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acht -Arbeiter umstanden denselben, die mit langen Stangen versehen, in dem Teiche etwas zu suchen schienen. Der Fabrikherr selbst leitete die Arbeit. (Forts, f.)
r. Hersfeld, 17. März. Unter diesem Datum bringt die Nr. 2268 der „Hessischen Morgenzeitung" von hier den nachstehenden Artikel: „Das eben ausgegebene Programm der hiesigen Realschule liefert einen "in jeder Beziehung erfreulichen Nachweis von dem Wachsthum dieser Anstalt. Das Schülerverzeichniß zählt 105 Zöglinge, von denen im Laufe des Schuljahres 10 abgegangen sind. Die Sammlungen und Lehrmittel sind so vollständig und namentlich ist das physikalische und chemische Cabinet so reich auSgestattet, daß die Schule hierin gewiß keinem Realgymnasium nachsteht. Am meisten Gewicht scheint aber auf die Errichtung der vierten Klasse gelegt zu werden; denn, so heißt es im Programm, „damit ist der zu einer selbstständigen .gedeihlichen Entwickelung der Anstalt nothwendige Unterban und zugleich die Möglichkeit gegeben, den Ausbau der Schule nach oben hin durch die Errichtung von c-iner oder, zwei weiteren Klassen je nach Bedürfniß weiter fortzuseßen." Dieses Bedürfniß wird jedenfalls davon abhängen, w i e die Schule benutzt wird. So lange eS noch Eltern gibt, die genug gethan zu haben meinen, wenn sie ihren Sohn ein Jahr in die Realschule schicken oder ihn gleich mit der Confipnation aus der Schule herausnehmen, so lange wird natürlich von einer Erweiterung der Anstalt nicht die Rede sein können, da ja die meisten dieser Schüler nicht einmal die jetzige erste Klasse durchmachen. Und doch würde dem wahren Vortheil der Kinder wenigstens mit einem vollständigen Cursus der ersten Klasse jedenfalls besser gedient sein, als mit jener eilfertigen Hast, mit der dieselben, blos um sobald als möglich Geld zu verdienen, in das Geschäft gesteckt werden. Denn eines- theilS kommen erst in der ersten Klasse manche Unterrichts- gegenständc vor, die für den Gewerbtreibenden von großem praktischen Stutzen sind, z. B. Physik und Chemie, kaufmännisches Rechnen und Buchführung, Maschincnzeichncnrc.; anderntheils stehen jetzt die Knaben in dem Alter, wo ihr Verstand gereift genug ist, um diese und die anderen Unterrichtsgegenstände erst mit rechtem Erfolge zu betreiben, und wo sie selbst mehr und mehr einen Einblick in die Wichtigkeit der ihnen gebotenen Kenntnisse gewinnen, so daß sie jetzt nicht mehr blos aus Zwang, sondern aus eigenem innern Antriebe, also abermals mit größerem Erfolge für ihre Ausbildung arbeiten. Soll also das ««gefangene Werk weiter gefördert werden — und Staatsregierung, Vorstand, Direction und Lehrer werden es ihrerseits gewiß auch fernerhin an Eifer nicht fehlen lassen —, so müssen zu allererst die Eltern das Ihrige thun I
Amtliche Bekanntmachungen.
Landrathsaml Hersfeld.
Für Lorenz Hassenpflug von Rohrbach ist behufs Auswanderung nach Amerika um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterthanenvcrbaude und
für Anna Martha Otter von Wippershain zu gleichem Zwecke um Ertheilung eines Reisepasses gebeten.
Hersseld, am 21. März 1866.
Kurfürst!. LandratbSamt. Auffarth.
Ludwig Gluthe von Niederaula hat behufs Auswanderung nach Amerika um Entlassung aus dem Kur- hessischen Untcrtbaneuverbande nachgesucht.
Hersfeld, am 22. März 1866.
Kurfürstliches Lanbraihsamt. Aufiar th.
Anna Katharina Eidam von ASbach und
Anna Katharina Nuhn von HedberSdorf haben zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika um Eathcilnng von Reisepässen gebeten.
Hersseld, am 23. März 1866.
Kurfürst!. LandratbSamt. A u ffa rth.
Jacob Falß von Tann hat für sich und seinen Bruder Heinrich um Entlassung aus dem Kurhessischen StaatSverbande zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika gebeten.
Hersseld, am 23. März 1866.
Kurfürst!. Landrathsamt. Auffarth.
Gefunden: eine Brieftasche, welche der Eigenthümer dahicr in Empfang nehmen kann,
Hersseld, am 23. März 1866.
Kurfürst!. LandrathSamt. Aussart H.
Gefunden: vier Thaler. — Der Eigenthümer kann sich dabier melden.
Hersseld, am 22. März 1866.
Kurfürst!. Landrathsamt. Auffarth.
Landrathsamr -Hünfeld.
Der Photograph Adam Rupvel aus Müsenbach hat um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterthanen- Verband behufs Niederlassung im Großherzogthum Hessen nachgesucht.
Hünseld, am 10. März 1866.
Kurfürstliches Landrathsamt. Götz.
Johann Baptist Balzer von Wölf hat um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterthanen-Verbände zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
Hünfeld, am 19. März 1866.
Kurfürstl. Landrathsamt. Götz.