— 220 —
Die bevorstehende Landtogswohl.
Da wir von verschiedenen Seiten aufgefordert worden sind, unsere Ansicht über die am nächsten Montag stattfindeude Abgeordnetenwahl auszusprechen, so nehmen wir keinen Anstand, diesem Wunsche hiermit nachzukommen.
Es handelt sich vor Alleni darum, einen Mann zu wählen, dessen politische Gesinnung eine vollständig selbst staubige und verfassungstreue ist. Dann soll der Abgeordnete von Hersfeld aber auch ein reges Interesse an den volkswirthschaftlichen Bedürfnissen deS Vaterlandes und speciell unserer Vaterstadt besitzen. Er soll, frei von allen selbstsüchtigen Zwecken, dahin streben, die materiellen Interessen deS Landes und der Stadt fördern zu helfen.
Wir glauben einen solchen Mann in der Person unseres Bürgermeisters Herrn Ludwig Kc"mpf gesunden zu haben und empfehlen denselben unseren Mitbürgern aufs Wärmste.
Das einzige Bedenken, welches gegen diese Wahl ausgesprochen worden ist, möchte das sein, daß Herr Keinpf in der städtischen Verwaltung unentbehrlich sei. Dieses Bedenken wird jedoch kaum ein ernstliches genannt werden können, da einmal die Dauer der Landtagssitzungen für die nächsten drei Jahre voraussichtlich eine sehr kurze, kaum einige Monate andauernde, sein wird und da ferner unter den Mitgliedern des Stadtrathes wohl eine geeignete Vertretung für die kurze Abwesenheit des Herrn Kempf leicht zu finden sein möchte.
Wir richten a'n alle unsere Mitbürger die dringende Bitte, sich' recht zahlreich bei der Wahl zu bcthciligen.
Hersfeld, am 8. Juli 1864.
A- Krams. Fti. SSecSaberg1.
Aus dem der Gemeinde Oberaula zuge
hörigen Kalkfkeinbirrtche wird der Cubikhau- fen für den Preis von 8 Sgr. von jetzt an verkauft.
Oberaula, den 2. Juli 1864.
Der Bürgermeister
_____________& Hah«.
MagdDttvgev Lebevsvkrsichtrungs-Wllschast.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unserer seitheriger Vertreter für HerSfeld, Herr Amtsexpedient O. Mühling die Agentur niedergelegt und wir dem Herrn Amtsexpedienten Friedrich Bin 11 ib zu Hersfeld eine Agentur für obige Gesellschaft übertragen haben.
Kassel, den 20. Juni 1864.
Die $eneraMgentur für KurOesfen, «Ä M. Oppe.
Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich zur Vermittelung von jeder Art Lebens- versicher ung en, Re nten«, Aussteuer- (Kinder- versorgnngskasse) sowie B eg rä b niß ver sicherungen (SterbekaW unter liberalen Bedingungen und zu billigen uiid festen Prämien,
Die ausgezeichnete Verwaltung sowie das 'vorhandene Vermögen von D,3LI',GOrr Dhlr. an Grunv- kopital und Reserve bieten den Versicherten vollständige Garantie.
Zur Ertheilung von Anträge sowie jeder sonstigen Auskunft bin ich jeder Zeit bereit.
Ifriedrich Muhn,
Agent.
Fettes ärztliches Urtheil über die Vortrefflichkeit des M. X ^uubit&schen Mräuter-JLtyU^ ächt zu haben :
in Hersfeld bei S. H. Oilo, in Hünfeld bei W. Kircher, in Neukirchen bei ,9. Bachrach, m Rotcnburg bei 3» WilheliM, in Schwarzenborn bei F. Ö-, Müller,
in Ziegenhain bei 3. Strnpp.
Den D aubitz'fMn Kräuter - Liqueur, aus Pflanzenstoffen bereitet, welche theils eine stärkende, theils eine anregende und auslösende Wirkung auf die Schleimhaut deS Magens und Darmkanals auSüben, habe ich in vielfacher Beziehung sehr bewahrt gefunden.
In erster Reihe sind cS Magen leiden, als Appetitmangel, Verschleimung, Volle und Druckgefühl, welche in dem genannten Kränter-Liqneur ihre Hülfsmittel finden; in zweiter Reihe Unterleibsleiden, die weit verbreiteten Hamorrhoidalzustände mit ihren sekundären Erscheinungen, als habitueller Leibesverstopsung, Kolik, Blähnngs- beschwerden, welche oft'Stiche im Kreuz und in der Brust verursachen, ferner Kopfschmerzen, unruhiger Schlaf, Verstimmung deS Gemüths (Hypochondrie) 20. Gegen alle diese Leiden kann der Daubitz'sche Kräuter-Liqueur mit Recht als ein' sehr kräftiges Hülfsmittel empfohlen werden.
Berlin, den 12.' Februar 1863., (L. S.) wör. Banmann, prakt. Arzt rc.
Neue FriedrichSstraße 23.
Redaction, Druck und Verlag von Ludwig Funk.