großen Schaden anriMen. Eine ganze Anzahl von Personen wurden vom Blitz erschlagen. — Auch beim Baden ereigneten sich zahlreiche tödliche Unglücksfälle.
Blitzschlag in ein Elektrizitätswerk. Eine durch Blitz verursachte Feuersbrunst zerstörte das Elektrizitätswerk der Tyyßenschen Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" bei Duisburg. Das Stahlwerk ist infolgedessen ohne elektrischen Strom. 2000 Arbeiter müssen einstweilen feiern. Der Schaden wird auf 250 000 Mark geschätzt.
Blitzschlag in ein Hotel. In Lippls Hotel in Abte- nau schlug der Blitz ein und tötete den Gutsbesitzer Sandtner. Der Postillon Wintersteller wurde gelähmt »nd der Hotelbesitzer betäubt.
Anschlag auf eine staatliche Patronenfabrik. Auf die staatliche Patronenfabrik auf der Zsepel-Jnsel bei Budapest wurden nachts von Unbekannten mehrere Gewehrschüsse abgefeuert. Da weitere Anschläge von serbischer Seite befürchtet werden, steht die Fabrik unter starker militärischer Bedeckung.
Tödlicher Unfall in einer Bäckerei. Bei dem Bäckermeister Schneider in Schmieget (Schlesien) geriet die 39jährige Witwe Mackowiak in das Getriebe der Maschine. Sie wurde von der Welle erfaßt, mehrmals her- umgeschleudert und hierbei so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat.
Der russische Gesundbeter Rasputin, der, wie gemeldet, durch eine Frau schwer verletzt worden war, ist nach der Stadt Tumen überführt. Dort wurde eine Operation an ihm vorgenommen, die glücklich verlief.
Bluttat eines russischen Gardeoffiziers. In dem bekannten Petersburger Etablissement „Aquarium" schoß der Gardeleutnant Swistunow auf den Direktor Beh- rens von der Industrie-Gesellschaft. Der Getroffene wurde in hoffnungslosem Zustande ins Hospital gebracht. Die Ursache des Rekontres soll auf geschäftlichem Gebiete zu suchen sein.
Die Hitze in Rußland. In vielen Gegenden Sudrußlands ist die Hitze bis auf 40 Grad R. gestiegen und wirkt verderblich auf die Vegetation und das Getreide, auch auf die Haustiere, die von Hitzschlägen zusammen- brechen und verenden. Ueberall brennen Wälder und Torfmoore. Das Volk veranstaltet vielfach Prozessionen und umlagert betend die Kirchen.
Auf der Suche nach dem italienischen Massenmörder. Der Mörder Simone Pianetti ist immer noch nicht festgenommen worden. Er hält sich in, den Bergen verborgen. Falls es nötig sein sollte. wird das Militär von Bergamo aufgeboten werden, um den Verbrecher, vor dem die ganze Gegend zittert, endlich unschädlich zu
W Räuberbande überfiel die Kreditanstalt in der Stadt Gori, so meldet man aus Tiflis, und raubte 13 000 Rubel. Die zu Hilfe eilende Polizei geriet mit den Räubern in einen Kampf und nahm ihnen das Geld ab. Auf Seiten der Polizei wurden vier Personen ver- ^""Grötzfener in Petersburg. Ein im Arbeiterviertel in der Nähe des Nikolaibahnhofes ausgebrochener Braild hat fünfundzwanzig Häuser zerstört. Gegen tausend Menschen sin^ obdachlos geworden. Unter den Trümmern wurden bisher vier Lerchen gefunden. ____
bericht und Redtf*
Aus dem Scheidungsprozeß Leopold Wölflings. Das Münchener Gericht hat Leopold Wölfling verurteilt, seiner Frau Maria, geb Ritte'r, das ihr für die Dauer des Ehescheidungsprozefses zugestcherte Monatsgeld von 1000 k zu belassen. Er wollte ihr monatlich nur noch 400 geben. Wölfling bezieht jährlich aus Familren- stiftungen etwa 30 000 JL
Wien, 16. Juli. Der aus Berlin stammende Hochstapler Schuhmacher, der sich einen kostbaren Schmuck erschwindelt hatte, wurde zu 6 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Allerlei von der Lustsahrl.
Hundert Todesopfer der Fliegerei im Jahre 1914.
Seit dem Jahre 1896, als Lilienthal, dessen Denkmal vor wenigen Wochen in Lichterfelde enthüllt wurde, am 9. August seinen Tod fand, hat die Flugmaschrne bisher 511 Menschenleben gekostet. Das hundertste Opfer des Jahres 1914 wurde Leutnant Hubert, der auf dem Flugplatz Kiewit bei Hasselt abstürzte und am 12. Julr den erlittenen Verletzungen erlag. Von den 100 Todesopfern des Jahres entfallen auf Frankreich 25, auf Deutschland 23, auf Rußland 11, während sich der Rest auf die übrigen Staaten verteilt. So traurig es stimmt, diese Zahlen zu nennen, um so mehr tritt in den Vordergrund die schon so oft aufgestellte Behauptung: „Fliegen ist Krieg im Frieden." Die meisten Todesopfer im ganzen weist Frankreich mit 112 auf, während Deutschland mit 85 Toten an zweiter Stelle steht. Dann folgt Amerika mit 64, England mit 42, Rußland mit 28, Italien mit 23 Toten. In der Schweiz fielen 9, in Oesterreich und Belgien je 7, in Japan 5, in Rumänien 4 m Argentinien, Spanien und Griechenland je 3, in Serbien, Peru, China je 2 und in Holland, Brasilien, Montenegro, Luxemburg, Bulgarien, Ungarn, Jamaika, Dänemark, Chile und Portugal je einer der Flugmaschine zum Opfer.
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Heinrich Oelerich, der neue Weltrekordmann, ist 37 Jahre alt, verheiratet und schon seit dem Herbst 1910 Flieger. Sein Pilotenzeugnis erwarb er am 21. Oktober 1910 in Johannisthal auf einem Schulze-Herford-Em- decker. Nachdem er eine Zeitlang in Johanmsthal geflogen war, unternahm er 1911 eine Flugexpedrtwn nach Brasilien und trat 1912 in die Dienste der neu gegründeten Leipziger Flugzeugwerke, bei denen er seitdem als Chefpilot und Fluglehrer tätig war. Schon am 5. Julr 1912 hatte er einen Weltrekord aufgestellt, und zwar schlug er mit zwei Stunden 41 Min. Flugzeit den Dauerrekord im Flug mit zwei Passagieren. Zuletzt nahm Oelerich mit Erfolg an dem Dreiecksflug Berlin- Leipzig-Dresden teil.
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300 Kilometer in 2 Stunden geflogen.
Einen Flug Johannisthal-Warnemünde unternahm der Flieger Marshal. Bei dem Flug, den der Pilot auf einem neuen Militäreindecker der Agowerke unternahm, wurde die Maschine einer Geschwindigkeitsprüfung unterzogen. Marshal gebrauchte für die 200 Kilometer lange Strecke Johannisthal-Schwerin 1 Stunde 23 Minuten und für die weiteren 100 Kilometer Schwerin-Wismar-Warnemttnöe 39 Minuten, sodaß die Maschine eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 149 Kilometern in der Stunde erzielte.
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Die Fliegerin de la Roche abgestürzt.
Wie aus Reims gemeldet wird, ist die Fliegerin Baronin de la Roche infolge eines Absturzes schwer verwundet worden. — Baronin de la Roche hat sich als erste Flugzeuglehrerin in Frankreich schon mancherlei Verdienste um die französische Aviatik erworben. Auf ihren Flügen ist sie aber vielfach vom Unglück verfolgt worden. Im Jahre 1910 erlitt sie ihren ersten Unfall,- damals Wate sie in RMms mit einem Boifin-DLppel-
decker auZ 15 Meter Höhe ab und machte fälschlicherweise den deutschen Flieger Lindpaintner für ihr Mißgeschick verantwortlich. Ein Jahr später stieß das Automobil, in dem sie mit dem bekannten Flieger Charles Voisin zum Flugplatz fuhr, mit einem anderen Auto zusammen. Ihr Partner blieb damals tot auf dem Platz, während die Baronin mit leichteren Verletznngen davonkam.
Vermischtes.
Vier Brüder — vier Generale. Der 1868 in München verstorbene Oberst im Generalquartiermeisterstabe Carl Schoch, ein hervorragend wissenschaftlich gebildeter Offizier, hatte vier Söhne hinterlassen, welche sämtlich als Generale im bayerischen Heere dienen, ein Fall, der bisher noch niemals dagewesen ist. Der älteste von ihnen ist Generalleutnant Gustav Ritter von Schoch, Kommandeur der fünften Division in Nürnberg. Ihm folgt Albrecht Ritter von Schoch, der die erste Division in München befehligt. Der dritte der Brüder ist Emil Schoch, Brigadekommandeur in Augsburg, und den Reigen dieses einzigen Quartetts beschließt Generalmajor Carl Swoch in Neu-Ulm.
Vom Schicksal verfolgt. Schwer vom Schicksal verfolgt wurde ein junges Mädchen aus Schlatt bei Hechtn- gen. In blühender Gesundheit wollte das Mädchen vor Jahresfrist einen braven jnngen Mann heiraten. Alles war zur Hochzeit vorbereitet, aber wenige Tage vorher befiel den Vater der Braut eine Lungenentzündung, und am selben Tage und znr selben Stunde, auf die die Hochzeit angesetzt war, schritt sie hinter dem Sarge des Vaters zum Friedhofe. Zwei Wochen später fiel ihr Bruder im Alter von 18 Jahren derselben Krankheit zum Opfer, und damit nicht genug: ehe ein neuer Tag zur Hochzeit angesetzt war, erlitt der Bräutigam einen Blutsturz und starb nach wenigen Monaten. Von dieser Zeit an begann das vom Schicksal so schwer mitgenommene junge Mädchen zu kränkeln und ist nun, nach Monaten schweren Leidens, auch gestorben. Die Mutter aber, die seit zehn Jahren durch ein schmerzliches Nervenleiden ans Bett gefesselt ist, hat die Särge der Ihrigen aus dem Hause tragen sehen, ohne daß sie die Gräber besuchen konnte.
Ein Zwischenfall unter den deutschen Jonrualisteu in Paris. Im Anschluß an die von den Brüdern Cas- sagnac gegen die deutschen Korrespondenten in Paris geführte Campagne hat sich ein neuer Zwischenfall ereignet. Der österreichische Journalist Stephan hat an die Herren Cassaguac einen Brief gerichtet, in der er seine Sache von der der deutschen Korrespondenten trennt und der Hoffnung Ausdruck verleiht, daß er nicht angegriffen werde. Diesen Brief brächte Stephan persönlich in die Redaktion der „Autorits". In den dentschen Journa- listenkreisen erregte dieser Schritt begreiflicherweise großes Aufsehen und der Korrespondent des Berliner Tageblattes, Victor Aubnrtin, sprach Stephan brieflich seine Mißbilligung über einen so unkollegialen Schritt aus. Stephan sandte hierauf Aubnrtin seine Zeugen. Zunächst wird sich ein von deutschen Journalisten gebildeter Ehrenrat mit der Angelegenheit befassen.
Der Grotzglockner frei für Touristen. Nachdem Herr Willers-Bochum bis 1. Juli nicht den Zuschlag des derzeitigen Besitzers des Großglockners zu dem Vor- kaufvertrag erhalten hat, ist nach Anzeige an die Landesregierung ein Eigentumsübergang der Grotzglockner- gebiete an das von Herrn Millers vertretene ausländische Konsortium nicht erfolgt. — Die zum 1. August angedrohte Sperrung der Wege des Großglocknergebiets ist damit endgültig behoben.
Sie albanische Krisis.
Abermaliger Appell des Mbret an die Mächte.
Fürst Wilhelm von Albanien hat sich abermals an die Mächte mit der Bitte gewandt, ihm finanzielle und militärische Mittel zur Erhaltung seines Thrones zur Verfügung zu stellen. Die Lage in Albanien hat sich sehr ernst gestaltet, und unter diesen Umständen will die italienische Regierung eine Intervention der Machte anregen, um eine Anarchie in Albanien zu verhindern. Von einer gemeinschaftlichen Aktion Oesterreichs und Italiens kann, dem „B. T." zufolge keine Rede sein. Es wird sich um eine internationale Aktion der Machte handeln. Zunächst würde dem Fürsten ein neuer Vorschuß gewährt werden, und dann soll die albanische Milizarmee durch die Offiziere der internationalen De- tachements in Skutari reorganisiert werden.
Die Klagen des Firrsten.
Die „Kölnische Zeitung" meldet aus London: Nach dem Sonderbericht der „Times" aus Durazzo hat am letzten Freitag der Fürst die Gesandten von Oesterreich- Ungarn, Frankreich, Deutschland und Italien als Vertreter der Mächte (England und Rußland sind noch un- vertreten) zu sich berufen und in kurzer Ansprache einen Rückblick auf die Regiernng geworfen. Er gab,folgendes Bild: Seit seiner Landung habe die epirotische Frage seine Aufgabe zusehends erschwert, und er habe bei den Mächten, die ihn auf den Thron gesetzt hatten, auffallend wenig Bereitwilligkeit gefunden, ihn ber der Bewältigung der dadurch verursachten Schwierigkeiten zu unterstützen. Man habe allen übrigen Balkanstaaten geholfen, aber der eigent ichen Schöpfung der Machte wenig oder gar feinen Beistand geleistet. Unseratigliche Hilfe sei aber unerläßlich, und er ersuche daher die Gesandten dringend, ein letztes Gemch an ihre Regierungen um militärische und finanzielle Unterstützung zu richten. Hier brach der Fürst ab und fiel in die Schlußfolgerung zurück, daß, sobald die Machte die nachgesuchte Hilfe versagen würden, er zurucktreten würde.
Die Stellung Deutschlands znr Hilfsaktion.
Deutschland ist, wie der ,,Nationalzeitung" von diplomatischer Seite mitgeteill wird bereit, jede gemeinsame Hilfsaktion in Albanien mitzumacken. Aber d e Verhandlungen führen zu keinem Ergebnis, weil die Mehrzahl d« Är*""
Regierungen, unter ihnen auch die eneigt ist, die Verantwortung für die -vMPftmen, die zur Pazifizierung Alba-
deut1
Truppen zu übernehme, niens gebraucht würden. -schließlich hatte man sich geeinigt, Rumänien mit dem internationalen Auftrag zu
Die rumänische Regierung
schien für diese Aufgabe nicht nur wegen der persönlichen Beziehungen und aus Gründen der Vorgeschichte der Kandidatur geeignet, Andern man konnte auch annehmen, daß die seit dem Bukarester Frieden gesteigerte politische Energie Rumäniens mit Freuden sich mit dieser neuen Rolle befassen wurde Aber schließlich stiegen der rumänischen Regierung doch Bedenken auf über die Tragweite des Unternehmens. Sie lehnte dan- keud ab. Rat teuer, da die Großmächte wieder soweit sind wie zuvor. Vor einem Monat schon glaubte man, daß der Fürst in Durazzo vor den Aufständischen kapitulieren müßte. Heute ist er immer noch da, aber schließlich ist das keine Existenz, der Herrscher einer einzigen Stadt zu sein, während das ganze Land herrenlos ist und von den Epiroten bedroht wird. Irgend etwas wird geschehen müssen, aber was, bleibt vorläufia noch das Geheimnis der Vorsehung.
Einmarsch Set Serben in Albanien?
Berlin, 15. Jnli. Aus Durazzo wird dem „Lokal- anzeiger" gemeldet, die Serben haben bei Zadowa am Ochrida das albanische Gebiet betreten, Zadowa besetzt und rücken gegen Elbassan vor.
Türkische Offiziere im Lager der dlufstäudischen?
In Durazzo eingetroffenen Meldungen zufolge sind sechs Offiziere in türkischer Uniform aus Dulcigno in Slinea angekommen.
Durazzo znr Verteidigung bereit.
»-^ Durazzo, 16. Juli. Der gestrige Tag verlief ohne Zwischenfall. Um 3 Uhr früh stieg eine Rakete hoch, deren Bedeutung noch nicht aufgeklärt wurde. Aus Valvua wurden die Geschütze und Mitrailleusen hierher geschafft. Man ist zur Verteidigung Durazzos bis zum äußersten entschlossen.
Mexiko.
Die Abdankung des seitherigen Präsidenten Huerta ist nun doch zur Tatsache geworden. Der Mann, dessen Persönlichkeit so schwere Konflikte heraufbeschwor, hat sich endlich zum Rücktritt entschlossen und dem Druck der Verhältnisse nicht länger widerstrebend, einem Nachfolger Platz gemacht. Ob nun in dem vom wilden Bürgerkrieg durchtobtell Lande wirtlich Ruhe ei »kehren wird, ist noch immer sehr fraglich. Es wird uns hierzu gemeldet:
Huertas Abdankung.
w: Mexiko, 16. Juli. Nachdem Huerta den Abgeordneten seine Abdankung unterbreitet hatte, beauftragte der Minister des Zensieren eine Kommission mit der Abfassung eines Berichtes, nach dem entschieden werden soll, ob die Abdankung anzunehmett ist. Die Abgeordneten und die Besucher der Tribüue riefen nach Verlesung der Abdankung: Hoch Huerta! ,
Mexiko, 16. Juli. Huerta und Vizepräsident Blanquez habet! Mexiko verlassen. Sie Bestiegen den Zug einige Meilen außerhalb der Stadt. Man nimmt an, daß sie sich nach Puerto Mexico begebeli haben.
Der neue Präsident von Mexiko.
Mexiko, 16. Juli. Der Minister des Aeltßcren, Carbahal, hat gestern abend den Eid als Präsident vor den versammelten Abgeordneten und Senatoren abgelegt und sich darauf, bewacht von der Garde des Präsidenten, unter begeisterten Zurufen der Menge in den Nationalpalast begeben.
Rücktritt -es mexikanischen Kabinetts.
8s#> Mexiko, 16. Juli. Alle Mitglieder des Kabinetts sind zurlickgetreten.
~ neuestes vom Unge.
Ein Urenkel Bismarcks.
o^ Rostock, 16. Juli. (V. Z.) Der Professor und Lic. Walter Glawe und seine Gemahlin Hertha geb. Gräfin Bismarck, die älteste der drei Töchter des Grafen Wilhelm Bismarck, zeigen die Geburt einer Tochter an.
Tod eines vernuglückten Fliegers.
s-fr Schwerin, 16. Juli. Der Fluglehrer Geigaud, der auf dem Flugplatz Gorreß infolge Zusarnmenstoßes abgestürzt war, ist an der erlittenen schweren Gehirnerschütterung gestorben.
Festnahme einer Einbrecher- und Hehlerbande.
Berlin, 16. Juli. (B. Z.) Der Polizei gelang es nach langen Beobachtungen, eine Einbrecher- und Hehlerbande festzunehmen. Es handelt sich um die beiden Mechaniker Otto und Paul Günther und den Schlosser Paul Böhm, die in der letzten Woche mehrere Einbrüche verübten und bei 15 Hehlern die gestohlenen Gegenstände unterbrachten.
Juliuuwetter.
Cöln, 16. Juli. Fortwährend treffen hier Meldungen son großen Verheerungen ein, die das Unwetter der letzten Tage int Moselgebiet, im Hunsrück und den angrenzenden Gebietsteilen angerichtet hat.
w> Trier, 16. Juli. In der Eifel ging gestern ein schweres Gewitter nieder, bei dem 2 Männer und ein junges Mädchen vom Blitz erschlagen wurden.
Spionageverdacht.
o-* Wien, 16. Juli. Aus Przemtsl wird gemeldet: Der aus Petersburg eingetroffene Mitarbeiter der Novoje Wremja Czerkawsky, der verdächtige Aufzeichnungen machte und mit russophilen Geistlichen Zusammenkünfte abhielt, wurde unter dem Verdacht der Spionage festgenommen.
Schwere Ausschreitungen der Serben.
Wien, 16. Juli. Aus Sera je wo wird gemeldet: Im benachbarten Dorfe Blazni ermordeten Serben einen aus Oesterreich stammenden Gastwirt, namens Hufnagel wegen angeblich ferbenfeindlicher Aeußerungen. Sie steckten zugleich das Haus des Ermordeten in Brand. Auch an die Häuser anderer österreichisch- ungarischer Staatsangehöriger legten sie Feuer. Herbeieilende Gendarmen verhafteten einige der Mörder und Brandstifter.
Annahme der bulgarischen Anleihe.
Sofia, 16. Juli. Nach einer an Zwischenfällen reichen Debatte und nachdem die Sitzung der Sobranje infolge des tumultuarischen Vorgehens der Opposition zweimal geschlossen werden mußte, ist die Regierungsvorlage über die in Deutschland abgeschlossene Anleihe von der Mehrheit der Kainmer angenommen worden.
Der Antimilitarist Hervö.
»*#= Paris, 16. Juli. Am Schlüsse der gestrigen SitztUlg des sozialistischen Kongresses erklärte der ehemalige Antimilitarist Hervö, daß er gegen den Generalstreik als Mittel zur Verhinderung des Krieges stimmen werde. Er werde nach Wien gehen, aber nicht, um die Internationale zu singen.
Ein interessantes Demissionsgesuch.
»«* Paris, 16. Juli. Das Echo de Parts veröffentlicht eine sehr interessante Meldung aus London, wonach der Oberkommandierende der britischen Streitkräfte in Irland, General Sir Arthur Paget, dem König seine Entlassung angeboten habe, und zwar mit Uebergehung seines Vorgesetzten, des Kriegsministers Asquith. Bekanntlich besteht ein Konflikt zwischen Paget und Asquith. Es steht demnach eine neue Krisis bevor.
Diebllahl von Geheimdokumente«.
^> Marseille, 16. Juli. Trotzdem die Behörden das größte Stillschweigen beobachten, wird hier bekannt, daß in Algier vor einiger Zeit wichtige militärische Dokumente ge,tohlen wurden, die von größter Bedeutung für die französische Nationalverteidigung find. Im Verlaufe der letzten Untersuchung soll eine Anzahl von Verhaftungen vorgenommen worden sein.
Auffindung von Höllenmaschinen.
&■<> Madrid, 16. Juli. In einem Privathause in der Hospitalstrane in Saragossa hat man zwei äußerst gefährliche Höllenmaschinen gefunden. Zwei Individuen, die man mit den in Paris verhafteten russischen Anarchisten in Verbindung bringt, sind verhastet worden.
Oesterreich-Ungarn und Serbien.
** London, 16. Juli. Die „Times" erkennen in einem Artikel über Oesterreich-Ungarn und Serbien die offiziell korrekte Haltung beider Regierungen an und bedauern die Sprache der Presse beider Länder, die zu uyHeMollM Folgen führen könnte.