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Bruder Carl theilst", sagte eine Mutter zu einem ihrer Söhnchen, „so mußt Du dabei nobel zu Werke gehen, lieber Georg."— „Was heißt denn das, nobel?" fragte Georg. — „Es beißt", antwortete die Mutter, „daß Du ihm das größte Stück geben mußt." — „Dann, Mama", entgegnete der schlaue Georg, „laß den Kuchen lieber von Carl theilen."
(Ein Mann der Zukunft.) Ein kleiner fünfjähriger Knabe zerschlug sich bei einem gefährlichen Fall die Oberlippe, hielt aber die nothwendige Operation des Zusam« mennähens der Wunde nicht blos standhaft aus sondern beschwichtigte auch die Befürchtungen seiner zärtlichen Mama, daß er eine entstellende Narbe behalten werde, durch die Worte: „Sei unbesorgt, Mama, da kommt ja der Schnurrbart darüber."
Amtliche 23efamitm(Übungen.
Landrath samt Hirnfeld.
Der Ackermann Joseph Rehberg von Reckrod ist heute als Bürgermeister der dasigen Gemeinde verpflichtet worden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Hünfeld, am 23. November 1866.
Königliches Landrathsamt. Götz.
Carl Emil Ruhl von Hünfeld hat um Entlassung auS dem diesseitigen Staatsverbande zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
Hünfeld, am 27. November 1866.
Königliches Landrathsamt. G ö Ij.
Für Franz Barth von Neunhards ist zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika um Entlassung aus dem Unterthanen-Verbande gebeKn worden.
Hünfeld, am 1. December 1866.
Königliches Landrathsamt. Götz.
Nach einer Mittheilung Großherzoglich Sächsischer Bezirks-Direction zu Dermbach vom 24. d. M. ist nur die unter der Schaafheerde des Kammergutes zu Völ- kershausen, nicht aber auch die unter der Schaafheerde der dasigen Gemeinde ansgebrocheue Pockeukraukheit erloschen und wird deshalb die diesseitige Bekanntmachung vom 17. d. M. Dahin berichtigt.
Hünfeld, am 29. November 1866.
Königliches Landrathsamt. Gö tz.
Landrath samt Frankenberg.
Nachdem die unter dem Schaasvieh in Viermünden ansgebrocheue Pockenseuche erloschen ist, so werden die zur Verhütung deren Weiterverbreitung angeordneten SicherheitSmaasregeln hierdurch zurückgezogen.
.Frankenberg, den 3 Dezember 1866.
Königliches Landrathsamt. v. Gehren. .
Landrathsamt Ziegenhain.
Die Herrn Ortsvorstände des Kreises Ziegenhain werden aufgefordert, sich mit der Ortssteuerkommission über die Ab- und Zugänge in der Klassensteuer für das erste Quartal k. I. in der Mitte des lausenden Monats zu berathen und das Ergebniß spätestens bis zum 20. d. M. hier anzuzeigen.
Ziegenhain, am 3. December 1866.
Königliche Steucr-Jnspection. Scheffer.
MchettlohVindsn-MeVMttf.
Dienstag, den 1 8. December 1866 sollen die nachverzeichneten in den Forstrevieren der Forst« inspcction Hünfeld für das Forstwirthschaftsjahr 18|f zu erwartenden Eichenlohrinden auf das Höchstgebot verwerthet werden.
1) Im Forstrevier Dammersbach in dem Waldorte Birkenstrauch circa 50 Klaftern Glanz- Heister- und Rauhlohe.
2) Im Forstreviere Leibolz in dem Waldorte Rückers- bach circa 4 Klaftern Glanz« Heister- und Nauhlohe.
3) Im Forstreviere Thiergarten in den Waldorten Lichlnichen und Zimmermannsgehai circa 15 Klaftern Glanz- Heister- und Nauhlohe.
Die Zusammenkunft findet Vormittags 11 Uhr in dem Wirthschastslocale des Conrad Malkmus dahier statt.
Die Verkaufsbcdingungen werden vor Beginn des Termins bekannt gemacht, und können dieselben auch bei den betreffenden Revierförsteru eingesehen werden.
Hünfeld, am 3. December 1866
Königliche Forstinspection. Grosch.
BekarnzLmachrrrrg«
In den letzten Tagen vor Weihnachten ist in der Regel der Zusammenfluß von Fahrpostsendungen so massenhaft, daß dadurch Verspätungen, Verschickungen und selbst auch Beschädigungen und Verluste leicht berbeigesührt werden können, wenn die Aufgabe der Fahrpostsendungen auf wenige Tage vor dem Weihnachtsfeste zusammengc- drängt wird, und wenn nicht die Vorschriften wegen ihrer Verpackung und Bezeichnung allseitig Beachtung finden.
Indem man das Publikum bierauf aufmerksam macht, werden folgende Punkte der besonderen Beachtung empfohlen:
1) Fahrpostsendungen, auf deren nnaufgehaltene, sichere Beförderung und rechtzeitige Abgabe gerechnet wird, sind in der Zeit vor Weihnachten der Postanstalt thunlichst frühzeitig zu übergeben.
2) Der auch für das Publikum belästigende Andrang an den Annahme-Schaltern kann wesentlich vermindert werden, wenn die Aufgabe der Sendungen nicht bis auf die letzten Stunden vor Schluß der Schalter verschoben wird.