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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruht:
den Revierförster des Forstreviers Bernfen, Friedrich K u ch e n b e ck e r zu Schaumburg, zum Forstrevier Möllenbeck in gleicher Eigenschaft zu versetzen, sowie den Revierförster Friedrich H e n n i n g zu Ober- schönau zu penstonire»;
den Premierlieutenant Auffarth vom Jägerbataillon zum 3. Infanterieregiment (Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen) zu versetzen;
zu Premierlieutenants zu ernennen die Secondlieu- ^ tenants Harnickell vom Jägerbataillon in demselben, von Roques vom Schützenbataillon im 1. Infanterieregiment (Kurfürst), von Diemar und von Lengerke vom Leibgarderegiment in demselben, Prinz Carl von Hanau, Durchlaucht, aggregirt dem Arlillerieregimenl. zum überzähligen Prennerlien« tenant im Leibgarderegiment und diesem Regiment aggregirt;
den Secondlientenant von Humbert, vom 3. Infanterieregiment (Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen) zum 2. Infanterieregiment (Landgraf Wilhelm von Hessen) zu versetzen und diesem Regiment zu aggregiren;
den Secondlieutenant La mb ert vom 3. Infanterieregiment (Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen) demselben zu aggregiren; den Sergeanten Heinrich Wilhelm Löwer vom Schützenbataillon zum Probater bei der Direction der Hauptstaatskasse provisorisch zu ernennen.
Das Haus am rothen Rain.
(Fortsetzung.)
II.
Zu den Kranken, die der David meinte, gehörte auch mancher von denen in Niederaula, die am rodhen Rain wohnten. Das war eine mäßige Anhöhe, die aus rothem Sandsteinschiefer bestand. Seit vielen Jahren schon hatte das Wasser, das bei starken Regengüssen oder schnellem Schmelzen des Schnees mit Macht von den Bergen niederrann, hier seinen Ausweg genommen und
eine tiefe Höhlung gerissen. An beiden Seiten dieses Hohlwegs erhoben sich nun die Wohnungen der kleinen Bauern, oder deren, welche neben ihrer Profession noch Ackerbau trieben; denn von der Anlegung von Wirth- schastsgebäuden oder eines weiten Hofranmes konnte an dem Abhänge keine Rede sein. Freilich gewährten die niedrigen, an den Berg hinaufgebauten Wohnungen keinen besonderen Anblick, aber eS war fast die einzige Seite, die hier eine Erweiterung und Ausdehnung deS Dorfes gestattete.
An dem rothen Rain hatte auch der Drechsler Konrad Dübel sein kleines Anwesen. Er hieß im ganzen Dorf nicht anders, als das „Posselmännchen", Denn er war klein von Statur und unter seinem Drechsel- eisen entstanden nicht nur Weisen (Haspel) und Spinn, räder, sondern er besserte auch Schwarzwälder Uhren aus und verfertigte und posselte sonst allerlei Gegenstände, die man im HauS und bei dem Ackerbau nöthig bat, als Mäusefallen, Kuchenwalzen, Schlotterfässer, Hecheln und Schwingstöcke. Daneben besaß er einige Aecker Land und Wiesen, von denen er sich zwei Kühe halten und ein paar Schweine füttern konnte. Hiervon, wie von dem, was seine Profession ihm abwarf, hätte er mit seiner Frau und seinen drei Kindern recht gut leben können, aber zwei Dinge waren es, die ihn statt vorwärts immer rückwärts brachten und die seinen Verdienst unter den Händen zerrinnen ließen; er hatte kein Sitzfleisch und liebte den Trunk. Seine Frau dagegen war der Fleiß und die Sparsamkeit selber, sie plagte sich Tag und Nacht, nähte, strickte, wusch und bestellte das Feld, um sich und ihren Kindern das kleine Werk zu erhalten. „Konrad," hatte sie schon oft zu ihrem Manne gesagt, „wenn Du's so sorttreibst, gehen wir zu Grunde. Ich bitte Dich um Gottes Willen, bleib' daheim, ich will Dir Deinen Schnaps und Dein Bier ins Haus holen, halte Deine Mahlzeiten bei uns in Ruhe und Frieden, und gieb Dich ab von Deinen guten Freunden, die, wenn Du nichts mehr hast, Dir noch kein Salzkorn auf ein Stückchen Brod reichen. Du verstehst ja Deine Sache, und könntest einen schönen Heller Geld verdienen."
Allein das war nur tauben Ohren gepredigt. „Das verstehst Du nicht," hatte er ihr dann jedesmal entgeg- net, „wenn ich Arbeit haben und verdienen will, so muß