stahl. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Berbrecherin zu entdecken.
Im Wahn. In dem luxemburgischen Kurort Mon- dorf entriß sich in einem Anfall von Wahnsinn die aus Bochum gebürtige Frau Kandelli auf einem Spazier- gang den Armen ihres Bruders und stürzte sich unter einen heranbrausenden Güterzng. Die Leiche wurde furchtbar verstümmelt.
Zwei fünfzehnjährige Mädchen ertrunken. Im Damenschwimmbad zu Stuttgart hat sich ein tragischer Vorfall zugetragen. Als zwei fünfzehnjährige Mädchen badeten, wurde eins der Mädchen, die sich umklammert hielten, von einem Herzschlag getroffen und zog ihre Freundin mit hinab. Wiederbelebungsversuche waren bei beiden Mädchen erfolglos.
„Haust" in Epinal. Der elsaß-lothringische Zeichner Waltz, genannt „Hansi", der in Belfort cingetrvffen war, ist mit der Eisenbahn nach Epinal weiter gereist.
Selbstmordversuch eines deutschen Konsuls. Der deutsche Konsul Schönstedt in Saratow, der sich in selbstmörderischer Absicht eine Kugel in den Leib schoß, liegt hoffnungslos im Krankenhause. Die Kugel, die in der Nähe des Herzens saß, wurde von den Aerzten entfernt. Die Wunde ist lebensgefährlich.
Brock Sieger im Lustrennen London-Paris-London. Das Rennen London-Paris-London wurde in 7 Stunden 3 Minuten 6 Sekunden von Brock auf Morane- Saunier-Eindecker gewonnen.
Generalstreik von Stratzeubah
Stratzenbahnangestellten in Haag yc .... _________ streik erklärt. Zum Ersatz der ausständigen Straßen- bahuangestellten sind 100 Arbeitswillige aus Berlin in Haag eingetroffen. Sie wurden, als sie unter starker polizeilicher Bedeckung nach dem Stratzenbahndepot gebracht wurden, von den Ausständigen mit Pfeifen und Johlen empfangen. Der Straßenbahnverkehr kann nur teilweise aufrechterhalten werden.
Folgenschwere Explosion eines Spirituskochers. Der Explosion eines Spirituskochers sind zwei Menschen in Nimes zum Opfer gefallen. Eine Frau Garnier und ihre verheiratete Tochter befanden sich in dem Augenblick in der Küche, als der kurz vorher angezündete Spirituskocher explodierte, wodurch beide schwer verletzt wurden. Die Tochter verstarb wenige Stunden
mangestellten. Die laßen den General-
verletzt wurden. Die Tochter verstc darauf unter schrecklichen Leiden. D
er Zustand der Frau
Garnier ist hoffnungslos.
Ein Mustklehrer von seinem Schüler erschossen.
Eine in ihren Motiven noch unaufgeklärte Bluttat hat sich in Bobrek bei Teschen ereignet. Dort schoß der Schüler des vierten Jahrgangs der Lehrerbkldungs- anstalt Anton Kleis auf offener Straße den Musik- professor der Anstalt Hlawicka nieder und verletzte ihn tödlich. Kleis versuchte dann, sich durch einen Revolverschutz zu töten, wurde jedoch von Passanten daran verhindert und der Gendarmerie übergeben. Er weigerte sich, die Beweggründe seiner Tat anzugeben.
Eine furchtbare Eifersuchtstragödie hat sich in Chryplin (Galizien) abgespielt. Der Bankbeamte Koz- lowski, der mit seiner Frau im Scheidungsprozesse stand, weil sie zu dem Bankbeamten Wychowski in Beziehungen getreten war, traf seine Frau in Begleitung ihres Liebhabers auf der Straße. Es entspann sich ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Kozlowski seine Frau durch drei Revolverschüsse tötete. Wychowski zog hierauf gleichfalls einen Revolver und tötete Kozlowski durch einen Schuß in die Schläfe. Wychowski wurde ver- 0"^Todessturz vom Pferde. Bei den Rennen in Frei- burg i. Br. stiirzte Major v. Bülow vom 5. badischen Feldartillerieregiment Nr. 76 so unglücklich vom Pferde, daß der Tod alsbald eintrat.
Tragischer Tod. Aus Gijon wird gemeldet: Bei der Frühstückstafel auf der Jacht „Giralda" wurde der Kommandant des Schiffes, Montes, plötzlich vom Tode ereilt. Der König ließ infolgedessen den beabsichtigten Besuch der Regatra absagen.
Bombenexplosion auf dem Zeutralbahnhof in Neapel. Wie der „Corriere d'Jtalia" aus Neapel meldet, explodierte auf dem Zentralbahnhof kurz vor Abgang des Eilzuges Neapel-Rom eine Bombe. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, jedoch ist der Materialschaden ziemlich erheblich. , , .
Brände um Moskau. Die Stadt ist seit einigen Tagen in Rauch gehüllt, der von Bränden in der Umgebung herrührt. Es brennen Wiesen und Torffelder. Das Feuer kann nicht gelöscht werden, da bei der intensiven Düre nirgends Wasser zu haben ist.
Die Neubaustrecke der Bagdadbahn eröffnet. Die neu geplante Strecke der Bagdadbahn von Djerablrß (Euphratübergang) bis Tell-Abiad in einer Lange von etwa 100 Kilometer wurde eröffnet. Insgesamt erreicht damit die in Betrieb befindliche Linie der Bagdadbahn eine Länge von 830 Kilometer. „
Bon Räubern überfallen. Ein Automobil mit etwa zehn Personen wurde in der Nähe von Tauriert von etwa vierzig Marokkanern angegriffen, die vier Insassen töteten und einen verwundeten. Die übrigen entflohen. Einer der Angreifer wurde erschossen. Truppen sind zur Verfolgung der Räuber aufgeörochen. ,
Schiffsstrandung. Aus Buenos Aires wird gemeldet: Der Dampfer Menöoza, der 257 Personen an Bord hat, hat drahtlos gemeldet, daß er in der Nähe von Punta Mogotes (?) in gefährlicher Lage aufgelaufen sei. Der Kreuzer Patria und zwei Schlepper sind zur Hilfeleistung ausgelaufen. — Die Passagiere des argentinischen Dampfers Mendoza wurden alle an Bord des Dampfers Mar öel Plata gebracht. Niemand ist um- gekommen.
Die Untersuchung der Katastrophe auf dem St. Lo- renzstrom. Die Untersuchungs-Kommission, die über den Zusammenstoß der „Empretz of Jreland" mit dem norwegischen Kohlendampfer „Storstad" zu befinden hatte, hat ihr Urteil gefällt. Der erste Offczier der „Stor- stad", Tuftenes, bat nach dem Urteil den Zusammenstoß durch Unachtsamkeit verschuldet. Durch dieses Urteil ist die Canada Pacifique-Bahn in der Lage, Schadenersatz- ansprüche an die Besitzer der Storstad zu stellen.
Wissenschaft, Kunst und Literatur»
's
Der soeben in Berlin verstorbene Dichter «nd Schriftsteller Julius Rodenberg war geborener Hesse. Er wurde am 26. Juni 1831 in Rodenberg geboren, studierte in Heidelberg, Göttingen, Marburg und Berlin die Rechte, ging dann zur Literatur über, redigierte anfänglich die schöngeistige Zeitschrift „Der Salon" und gründete im Jahre 1874 die „Deutsche Rundschau", die er bis zu seinem Tode mit viel Umsicht leitete. Er schrieb viele klangechte Gedichte, eine Anzahl Romane und aus- gezeichnete Reiseschilderungen.
Vermischtes.
_ Des Kaisers Geschenk an den Papst. Zur Ueberrei- §una des Laborums durch den preußischen Gesandten Mühlberg an den Papst meldet der „Osservatore Ro- ^92° '. Der preußische Gesandte von Mühlberg Über- das Geschenk mit einer Ansprache, in der er aus- sN^E. daß der Kaiser, der die konstantinischen Zentenar- feierlichkeiten M -M lebhaftesten JMrMe versolgt
hätte, sich glücklich schätze, dem Papste dieses Andenken senden zu können, damit es in der neuen Basilika aufbewahrt werde, die der Papst zu Ehren des Heiligen Kreuzes errichten lassen wolle, zur Erinnerung an den Sieg, den das Kreuz über das Heidentum davongetra- gen habe. Der Papst erkannte den hochsinnigen Gedanken des Kaisers lebhaft an und erklärte, daß er ein neuer Beweis für die edlen Gesinnungen des Kaisers sei. Er bat den Gesandten und den Grafen von Spee, an den er gleichfalls Worte des Dankes richtete, dem Kaiser seine große Befriedigung und seinen lebhaften Dank für das kostbare Geschenk auszudrücken. Nach der Audienz wurden der Gesandte und Graf von Spee vom Kardinal Merry del Bal empfangen, der dem Grafen von Spee die Jnsignien des Ordens vom Heiligen Gregor dem Großen (militärische Abteilung) überreichte, der ihm vom Papste verliehen worden ist.
Das bedrohte Loschwitzer Schiller-Häuschen. In einigen auswärtigen Blättern finden sich, wie aus Dresden geschrieben wird, Mitteilungen über die Gefahr, die dem Schiller-Häuschen in Loschwitz bei Dresden droht, weil das Grundstück von seinem jetzigen Besitzer verkauft werden soll. Leider stellen sich der Erhal- tung des Häuschens sehr erhebliche Schwierigkeiten entgegen. Zu dem Häuschen gehört auch der Besonnte Körnersche Weinberg und das Körnersche Sommerhaus. Diess Grundstück ist später in zwei Teile geteilt worden. Die untere Hälfte des Berges mit dem alten Körner- Hause gehört jetzt v. Gutschmidts Erben, die andere Hälfte mit dem Schiller-Häuschen Herrn Hamann, der seinen Besitz jetzt gern verkaufen möchte, aber dafür den
seinen Besitz jetzt gern verkauf« enormen Betrag von einer B _________ dert. Selbst wenn diese große Summe bewilligt werden würde, wäre immer nur Halbes erreicht, denn die andere Hälfte gehört zu dem Besitz und würde wahrscheinlich ein gleich großes Opfer erfordern.
Infolge der Hitze erblindet. Zur Warnung möge folgender Vorfall dienen: Ein in Treuen i. B. bedien- stetes junges Mädchen verspürte abends, nachdem es den Keller in erhitztem Zustande aufgesucht hatte, Schmerzen in den Augen. Als es am Morgen erwachte, bemerkte es zu seinem Entsetzen, daß ihm auf dem einen Auge das Altgenlicht vollständig verloren gegangen und auf dem anderen Auge nur ein schwacher Schimmer vorhanden war. Das bedauernswerte junge Mädchen wurde sofort nach der Augenklinik in Leipzig übergc- führt. Der Vorgang mahnt bei der heißen Jahreszeit zur Vorsicht, da solche Fälle schon häufig beobachtet
iertel Million Mark for-
worden sind. , „
Selbstmord eines österreichischen Herrenreiters. Aus Wien wird gemeldet: Der in Armee- und Sportkreisen Oesterreich-Ungarns und Deutschlands bekannte Herrenreiter Major des 9. Husaren-Regiments Zdenko von Kreutzbruck setzte in furchtbarer Werfe seinem Leben ein Ziel. Etwa 300 Nieter von der Station Pfaffstätten entfernt warf er sich, mit der Uhr in der Händ, vor den heranbrausenden Personenzug. Als schrecklich verstümmelte Leiche wurde v. Kreutzbruck unter den Rädern der Lokomotive hervorgezogen. Major v. Kreutzbruck stand im 45. Lebensjahre. Er dürfte den Selbstmord in geistiger Umnachtung begangen haben, an der er seit einem Sturz vom Pferde litt.
Entsetzliches Verbrechen. Sonnabend abend wurde im Wiener Donaukanal in einem Sack die Leiche einer Frau gefunden, der der Kopf, die Arme und die Beine fehlten. Die Nachforschungen ergaben, daß im Rock der Frau ein Zettel gefunden wurde, welcher die Adresse einer Karte des dritten Bezirks verzeichnete. Die polt-
ierer
Frau ein Zettel gefunden wurde, welcher die Adresse einer Karte des dritten Bezirks verzeichnete. Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß dortselbst ein früherer Sanitätsdiener wohnte. Es wurde nun festgestellt, daß sich in dem Ofen des Zimmers des Sanitätsdieners Menschenknochen befanden. Der Sanitätsdiener wurde verhaftet. Er leugnet die Tat, doch find alle Verdachtsgründe derart, daß er wahrscheinlich der Mörder ist. Die Identität der Frau sonnte bisher nicht festgestellt werden. Der Sanitätsdiener Fasching gestand, den Mord verübt zu haben. Es handelt sich um eine 70jäh- rige Bettlerin, der er 140 Kronen, die sie sich erspart hatte, raubte und dann ermordete.
Petersburg von einem nächtlichen Brande bedroht. Die Stadt Schlüsselburg und die Stadt Petersburg selbst waren in der Sonnabendnacht von einer schweren Brandkatastrophe bedroht. Die Russische Pulverfabrik befand sich inmitten eines brennenden Torfmoores, das in einer Ausdehnung von 10 Werft einem Flammenmeere glich. Das Feuer wurde vom Winde direkt auf die Pulverfabrik zugetrieben. Zwei Bataillone Pioniere und etwa 1000 Arbeiter waren unermüdlich mit den Löscharbeiten beschäftigt. Noch gegen Mi-sternacht mußte man jeden Augenblick befürchten, daß die Pulverfabrik mit ihren gewaltigen Vorräten an Pulver und Dynamit Feuer fangen und in die Luft fliegen könnte: eine entsetzliche Katastrophe wäre die Folge gewesen. Endlich gegen 1 Uhr schlug der Wind um und die Flammen wurden von der Fabrik weggetrieben.
Ein Stenerbeamter von Hunden zerfleischt. Ein furchtbares Ereignis hat sich in Mont de Marsac abgespielt. Ein Steuerbeamter hatte sich auf das Schloß der Baronin de Navailles begeben, um Steuern einzukassie- ren, als er beim Betreten des Parkes von zwei madi- tiaen Doggen angefallen wurde. Der Beamte versuchte sich nach Kräften zu wehren, die Hunde stürzten sich jedoch von zwei Seiten auf ihn, warfen ihn zu Boden und Zerfleischten »hm das linke Bein und die Arme in ent- settlicher Weise." Sie schickten sich eben an, ibrem Opfer die Kehle aufzubeitzen, als ein Diener durch die Hilfeschrei des Unglücklichen herbeigezogen, dazukam und den Beamten von den Bestien befreite. In hoffnungslosem Zustande wurde der Steuereinnehmer nach seiner Woh- " " In der Jnstrnktionsstunde. Sergeant (zum Rekruten! • Müller, was würden Sie tun, wenn Sie am Vuvermaaazin Wache ständen und das Ding flöae nt dieLufN^ „Ich würde zuerst den Alarm
fd)UWM Ein Msche junge Dame^ in der
Musikalienhandlung verschiedene Noten gekauft. fäufe” mit einem Satz .per den Ladentisch sp^ „Soviel Sie wollen, Fraulein, soviel Sie wollen!
sie eilig
Sie albanische Krisis
Vertreter Nord-, Mittel- und Süd-
Jn Durazzo fand am Sonnabend unter dem Vorsitz des Fürsten eine große Versammlung von Notabeln statt an welcher Prenk Bibdoda, Jsmael Kemal und etwa 40 anaeseüene Vertreter Nord-, Mittel- und Süd- albaniens Klnahmem Von einigen der Teilnehmer wurde dem Fürsten angeraten, sich um die Entsendung fremder Hilfstruppen an die Mächte zu wenden, wah- rend die übrigen Teilnehmer sich dagegen aussprachen, und ihre Stellungnahme dahin präzisierten, daß sich der Fürst darauf beschranken möge, von den Mächten die Garantie der in London festgesetzten Grenzen Albaniens zu verlangen. Bet dieser Gelegenheit kam es von verschiedenen Seiten zu Synwathiekunbgebungen zugunsten M Fürsten. Am bemerkenswertesten sprach fto in die
ser Hinsicht Jssat Boljetinatz aus, welcher erklärte: Ob. wohl der Fürst nicht aus unserer Wahl hervorgegangen, sondern mt8 von Europa bestimmt worden ist, halten wir treu zu ihm. Sollte der Fürst sich gezwungen sehen, uns zu verlassen, so möge ein anderer dieses Mandat nicht übernehmen. Die Albanter sind nicht Kinder, die mit sich spielen lassen. Am Schlüsse der Beratung folgte eine abermalige Sympathiekundgebung für den Fürsten. Das Ergebnis der Beratung wurde von allen Teil- nehmern als überaus befriedigend bezeichnet, da in ihrem Verlaufe eine vollständige Uebereinstimmung zwt. schen den mohammedanischen und den katholischen Teilnehmern zu Tage trat, den Thron des Fürsten zv
stützen.
Die Epirote» rücken vor.
Meldungen aus dem Südeu zufolge rttckeu die Epi- roten unaufhaltsam vor und haben bereits den Distrikt Skropar besetzt. Nach den Aussagen des Präfekten von Valona bestehen die vorrückenden Truppenteile aus regulären griechischen Männschaften. Berat und Valona seien stark gefährdet und könnten bald in die Hände der Griechen fallett.
Die Haltung der Aufständischen.
Die Aufständischen verweigern die Auslieferung der in Albanien gefangenen hollan-ischen Offiziere Ber- gitift und Reimers, bis ihre Forderungen erfüllt wor. den seien. Der Kriegsminister Mufid Bet hat gestern seine Demission überreicht. Sicherem Vernehmen nach wird der Fürst morgen die Demission annehmen. Während der Nacht wurden abermals vereinzelt Gewehr- ae bei den Linien der Aufrührer gehört. Der Tag
:f ohne Zwischenfälle.
Die holländischen Offiziere.
Aus Valona wird gemeldet, daß die holländischen Offiziere nach der Besetzung von Korttza durch die Evi- roteu zurückgekehrt seien, da sich die 2000 Mann betragenden Regierungstruppen vor dem Feinde vollständig aufgelöst hätten.
Die Kontrollkommission protestiert.
Die Albanische Korrespondenz meldet aus Valona: Die Kontrollkommission hat gegenüber dem Präsidenten der provisorischen Regierung für Nordepirus Zogra- phos unter dem Hinweis auf die MBmacßmtgen von Korfu gegen das Vorrücken der Epiroten mtb die Ueberschrettung der vereinbarten neutralen Zone Verwahrung eingelegt. Zographos hat erklärt, daß die Aktionen gegen seinen Willen erfolgt seien: er habe bereits Gegenbefehl erteilt.
** neuestes vom Tage.
Die Reichstagsersatzwahl in Coburg.
o-* Coburg, 13. Juli. Nach dem abgeschlossenen vorliegenden Ergebnis der Reichstagsersatzwahl erhielten Dr. Stoll (natl.) 3486, Arnold (Fortschr. Vp.) 5627, Hofmann (Soz.) 5751 Stimmen.
Folgenschwere Gewitter.
Schroda, 18. Jnlt. (B. Z.) Eine mit Getreide-. mühen beschäftigte Kutschertochter wurde nahe der Stadt bei einem Gewitter vom Blitze getötet. Vier andere Arbeiterinnen wurden schwer verletzt.
Basel, 13. Juli. Große Geivitter mit wolken- bruchartigen Regengüssen in der letzten Nacht haben das ganze Bodenseegebcet überschwemmt und den Verkehr der Avpenzeller Bahn zirm Teil gestört.
Ein netter Dauerflugrekord. _
w> Johannisthal, 13. Juli. Der Flieger Reinhold Böhnr, der gestern abend um 5,52 Uhr aufgestiegen war, um den Dauerweltrekord zu brechen, schlug den Dauer- weltrekord von 21 Stunden 49 Min. um 2 Stunden 28 Min. mit 24 Stunden 12 Min.
Brudermord im Wahnsinn.
«-* Görlitz, 18. Juli. Als der 26jährige Bergmann Franz Schlinke bei seiner Schwester, die seit längerer Zeit krank darniederliegt, Wache hielt, sah sie ihn beim Erwachen für einen Einbrecher an und erschlug ihn mit einer Axt. Die Kranke ist wahrscheinlich geisteskrank.
Die Unglücksfahrt im Auto.
o-* Ohr, 18. Juli. Gestern nachmittag ereignete sich ein schweres Autounglück n der Nähe von Siegburg. Ein hessischer Mühlenbesitzer unternahm mit 10 Soldaten einen Ausflug. Dabei platzte ein Autoradret- fen, das Auto schleuderte, fuhr gegen einen Baum und überschlug sich. Ein Soldat wurde getötet, zwei wurden sehr schwer und mehrere leicht verletzt.
Sechs Opfer der Wellen.
o-* Emmerich, 13. Juli. Gestern nachmittag ertranken hier beim Baden 6 Personen.
Ermordung eines „Propheten".
oe* Petersburg, 18. Juli. Der Prophet Rasputin, der in Rußland und besonders bei Hofe einen großen Einfluß ausübt, wurde gestern in Petrovik von einer Frau tödlich verwundet. Die Mörderin, die verhaftet wurde, erklärte, daß sie den Propheten ermordet habe, weil er den Zieren stets falsch unterrichte.
Die Aufständischen in Berat.
os* Dnrazzo, 13. Juli. Die Aufständischen haben gestern Berat eingenommen.
Neue Freveltaten der Wahlweiber.
*-»> London, 13. Juli. Der größte Teil der Eisenbahnstation Blaby bei Leichester ist abgebrannt. Man vermutet eine Tat der Suffragetten. Gestern wurden ferner in der Kirche von St. John in Westminster nach Schluß des Gottesdienstes eine Bombe mit brennender Zündschnur gefunden. Eine Frau wurde als der Tat verdächtig verhaftet.
Die Gattin des indischen Vizekönigs f.
** London, 13. Juli. (B. Z.) Die Gemahlin des Vizekönigs von Indien, Lord Hardings ist infolge einer Operation gestorben.
Selbstmord eines Multimillionärs.
o-#> Neuyork, 13. Juli. Der Multimillionär Sloane, der schon seit längerer Zeit leidend war, sprang von einer 30 Meter hohen Brücke in den Hudson und ertrank.
Die dritte Revolution in China?
o-* Peking, 13. Juli. Die dritte Revolution hat begonnen. In Hankau und in Fu Chan bilden Revolutionäre eine wahre Kriegsmacht, in der 50 000 reguläre Truppen unter der Bezeichnung „die dritte chinesische Division" vereinigt sind. Man erwartet, daß die kriegerische Aktion in den nächsten Tagen ihren Anfang nehmen wird.
Schiffskataftrophe.
tat Schanghai, 13. Juli. Eine schreckliche Katastrophe hat sich an Bord des chinesischen Kanonenbootes „Pungschi" ereignet. Auf noch ungeklärte Weise explodierte eine Bombe, wobei 85 Marinesoldaten getötet wurden. Einzelheiten über die Ursache des Unglücks stehen noch aus.
** London, 13. Juli. (B. Z.) Die plosion, die Sonntag nacht ein chinesische zerstörte, fand unter dem Schlafquartier
) Die furchtbare Ex-
:8 Kanonenboot
l.|______„ter der Seekadetten statt, von denen 35 buchstäblich zerrissen wurden. Außerdem wurden viele schwer verletzt, darunter mehrere Offiziere.