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Bilberdievstahl in der Fürther Gemäldegalerie. Aus der Gemäldegalerie zu Fürth sind in der letzten Zeit nicht weniger als 40 Bilder verschwunden. Der Magistrat erstattete bei der Staatsanwaltschaft Anzeige.

Durch Bienenstiche getötet. In Bischofshof in Bayern wurde die Schlossersfrau Marie Strobl beim Einfängen eines Bienenschwarms von Bienen Überfäl­len und so zerstochen, daß sie nach einer halben Stunde starb.

Verderblicher Blitzschlag. Bei einem heftigen Ge­witter schlug in Jawornowo (Posen) der Blitz in einen mit acht Personen besetzten Wagen, wobei zwei Frauen auf der Stelle getötet, die übrigen sechs Personen zum Teil schwer verletzt wurden.

Wieder ein Opfer der Berge. Am „Säntis" ist der 27jährige Dr. Hans Schönau aus Bregenz abgestürzt. Der Tod ist anscheinend nicht sofort eingetreten.

Der Straßenbahnarbeiterstreik im Haag hat mehrere Zwischenfälle gezeitigt. Die Unruhen dauerten die ganze Nacht. Gegen 11 Uhr abends entstand ein Hand­gemenge, bet dem die Menge die Polizisten mit Steinen bewarf, svdatz diese gezwungen war, zu ihrer Verteidi­gung von den Säbeln und Revolvern Gebrauch zu machen. Aehnliche Vorfälle ereigneten sich während der ganzen Nacht, wobei 15 Personen schwer verwundet wurden. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor.

Ein russischer Major als Spion verhaftet. Am Montagabend ist dem „Tag" zufolge in der Nähe der Feste Boyen bet Loetzen ein russischer Spion verhaftet worden. Er nahm Vermessungen an den Festungs­wällen unweit des Rastenburger Tores vor. Im Ver­hör gab er an, russischer Major zu sein. Die Unter­suchung ist eingeleitet. — Die Untersuchung dieser Sache hat, wie man indessen aus Königsberg erführt, ergeben, daß der Verhaftete ein preußischer Major war, der bei dem Kommandanten der Festung auf Besuch weilte. Das „B. T." meldet gleichzeitig aus Gollup, daß der Oberlehrer Nagel aus Anklam in der benachbarten Grenzstadt Dobrzig von russischen Gendarmen verhaftet und nach der Kreisstadt Eypin gebracht worden sei. Er soll bei Aufzeichnung von Notizen beobachtet worden fein.

13 griechische Fischer von Türken ermordet. Aus Athen wird der „Times" gemeldet, daß die Insel Kiostan am Eingänge zum Golfe von Smyrna von tür­kischen Soldaten (?) ausgeplündert worden sei, wöbe: auch 13 griechische Fischer ermordet worden seien. Die Frauen und Kinder der Ermordeten hätten sich mit 200 Christen in das Haus eines Franzosen geflüchtet, der sie beschütze.

Tropische Hitze in Rußland. Die tropische Hitze dauert an, man verzeichnet 30 Grad R. im Schatten und diesen hohen Stand hat das Thermometer hier seit Menschengedenken nicht erreicht. Täglich brechen Men­schen und Tiere in den Straßen infolge von Hitzschlag zusammen.

Der „Mutual"-Kassierer.Dörfler festgenommen. Der Defrauöant der Budapester Filiale der Mutual, Dörfler, der, wie gemeldet, mit etwa 100 000 Mark fliichtig geworden war, wurde in Budapest selbst ver­haftet, als er auf dem Debrecziner Bahnhof eintraf. Er gibt an, daß er das Geld beim Börsenspiel verloren habe.

Unfall der Fürstin Wrede. Bei der Heimfahrt von einer Soiree im Schlosse Cumberland scheuten die Pferde des Wagens der Fürstin Wrede-Hertelstein. Die Fürstin und ihre Tochter sprangen aus dem Wagen, 6C'^Abstur^z^zrveier^ russischer Militärflieger In der Nähe der Station Binjakoni sind nach Meldung aus

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Wilna zwei Militärflieger abgestürzt und schwer letzt worden.

Ein Schiff nntergegangen. Im Tanafjord an Westküste Norwegens ist das Handesschiff „Johann gosloff^ mit dem Besitzer des Schiffes, seiner Frau der ganzen Mannschaft untergegangen.

ver-

der Bo- uno

Sie albanische Krisis.

Demission des albanischen Jnstizministers.

Fürst Wilhelm hat die Demission des Justiz­ministers Mufid Bei angenommen, dessen Ressort Naga Bei übernehmen wird.

Der Fall Balonas.

Nach in Durazzo eingetroffenen Meldungen steht der Fall Valonas unmittelbar bevor, da die Stadt we­gen ihrer ungünstigen Lage sowie wegen der geringen Besatzung einen Ansturm der Aufständischen nicht ans- halten kann. In den feindlichen Positionen bet Rast- bul herrscht lebhafte Bewegung und man nimmt an, daß mehrere Geschütze aufgestellt wurden.

Italienisch-österreichisches Vorgehen in Albanien.

auf dem

wor-

Der „Avanti" will erfahren haben, daß Italien positive Vorbereitungen zu einer Expedition nach Al­banien getroffen habe, die auch gleichzeitig österreichische Maßregeln in Pola nnd Dalmatien veranlaßt hätten. Das 7. Artillerieregiment in Parma, das sich aus ' Schießplatz in Bracciano befand, sei mobil gemacht____ den und nach einem unbekannten Bestimmungsort ab­gegangen,- ebenso sollen in Caserta Truppen für Alba­nien zusammengezogen worden sein und die Order er­halten haben, sich zum Ausmarsch bereitzuhalten. Un­abhängig von diesen Mitteilungen herrscht jetzt allge­mein die Ansicht vor, daß eine italienische Expedition nach Valona unmittelbar in greifbare Nähe gerückt sei. Die Einnahme von Berat durch die Aufständischen, na­mentlich der Einzug der Epiroten in Fteri lassen Va- lona und die italienischen Interessen in Südalbanien als unmittelbar bedroht erscheinen. Man traut weder der Versicherung des Athener Kabinetts, daß die Epi­roten nicht in Valona einziehen werden, noch dem Äe- fehle des Anführers Zographos an seine Truppen, in Berat zu bleiben. Bei der kurzen Entfernung von Fieri nach Valona und der Schutzlosigkeit der Stadt hält man die Epiroten für Ratschläge zur Mäßigung nicht mehr empfänglich. Vor Valona liegen zwei Kriegs­schiffe, ein italienisches und ein österreichisches, deren Be­satzungen wohl ausreichen, Leben und Gut der Ange­hörigen dieser beiden Nationen zu schützen. Für den Schutz der adriatischen Interessen seien sie jedoch absolut unzulänglich. Unter diesen Umständen glaubt man, daß die Einberufung der italienischen Reserven einen Zug nach Balona einleitet.

Die verzweifelte Lage von Balona.

&& Durazzo, 15. Juli. Nach einem gestern abend hier eingetroffenen Radiotelegramm ist die Lage unver­ändert. Die Einnahme von Baloua durch die Aufstän­dischen ist unabwendbar. Zahlreiche Familien sind aus Balona geflüchtet. Die Bewegungen des Feindes in seiner Stellung in Rasbul sind andauernd durch Sig­nalwechsel mit der Stadt sowie Arbeiten in den Stellun­gen, wo die den Regierunastruppen abgenommenen Geschütze sich befinden, deutlich sichtbar. Täglich alar­mierende Gerüchte über Angriffsabsichten der Aufstän­dischen erfolgen. Nach hierher gelangten Nachrichten sind die Epiroten bereits bis Dukatt vorgedrungen.

Uerdingung

M Ausbaues der Wege und Sriiti in in

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Willingshain, Kreis hersfelb.

Erdarbeiten: Rund 16600 ebm zu lösen, 9000 ebm zu bewegen, 14,6 km Wege nach Normalprofilen zu bauen, 5,6 km Gräben auszuheben.

Mauer-, Pflaster- n. Chaussieruugsarbeiten: Rund 200 qm Trockenmauerwerk, 700 qm Gestück, 650 qm Chaussierung, 30 ebm Stampfbeton ein­schließlich Materiallieferung.

Rasen- und Faschinenarbeiten: Rund 1500 m Längs- faschinen, 770 Stück Holzkaskaden, 950 qm Rasendeckung.

Rodungen: Rund 50 ar Hecken, 100 Baumstämme.

Zementrohrdurchlässe: Rund 570 lfd. m Rohre zu verlegen einschließlich Materiallieferung.

'Die Verdingungsbedingungen mit dem Kostenanschlag und den dazu gehörigen Berechnungen und Lageplänen liegen im Landmefferbüro in Hersfeld, Kaiserstraße 25 zur Einsicht offen.

Die zum Angebot nötigen Auszüge des Prers- und Massenverzeichnisses sind gegen Einsendung von 3 Mk. von dem Landmesserbüro zu beziehen.

Der Verdingungstermin findet

Dienstag den 4. August d. Fs.

vormittags 10 Uhr

im hiesigen Landmesserbüro statt. Angebote sind mit der ausdrücklichen Erklärung, daß der Bieter sich den ausgelegten Bedingungen unterwirst, schriftlich bis zum 30. d. Mts. zwecks Oeffnung und Nachprüfung an das Landmefferbüro hier portofrei einzusenden.

Der Zuschlag erfolgt entweder im Termin oder spätestens 14 Tage nach demselben.

Hersfeld, den 9. Juli 1914.

Königliche Spezialkommission.

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Unsere Hochseeflotte auf der Fahrt.

Kiel, 15. Juli. Das 2. und 3. Geschwader der Hochseeflotte, sowie die kleinen Kreuzer sind im Laufe der Nacht in See gegangen. Die Schiffe vereinigen sich bei Skagen mit den Schiffen des 1. Geschwaders und den Panzerkreuzern zur Sommerübungsfahrt, die nach Norwegen führt.

Zusammenstoß zweier Flugzeuge.

>* Schwerin, 15. Juli. Auf dem Flugplatz Gorriß stießen gestern zwei Flugzeuge aneinander. Das Flug­zeug des Flteaerleutnants Galgant versuchte, über die Maschine des kurz zuvor gestarteten Leutnants von der Lühe Hinwegzukommen, wobei beide Apparate anein­ander gerieten. Gaigant erlitt eine schwere Gehirner­schütterung, während Leutnant von der Lühe ernste in­nere Verletzungen erlitt.

Eine erzielte Einigung.

w Breslan, 15. Juli. Zwischen der Werkleitung und den ausgesperrten Arbeitern der Linke-Hofmann- Werke ist eine vorläufige Einigung erzielt worden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Selbstmordversuch durch Lysol.

*-*> Schwarzonberg

liner Darne

varzenverg (Erzgeb.), 15. Juli. Eine Ber- ______ _ versuchte hier sich mit Lysol zu vergiften. Einem sofort herbeigerufenen Arzt gelang es sie zu

retten.

Tod in den Bergen.

o-#> Waldsbnrg, 15. Juli. Der Arzt Kleinmann ist in den Logerasteinbergen abgestttrzt und tödlich ver­unglückt. Die Leiche wurde geborgen.

Die Rußland-Reise des Präsidenten.

9-* Paris, 15. Juli. Die Abreise des Präsidenten Poincaree nach Rußland, die auf heute vormittag 11,20 Uhr festgesetzt war, wird, falls die Kammer und der Se­nat im Laufe des Vormittags sich betreffs des BudgetS nicht einigen sollten, eine kleine Verzögerung erfahren. Man hält es für möglich, daß der Präsident der Repu­blik seine Reise erst morgen früh antreten wird. In diesem Falle wird er, anstatt nach Cherbourg, sich nach Dünkirchen begeben, um sich dort nach Kronstadt einzu- schiffen.

Unglücksfahrt im Freiballon.

hü. Anläßlich des Nationalfestes chtffer Dutere in Meaüry einen

Paris, 15. unternahm der ßi

__________ ... ______Mvn und ließ den Werkführer der dortigen Gasfabrik, Cheron, auf dessen Ersuchen den Flug mitmachen. Oberhalb des Waldes bat Cheron den Lenker des Ballons, ihn landen zu lassen. Dutere rief den Passagier an, die Aeste einer Pappel zu ergreifen und daran Hinabzugletten. Cheron versuchte dies, stürzte aber aus der Gondel und war auf der Stelle tot.

Die Streikbewegung der Dockarveiter.

o-»- Liverpool, 15. Juli. Von 1000 Arbeitern der Glasgower Docks haben sich nur 300 dem Streik der Angestellten der Versey-Docks angeschlossen. Alle Fuhr­leute unterstützen die Streikenden, indem sie sich wei­gern, Waren von und zu den Lagerplätzen und Eisen­bahnstationen zu befördern. Die Hoffnung der Strei­kenden, die Oeffnung der Docktore durch den Streik un­möglich zu machen, hat sich bisher nicht erfüllt, denn die „Mauritania" und andere Liniendampfer find heute im Glasgower Dock eingetroffen, dagegen stehen viele Kräne, Aufzüge und andere schwere Maschinen still. Die Arbeiter hoffen, Heute noch den Hafen zu schließen.

Uerdingung

des Ausbaues der Wege und Broden in der MmeckWMcht nun

Gersdorf (8 Nr. 139) Kr. Hersselt.

Erdarbeiten: 17000 ebm zu lösen, 9000 ebm zu be­wegen, 21700 m nach Normalformen zu bauen, 7600 m Gräben auszuheben.

Sohl- und Böschungsbefeftigungcu: 200 qm Trocken­mauerwerk, 530 qm Steinstückung, 1100 ebm Be­schotterung, 42 ebm Stampfbeton, 5600 qm Rasendeckung, 2000 m Längsfaschinen, 940 Stück Kaskaden.

Rodungen: 1700 qm Hecken zu roden, 52 ar Nadel­holzstangen.

Zementrohre: 470 m Zementrohre zu verlegen ein­schließlich Materiallieferung.

Die Verdingungsbedingungen mit dem Kostenanschlag und den dazu gehörigen Berechnungen und Lageplänen liegen im Landmefferbureau zu Hersfeld, Kaiserstraße 25, zur Einsicht offen.

Die zum Angebot nötigen Auszüge des Preis- und Massenverzeichnisses sind gegen Einsendung von 3 Mark von dem Landmefferbureau zu beziehen.

Der Verdingungstermin findet

Dienstag, den 4. August d. 3s.

vormittags 8 Uhr

auf Zimmer Nr. 1 des Landmesserbüros statt.

Angebote sind mit der ausdrücklichen Erklärung, daß der Bieter sich den ausgelegten Bedingungen unterwirft, in verschlossenem Umschläge spätestens" bis zum 30. Juli b. Js. zwecks Nachprüfung an das Landmefferbüro hier portofrei einzusenden.

Der Zuschlag erfolgt spätestens 14 Tage nach dem Termin.

Hersfeld, den 9. Juli 1914.

Königliche Sveriallommission.

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