antwortet: Alle völkerrechtlichen Verträge beruhen auf der völkerrechtlichen Loyalität. Ein Staat, der unerhörte Verbrechen gegen einen Nachbarstaat geflissentlich unterstützt, verwirkt nicht, nur durch groben Bruch -es Völkerrechts jeden vertragsmäßigen Anspruch auf Unterstützung gegen den verbrecherisch angegriffenen Staat, sonder» seine Helfer würden den politischen Mord verteidigen.
England hat freie Hand.
Daily Telegraph schreibt: Obwohl keine bindende Verbindung vorliegt, habe Sir Edward Grey deutlich erklärt, daß England auf parallelen Linien mit den anderen Ententemächten handle. Daily News schreiben: Die Pflicht der Regierung sei nicht nur, den Krieg fernzuhalten, falls er ausbräche, sondern sofort strenge Neutralität zu erklären. Standard schreibt: Wir haben die Freiheit, trotz der Entente an dem Krieg teilzu- nehmen oder ihm fernzubleiben.
Die Neutralität Schwedens und Norwegens.
Die schwedische Regierung hat beschlossen, daß Schweden im österreichisch-ungarisch-serbischen Kriege völlige Neutralität beobachten wird. — Die norwegische Regierung hat aus Anlaß des österreichisch-serbischen Krieges eine Neutralitätserklärung erlassen. Die Regierung hat die notwendigen Veranstaltungen zur Sicherung der Neutralität getroffen. Die Küstenbefestigung ist instand gesetzt und der wesentlichste Teil der Fahrzeuge, die nicht unter Kommando stehen, zur Verteidigung der Neutralität ausgerüstet worden. — Ob
die Türkei
gesonnen ist, im kommenden Weltkrieg unbeteiligter Zuschauer zu bleiben ,kann man bezweifeln, obgleich bereits Meldungen über eine Neutralitätserklärung der Türkei verbreitet werden. Aus Konstantiuopel wird gemeldet: Das türkische Marineverordnungsblatt veröf- sentlicht einen Befehl des Marineministers Dschemal Pascha, indem den türkischen Marineoffizieren Geschwätzigkeit vorgeworfen und bei Strafe der Ausschließung völliges Stillschweigen über die Kraftverhält- msse sowie über Vorbereitungen und Bewegungen der Kriegsmarine anbefohlen wird.
Der Vertrauensbruch Rußlands.
Von informierter Seite wird der „Franks. Ztg." aus Wien gemeldet: Während die russische Mobilisierung schon im Gange war, gaben Sasanow und Suchom- linow den Botschaftern in Petersburg spontan ihr Ehrenwort, daß keinerlei Mobilisierung in Rußland stattfinde.
Aufruf des Präsidenten Poincaree.
In einem Aufruf des Präsidenten und der Mitglieder der Regierung an das französische Volk heißt es u. a., daß trotz der Anstrengungen der Diplomatie sich der Horizont verfinstert habe. Frankreich, das im Laufe der letzten Tage seine Anstrengungen auf Erhaltung des Weltfriedens 'verdoppelt habe, habe jetzt die erste unerläßliche Maßnahme zum Schutz seines Gebietes getroffen. Die Mobilisation erscheine als das beste Mittel, den Frieden und die Sicherheit zu erhalten. Die Regierung hoffe noch eine friedliche Lösung zu erzielen.
Ans Belgien.
Die belgische Regierung will 100 Millionen Fünf- frankenscheine ausgeben. Sie hat die neutrale Belagerung erklärt. Die Zeitung „Petit Bleu" wurde beschlagnahmt, weil sie die Deutschen mit Barbaren vergleicht und mit dem Ausdruck „V:ve la barbar l" schließt.
Die deutsche Treue.
Nach Mitteilungen aus informierten Wiener Hofkreisen dauert die Flut der Huldigungstelegramme an, welche Kaiser Franz Joseph aus der Monarchie, insbesondere aber auch aus Deutschland zukommen. Der Kaiser ist außerordentlich erfreut über die Kundgebung gen aus allen Kreisen der Bevölkerung Deutschlands und gerade die von Herzen kommenden Glückwünsche machten einen tiefen Eindruck aus ihn. Der aufrichtigen Freude über diese Huldigung gab der Kaiser wiederholt zu seiner Umgebung Ausdruck. — Aus der unzählbaren Fülle der Telegramme seien nur einige herausgegriffen. Ein Stammtisch in Oberhausen (Rheinland) telegraphiert: In unwandelbarer Treue bringen wir Euer Majestät begeisterte Glückwünsche und wünschen Erfolg. Dem greisen Heldenkaiser schlagen 500 kernige deutsche Herzen in Treue entgegen und senden Wünsche für das Gelingen des Vergeltungswerkes. — Aus einer Stadt Westfalens: 1000 deutsche Männer wünschen Sieg? das gleiche telegraphierten 500 treugesinnte Sachsen.
Telegramm König Ludwigs an den Kaiser.
König Ludwig richtete an den Kaiser nachstehendes Telegramm:
,,Das bayrische Heer ist heute mit Beginn der Mo- bilrsierung unter Deinen Befehl als Bundesfeldherr getreten. Schon in Friedenszeiten in dem Geist erzogen, der die deutschen Truppen vor 44 Jahren zum Siege führte, wird das bayrische Heer sich des Vertrauens würdig erweisen, das ganz Deutschland in seine Kriegstüchtigkeit setzt. Nie hat das deutsche Reich vor einer irnsteren Entscheidung gestanden, als in dieser Stunde, n der seine Fürstest und Völker wie ein Mann auf- tehen, um seine Ehre, Stellung und Zukunft gegen mäch- tge Feinde zu verteidigen. Nie aber wird die «ner- chütterliche Treue, in der die Deutschen zusammenstehen, ich überwältigender offenbaren als im Kampfe, der uns aufgezwungen wird. Das Vertrauen auf Gott und seine Gerechtigkeit wird unser Heer stärken, in dem Bewußtsein seiner Geschlossenheit nnd eisernen Manneszucht. Ernsten Mutes werden sie, wenn es zum Kriege kommen sollte, den Kampf für ihr gemeinsames Vaterland und für den Ruhm und die Würde des deutschen Namens mit Ehren bestehe». In dieser Erwartung heiße ich Bayerns Söhne sich um ihre Fahne zu scharen und bitte Gott, er möge, wenn der Kampf entbrennt, den deutschen Waffen den Sieg verleihen. Ludwig.
Ausfahrt des Kaiserpaares.
Der Kaiser und die Kaiserin machten Sonntag nachmittag von 5 Uhr ab im offenen Automobil eine zweistündige Ausfahrt nach dem Grunewald und wurden in allen Teilen von dem Publikum stürmisch begrüßt. Die Umgebung des Königlichen Schlosses, in dem das Allerhöchste Hauptquartier arbeitet, ist aögesperrt.
Deutsch-österreichische Erfolge.
Grenzgefechte im Osten.
w> Berlin, 3. August. Aus Allenstein wird vom Sonntag nachmittag 6 Uhr gemeldet: Bisher im allgemeinen an der Grenze nur kleinere Kavalleriegefechte. Johannisburg, das von einer Eskadron des Dragoner- regiments 11 besetzt ist, wird augenblicklich angegriffen. Die Bah« Jobaunisburg—Lyck bei Gutten unterbro- ebenso die Stichbahn nach Dlottowen, Verluste auf russischer Seite etwa 20 Mann, auf deutscher ^ettennr mehrere Leichtverwundete.
L^Danzig, 3. August. Deutsche Bahnhofsarbeiter gezogen Wo 00tt Russen beschossen, haben sich zurück- ^a^i^^^l 3. August. I« Eydtknhnen russische Pa.ronme eingeritten, Postamt Bilderweitscheu nach
sicherer Meldung zerstört. Feind überschritt Grenze an vielen Stellen, wie zweifelsfrei gemeldet.
os* Berlin, 3. August. Auf der Thorner Eisenbahn- brücke versuchte ein Mann vom Zuge aus eine Bombe zu werfen. Er wurde aber vorher dingfest gemacht.
An der Westgrenze.
»-»- Berlin, 3. August. In gestriger Nacht wurde feindliches Luftschiff in Fahrt von Kerprich auf Ander* nach beobachtet. In gleicher Nacht versuchte der Koche- ner Gastwirt mit Sohn den Kochener Tunnel zu sprengen. Der Versuch mißlang. Beide wurden erschossen.
Feindliche Flugzeuge von Dttren auf Cöln beobachtet. Ein französisches Flugzeug bei Wesel herunter- geschossen.
Bei Coblenz versuchten vormittags achtzig franzö- fifcbe Offiziere in preußischer Uniform in Kraftwagen die preußische Grenze bei Walbeck westlich Geldern zu überschreiten. Der Versuch mißlang.
Deutsche Truppen hatten ein Gefecht an der frau- zösischen Grenze, wobei 800 Franzosen gefangen und gefallen sind. Anf deutscher Seite sind 3 Offiziere und 14 Mann gefallen.
Unsere Flotte im Kampf.
»-* Berlin, 3. August. Kleiner Kreuzer „Augsburg" meldet vom Sonntag nachmittag 9 Uhr durch Fnnkspruch: Bombardiere Kriegshafen Libau. Bin im Gefecht mit feindlichem Kreuzer. Habe Minen gelegt. Kriegshafen Libau brennt.
Ein russisches Geschwader ist bei den Alandsinseln geschlagen worden. Die Alandsinseln sind von de» Dentschen besetzt.
2000 Serben gefangen.
Die Oesterreicher haben 2000 Serben gefangen genommen.
Russische Spione im Lande.
Nach zuverlässigen Nachrichten bereisen russische Offiziere und Agenten in großer Zahl unser Land. Die Sicherheit des Deutschen Reiches fordert es, daß neben den amtlichen Organen das gesamte dentsche Volk daran mitwirkt, solche gefährliche Personen unschädlich zu machen. Durch rege Anfmerksamkeit in dieser Hinsicht kann jeder an seiner Stelle zum glücklichen Ausgang des Krieges beitragen.
Bestimmte Nachrichten deuten darauf hin, daß Zer- störnngsversnche gegen Eisenbahnbauten und deren Kunstbauten von feindlicher Seite anch im Innern des Landes versucht werden. Bei der großen Bedeutung der Eisenbahnen für die Durchführung der Mobilmachung und znr Sammlung des Heeres ist es Pflicht jedes Deutschen, die Heeresverwaltung beim Schutz der Eiseu- bahnen zu unterstützen. Dies kann geschehen durch Ueberwachung des Mitreisenden Publikums, Mitteilung jeder verdächtigen Handlung a» die nächste Eisenbahn- oder Militärbehörde, eventl. Festnahme verdächtiger Individuen.
Bruch des Völkerrechts durch Frankreich.
»s* Berlin, 3. August. Hier lief die militärische Meldung ein, daß gestern vormittag französische Flieger in der Umgebung von Nürnberg Bomben abgeworfen haben. Da eine Kriegserklärung zwischen Frankreich nnd Dentschlaud bisher nicht erfolgt ist, liegt ein Bruch des Völkerrechts vor.
Politische Rundschau.
Mitteilung der Reichsbank. Das Reichsbank-Direktorium gibt bekannt, daß für den Fall kriegerischer Verwicklungen Vorsorge getroffen ist, daß jedermann gegen Verpfändung von Wertpapieren oder geeigneten Kauf- manuswaren Geld erhalten kann.
Ein Aufruf der deutsch-hannoverschen Partei. Das Direktorium der deutsch-hannoverschen Partei erklärt an der Spitze seines Parteiorgans, der „Deutschen Volkszeitung", daß angesichts der gefahrdrohenden Zeit der Kampf der Parte: zu verstummen hat. Höher als alle Parteiziele stehe das deutsche Vaterland. Getreu ihren im Kampf vertretenen Grundsätzen, bewußt der Pflicht, die der Ernst der Stunde gebeut, stellt die deutsch-han- noversche Partei mit dem heutigen Tage für die Zeit der Gefahr den partei-politischen Kampf ein.
Kleine flach richten.
Trauung der Prinzessin Adelheid mit Graf Solms. Nachdem am Freitag die Nottrauung des Prinzen Adal- bert mit der Gräfin Bassewitz vorgenommen wurde, fand Sonnabend abend kurz nach 6 Uhr in der Friedenskirche zu Potsdam die Trauung der Prinzessin Adelheid zu Schleswig-Holstein-Glücksburg, der vierten Tochter des Herzogspaares zu Glücksburg, mit dem Grafen Friedrich zu Solms-Baruth, dem ältesten Sohne des Fürsten zu Solms-Baruth, statt. Der kirchlicher: Feier war in der Villa Liegnitz die Ziviltrauung vorausgegangen. Die Feier fand im engsten Familienkreise statt.
Rückreise mit Hindernissen. In Deutschland weilen augenblicklich ungefähr 25 000 Amerikaner, die auf deutschen Schiffen Deutschland nicht mehr verlassen können. Infolgedessen sind amerikanische Passagierschiffe nach Deutschland beordert worden, um die Nordamerikaner in die Heimat zurückzuholen.
Eine Wasserhose bei Brüssel. Bei Uzzle und Forest, südöstlich von Brüssel, ging eine Wasserhose nieder, die furchtbaren Schaden anrichtete. Die Gemüsefelder und d:e Gärten der Villen sind vollständig überschwemmt. Die nach Brüssel führenden Straßen wurden derartig unterspült, daß der Verkehr der elektrischen Bahnen e:n- gestellt werden mußte.
Ein Kaiserlicher Amnestieerlatz.
Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht folgenden Gnadenerlaß des Kaisers:
Ich will allen Personen des aktiven Heeres, der aktiven Marine und der Schutztruppen vom Feldwebel (Wachtmeister) oder Deckoffizier abwärts und allen unteren Militärbeamten des Heeres, der Marine und der Schutztrupppen, soweit nicht einem der hohen Bundesfürsten das Begnadigungsrecht zusteht, die gegen sie von Militärbefehlshabern oder von Militärgerichten des preußischen Kontingents, vom Gouvernementsgericht Ulm sowie von preußischen Gerichten und Verwaltungsbehörden verhängten Geld- und Freiheitsstrafen beziehungsweise den noch nicht vollstreckten Teil derselben aus Gnade erlassen, sofern:
a) die lediglich wegen milrtanscher Verbrechen oder Vergehen ihnen auferlegten Strafen insgesamt 5 Jahre,
b) die lediglich wegen gemeiner Verbrechen. Vergehen oder Uebertretungen :hnen an erster Stelle und an Stelle der Geldstrafen auferlegten Freiheitsstrafen insgesamt 1 Jahr,
c) bei dem Zusammentreffen militärischer und gemeiner Verfehlungen die wegen letzterer verhängten oder in Ansatz gebrachten FretLeusstrakLn ein Jabr. sie Frei
Heitsstrafen insgesamt 5 Jahre nicht übersteigen. AuS. geschlossen von der Begnadigung sollen jedoch diejenigen Personen sein, B.
1. welche unter der Wirkung von Ehrenstrafen stehen,
2. welche wegen eines mit dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedrohten Verbrechens oder Vergehens verurteilt sind, and) wenn auf die Ehrenstrafe nicht erkannt ist , ...
3. welche während der Strafverbützung, sofern diese bereits begonnen hat, oder während einer voraufge- gangenen Untersuchungshaft sich schlecht geführt haben.
Auf Personen des Beurlaubtenstandes vom Feldwebel (Wachtmeister) oder Deckoffizier abwärts findet vorstehende Order entsprechende Anwendung, sofern sie aus Anlaß der gegenwärtigen Mobilmachung einberufen werden und zur Einstellung gelangen.
Ich beantrage Sie, für die schleunige Bekannt- machung und SluSfübrung des Erlasses Sorge zu tragen, gez. Wilhelm.
Ein entsprechender Erlaß ist auch für das Groß- Herzogtum Hessen ergangen.
Gericht und Recht«
6 Monate Arrest für Lebensmtttclmncher. Wie aus Eger gemeldet wird, hat dort unmittelbar nach Bekanntgabe des Mobilmachungsbefehls ein unerhörter Lebeus- mittelwucher eingesetzt. Die Bezirkshauptmannschaften in Böhmen haben jetzt befaunfgcgeben, daß diejenigen Geschäftsleute, die den Verkauf ihrer Waren verweigern oder ihre Vorräte verheimlichen, oder die iiber die amtlichen Höchstpreise hinausgehen, mit Arrest bis zu sechs Monaten bestraft werden. Jede Familie darf jetzt aus Deutschland täglich bis zu drei Kilogramm Mehl zollfrei einführen. Für das Rote Kreuz wird überall besonders in den böhmischen Kurorten, eifrig gesammelt; es spielen sich dabei Szenen ab wie 1813 in Deutschland.
Der Mann in Franenkleidern. Wegen Erregung öffentlichen Aergernisses und groben Unfugs hatte sich vor den: Schöffengericht Berlin-Mitte der angebliche Kaufmann Mechold zu verantworten. Der jetzt 61jährige Angeklagte hat fast 25 Jahre seines Lebens in den Gefängnissen und Zuchthäusern zugebracht. Seit vielen Jahren treibt sich M. tu Franenkleidern in Berlin, insbesondere in den Hafengegenden umher, um dort die Bekanntschaft seiner Opfer zu machen. Im April dieses Jahres wurde er von einem Schutzmann am Humboldt- Hafen beobachtet. Die Vorgänge, die der Beamte beobachtete, führten zu der Erhebung der Anklage wegen Erregung öffentlichen Aergernisses. Mit Rücksicht aus die Gemeingeführlichkeit dieses Treibens und die vielfachen Vorstrafen des Angeklagten hielt das Gericht es für angebracht, ihn auf möglichst lange Zeit uuschädlich zu machen. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis und drei Wochen Haft bet sofortiger Verhaftung.
Vermischtes.
Der falsche Einverufer. Zum Bürgermeister in Ott- maring kam ein tunger Mann, der vorgab, vom Grafen von Preysing beauftragt zu sein, sämtliche Reservisten der Umgebung infolge der Kriegsgefahr eiuzuberufen. Er ersuchte den Bürger:neister, ihn zu dem Zwecke ein Pferd zur Verfügung zu stellen. Auf bem Wege warf das Pferd den Reiter ab, woraus dieser wieder zum Bürgermeister zurückkehrte, um sich ein besseres Pferd geben zu lassen. Die inzwischen verständigte Getldar- merte verhaftete den Einverufer, der sich als ein lauge gesuchter Deserteur entpuppte.
Merkwürdige und häufige Ehescheidungen. Mcrk- würdkge Fälle von Ehescheidungen verzeichnen die Ta
würdige Fälle von Ehescheidungen verzeich bellen des Statistischen Amts der Stadt ü
bellen des Statistischen Amts der Stadt Über die Bevölkerungsvorgänge Berlins im Jahre 1912. Scheiden ließ sich noch ein 78jähriger Mann von einer Frau mit 37 Jahren. Geschieden wurde eine Frau mit nicht weniger als 10 lebenden Kindern. Ihr Alter war 43 Jahre. Eine Ehe mit 9 minderjährigen gemeinsamen Kmdern lulirde geschieden. Zwei der geschiedenen Frauen waren erst 18 Jahre alt. Eine Ehe wurde nach 39jähriger Dauer geschceden. Die Gesamtzahl der Ehescheidungen betrug 2295. Am häufigsten war eine Scheidung von Männern im Atermst H Jahren und Frauen mit 33. Das fünfte bis sechste Jahr scheint das kritische für eine gute Ehe zu sein. Die meisten geschiedenen Ehen werden nach dieser Dauer geschieden.
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den Krieg mit Oester- ganze serbische Auftrac
.J?« nicht erfüllte Bestellung Serbiens. Der öfter- ^^isch-serbische Kriegszustand mußte natürlich schwerc wirtschaftliche Schädigungen im Gefolge haben, die fiel: in ihren Wirkungen nicht bloß auf die direkt beteiligten die sächsische Industrie wird voll dleserl Schadigungei: berührt. Ein bemerkens- toertes Beispiel hierfür' liefert die Dresdener Militär, effektenfabrik R. Trautvetter. Mit dieser Firma waren vor etwa vier Wochen durch Vermittlung der serbischen Gesandtschaft in Wien Verhandlungen angeknüpft worden zwecks Lieferung von 182 000 vollständigen Unt- formen für die serbische Armee. Der Auftrag war ein Objekt von 14 Millwnen Mark. Die Lieferung sollte in den nächsten 2% Jahren, die Zahlung ratenweise 5proz. serbischen Schatzbonds mit sechs- bis neunmonat- licher Laufzeit erfolgen. Durch den Krieg mit Oesterreich-Ungarn ist natürlich der ganze serbische Auftrag hinfällig geworden, zumal außerdem die Firma das Risiko nicsst übernehmen will, sich mit serbischen Schatz-
N lassen, deren Unterbringung natür- lich jetzt schon fast unmöglich geworden ist.
Der Flug um die Welt beschäftigt in den Vereinigten Staaten andallernd die Gemüter. Seitens der Let- tung der Weltausstellung in San Francisco sind jetzt bereits mehrfach Garantier: geboten worden, daß die angekündigten Geldpreise auch wirklich zur Verfügung stehen. Insgesamt beträgt die Höbe der Preise rund zwei Millwnen Mark. Der Start ist auf den 15 Mai 1915 festgesetzt. Die vorgeschriebene Flugzeit betrat 1A ^Oi1 vnt der Errichtung der Etappen-Statronen ist bereits begonnen worden. Die Zahl der anaemeldt-- ten Teilnehmer ist noch gering, es haben sich bisher nur drei Bewerber eingeschrieben. Die Aussichten, daß sich noch weitere Fl:eger, besonders aus den zurzeit her Aviatik führenden Ländern Deutschland und Frankreich melden werden, sind keine besonders guten. Trotz aller ernsten Vorbereitungen auf amerikanischer Seite — ein amerikanisches Blatt hat sogar jetzt schon ein a^okes Mh 2 «va^ Ä
*■ neuestes vom Caae Folge» des Jähzorns.
** HÄ ^»^ugust. Im Verlaufe eines Wort- -------- - ' _ Schuß auf und verletzte
-ch einen
wechsels gab der Polizelsergeant Kinder einen S den Polizeiwachtmeister Histowski ab und ve^ ÖÄ äfe Mnin M 'E °"