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MWM MM Sieg in !oWW.

Mehr als acht französische Armeekorps in die Flucht geschlagen. Zehntausend Gefangene gemacht. Zahlreiche Geschütze erbeutet.

WTB. Berlin, 22. August. Die von unseren Truppen zwischen Metz und den Vogesen geschlagenen französischen Kräfte sind gestern verfolgt worden. Der Rückzug der Franzosen artete in Flucht aus. Bisher wurden mehr als zehntausend Gefangene gemacht und mindestens fünfzig Geschütze erobert. Die Stärke der geschlagenen feindlichen Kräfte wird auf mehr als acht Armeekorps festgestellt.

Hurra, Germania! So können wir heute rufen, nach- dem Einzelheiten über die gewaltige Schlacht zwischen Metz und den Vogesen zu uns gedrungen sind. Ein großer Sieg ist von den Deutschen errungen. Die erste große Schlacht, und ein gewaltiger Erfolg für die deut­schen Waffen! Gott war mit unserer gerechten Sache und unfern braven Truppen. Der Feind in Massen ge­schlagen; das Tor nach Frankreich gesprengt! Was an Erfolgen hinter uns liegt, verschwindet an Bedeutung gegenüber dieser siegreichen Schlacht. Massenheere haben sich gegenübergestanden, wie wohl noch nie zuvor in einem Kriege! Das ist der Lohn für das geduldige Warten, Oab uns in den letzten Tagen auferlegt war. Nun umso herrlicher der Sieg, umso glänzender der Er­folg. Augenscheinlich hat bte gewaltige französische Armee einen Offensivstoß nach Lothringen unter­nommen. Er ist an der zähen Tapferkeit unserer öeut- schen Truppen gescheitert. Alldentschlanöö Sohne teilen sich in den Sieg. Sie stehen auf französischem Boden. Nun vorwärts hinein in Frankreich!

Würdigung des Sieges in der Presse.

WTB. Berlin, 22. August. Unter der Neberfchrift Alldeutschlands Waffentat" schreibt dieBoss. Ztg.": Die Spannung, die über dem deutschen Volke lag, hat sich gelöst. Der erste große Sieg über die Franzosen ist verkündet worden unter Jubel und Begeisterung. Man hatte ihn erwartet, man zweifelte nicht, daß die Heeres­leitung mit jener Ruhe, die sie seit den ersten Tagen der Mobilmachung bewies, eine schnelle Entscheidung vorbereitete und daß der unübertreffliche Geist unserer Truppen jenen Plan ihrer Führer verbürgte. Wenn man in die Vergangenheit zurückblickt, muß man stau­nen, wie schnell sich die folgenschweren Ereignisse voll­ziehen.

DieMorgenpost" sagt: Es handelt sich um die erste große Feldschlacht, um eine Schlacht, die von entscheiden­dem Einfluß auf die Fortführung des .Krieges sein dürfte. ImLokal-Anzeiger" wird von einem grellen Blitz gesprochen, der vernichtend niederzuckte auf die Massen der französischen Eindringlinge, die schon die Hoffnung hatten, in ein ungeschütztes Süddeutschland einmarschieren zn können. Und wie 1870 war es wieder ein Kronprinz, den Gott begnadet hatte zum Führer der siegreichen Trrrppen.

DieKreuzzeitnng" schreibt: Die ungeheure Trag- weite dieser hocherfreulichen Siegesnachricht vom mili­tärischen wie vom allgemein politischen Standpunkt läßt sich noch nicht ermessen. Sie leitet die bevorstehenden großen Operationen glänzend ein. Gottes Segen möge weiter so mit unseren Waffen sein.

DieDeutsche Tageszeitung" sagt: Die erste große Feldschlacht ist geschlagen. Sie hat mit einer völligen Niederlage der Franzosen geendet, einer Niederlage, wie sie wohl selbst 1870 71 kaum größer dagewesen ist. Trup- pen aus allen deutschen Stamrüen, geführt von dem zu- tünstigen Herrscher eines deutschen Königreiches haben auf den blutgetränkten Schlachtfeldern von Metz von neuem mit ihrem Blut die deutsche Einheit und die deut­sche Macht fester gekittet. Zum Trotz dem Ausland, das selbst heute noch darauf zu hoffen wagte, daß ihm in der Uneinigkeit Deutschlands ein Verbündeter entstehen würde.

Siegesjnbel in Berlin und München.

WTB. Berlin, 22. August. Die Nachricht von dem großen Siege der deutschen Trrrppen bei Metz rief in der hiesigen Bevölkerung ungeheuren Jubel hervor. Alle öffentlichen Gebäude sowie zahlreiche Privatgebäude haben geflaggt. Gegen Abend zogen große Menschen- mafsen unter Absingung patriotischer Lieder durch die Straßen. Ueberall zeigte sich nach dem ungeduldigen Warten der letzten Tage ein beglückendes Hochgefühl, das sich gar nicht in Worte kleiden läßt.

WTB. München, 22. August. Die Kunde von dem großen Siege, die unsere braven Truppen unter Füh­rung des Kronprinzen Ruprecht erfochten haben, rief in der Bevölkerung große Begeisterung hervor. Tausende zogen zum Wittelsbacher Palais, wo sie dem König Huldigungen erbrachten. Der König dankte herzlich für die Kundgebungen. Ich bin, so sagte er, stolz, daß mein Sohn an der Spitze seiner braven Truppen einen so schönen Sieg errungen hat. Ich vertraue der Tapfer­

Ein HieifUtwetl

Roman von Paul Beye.

21) (Nachdruck verboten.)

Die Kleine zögerte mit der Antwort, aber Frank nahm ihr Schweigen als Einwilligung. Er bestellte bei dem Kellner den Wein und führte das Mädchen zu einem Platz der Glashalle, wo er sich mit ihr niederließ. Wenn der Tanz beginnt, können Sie zu Ihren Gefähr­tinnen hinübergehen und während der Pause leisten Sie mir wieder Gesellschaft," äußerte er.Nicht wahr, Signorina?"

Sie erklärte ihm, daß sie bei der nächsten Nummer rncht mitwirkte; es war eine Gesangsnummer und ihre Summe war noch nicht ausgebildet genug, als daß sie hatte mitsingen dürfen.Aber bitte, sagen Sie nicht Signorina, fügte sie schüchtern hinzu.So nennt mich keiner. Ich heiße Nina."

^"^ 6ut, wenn Sie es mir erlauben, will ich Sie dima nennen. Aber nun, liebe Nina, muß ich beantworten^ ^^ bitten. Wollen Sie mir eine Frage

^ doch recht betroffen über die Wirkung dieser ^mmprfp61^ ^' ihn erschrocken an und es Rippen:Nein, nicht fragen, S'gnor bitte, bitte, nicht fragen!"

»Ja warum denn nicht in aller Welt?"

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»Ta hört denn doch alles auf!" backte er ver- blüfft.Wie sammt das Kind auf diese Vermutung^" Hatte ^es lunge Ding einen so phänomenalen Ärf- blick, daß e. ihm minen Beruf an der Rate aniab^ ^Waruni meinen Sie, daß ich ein Detektiv bin?" forschte V gefpamst.

keit des deutschen Heeres, das auch weiter siegen wird. Mögen auch der Feinde noch so viele sein. Die Menge brach in brausende Hochrufe auf den König, die Königin, den Deutschen Kaiser und den Kaiser von Oesterreich aus.

Der bayerische Thronfolger.

Kronprinz Rupprecht, der die deutschen Truppen in der Schlacht führte, steht im 45. Lebensjahre. Er bekleidete seither den Rang eines Königl. bayerischen Generalobersten der Armee und eines Generalinspek­teurs der 4. Armecinspektion. Prinz Rupprecht ist vermählt mit Marie Gabriele, der Tochter des Herzogs Karl Theodor in Bayerm die ihn 19023 auf einer fast einjährigen Weltreise begleitete. Ihre Kinder sind Prinz Luitpold, geboren 1901, Prinz Albrecht, geboren 1905, und Prinz Rudolf, geboren 1909. Die Königin von Belgien und die Kronprinzessin von Bayern sind Schwestern, Töchter des bekannten Herzogs Karl Theodor, der als Augenarzt weiten Kreisen bekannt ist, und haben im gleichen Jahre, im Juli und Oktober 1900, Hochzeit gefeiert.

Ein Attentat anf den König der Belgier.

Ein Bombenattentat ist, wie ein Dresdener Blatt mit Genehmigung des sächsischen Kriegsministers aus Holland meldet, anf den König der Belgier am Mittwoch in Antwerpen verübt worden. Der Insasse eines Kraft­wagens, der dem des Königs gefolgt war, schlenderte auf den königlichen Wagen eine Bombe, die anch explo­dierte, aber nur wenig Schaden anrichtete. Der König kam unverletzt davon. In Brüssel sind zahlreiche Revo­lutionäre verhaftet worden.

Spaziergang" englischer Trupen nach den deutschen Kolonien.

Aus Paris wird demAllgemeinen Handelsblatt" in Amsterdam berichtet: Offiziell wird gemeldet, daß die englische »nd französische Flotte englische Trnppen nach den afrikanischen Kolonien (natürlich den deutschen) be­fördern werden.

Ein bedenkliches Zeichen.

DemStockholmer Tageblatt" wird aus Brüssel gemeldet: Die Einwohner von Ramvr sind entwaffnet worden, weil man befürchtet, daß die deutschen Truppen sonst zn Zwangsmaßnahmen greifen könnten.

Man scheint also in Belgien nach den empfangenen Lehren selbst schon fest überzeugt zu sein, daß auch in Namur die deutschen Truppen siegreich einziehen werden. Wir sind in diesem Falle ausnahmsweise mit den Bel­giern derselben Meinung.

John Frenchs Trinmphzug.

Nach Pariser Meldungen hat Sir Johu Frech, der Oberbefehlshaber der englischen Expeditionstruppen, seinen Triumphzug in Paris begonnen, wo seine Früh­stücke und Gastmähler erwachend behandelt werden. Wie groß das Expeditionskorps ist, weiß man nicht, daß es aber nach unseren Begriffen klein ist, läßt sich ans einer offiziellen Meldung des englischen Kriegsministeriums schließen.

Französische Kampfesweise.

DieStratzburger Bürgerzeitung" berichtet über neue vereinzelte Schandtaten fanatischer Elsässer gegen die deutschen Truppen. Besonders während des Kam­pfes um Mülhausen habe sich das Gift französischer Be­stechung gezeigt. Die Bevölkerung von Uffholz habe zum Teil Verbindungen unterbrochen und meuchlerisch auf deutsche Truppen geschossen. Auch nach der Schlacht seien zahlreiche Leichenfledderer bei Ausführung ihres traurigen Handwerks ergriffen und sofort erschossen worden. Eurer der Erschossenen habe 3000 Mark in deutschem und französischem Gelde bei sich getragen. Nach anderen Meldungen mehren sich übrigens die §in= zeichen, die darauf hindeuten, daß die Angriffe auf deutsche Offiziere und Mannschaften weniger von der elsatz-lothringischen Bevölkerung, als von französischen Marodeuren verübt wurden, die ihre Truppen begleite­ten. Auch fand man bet französischen Gefallenen sehr oft Zivilkleider in den Tornistern. Zur Behinderung der deutschen Kavallerie hatten die Franzosen die Wie- sengründe mit Wolfsgruben durchzogen. Das plumpe Mittel blieb jedoch erfolglos.

Bei Lagarde tobte der Kampf um den Ort selbst am

Weil Sie mich neulich lauter Dinge fragten, die niemand wissen soll. Und ich ach, wie töricht und un­besonnen bin ich doch gewesen, Ihnen zu antworten!" sagte sie.Wenn der Oheim das ahnte!"

Aber er erfährt es ja nicht," tröstete sie Frank. »Ich sagte ja schon, daß Sie ihm nichts davon erzählen sollen."

Im Stillen überlegte er, ob es geraten sei, ihr seinen Beruf zuzugestehen, aber dann kam er doch zu dem gegenteiligen Resultat.Sie irren sich, Nina," sprach er ernst,ich bin kein Detektiv. Daß ich verschiedene Fragen an Sie richtete, hatte einen anderen Grund, den ich Ihnen jetzt nicht nennen darf. Später vielleicht, aber jetzt nicht. Für den Augenblick nur so viel, daß ich nichts Böses im Schilde führe und Ihnen keine Unannehm­lichkeiten bereiten werde. Wenn Sie mir aufrichtig ant­worten, fördern Sie nur ein gutes Werk. Glauben Sie mir, Nina?"

Sie sah prüfend zu ihm auf.Ja," sagte sie dann einfach. Es lag so viel Vertrauen in dem Ton, daß Frank sich seiner Hinterlist schämte.Ah bah!" suchte er sie zu beschwichtigen,im Kriege sind alle Mittel gestattet. Wie sollte ich Erfolg haben, wenn ich so zartfühlend sein wollte." Dessenungeachtet war ihm nicht wohl zu Mut, als er jetzt fragte:Kennen Sie einen gewissen Pietro Tozzi, Nina?"

Pietro Tozzi?" Wieder tauchte der Argwohn in ihren Augen auf, aber dessenungeachtet erwiderte sie ohne lange zu überlegen:Pietro Tozzi ist der Bräutigam der Filomena oder wenigstens er war es, denn der arme Pietro ist gewiß tot, ertrunken, als er nach Amerika hinüberfuhr, denn sonst hätte Filomena gewiß längst Nachricht von ihm erhalten. Er liebte sie ja so sehr."

Warum ist er denn nach Amerika gefahren?" er­kundigte sich der junge Mann.

Wer das weiß! Die Leute sagen, er hätte den Toni-) F.wxello erstechen wollen, aus Eifersucht, weil dir Filo-

heftigsten. Jedes Haus bildete eine Festung für sich. Auf dem Kirchturm war eine Maschinengewehrabteilung aufgestellt, die gut verdeckt war. Unser Artilleriefener zerstörte fast das ganze Dorf. Ein Flankenangriff der Kavallerie brächte die Entscheidung.

Die politischen Beratungen in Rom.

Wie jetzt bekannt wird, waren antzer dem Berliner Botschafter Italiens auch alle anderen diplomatischen Vertreter Italiens in Europa nach Rom berufen wor­den. Es fanden unter Teilnahme der verschiedenen Bot­schafter sehr eingehende Besprechungen der Lage statt.

Der lügnerische Ssasonow.

Die PetersburgerNowoje Wremja" berichtet, der amerikanische Geschäftsträger in Petersburg habe bei der russischen Regierung Vorstellung wegen der Zer- störnng der deutschen Botschaft erhoben. Der Minister des Auswärtigen, Ssasonow, habe bei dieser Gelegen­heit versichert, daß ähnliche Barbareien nicht wieder zn- gelassen würden, obgleich in Berlin von bett Behörden keine Maßnahmen zum Schutze der Botschaftsmitglieder ergriffen seien und diese bet der Abfahrt schwer gelitten hatten.

Man darf darauf verweisen, daß dem Berliner rus­sischen Botstlmftspersonal nicht das geringste geschehen ist. Ein junger Russe. der aber nicht aum Botschafts­personal gehörte, erhielt allerdings bei der Abfahrt einen Schlag ins Gesicht, weil er die Unverschämtheit besaß, die umstehende erregte Volksmenge frech anzugrinsen undHoch Rußland" zu rufen.

Unerhörter Angriff Clemenceans anf Kaiser Wilhelm.

Aus London wird dem StockholmerDageus Ny- heter" von einem unerhörten Augriff des französischen Politikers Clemenceau auf die Persönlichkeit des Deutschen Kaisers berichtet. Clemenceau schreibt in ei­nem Pariser Blatt u. a. folgendes:25 Jahre hindurch hat Kaiser Wilhelm II. Europa gezwungen, unter einem fortwährenden Alp zu leben! Er hat seine Freude daran gehabt, Europa in einem Zustand steter Furcht zu halten, indem er ununterbrochen davon gesprochen hat, daß Deutschland sein Pulver trocken und sein Schwert scharf geschliffen halte. Jetzt ist der Kaiser selbst in der Falle gefangen, die er gegen Frankreich aussetzte! Dank dem Kai,er ist Europa in ein kopfloses Wettrüsten hinein- gebracht worden, wodurch die Quellen der wirtschaft­lichen Entwicklung des Weltteils zu versiegen drohten, und wodurch unsere Finanzen in einen Krisezustand gebracht wurden . . ." Nach einigen Ausdrücken und Schmahworten gegen den Kaiser, die sich überhaupt nicht wiedergeben lassen, schließt Clemenceau, wie folgt: ......Der Kaiser ist ein zweiter Nero; ihm genügt aber einRom in Flammen" nicht; er will einsam? Welt in Flammen aufgehen sehen. Diese Allein­stehende Gehässigkeit dieses maßlosen AngriffSW^eigt deutlich, wie hoch die Wellen des Nationalbasses 4ent in Frankreich gehen!

München, 20. Anglist. DenMünchener Neuesten Nachrichten" wird aus Straßburg geschrieben, daß dort unmittelbar vor Kriegsausbruch Briefe aus Frankreich eintrafen, in denen behauptet wurde, Poincaree habe es in seinem Edelmut über sich gebracht, dem Deutschen Kaiser drei Milliarden anzubieten, wenn er Frieden halte. Der Kaiser habe aber sechs Milliarden gewollt und den Krieg, deshalb gebe es Krieg. Lügen, nichts als Lügen.

Deutscher Schneid und russischeRückzugskunst".

Ich bin Adjutant eines Ersatzbataillons, so heißt es in einem Feldpostbrief, und habe zwei sehr gute Pferde. Am 13., 14. und 15. war ich mit einem kleinen D^acire- ment zur gewaltsamen' Aufklärung hinter Atarggrabowa abgeschickt. Wir wurden von einer zehnfachen russischen Uevermacht beinahe umzingelt, haben uns aber durch den Feind, der ringsum uns alle Dörfer und Gehöfte in Brand gesteckt hatte, mit verhältnismäßig geringen Ver­lusten durchgeschlagen und ihm so die Zähne gezeigt, daß er uns unbehelligt abziehen ließ, obwohl er uns bis auf den letzten Mann hätte vernichten können. Das Pferd, das ich ritt, eine sehr große, sehr schnelle Trakeh- ner-Rappstute, ist durch einen Granatsplitter verletzt, ich bin heil geblieben, habe mir nur etwas die Knochen zer­schlagen bei einem Sturz zwischen die Eisenbahnschienen.

Der Krieg und unsere Kolonien.

Auf die aus größeren Städten eingelanfenen An­fragen von Angehörigen der Ansiedler in den deutschen Schutzgebieten gibt das Reichskolouialamt bekannt, daß in Dentsch-Südwestafrika und Kamerun alles rnhig ist. Aus Ostafrika und dem Südseeschutzgebiet liege« Nach­richten nicht vor und über die Vorgänge in Togo wurde die Presse bereits unterrichtet.

Deutschfreundliche Stimmnng auch in Kanada.

Aus Zeitungsabschnitten, die demHannov. Kurier" zur Verfügung gestellt werden, geht hervor, daß der deutsche Teil der Bevölkerung in Kalkada, der eine rege und anerkannte Tätigkeit ausübt, auch auf die Stimmung des anderen Teiles der Bevölkerung in deutschfreund­lichem Sinne einzuwirken in der Lage ist. Diesen Zwek-

mena sich von ihm eine goldene Kette hatte scheuten lassen. Sehen Sie, Signor, dieselbe Kette, welche die Filomena um den Hals trägt. Der Tonio wurde eines Tages in den Weinbergen bei Sorrent mit einem Messer­stich in der Seite halbtot gefunden, und es gab Leute, die ihn am selben Tage mit dem Pietro dort hatten hingehen sehen. Da soll der Pietro Angst gehabt haben, daß seine Tat herauskommen würde und darum, sagt man, ist er nach Amerika gegangen. Aber ob das wahr ist, Signor, weiß ich nicht, die Leute schwatzen auch viel."

Und vorher, da hat Pietro Cesco Lupi Altertüincr bemalt? Was? Auch den Luca della Robbia hat er bemalt? Jst's nicht so?"

Nina nickte. Sie schien es in diesem Augenblick ver­gessen zu haben, daß das eine gefährliche Frage war, die sie beantwortet hatte. Etwas anderes beschäftigte sie offenbar, und zwar mußte es eine Sache sem, die ihr Grauen erregte, denn ihr Gesicht war gam blaß gewor­den und ihre Augen verdunkelten sich.

Signor glauben Sie an Geister?" hauckte sie. ihr Köpfchen zu ihm hinneigend.

Er sah sie überrascht an.Wie kommen Sie darauf. Kind?"

Und nun, ihre Lippen seinem Ohr nähernd flüsterte sie ihm zu:Ich habe den Pietro Tozzi gesehen, vor vier Tagen, abends, als ich an den Sebeto ging, um für den Oheim einen Krug Triukwasser zn holen. Wir tanztei- nicht all dem Abend. Kennt Ihr die Gegend, wo die Eichen so dicht stehen, daß man kaum zwischen >hneu durchgehen kann und wo der Berg schroff nach dem Flak hin abfällt?"

Frarik verneinte.Aber erzählen Sie doch weiter, Nina," drängte er.Was geschah dann?"

(Fortsetzung folgt).