schmaus schweben in Lebensgefahr, vier sind schwer erkrankt. Die Aerzte stellten einmütig Vergiftung fest.
Eisenbahnkatastrophe. Der Schnellzug von St. Paul nach Omaha ist infolge Schienenbruches, her auf die Kälte zurückzuführen ist, umgestürzt. Viele Personen wurden getötet oder verletzt.
Die Vetleranssichlen für den Frühling.
Die jetzigen schönen Februartage lassen, wie der „Jnf." von ihrem meteorologischen Mitarbeiter geschrieben wird, die Frage angebracht erscheinen, wie sich die Aussichten für den kommenden Frühling gestalten. Ueber diese Frage lassen sich nicht nur Vermutungen anstellen, sondern es gibt mancherlei Anhaltspunkte, die für das kommende Wetter und für die Gestaltung der kommenden Jahreszeiten maßgebend sind.
Bisher war der Monat Februar durchschnittlich um 3 Grad wärmer als die Normaltemperatur dieses Monats. Ein warmer Februar aber hat stets schöne Frühlingstage zur Folge. Während im vorigen Jahr der Februar vollkommen winterlichen Charakter trug, liegt die Temperatur des diesjährigen Februars unge- fähr auf der Höhe der Temperatur desselben Monats im Jahre 1910. Von allen vorhergehenden Jahren ist es besonders das Jahr 1903, das in seiner Temperatur der des Jahres 1913/14 ähnelt. Schon die Jahre 1857, 1874, 1882, brachten sehr milde Winter, von schönen Frühlingstagen begleitet, ganz so brächte auch das Jahr 1903 einen sehr frühzeitigen Frühling, der zu Beginn des März voll einsetzte. Ebenso, wie wir im Jahre 1903 sehr günstiges Frühlingswetter hatten, so ist mit ziemlicher Bestimmtheit anzunehmen, daß auch der Frühling des Jahres 1914 uns nicht in unseren Erwartungen enttäuschen wird.
Die augenblicklich herrschende Frühlingstemperatur ist natürlich noch nicht die endgültige. Es ist anzunehmen, daß auf die warmen Tage noch eine Abkühlung und vielleicht noch Schnee und Frost folgen werden. Aber es ist sicher, daß diese Rückschläge nur von sehr kurzer Dauer sein werden, ohne den Charakter der Witterung im allgemeinen ungünstig zu beeinflussen. Man wird vielmehr nach den bisherigen Feststellungen von wissenschaftlicher Seite folgende Uebersicht aufstellen können: Der Februar wird seinen Charakter als milden Monat bewahren. Der März wird in seiner zweiten Hälfte uns den Eintritt des Frühlings bringen, und der Monat April wird voraussichtlich dem April des Jahres 1906, der bekanntlich einer der wärmsten Aprilmonate war, und uns Hochsommertemperaturen brächte, nichts nachgeben. Für den Monat Mai wird vielleicht eine geringe Abkühlung vorauszusagen sein, während hingegen die folgenden Sommermonate uns viel Sonnenschein und Hitze bringen werden.
Der Grund hierfür liegt in dem Umstände, daß in gewissen Zeiträumen die Erde erfahrungsgemäß eine bestimmte Anzahl von schönen Tagen bezw. eine bestimmte Dauer von Sonnenschein aufzuweisen hat. Diese Prozentziffern sind fest konstant und schwanken nur in sehr geringem Umfange. Die günstigsten Bedingungen sind also gegeben und es ist zu hoffen, daß der Erfolg den Erwartungen und Voraussetzungen entspricht.
öeridit und Recht.
Der Mörder von Braunlage zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht in Braunschweig sprach Montag abend 10 Uhr nach dreitägiger Verhandlung das Urteil Men den 24 Jahre alten aus Peine gebürtigen Diener Adolf Plog, der angeklagt war des Raubmordes, begangen in Gemeinschaft mit dem zu Osterode am Harz im Revolverkampf von seinen Verfolgern getöteten neun- zehnjahrigen Kellner Fritz Hannemann aus Wiesen (Ostpr.) in der Nacht zum 11. September vorigen Jahres an dem Gastwirt und Fleischermeister Ludwtz Schröder in Braunlage. Nebenher werden Plog noch zwer Ein- bruchsdiebstahle zur Last gelegt. Das Urteil lautete wegen Mordes und schweren Raubes auf Tod, wegen zweier schweren Diebstähle unter Einbeziehung einer in Göttingen erkannten Zuchthausstrafe von 10 Jahren auf eine Gesamtstrafe von 11% Jahren Zuchthaus. Außerdem wurden ihm die Ehrenrechte auf Lebenszeit averkannk.
Zu der politisch hochbedeutsamen Frage, ob ein Beamter durch Stimmenthaltung die Sozialdemokratie fördern darf, ist eine wichtige Entscheidung des Diszt- plinarsenats des preußischen Oberverwaltungsgerichts ergangen: Bei einer Wahl von Schulkommissionsmit- gliedern in einer Landgemeinde hatte der Gemeindevorsteher seine Stimme nicht abgegeben. Seine Stimmenthaltung hatte zur Folge, daß Sozialdemokraten als Mit- Sstieder in die Schulkommission bezw. in den Schulvor- tand durch die Wahl eintraten. Eine Anzeige gegen >en Gemeindevorsteher hatte die Einleitung des Disziplinarverfahrens zur Folge. Der Disziplinarsenat des Oberverwaltungsgerichts sah von einer Dienstentlassung des Gemeindevorstehers ab, verurteilte ihn jedoch zu einer Disziplinarordnungsstrafe in Höhe von 30 Mark. Der Senat ging von folgenden Erwägungen aus: Der Gemeindevorsteher mußte sich von vornherein bei einer Wahl von Schulorganen, die zugleich als solche Staatsorgane seien, sagen, daß eine Stimmenthaltung den Eintritt sozialdemokratischer Mitglieder in das Kollegium ermöglichen könnte. Wenn er dies zu verhindern unterlassen habe, indem er sich der Stimme enthielt, lasse dies einen bedauerlichen Mangel an politischem Scharfblick erkennen, denn als Beamter hätte er auf jeden Fall ourch seine Stimme verhindern müssen, daß Feinde der Uu"gen Gesellschaftsordnung und des Staates auf die Muse, die die Kinder nicht nur für den Lebensweg vor- sondern sie auch zu monarchisch gesinnten Men- fS^6' bestimmenden Einfluß gewinnen. wäre es gewesen, selbst wenn der bürger- ra«^m.-^ ungeeignet erschien, diesen t0?16 nach der Wahl immer noch Zeit ^s^-^n^-bu,.seine etwaigen Bedenken an die Auf-
Es könne ihm auch nicht als Entschuldigung angerechnet werden, daß er bei seiner Stimmenthaltung von dem Gedanken ausging, eine et- waiae Wahl sozmlöemokratischer Mitglieder würde durch dre Aufsichtsbehörde doch nicht bestätigt werden.
Vermischtes.
St. Bnreaukratius und die Feuerspritze. Als Beitrag für die Eigentümlichkeit der belgischen Zoll-Ent- scherdungen wird der „Frkf. Ztg." folgendes wahre Ge- schichtchen berichtet: In einem belgischen Grenzort brannte es, und die Feuerwehr der nahen französischen Stadt Tourcoing wurde zur Hilfe gerufen, was übrigens ganz natürlich erschien, da die französischen und belgischen Feuerwehren an der Grenze oft genug zusammen- arbeiteten. Als die Franzosen jedoch mit ihrer trefflichen modernen Automobilspritze an der belgischen Grenze ankamen, verlangten die belgischen Zollbeamten Hinterlegung des Zolles für — das Benzcn! Da die französischen Feuerwehrleute auf diesen Amtseifer nicht vorbereitet waren, so hatten sie auch das nötige Kleingeld nicht H.M-ißBJs WMN LMschW ÄÄNLr W MiMigW.
Unerbittlich wurde daher der Automobildampfspritze der Eintrttt in das heilige belgische Reich verweigert. Im belgischen Dorf brannten darauf einige Häuser ab, aber es war doch wenigstens jede Schmälerung der Einfuhrzölle vermieden worden ....
Ein furchtbarer Kampf mit einem Schwertfisch. Von einem entsetzlichen Kampf, den ehte Frau mit einem Schwertfisch zu bestehen hatte, wird aus Palm Beach geschrieben. Eine Frau hatte mit ihren beiden Kindern eine Spazierfahrt in einem Boote unternommen. Ruhig glitt das kleine Fahrzeug auf dem Wasser dahin, die junge Frau führte das Ruder, während ihr kleines, achtjähriges Töchterchen das Boot am Steuer führte. Plötzlich sahen die Menschen, daß ein riesenhafter Schwertfisch das Wasserfahrzeug umkreiste. Fortwährend näherte sich der Fisch dem Boote, und war bind) nichts zurückzu- schrecken. Die Frau schlug in ihrer Todesangst auf das Tier ein, dadurch wurde es in seiner Wut gereizt und näherte sich aufs neue bem Boote. Nun begann es, mit seinem Schwerte das Fahrzeug anzugreifen, die Frau ruderte so rasch sie konnte, aber schon drang Wasser in den Boden des Bootes ein. Auf das Geschrei der Kinder hin näherte sich ein anderes Fahrzeug dem Boote von Frau Philipps, und jetzt begann der Kampf mit dem Ungeheuer aufs neue. Endlich, nach einer aufregenden Stunde, gelang es, die Frau mit ihren Kindern in das andere Boot zu bringen, der Schwertfisch wurde überwältigt und mit Messern ebenso wie mit Ruderschlägen betäubt. Man brächte das große Tier an Land, woselbst es von einem Unternehmer aus Neuyork in Empfang genommen wurde. Der Mann hat für das Ergreifen solcher Fische einen großen Geldpreis ausgesetzt, in den sich nun die Frau mit ihren Rettern teilen darf.
Eine eigenartige Szene spielte sich während der Operation an einem Schwerverwundeten in dem stüdii- schen „Alexander-Hospital" zu Petersburg ab. Im Alexander-Hospital lag ein während einer Prügelei verwundeter Handwerker. Es war ihm der Bauch aufgeschlitzt. Als der die Operation an dem Schwerverwundeten ausführende Chirurg im Begriff stand, die Wunde zu vernähen, betrat ein Polizeiprlstaw mit einer Untersuchungskommission das Operationszimmer und verlangte den Patienten zu verhören. Die Aerztin verlangte vom Pristaw, sofort den Operationssaal zu verlassen, doch dieser weigerte sich, der Aufforderung Folge zu leisten. Der Pristaw wurde darauf hingewiesen, daß der Miami sich noch in Narkose befinde und nicht verhört werden könne. Der Polizeibeamte verlangte aber trotzdem dringend, daß der Verwundete durch künstliche Mittel aus der Narkose geweckt würde, da er keine Zeit habe, noch einmal wiederzukommen und das Verhör vorzunehmen. Außerdem bestehe Gefahr, daß der Patient sterbe und nicht die Nötigen Aufklärungen über das Verbrechen geben könne. Er wollte schließlich Gewalt gebrauchen und begann den Operierten zu rütteln. Da packten ihn auf einen Wink des Oberarztes drei Wärter und warfen ihn zur Tür hinaus. Die Untersuchungskommission verließ auch das Zimmer. Jetzt erst konnte die Operation fortgesetzt werden und gelang trotz der Aufregungen sehr gut. Es mußte ihnen die Tür vor der Nase zugeschlagen werden. Am folgenden Tage ging dem Oberarzt ein offizielles Schreiben zu aus Anlaß der Nichtzulassung eines Polizeibeamten zur Ausübung seiner Dienstpflicht. Der Oberarzt antwortete, daß der Polizeibeamte ungesetzlich gehandelt habe. Dabei blieb es.
»rieben:
Der Schullehrerausstand in England. Aus London wird über den schon erwähnten Ausstand gesch:'
England, das organisierteste Land der Welt, in dem Laternenanzünder und Kaninchenzüchter, überhaupt alles, was organisiert werden kann, auch organisiert ist, steht vor einer neuen Ausstandsplage. Dieses Mal sind es gar die Schullehrer, die offene Fehde geschworen haben. Seit drei Jahren schon ist der Kampf zwischen dem Grak- schaftsrat von Herefordshire und den Schullehrern im Gange, der in keiner Weise friedlich beigelegt werden konnte. Herefordshire ist unter den Schullehrern in Großbritannien als der Distrikt verschrien, oer die schechtesten Gehälter zahlt. Bedenklich wurde die Lage im Oktober vorigen Jahres, als sämtliche Lehrer ihre Kündigungen einreichten, von denen viele am letzten Sonnabend abliefen. Am Montag waren ungefähr achtzig Schulen geschlossen und viertausend Schulkinder freuen sich jetzt schon der Ferien, die da kommen sollen. Die örtlichen Erziehungsbehörden haben in allen Gegenden, die in genügender Entfernung von Herefordshire liegen, Zeitungsanzeigen veröffentlicht. Es haben sich auch einige Kandidaten gemeldet, die aber mit den Verhältnissen nicht vertraut waren. Als ihnen vom Lehrerverband Aufklärung gegeben wurde, haben sie zum größten Teil ihre Bewerbungen wieder zurückgezogen. Ein strikter Streikpostendienst ist vom Lehrerverband eingerichtet, der seinen streikenden Mitgliedern die volle Gehaltszahlung währercd der nächsten fünf Jahre und den Nichtmitgliedern während der nächsten drei Monate zugesichert hat. Die Schüler tun alles mögliche, um ihre streikenden Lehrer zu unterstützen. In einigen Schulen wurden von London und anderswoher Lehrer als Ersatz angestellt. Doch die Kinder weigern sich, in die Schulen zu gehen, und haben den Sympathie,treck mit ihren Lehrern erklärt.
Wie der Mikado verehrt wird. Ein außergewöhnliches Beispiel der Verehrung des Mikado wird von japanischen Blättern veröffentlicht. Während des furchtbaren Bulkanausbruchs von Sakurashina stürzte die Bevölkerung der Insel in wilder Panik auf die im Hafen liegenden Schiffe. Nur der Lehrer eines kleinen Ortes weigerte sich, die Hilfe der Matrosen in Anspruch zu nehmen und war nicht zu bewegen, sein Zimmer zu verlassen. Dort hing ein Bild des Mikado, als dessen Beschützer er zurückbleiben wollte. Erst als einige Ma-
veriagen. Lwrr ging ein ^u^.vv® “y XvVv Beschützer er Zurückbleiben wollte. Erst als einige Ma- tro en mit aller Vorsicht das Bildnis des Kaisers ab- nahmen und durch den Aschenregen in Sicherheit brachten, verließ auch der Lehrer das Schulztmmer, um sich an Bord eines Schiffes zu begeben.
Mißglückte Hypnose. „Hypnotisieren ist Schunndel," erklärte empört Müller. „Wieso denn?" fragt Meyer. „Ich hab's versucht, beim Fleischer. Ich konzentrierte mich mit aller Macht, sah w starr in die Augen, und dann sagte ich langsam und eindringlich: „Diese — Rechnung — ist — bezahlt!" — „Und was sagte der Mann?" sah mich an und erklärte nur: das könnte Ihnen so passen, Sie Schwindler Sie!
Die böse Sieben. Freund (auf dem Bahnsteig): „Da fährt sie hin, Deine Alte . . . jetzt mal gleich ins ^ahnhofsrestaurant!" - Ehemann: „Werd mich hüten! Noch liegt sie im Coupeefenster... die wäre imstande und zöge die Notbremse!"
Sechzehn Stunden in den Lüsten.
Der jüngste deutsche Rekord.
Ueber seinen großen Ueberlandflug, der von Mül- Hausen i. E. in mehr als 18stündcger Fahrt nach München führte, gibt der Flieger Carl Jngold den „Münchener Neuesten Nachrichten" folgenden anschaulichen
„Mein Plan war zunächst, falls nicht widrige Wind« eintreten, über ganz Deutschland hinweg nach Königsberg zu fliegen. Es kam anders. Um mich zu orientieren, hatte ich mehrere Generalstabskarten und eine elektrische Beleuchtungsanlage an Bord genommen, die aber leider versagte und mich so zur Aenderung meines Planes zwang. Als ich in Misthaufen aufstieg, war das Wetter ruhig, doch hinderte ein leichter Nebel die Fernsicht ungemein Infolgedessen und durch das Gewicht des schwerbeladenen Doppeldeckers gezwungen, hielt ich mich in nur 2—300 Meter Höhe. Zunächst flog ich das Rheintal hinab, fand aber dort einen starken Westwind, der mich nach Osten zu trieb, und ich nahm nordöstlichen Kurs auf Thüringen zu.
In den Vormittagsstunden bellte das Wetter auf, und so stieg ich nach und nach auf 3000 Meter. Gegen 11 Uhr sah ich die Thüringer Berge unter mir und überquerte sie in flotter Fahrt. Ueber Gotha geriet ich wieder in dichtere Nebel und war gezwungen, mich aus den Kompaß zu verlassen. Gegen Mittag tauchte ich aus der Höhe wieder einmal in die Tiefe, um einen Zettel abzuwerfen, der zur Kontrolle meiner Fahrt diente. Zu meinem Erstaunen sah ich eine große Stadt unter mir liegen, die nach allem Anschein zu schließen, nur Dresden sein konnte. Ich nahm nordöstlichen Kurs und kam nach Forst. Dann überlegte ich, ob es ratsam sei, nach Osten oder nach Süden weiter zu fliegen. Ich entschloß mich für letzteres und wendete. Gegen 5 Uhr nachmittags wurde es dunkel, und so schaltete ich die elektrische Karten- und Kompaßbeleuchtung ein, aber der tückische Zufall wollte es, daß die kleiue Glühbirne durchbrannte.
So war ich nun im Dunkeln ttnb unfähig, mich zu orientieren. Zum Glück ging der Mond bald auf und ich konnte nur an den Schatten, die das Gestänge auf die Flächen meiner Maschine warf, ungefähr an Süd- richtung festhalten. So flog ich stundenlang immer ängstlich den Lauf des Motors beobachtend, von dem mein Erfolg und vielleicht auch mein Schicksal abhing. Plötzlich tauchten in etwa 12 Kilometer Entfernung vor mir strahlend weiße Flächen auf, die zu riesiger Höhe anwuchsen. Staunend und voll Bewunderung erkannte ich im Hellen Mondschein die bayerischen Alpen, denen ich mich mit rasender Geschwindigkeit näherte. Schleunigst benutzte ich das Höhensteuer und hielt auf 3000 Meter, um mit den schneebedeckten Bergriesen keine un« tebsame Bekanntschaft z: ' ~ ----
log ich an der Gebirgskette entlang, das herrliche Schau- piel genießend. Ich machte dann kehrt, nach Norden zueilend.
U machen. Etwa 10 Minuten
Nach einer knappen Stunde lag München vor mir, und ich konnte im Forstenrieder Park wohlbehalten landen. Ich habe in 16 Stunden 30 Minuten über 1600 Meter durchflogen, eine Leistung, die ich hauptsächlich dem braven Motor verdanke."
Zusammenstoß zweier Flugzeuge.
*a* Johannisthal, 10. Februar. Heute vormittag um %9 Uhr ereignete sich auf dem Flugplatz Johannisthal ein schweres Unglück. Ein Luftverkehrsdoppeldecker stieß in der Nähe des alten Startplatzes mit einer Etrich- Taube in einer Höbe von 30 Metern zusammen. Der Doppeldecker war besetzt mit dem Flieger Sedlmeyer und Oberleutnant Leonhard als Begleiter. Die Taube trug den Flugschüler Degner, der seine ersten selbständigen Flüge machte. Beide Flugzeuge wurden bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt. Degner war sofort tot, während Sedlmeyer und Leonhard schwer verletzt unter den Trümmern hervorgezogen wurden.
Ein zweites Fliegerunglück.
Wie aus San Diego in Kalifornien gemeldet wird, ist ein Fliegeroffizier dort aus einer Höhe von 150 Metern abgestürzt. Die Zuschauer wollen deutlich eine Explosion des Motors wahrgenommen haben, wodurch der 0lieget aus seinem Apparat geschleudert wurde. Den eichnam des unglücklichen Fliegers fand man eine Strecke weit von der Stelle vor, wo der Apparat zu Boden gestürzt war.
iw neuestes Dom Sage.
Tagung des Deutschen Landwirtschaftsrates.
oe* Berlin, 10. Februar. Zu der heutigen Sitzung des Deutschen Lanöwirtschaftsrates im Plenarsitzungssaale des Herrenhauses erschien kurz vor Beginn gegen 10% Uhr vormittags der Kronprinz im Auftrage des Kaisers. Der Vorsitzende, Graf von Schwerin-Löwitz begrüßte den Kronprinzen und erklärte die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser für eröffnet. Staatssekretär Dr. Delbrück begrüßte den Land- wirtschaftsrat im Namen der Reichsregierung. Darauf sprach Dr. Gerlach-Königsberg über den allmählichen Abstoß der ausländischen Wanderarbeiter durch Vermehrung der einheimischen Landarbeiter.
Bom Wiudmühleuflügel erschlagen.
** Hannover, io. Februar. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in Horst bet Neustadt a. R. Vier Kinder des Arbeiters Kölling spielten auf dem Wind- Mühlenhügel. Drei von ihnen kamen den Windmühlen- flügeln zu nahe und erlitten schwere Schädelverletzungen. Ein fünfjähriger Knabe ist inzwischen im Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Der Zustand der beiden anderen Kinder ist sehr bedenklich.
Bon schwerem Verdacht befreit.
»-* Wiesbaden, 10. Februar. (B. Z.) Der wegen Mordversuchs an dem 60jährigen Privatier Lütt verhaftete 20jährige Artist Stranzfeld wurde aus der Hc' entlassen, nachdem Lütt, der wieder genesen ist, die A. gaben Stranzfelds, daß nicht er, sondern Lütt selbst sich die Verletzung beigebracht hat, bestätigt hat.
Abermals eine entsetzliche Familientragödie.
>* Saarbrücken, 10. Februar. Der in einer hiesigen Kanzlei beschäftigte Schreiber Weiß hat gestern in der Wohnung seiner Schwiegermutter zu Saarunion seine Frau, mit der er einen Scheidungsprozeß führte, sein dreijähriges Kind, seine Schwiegermutter und dann sich selbst erschossen.
Der „Bauernschreck" erlegt.
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n-
sters
Gegend
** Wien, 10. Februar. (B. Z.) Nach einer hierher gelangten Nachricht hat ein Jäger des «lost Admont den sogenannten Bauernschreck, der die Gegend der Koralp seit zwei Jahren unsicher gemacht hatte, erlegt. Es soll sich um einen Puma (Silberlöwen) handeln.
Feuerwehrleute bet einem Brande verunglückt.
>-»- Paris, 10. Februar. In Lille wurde bei einem in einer Spinnerei ausgebrochenen Brande durch den Einsturz einer Mauer ein Feuerwehrmann getötet. Mehrere andere Feuerwehrleute, darunter der Hauptmann Crambe, wurden schwer verletzt.
Folgenschwerer Hanseinsturz.
Madrid, 10. Februar. In der Stadt Alevalo stürzte ein im Bau befindliches Haus zusammen und begrub sämtliche Arbeiter unter seinen Trümmern. Es dauerte längere Zeit, ehe die Arbeiter befreit werden konnten. Zwei waren bereits tot, fünf weitere erlagen binnen kurzem ihren Verletzungen. Acht Arbetter liegen in lebrnsüLfährltchem Zustande im Hospital darnieder.