berlin, 26. August. Mit -er Verwaltung der okkupierten Teile des Königreichs Belgien ist vom Kaiser unter Ernennung zum Generalgouverneur -er GeneralfelSmarschall Freiherr von -er Goltz beauftragt worden. Die Zivilverwaltnttg ist -em zum Berwaltungs- chef ernannten Regierungspräsidenten von Sandt in Aachen übertragen worden, welchem für die Dauer seiner Tätigkeit das Prädikat Exzellenz beigelegt ist. Dem Ber- waltmigschef sind beigegebe» der Oberregiernngsrat von Wuffow aus Cassel, Landrat Dr. Kanfmann-Euskirchen,

Justizrat Trimborn, Mitglied des Reichstages, aus Cöln, der bisherige Konsul in Brüssel Legattonsrat

Kempff, sowie der Bürgermeister von Loebell aus Oranienburg. Die Berufung weiterer Beamten, na­mentlich von Technikern der Berg- und Banverwaltung ist in Aussicht genommen. Der Generalgouverneur Generalseldmarschall Freiherr von der Goltz hat sich zur Uebernahme seiner neuen Tätigkeit bereits nach Belgien begeben.

Antwerpen bereitet sich auf eine Belagerung vor.

In Antwerpen sind viele Gasthöfe in Spitäler um- gewandelt worden. Alle Autonwbile wurden für das Heer beschlagnahmt. Der Verkehr mit den Gemeinden um Antwerpen ist eingestellt. Der König weilt feit Sonnabend bestimmt in Antwerpen. Die Kammer und der Senat halten in den Theatern Sitzungen ab. Viele Holländer, namentlich die holländischen Diamantschleifer, sind geflohen. Dagegen sind zahlreiche Belgier aus Brabant in der Stadt angekommen. Frauen und Kinder sind nach zehnstündigem Marsche auf den Straßen zn- sammengebrochen. Die Flüchtlinge berichten, daß kürzlich 1000 deutsche Reiter vor Genterschienen seien. Die Er­bitterung darüber, daß die Verbündeten den Belgiern nicht geholfen haben, wächst und kommt selbst in der streng zensierten Presse Belgiens zu deutlichem Ausdruck. Antwerpen bereitet sich auf eine Belagerung vor. Schiffe mit Lebensmitteln werden unablässig entladen. Der vor der Stadt belegene herrliche Wald wird gefällt, die Villen werden niedergerissen. Der Bau von neuen Forts wird in die Wege geleitet. Pesonen, die lange in Antwerpen gelebt haben und setzt von dort kommen, versichern, daß die großen Forts nicht überall fertig sind.

Der Lütticher Kriegsschatz erbeutet.

Aus zuverlässiger Quelle erfährt derBerl. Lokal­anzeiger", daß in Lüttich zwei große Geldschränke er­beutet wurden, die den Lütticher Kriegsschatz von 5^ Millionen Franks enthielten. Weiter erfährt das Blatt, daß in Dolhain im Untergeschoß einer Gastwirtschaft ein großes Benzin- und Antomobillager von unseren Trup­pen gefunden wurde. Niemand zweifelt daran, daß es für die Franzosen bestimmt war, die natürlich kurz vor der deutschen Grenze alle Veranlassung gehabt hätten, sich mit Benzin zu versorgen. Uebrigens kann der Gast­wirt selbst keine Auskunft mehr geben, da er zu den von den deutschen Truppen erschossenen Zivilpersonen gehört.

Siegreiches Vordringen der Österreicher gegen die Aussen.

WTB. Wien, 26. August. Wie das Kriegspresse- quartier meldet, dringt die Offensive unserer Truppen beiderseits der Weichsel unaufhaltsam vor. Westlich des Flusses überschritten unsere Kräfte im Anschluß an die deutschen Verbündeten unter kleinen Kämpfen die Lysa- gora. Oestlich der Weichsel warfen die siegreich vor- dringenden österreichisch-ungarischen Truppen am 23. Angnst bei Krasnik auf dem Wege nach Ljublin eines starke Truppe zweier russischer Korps zurück, wobei eine Anzahl Fahnen, Maschinengewehre und Geschütze er­beutet wurden. Ueber tausend Rnssen wurden gefangen genommen, darunter viele Offiziere. Ein Vorstoß von

Litt Meisterwerk.

Roman von Paul B e y e.

24) (Nachdruck verboten.)

»Gute Nacht, schlaf süß, kleine Nina,'" murmelte er. Dann wandte er sich, um auch seinerseits den Heim­weg anzutreten.

Etwa 30 Schritte weiter sah er ein Paar aus einer Seitengasse treten. Beide Gestalten kamen ihm bekannt vor und als der Mann jetzt den Kopf wandte, sah er, daß es der Engländer war, mit dem die schöne Filomena im Albergo del Plebiscits so auffällig kokettiert hatte. Demnach mußte das hochgewachsene Mädchen, das sich so zärtlich an ihn schmiegte, wohl der Star der Gesellschaft des Maestro Caffarelli sein.

»r^?^r plötzlichen Eingebung folgend, über die er sich Rechenschaft abzulegen vermochte, beschleunigte «As« ^^X ^d ging an dem Paar vorüber, so mv^Iilomenas Kleid streifte. Dabei raunte SÄM &MSC^ ^°'" &?« ä ÄS dunkeln Torweg zu treten. Von dort aus sah er wie die beiden noch hastig ein paar Worte mit einander Mister- ten und wie Filomena dann lautlos nÄs Innere d5 Hauses glitt. Es wollte ihm scheinen als ob der Ena länder sie hätte küssen wollen und als ob sie es ihm ve?- B^leiter^Ma fort ^ verschwunden war, ging auch ihr

An dem ziemlich unansehnlichen und verfallenen Häuschen, in das die schöne getreten war, blitzte im Y-Mtock M LW M uM eine VMM «altt von

20 000 Rnssen gegen die Grenze der Bukowina wurde

bei Nowostelitza völlig zurückgeschlagen.

Kronprinz Rupprecht Ritter des Eisernen Kreuzes.

WTB. München, 25. August. Die Korrespondenz Hoffmann berichtet: Seine Majestät der deutsche Kaiser hat Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Bayern das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse verliehen.

Das Eiserne Kreuz für Herzog Albrecht vou Württemberg.

Der Kaiser hat an den König von Württemberg folgendes Telegramm gerichtet:

»Mit Gottes gnädiger Hilfe hat Albrecht mit seiner herrlichen Armee einen glänzenden Sieg erfochten. Du wirst mit mir dem Allmächtigen danken und auf die Siege stolz sein. Ich verlieh Albrecht soeben das Eiserne Krenz erster und zweiter Klasse. Gott segne weiter unsere Waffen und unser gute Sache.

(gez.): Wilhelm.

Prinz Friedrich von Sachsen - Meiningen im Felde gefallen.

WTB. Meiningen, 23. August. Das Hofmarschall­amt teilt mit, daß Prinz Friedrich, der Bruder des Herzogs von Sachsen-Meiningen und Vater der Grotz- Herzogin von Sachsen, am 23. Angnst vor Namur durch einen Granatschutz getötet worden ist. Prinz Friedrich war am 12. Oktober 1861 geboren. Er war vermählt mit der Prinzessin Adelheid zur Lippe.

Herzog Ernst August bei Lüttich.

Ein Hauptmann aus Hannover hat, wie dieVolks­zeitung" in Hannover mitteilt, an seine dort lebende Mutter eine Feldpostkarte gesandt, in der es heißt: Habe soeben das von den belgischen Truppen verlassene Fort . . . durchstöbert und viel gefunden. Es war außer­ordentlich interessant. Der Herzog von Braunschweig hat die deutsche Fahne persönlich auf dem Fort aufge­zogen.

Abbruch der Beziehungen zwischen Oesterreich und Japan.

WTB. Wien, 25. August. Dem japanischen Bot­schafter am Wiener Hofe wurden heute vormittag die Pässe zugestellt. Der österreichisch-ungarische Botschafter in Tokio ist abbernfen worden.

Den Franzosen dämmerts.

WTB. Berlin, 25. August. Nach einem den italieni­schen Blättern zngegangenen, aus Rom übermittelten offiziösen Bericht ist in Paris am 24. August, 11 Uhr abends, folgendes Kommunique ausgegeben worden: Westlich der Maas wurde unsere Armee von Deutschen angegriffen und hielt bewundernswert Stand. Zwei französische Armeekorps rückten vor, wurden mit mörde­rischem Feuer empfangen, wichen aber nicht. Als jedoch preußische Garde Gegenangriff ausführte, mußten sie sich zurückziehen. Feind enorme Verlnste. Westlich der Maas hatten Franzosen in schwierigem Gelände Vor­wärtsbewegung gemacht und wurden dann heftig ange­griffen. Nach sehr lebhaftem Kampf mußten sie zurück- gehe«. Südlich des Semois nahmen englische und fran­zösische Truppen gedeckte Stellung. Sie blieben intakt. Unsere Kavallerie hat nicht gelitten. Physischer und mo­ralischer Zustand unserer Truppen ausgezeichnet. Fran-

Ä Armee wird jetzt defensiv bleiben, um Offensive igneten Moment wieder anfzunehmen. Unsere Verluste bedeutend, aber noch nicht genau anzugeben. Das Kommunique erklärt schließlich, es sei zu bedauern, daß der Angriffsplan seinen Zweck nicht erreicht habe, nnd fügt dann hinzu, die Defensivstellung der Franzosen bleibe gegenüber dem Feinde, der schon geschwächt, voll­kommen fest. Teile einer selbständigen deutschen Ka­valleriedivision seien in das Gebiet von Roubaix- Tourcoing ejngedrnngen, das nur von Territorialtrnp- pen verteidigt werde.

Erfolg eineö deutschen Kreuzers.

Unter den in Hamburg eingetroffenen Sendungen aus Neuyork befindet sich auch dieEvening Post" aus Neuyork vom 10. August. Es wird darin mitgeteilt, daß ein deutscher Kreuzer mit vier englischen und fran­zösischen Kreuzern bei den Bahama-Jnseln in ein Ge­fecht geraten sei. Ein feindlicher Kreuzer soll zum Sinken gebracht worden sein. Der deutsche Kreuzer habe dann im Hafen San Juan de Portorico Kohlen eingenommen.

Die Bahama-Jnseln sind eine Gruppe von vielen kleinen und größeren Inseln im Atlantischen Ozean. Sie ziehen sich von Nordwesten nach Südosten von Cuba hin.

der man jedoch nicht viel mehr erkennen konnte, als die edle Form des Kopfes, erschien am Fenster und zog die Vorhänge zu. Hinter denselben sah man noch länger ihre dunkle Silhouette sich bewegen. Von einem ihm einigermaßen unerklärlichen Interesse gefesselt, ver­harrte Frank noch eine Weile auf seinem Platz und beob­achtete den hin und her huschenden Schatten dort oben. Als er dann endlich seine Blicke fast gewaltsam von ihm losriß, stand, wie aus der Erde gewachsen, ein schlanker Mensch in kurzer Jacke und Kniehosen, eine Schärpe um die Hüften geschlungen und einen breitkräurpigen Hut schief auf die Locken gedrückt, vor dem Hause und starrte zu dem Fenster hinauf, hinter dem sich die Sil­houette bewegte, die Frank eben so aufmerksam beobach­tet hatte. Es lag etwas Verwegenes und Wildes in der Erscheinung des Menschen, das wahrlich nicht ver- traueneinflötzend war. Wenn Frank auch keineswegs ängstlich war in seinem Beruf hatte er sich ja ohne­dies daran gewöhnt, Gefahren aller Art trotzig die Stirn zu bieten so deuchte es ihm doch Leichtsinn, sich un­nötigerweise einer Bewegung auszusetzen, die für ihn schlimm genug ablaufen konnte. Zumal hier in Neapel hörte man fortwährend von räuberischen Ueberfällen auf harmlose Fremde: erst gestern hatte er von einem Fall dieser Art gelesen. So beschloß er denn, auf seinem Platz zu verbleiben, bis der Mensch dort sich zurückge­zogen haben würbe.

Er mußte jedoch lange warten. Eine Viertelstunde und noch eine verfloß und noch immer stand die Mißtrauen erweckende Gestalt auf der Straße, zu den Fenstern hinaufstierend, hinter denen aller Wahrschein­lichkeit nach der Star der Caffarellischen Truppe wohnte. Ein paarmal wandte der Mann den Kopf und dann sah Frank ein hageres braunes Gesicht mit von Leidenschaften verwüsteten Zügen und großen, schwar- -W Augen, in denen ein düsteres Feuer brannte. Nie in

Bestrafung von Franktireurs.

Der Gouverneur der Festung Metz, von Oven, gibt unter dem 21. August zur Warnung bekannt:

Bei dem gestrigen Kampfe um Nomeny ist bedauer­licherweise wiederum hinterrücks von Zivilpersonen auf unsere braven Truppen, das 4. bayerische Infanterie­regiment, geschossen worden. Ich habe daraufhin die Schuldigen erschießen, die Hänser aber völlig nieder- brennen lassen, sodatz der Ort Nomeny vernichtet ist. Das mache ich znr allgemeinen Warnung für alle ande­ren Ortschaften bekannt.

Nomeny ist ein auf französischem Boden gelegener Ort mit etwa 1200 Einwohnern, wenige Kilometer jen­seits der Grenze, 25 Kilometer südlich von Metz. Es liegt genau in der Mitte zwischen dem französischen Pont-a-Mousson und dem deutschen Delme. Am 20. August fand die Schlacht südlich von Metz statt.

Die gelandeten englischen Truppen dürften alles darstellen, was England sofort nach Frank­reich hat hinüberwerfen können. Man will aber noch ein weiteres tun. Die letzten in Kopenhagen eingetroffe- neu englischen Blätter enthalten einen Aufruf an alle waffenfähigen Männer zwischen 19 und 30 Jahren zum Freiwilligendienst. Die sofortige Vermehrung der eng- lischen Armee um 100 000 Mann sei erforderlich. Sie sind als neues Expeditionskorps gedacht, das jedoch, nach Lord Kitcheuers, des Oberkommanoierenden, eigenem Urteil, sechs Monate zur Ausbildung bis zum Nachschub auf dem Kontinent braucht. So lange werden die Fran­zosen allerdings kaum warten können, und es ist wohl fraglich, ob dieses Expeditionskorps überhaupt noch ab­geschickt werden wird.

Neue Beweise der rustischen Hinterlist.

WTB. Berlin, 26. August. Dem amerikanischen Botschafter in Petersburg sind von dem deutschen aus­wärtigen Amt bisher über 6800 Nachforschungsversuche deutscher Untertanen von «och in Rußland aufhältlichen und nicht nach Deutschland zurückgekehrten Familien­angehörigen zngegangen. Soweit über Stockholm vor- liegt, haben die russischen Behörden schon feit dem 28. Juli (15. Juli russische« Stils) die in Petersburg auf- hältlichen Dntschen zwangsweise interniert, also vier Tage vor der Kriegserklärung und zu der Zeit, da der Zar die letzte Depesche mit der Bitte um Friedensinter­vention noch nicht einmal abgesandt hatte.

_ Weg mit den russischen Orden!

WTB. Berlin, 26. August. Eine große Anzahl preußischer Staatsbeamter und ehemaliger russischer Hochschulprofessoren haben ihre russischen Orden dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt, darunter sämtliche Orden, die der Zar bei der letzten Zusammenkunft mit dem Kaiser in Potsdam in überreicher Fülle gespendet hat. Staatsrat Professor Dr. Wilhelm Koch, der be­rühmte Chirurg, der bei dem schweren Eisenbahnattentat bei Borki auf den Hofzug Alexanders in., dem damali- gen Zaren, für seine erfolgreiche Hilfeleistung den höch­sten russischen Orden, mit dem der Adel verbunden ist, erhalten Hatte, hat diesen und seine übrigen russischen Orden zum Verkauf gestellt.

Frankreich muß unschädlich gemacht werden.

DieKreuzzeitung" schreibt: Durch den Fall von Namur nähern wir uns der ernsten Entscheidung auf dem westlichen Kriegsschauplatz um einen weiteren Schritt. Es ist gewiß noch nicht an der Zeit, über das letzte Ergebnis der Kämpfe zu sprechen, die im Westen ausgefochten werden. Wenn aber derVorwärts" sagt, das Ziel des gegenwärtigen Krieges dürfe weniger die Vernichtung Frankreichs, als vielmehr die des Zarismus sein, so ist dem doch entgegenzuhalten, daß mitz diesem Kriege erreicht werden muß, Europa auf ein Menschen­alter hinaus den Frieden zn sichern. Das ist aber nicht möglich, solange Frankreich mit seinen Revanchegelüsten und seinem Revanchegeschrei den Frieden der Welt ge­fährdet. Deshalb ist nicht allein die Unschädlichmachnns Rußlands, sondern vor allen Dingen die Frankreichs das, was uns dieser Krieg in seinen letzten Ereignissen bringen muß.

800 000 Kriegsfreiwillige in Oesterreich-Ungarn.

Aus Wien, 24. August, wird gemeldet: Es ist nicht nur die volle Zahl aller Einberufenen unverzüglich zu den Fahnen geeilt, sondern es haben sich nicht weniger als 800 000 Freiwillige gemeldet. Die beiden Kaiser­reiche, die Schulter an Schulter kämpfen, haben zusam­men also über zwei Millionen Kriegsfreiwillige zu ver­zeichnen.

Weitere Telegramme.

WTB. Rom, 26. August. Botschafter Bollati ist ge­stern vormittag nach Berlin abgereist.

WTB. Bukarest, 26. August. König Karol, der ei­nige Tage hindurch unpäßlich war, ist wieder hergestellt. Er hat gestern die türkischen nnd griechischen Delegierten empfange«.

Die achte Verlustliste.

Die achte Verlustliste ist erschienen. Sie enthält 937 Namen, von denen glücklicherweise die Zahl der mwmmmmmmmmmmmmmm«mw»mB

seinem Leben, so meinte er, würde er dies Antlitz ver­gessen.

Endlich, die Uhr auf dem nächsten Kirchturm hatte bereits die zweite Stunde verkündet, entfernte sich der Mensch, anscheinend sehr unwillig, und einige Minuten später verließ auch der junge Amerikaner seinen Posten.

8. K a p i t e l.

Das Antiquitätengeschäft des Cesco Lupi war seit dem Verschwinden seines Schwiegersohnes in stetem Rückgang begriffen, den nichts aufzuhalten vermochte. Die Fremden gingen nicht mehr hin, weil sie das sach­verständige Urteil Gargiulos vermißten, der sie so ge­wandt und liebenswürdig auf die Schönheiten der Kunstgegenstände hinzuweisen verstand und ihnen nie eine Fälschung als echt anpries, und die Einheimischen, welche vielfach nur deshalb bei Lupi gekauft hatten, weil sie den ehemaligen Bersaglierioffizier als ihres­gleichen ansahen und gern ein Stündchen mit ihm plau­derten, mieden erst recht den Laden, da sie den Alten für den Zwist verantwortlich machten, der zu Gargiu­los Entfernung geführt hatte. Denn darin, daß zwischen den Antiquitätenhändler und seinem Schwiegersohn ein völliges Zerwürfnis stattgefunöen, stimmten sie alle überein. Es war seltsam, wie einmütig das Publikum für den letzteren Partei nahm. Was so recht geschehen war, wußte zwar niemand, aber daß Lupi dabei allen: die Schuld traf, glaubte man ohne Kenntnis der Um­stände. Der Alte war eben ganz und gar nicht beliebt. Sein kriechendes und dessen ungeachtet oft mürrisches Wesen stieß die Kunden ab, und vor allem hielt man ihn nicht für redlich.

(Fortsetzung folgt.)