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Landrathsamt Frankenberg.
Nachdem der Anlaß zu der am 10. v. M. ertheilten Gestaltung des Mahlens an Sonntagen inmittelst weggefasten ist, so wird diese Gestattung nunmehr zurück- gezogen, wovon die Herrn Bürgermeister des Kreises die Müller in ihren Gemeinden zu benachrichtigen haben.
Frankenberg, den 13. December 1866.
Königliches Landrathsamt. v. Gehren.
Bekanntmachttttg.
In den letzten Tagen vor Weihnachten ist in der Regel der Zusammenfluß von Fahrpostsendungen so massenhaft, daß dadurch Verspätungen, Verschickungen und selbst auch Beschädigungen und Verluste leicht herbeigeführt werden können, wenn die Aufgabe der Fahrpostsendungen auf wenige Tage vor dem Weibnachtsfeste zusammenge« drängt wird, und wenn nicht die Vorschriften wegen ihrer Verpackung und Bezeichnung allseitig Beachtung finden.
Indem man das Publikum hieraus aufmerksam macht, werden folgende Punkte der besonderen Beachtung empfohlen:
1) Fahrpostsendungen, auf deren unaufgehaltene, sickere Beförderung und rechtzeitige Abgabe gerechnet wird, sind in der Zeit vor Weihnachten der Postanstall thunlichst frühzeitig zu übergeben.
2) Der auch für das Publikum belästigende Andrang an den Annahme-Schaltern kann wesentlich vermindert werden, wenn die Aufgabe der Sendungen nicht bis aus die letzten Stunden vor Schluß der Schalter verschoben wird.
3) Die Verpackung muß eine dauerhafte sein, um den Inhalt vor Druck, Reibung und Nässe zu sichern. Einfache Papier-Umschläge und Cigarren«Kistchen reichen dazu selbstverständlich nicht aus, und selbst für Schachteln und Cartons ist eine weitere Embal- lirung in Leinwand oder Wachsleinwand anzuratben weil beim Zusammendrängen solcher Gegenstände mit vielen anderen Sendungen die Deckel und Böden leicht eingedrückt werbend
4) Es ist für die Dauer der Weihnachtszeit rathsam, den Fahrpoststücken selbst die volle Adresse zu geben, wie sie der dazu gehörige Frachtbrief trägt, damit die Sendungen auch dann rechtzeitig bestellt werden können, wenn die Frachtbriefe momentan verschickt oder verlegt sein sollte». Außerdem ist es nothwendig, die auf die Fahrpoststücke kommenden Adressen diesen nicht mit Siegellack oder einigen Nadelstichen anzuheften, sondern thunlichst auf die Emballage selbst deutlich zu schreiben, oder wenigstens in einer Weise daran zu befestigen, daß ihr Verlust nicht leicht möglich ist. Bei Sendungen mit Kordelver- scknürungen muß sich die Adresse'unter dieser Ver- schnürung befinden. Auf Sendungen ohne Werths- declaration dürfen die Adressen auch mit Leim oder Kleister befestigt sein.
5) Gleichwie cS sich im Allgemeinen von selbst versteht, daß die Adresse den Bestimmungsort und die Person desjenigen, an welchen die Zustellung der Sendung erfolgen soll, so bestimmt bezeichnen muß, daß jeder Ungewißheit darüber vorgebengt wird, so empfiehlt eS stck für die angegebene Zeit noch ganz besonders, bei Sendungen nach kleinere», wenig bekannten Orten die näckstgelegene Poststelle und bei Sendungen nach größeren Orten Straße und Hausnummer anzugeben.
Hersield, den 1. Dezember 1866.
Königliches Postamt. Hob man». K. A.
Wegen der auf die Dienstage am Schlüsse dieses und Anfang des nächsten Monats fallenden Festtage ist die städtische Sparkasse
Freitags den 28. Dezember d. I. und Freitag den 4. Januar k. I.
geöffnet.
• Hersfeld, den 10. Dezember 1866.
Der Bürgermeister. Kempf.
Denjenigen Fuhrleuten des Kreises Hersfeld, welche den 14. Juli b. 3. mit den Königl. Preußischen Truppen in Gemünden waren, werden hiermit aufgefordert, sich den 27. December d. I bei dem Unterzeichneten mit einer Bescheinigung ihres Bürgermeisters versehen, zu melden, um ihren Antheil an den 15 Thalern, welche sürZehrung vergütet worden sind, in Empfang zu nehmen.
Spatere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden.
Jacob (Rrenzebach in Niedern ula.
Alle Diejenigen, welche an die Drommer'scken Erben Forderungen haben, werden hiermit aufgefordert ihre Rechnungen bei den Unterzeichneten binnen acht Tagen einzureichr», da sie später nicht mehr berücksichtigt werden können.
Hersfeld, am 14. Dccemchcr 1866.
Die Vormünder der Trommer'schen Kinder: Heinrich Rehn, Wilhelm Schäfer.
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Auf der Domäne Eichhof wird ein erster und ein zweiter Pferdeknecht und ein Ochsenknecht in Dienst gesucht.
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