Ein siegreiches Gefecht bei Stallupönen
Dreitausend russische Gefangene. Englische Furcht vor deutschen Minen. Russische Märchen. Japan nimmt Stellung gegen Deutschland?
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Unser ostpreußisches erstes Armeekorps hat am Montag bei Stallupönen im Regierungsbezirk Gum- binnen gegen die russischen Eindringlinge einen Sieg erfochten und sich dabei bewundernswert geschlagen. Der erneute russische Versuch, deutsches Gebiet zu überfluten, ist abgewiesen worden. Dreitausend russische Gefangene und mehrere Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Die Meldung über das Gefecht lautet:
WTB. Berlin, 19. August. Das Generalkommando des ersten Armeekorps meldet: Am 17. August fand ein
Gefecht bei Stallupönen statt, wobei Truppenteile des ersten Armeekorps mit unvergleichlicher Tapferkeit kämpften, sodaß ein Sieg erfochten wurde. Mehr als dreitausend Gefangene und sechs Maschinengewehre fielen in unsere Hände, viele weitere russische Maschinengewehre, die nicht mitgeführt werden konnten, sind «n- dranchbar gemacht worden.
Tapferes Verhalten eines österreichischen Overlentnants.
WTB. Wien, 19. August. Das 8 Uhr Abendblatt meldet aus Lemberg: Oberleutnant Weiß wurde mit seinem Zuge von einer zehnfach überlegenen Kosaken- abteilung angegriffen und beschossen. Oberleutnant
Weiß kommandierte Schnellfener und brächte dem Feinde derartige Berlnste bei, daß er die Flucht ergriff.
Ein Ultimatum Japans an Deutschland?
WTB. Peking, 19. August. Hier geht das Gerücht, daß Japan im Begriff stehe, ein Ultimatum an Deutschland wegen Kiantschau zn richten.
Die Abbernfnng -er Japaner ans Deutschland.
Der japanische Botschafter in Berlin betonte, daß die Rückkehr -er japanischen Armee- und Marineoffiziere darauf zurückzuführen ist, daß die ganze deutsche Wehrmacht in kriegerischer Aktion steht, an der fremdländische Offiziere, die zum aktiven Dienst kommandiert waren, nicht teilnehmen dürfen. Dagegen sind der Militär- wie der Marineattachee, die zum diplomatischen Dienst gehören, in Berlin geblieben, wie überhaupt mit Ausnahme des seit längerer Zeit beurlaubten Botschafters das ganze Botschafterpersonal sich in Berlin auf seinem Posten befindet.
Vom Kampf bei Lagar-e.
Ueber den Kanwf bei Lagarde berichten in Saarbrücken und in der Rheinprovinz eingetroffene deutsche Verwundete, daß das Gefecht in sieben Stunden in glühendem Sonnenbrände gegen einen weit überlegenen und bis an die Nasenspitze verschanzten Feind gedauert hat. Die Wiesengründe waren mit Wolfsgruben durchzogen. Die Falle wurde aber von der Kavallerie bemerkt. Die Feuerwirkung unserer Artillerie vernichtete in kurzer Zeit zwei besonders gefährliche Batterien des Feindes, die dann glatt genommen wurden. Vorher hatten die Franzosen die Verschlutzstücke ihrer Geschütze so gut es ging unbrauchbar gemacht. Bei dem erbitterten Kampf um das Dorf hatten die Franzosen, wie der „Lokalanz." berichtet, jedes Haus besetzt. Auf dem Kirchhof waren Maschinengewehre geschickt verdeckt ausgestellt. Bei den ersten Schüssen unserer Artillerie lag aber der Turm in Trümmern, das ganze Dorf wurde unter Feuer genommen. Ein Angriff der Kavallerie brächte die Entscheidung. Jetzt liefen die Franzosen einfach davon. Viele baten mit erhobenen Händen und auf ihre Eheringe zeigend um Pardon. Ein deutscher Trompeter von den Jägern wurde zweimal durch seine Trompete gerettet, die er zuerst auf dem Rücken, dann auf der Brust trug. Er hat sie nachh> trotzdem ihm viel Geld geboten wuri
en wurde.
er nicht hergegeben,
Frankreichs Lockruf a« die Elsässer nutzlos verhallt.
Elsässische Blätter melden, daß, soweit die im Reichs- lanü ansässigen elsässischen Familien in Betracht kommen, bereits jetzt festgestellt werden könne, nicht ein einziger Elsässer dem französischen Lockruf auf Einstellung der Elsässer in französische Regimenter Folge geleistet habe. Der französische Reklameruf fei in ganz Elfaß ungehört verhallt. Sollte die französische Presse jedoch von irgend einem Erfolg des hochverräterischen Aufrufs zu melden wissen, so könne es sich nur um zwangsweise in Frankreich bei Kriegsausbruch zurückgehaltene und zwangsweise der französischen Armee einverleibte Elsässer handeln. Die Germanisierungswelle hat auch das Reichsland ergriffen. In Straßburg, Kolmar uno anderen elsäfsischen Städten sind über Nacht französische Firmentafeln, Hotelnamen und Warenbezeichnungen wie verschwunden.
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Ein lUeiftewerf.
Roman von Paul Beye.
(Nachdruck verboten.)
„Und irgend ein besonderes Merkmal ist Dir nicht an ihm aufgefallen?" fragte er.
„Nein — das heißt, er sprach nicht so wie hier in Neapel, sondern wie die Leute da oben im Norden reden."
Frank tat noch verschiedene Fragen, aber der Junge wußte absolut nichts mehr über den Pietro Tozzi aus- zusagen, er kannte weder seinen Beruf, noch wußte er, woher er kam, noch, was er in Amerika beginnen wollte.
„Hat er das Schiff in Neuyork gleich verlassen?" erkundigte sich der Detektiv.
.. »Er wurde schon in Hoboken ausgeschifft," lautete die Antwort.
»Weißt Du, ob er viel Gepäck mit sich hatte?" mn nr. NW§ als eine Handtasche aus
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"SanVBS ganz gewiß nicht bei sich?" braun® SanbtafS Smnor. Nichts als die kleine SabinSr1^ von dem Pikkolo in die mäßia m oi^Tn ^r ?S& ®$ war ein verhälinis- tattewr Raum S ^^^ Schiffseleganz ausge- sENpu ’ SmS S e™ Schiebetüre in das kleine, Bett war ein l^ führte Unter dem iuui ein leerer Raum, gerade arost aenua um einen sogenanntenKabinenkoffer darunter zu stellen.
„Hier stand eine lange Holzkiste" faate Gratis her öiefe Tatsache aus Brownings eigenem Munde oebsrc hatte. „Entsinnst Du Dich dessen?"
dickte. „Eine Kiste und ein kleinerer Koffer. Ich habe den Staub abrottoen müssen als trh te ms Tozzi einmal beim ÄS W $
Goeben und Breslau unbeschädigt.
Das Berliner Tageblatt schreibt: Nicht nur in englischen, sondern auch in italienischen Blättern finden wir die Meldung, daß die „Goeben" und „Breslau" havariert in Pola eingetroffen seien. Auch diese Meldung dürfte wie so viele Falschmeldungen der letzten Tage auf englische Ausstreuungen zurückzuführen sein. Zu unserer Freude sind wir in der Lage, versichern zu können, daß die beiden Schiffe vollkommen unbeschädigt sind.
Russische Märchen.
Dem Geheimen Kommerzienrat Richter, dem Inhaber der bekannten Anker-Steinbaukastenfabrik in Ru- öolstaöt, ist es, wie dem „Berl. Tagebl." berichtet wird, gelungen, von einer Reise durch Rußland als Bettler verkleidet nach großen Gefahren nach Deutschland zu- rückzukehren. Er erzählt, daß in Petersburg die tollsten Siegesnachrichten bekanntgegeben worden feien; danach wäre Wien bereits von den Russen eingenommen worden. Weiter berichtet er, die russischen Truppen, die in gewaltigen Massen zusammengezogc vielfach unter Hunger. Die England, den verbreiten,
gewaltigen Massen zusammengezogen würden, litten vielfach unter Hunger. Die Engländer ließen in Schweden verbreiten, daß in Berlin Revolution herrsche und daß das königliche Schloß in Berlin und die Paulskirche in Frankfurt a. M. bereits in Flammen aufgegangen seien!
Räuberbanden in Russisch-Polen.
Die „Köln. Volksztg." meldet: Das russische Räuber- und Bandenunwesen macht sich, nachdem die Russen nach ihrem Abzüge sämtliche Gefängnisse geöffnet haben, wieder sehr bemerkbar. Wie eine Krakauer Zeitung aus dem Orte Kielce berichtet, erschien eine Räuberbande in der Nähe von Ojcow und plünderte mehrere Villen aus. In einer Villa wurden die Besitzerin und ihre Tochter von den Räubern schwer verletzt. In Kielce und in zahlreichen anderen Städten haben sich nach dem Abzüge der Russen Bürgerwehren zum Schutze des Lebens und Eigentums gebildet.
Englische Furcht vor deutschen Minen.
, „Reisende, die aus England in Dänemark einge- troffen sind, erzählen, daß Hunderte von englischen Fischerbooten aus den englischen Häfen ausgelaufen sind, um die von der „Königin Luife" gelegten Minen anfzufischen. Die englische Admiralität hat große Belohnungen für die Auffindung von Minen ausgefetzt, und es ist, wie behauptet wird, bereits gelungen, einige Minen unschädlich zu machen.
Ein Binger Bürger erhielt von einem Verwandten, der enge Beziehungen zu Matrosen und zur Küstenbe- volkerung unterhält, einen Brief, aus dem folgende bemerkenswerte Stelle wiedergegeben wird: „Vor den Briten ist uns hier an der Wasserkante nicht bange. Sie haben ja anscheinend nicht einmal genügend geeignete Leute für ihre Schiffe. Unseren Fisckdampfermatrosen haben sie noch kürzlich in A.......40 Lstrl., d. h. 800 Mark monatlich geboten, wenn sie sofort in englischen Dienst treten. Sre haben ihnen aber etwas gepfiffen."
Die Fahnenflucht in der englischen Armee.
In den letzten zehn Jahren hat sich der Verlust, den die englische Armee durch Fahnenflüchtige erlitten, stetig gesteigert. Viele der Flüchtlinge kehrten zurück, aber der absolute Verlust nahm in den letzten Jahren erschreckend zu. Im Jahre 1905 betrug der Verlust — wie die „Mil.-pol. Korresp." meldet — 896 Mann, also etwa 17 die Woche. Im Jahre 1911 war die Zahl schon auf 1664, also 32 Mann die Woche gestiegen. Während der letzten acht Monate, vom September 1913 bis Ende Mai 1914 wurden 2087 Soldaten fahnenflüchtig, und da nur 1006 wieder zur Fahne zurückkehrten, betrug der Verlust für die Armee in dieser kurzen Zeit 1081 Mann.
— Diese Statistik aus englischer Quelle läßt tief blicken.
Fürsorge für unsere Verwundeten im Felde.
Im „Berl. Lokalanz." werden nach Berichten eines Augenzeugen Mitteiluügen über die Fürsorge gemacht, die unseren Verwundeten im Felde zuteil wird. Direktor Max Fischer von den Mannesmann-Werken in Düsseldorf hatte sich auf das Schlachtfeld bei Lüttich be- geben, und seine Wahrnehmungen gehen dahin: Das Wimmern und Schreien der Verwundeten, auf das er sich bei früheren Kriegsfchilöerungen gefaßt gemacht hatte, sei durch die wunderbare Kunst unserer Aerzte fast verstummt. Mit Liebe und Sorgfalt seien den Leidenden schmerzstillende Mittel gereicht worden, so daß sie deu schweren Transport ohne Klagen überstanden und auf den Verbandplätzen in dankbarer Ruhe sich der weiteren Pflege oft lächelnd anvertraut hätten. Kein heftiges oder ungeduldiges Wort habe er vernommen. Mit
„Und diese Kiste ist nie von ihrer Stelle gerückt worden?"
„So viel ich weiß, nicht, aber genau kann ich es natürlich nicht sagen, da ich nur ein paarmal hier drinnen gewesen bin."
„Hat sich der Pietro oft außerhalb der Zeit, in der er hier aufräumte, in dieser Kabine aufgehalten?"
„Das glaube ich nicht, Signor, da der Mr. Browning viel in seiner Kabine saß. Er hatte immer zu schreiben und das besorgte er nicht im Schreibzimmer, sondern hier."
Frank wollte nun auch noch den Raum sehen, in dem der Pietro geschlafen hatte. Es war ein riesiges Gemach mit zwei Reihen an den Wänden angebrachter Bettstellen, in dem die sämtlichen männlichen Deckreisenden hausten. Da die Elena inzwischen bereits einmal in See gegangen war, so bestand wenig Hoffnung, hier irgend eine Spur des Pietro Tozzi zu entdecken, denn nach jeder Fahrt wurde das Schiff selbstverständlich von oben bis unten auf das sorgfältigste ausgeräumt und gescheuert. Auch nicht ein Kleidungsstück oder ein Fetzen Papier fand sich in der Riesenkabine.
Bevor der Amerikaner das Schiff verließ, besichtigte er noch einmal genau die Räumlichkeiten in der Nähe der Kabine, welche Mr. Browning zum Aufenthalt gedient hatte. Die letztere mündete in einen langen Gang, zu dessen beiden Seiten sich die besten Kabinen für die Reisenden erster Klasse befanden. Die des amerikanischen Milliardärs lag am Ende dieses Ganges, ihrer Türe gegenüber stand ein Rundsofa, aus dessen kreis- ^rmiger Mitte eine Gruppe Blattpflanzen aufwuchs. Der Boden war überall mit Teppichen und Läufern bedeckt. Nachdem Frank sich die ganze Einrichtung lang betrachtet hatte, zeichnete er sich den Plan zum Ueberfluß noch in sein Notizbuch.
_ , "So, mein Junge —" sagte er — „hier hast Du DMx versprochenen drei Lire. Adieu, wahrscheinlich
einer wahrhaft brüderlichen Kameradschaft hätten sich die Aerzte zu den Kranken geneigt, sie durch milden, oft auch fröhlichen Zuspruch wieder aufrichtend. Kein Volk der Erde verfüge über ein so wohl ausgestattetes La- zarettfeldwesen, wie das unsrige und ein wissenschaftlich und sittlich so hochstehendes Aerztekorps wie das deutsche. Die Wirkung der modernen Geschosse scheine nicht so schmerzbringend zu sein, wie die der veralteten Waffen. Entweder brächten sie wohlgezielt an edlen Stellen den sofortigen Frieden des Todes, oder aber sie hinterließen nicht allzu schmerzhaft sich wieder ausheileride kleine Wundkanäle. So könne es sein, daß mancher in den Verlustlisten als schwerverwundet gemeldete Mann in kurzer Zeit sich wieder in der Heimat ganz erholen könne.
Das Dienstanszeichnungskreuz.
Eine Kabinettsorder des Kaisers über die Zuer- kennung des Anspruchs auf das Dienstauszeichnungs- kreuz an die oberen, mittleren und Unterbeamten sowie an die Personen des Soldatenstandes vorn Feldwebel abwärts des Heeres, der Marine und der Schutztruppen bestimmt folgendes: „Ich will am heutigen Tage, an dem Ich Mich zu Meinem Feldheere begebe, den höheren, mittleren und Unterbeamten sowie den Personen des Soldatenstandes vom Feldwebel abwärts Meines Meeres, Meiner Marine und Meiner Schutztruppen in Anerkennung ihrer treuen Dienste und als Zeichen -er Zusammengehörigkeit aller Dienstgrade einen erneuten Beweis Meiner Gnade zuteil werden lassen, indem : ihnen nach 25jähriger aktiver Dienstzeit den Anspruch auf das von des hochseligen Königs Friedrich Wilhelms III. Majestät am 28. Juni 1825 für Offiziere gestiftete Dienstauszeichnungskreuz zuerkenne. Ich vertraue, baß diese Auszeichnung ein weiterer Ansporn zu treuester Pflichterfüllung sein wird.
Beschämende Würdelosigkeit deutscher Frauen.
Das Generalkommando des württembergischen Armeekorps hat sich veranlaßt gesehen, folgende Bekanntmachung zu veröffentlichen: „Die unwürdigen und beschämenden Szenen, die sich beim Eintreffen der französischen Gefangenen namentlich von weiblicher Seite zugetragen haben, veranlassen das Generalkommando, bekanntzugeben, daß weibliche Personen, die sich an Gefangene in würdeloser Weise heraudrängen, von den Aufsichtsorganen festzuhalten sind, und daß ihre Namen dem Generalkommando zur Veröffentlichung in den Zeitungen mitgeteilt werden."
Andere Klagen kommen auch aus Düsseldorf und Elberfeld. Hier erließ der Major und Linienkomman- - dant Breitenbach an sämtliche Bahnhofskommandanten folgenden Befehl: „Deutsche Frauen und Mädchen haben sich bei Durchfahrt von Kriegsgefangenen teilweise würdelos benommen. Ersuche Bähubofskonnuan- öantcn, in schärfster Weise einzuschreiten, sobald unsere nationale Ehre durch solche Elemente angetastet wird."
Unter der Ueberschrift „Englands Blutschuld am Weltkrieg" veröffentlicht der 80jährige Ernst Häckel einen Artikel im „Jenaer Volksblatt", worin es heißt
Am 4. August 1914, der bis in alle Ewigkeit einer der dunkelsten Tage Englands sein wird, schwebte das Schicksal der ganzen Welt auf des Messers Schneide. Es lag in der Hand Englands, seiner Regierung um seines Parlamentes, die welthistorische Entscheidung entweder zugunsten des Friedens, des Rechts und des Guten fallen zu lassen oder zugunsten des Krieges, des Verbrechens und des Bösen. Am 4. August — an diesem großen welthistorischen Gedenktage — hat England sich für das letztere entschieden und damit die Blutschuld des größten Verbrechens auf sich geladen, das jemals die Menschheit erlebt hat, und dessen entsetzliche Folgen in ihrem ganzen Umfange gar nicht abzusehen sind. Der Fluch von Millionen unglücklicher Menschen fällt aus das Haupt des britischen Jnselreiches, dessen schrankenloser nationaler Egoismus keine anderen Ziele kennt, als die Ausdehnung der britischen Herrschaft über den ganzen Erdkreis, die Ausbeutung aller anderer Stationen zu seinem Vorteil und die Ausfüllung seines unersättlichen Geldbeutels mit dem Golde aller übrigen Volker! Und dabei brüstet sich diese stolze britische Nation heuchlerisch mit der Maske des Christentums! Sie ist stolz auf ihre unzähligen Missionare und ihre frommen Bibelgesellschaften, die mit dem Lichte des Evangeliums alle Völker beglücken sollen, jenes Evangelium der allgemeinen Menschenliebe, dessen Altruismus zu den egoistischen Grundsätzen des meltbeherrschenden und weltausbeutenden Englands in schneidendstem Gegensatz steht.
An einer anderen Stelle untersucht Haeckel die persönliche Schuldfrage. Er sagt darüber:
Wenn man einer einzelnen Person in führender um verantwortlicher Stellung den größten Teil dieser ungeheuerlichen Blutschuld zuschieben will, so kann weder der schwache russische Zar Nikolaus IL, noch der ehr-
komme ich noch einmal wieder, bevor die Elena den Hafen verläßt."
Er nickteCecco freundlich zu und stieg, in tiefe Gedanken versunken, die Schiffstreppe empor, die von der Mitte des Ganges aus nach dem Deck hinaufführie.
„Wenn der Pietro das Relief hier über diese Treppe fortgetragen hat, so muß er an so und so vielen Sabine« mit ihm vorbeigekommen sein," überlegte er „Es w tausend gegen eins zu wetten, daß man ihn dabei bemerkt haben müßte, denn einer der Reisenden znw mindestens pflegt doch in seiner Kabine zu sein, ausgenommen während der Mahlzeiten. Und selbst da«» sind selten alle Kabinen leer, weil immer einer oder der andere seekrank ist. Natürlich kann es der ZuM gefügt haben, daß er unangefochten durch den Gauü gekommen ist, aber kein vernünftiger Mensch riskiert etwas, zumal mit solch' einem schweren Stück, mit sein man doch nicht laufen kann wie ein Hase. Je länger ich es mir überlege, desto mehr gelange ich zu der Ueberzeugung, daß das Relief nicht durch diesen Gang getragen wurde. Aber wenn das zutrifft — wo ist es dann blieben? Durch das kleine Kabinenfenster kann es nicht ins Meer geworfen worden sein, denn das ist viel zu eng, also noch einmal frage ich — wo ist das Relief gebliebene Darauf gibt es meines Erachtens nur eine Antwort nämlich die, daß es sich noch auf dem Schiff befindet oder zum mindesten befunden hat zu der Zeit, als die Elena in Neuyork anlangte. Und zwar müßte es in nächster Nahe von Mr. Brownings Kabine oder in dieser selblt versteckt gewesen sein."
Bei diesem Punkt seiner Folgerungen angelangt- sagte Q-rank sich, daß er in einigen Tagen nochmals an Bord der Elena gehen und vorn Kapitän die Erlaubn» erbitten wollte, Mr. Brownings ehemalige Kabine sowie den Gang durchsuchen zu dürfen. Für heute wollte er nach Pietro Tozzi forschen.
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