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hatten sie dieselben schon in ihren Händen zu haben geglaubt, und sie begriffen selbst nicht, wie eS möglich gewesen war, daß sie ihnen hatten entwischen können, und ganz richtig schoben sie auf Heinrich alle Schuld. Ohne ihn wären die Schmuggler vielleicht sämmtlich schon aus dem Wege zum Gefängnisse gewesen.
Als der Schuß des Gendarmen, durch welchen Heinrich verwundet war, laut zwischen den Bergen widerballt war, hatten sich die Grenzwächter auf Umwegen zu der Stelle begeben, von wo der Knall zu ihnen gedrungen war. Ohnmächtig hatten sie den Gendarmen gefunden, ihn sofort aber zum Bewußtsein zurückgerufen. Er hatte nur eine unerhebliche Wunde am Kopfe.
Nach allen Richtungen hatten sie nun die Berge durchstreift, ohne die Schmuggler, die längst in Sicherheit waren, zu finden. Ueberdrnsfig des Suchens, durchnäßt und müde hatten sie sich endlich heimbegeben. Nur der Gendarm, den Heinrich niedergeworfen hatte, war zurückgeblieben, um allein weiter zu suchen. Er konnte den Aerger, daß er die Schmuggler hatte entkommen lassen, so schnell nicht überwinden,'und gab die Hoffnung, daß er Heinrich, den er bei seinem Schusse hatte wanken sehen, noch finden werde, nickt auf. Unmöglich hatte derselbe so schnell wie seine Gefährten entfliehen können.
Obschon selbst ermüdet, streifte er dennoch Stunden lang umher. Die Wunde an seinem Kopfe brannte, mit dem Schmerze steigerte sich auch sein Unwille. Er sah voraus, daß man ihn verlachen werde, weil er von einem waffenlosen Schmuggler sich halte niederwerfen lassen. Er wußte selbst kaum, wie es geschehen war.
Der Zufall war ihm günstig. Der Regen hatte aufgehört, und auf einem Steine erblickte er einen Blutstropfen. Er schien noch frisch zu-sei», und sofort stieg die Vermuthung in ihm auf, daß das Blut von dem Verwundeten herrühre. Mit doppelter Aufmerksamkeit durchforschte er die Umgebung. Bald fand er noch einige Blutspuren, und nun wußte er die Richtung, welche er zu verfolgen hatte. Mit brennender Stirn, mit glühend auf die Erde gerichtetem Blicke eilte er weiter.
Das Blut wurde für Heinrich zum Verräther. Schon nach kurzer Zeit traf ihn der Gendarm besinnungslos niedergesunken zwischen zwei Felsen. Der Ballen mit den gepaschten Waaren lag noch neben ihm.
Der Gendarm hätte laut aufjauchzen mögen vor Freude. Er beugte sich über ihu, und an dem schwachen Athem merkte er, daß er noch lebte. Er sollte auch lebe», weil er ihn lebend dem Gerichte überliefern wollte. Heftig rüttelte er ihn. Der Verwundete rührte sich nicht. Mit Branntwein rieb er ihm Stirn und Schläfe, mühsam brächte er ihm einige Tropfen in den Mund. (F.f.)
angewiesen, in dem durch Bekanntmachung vom 17. Februar d. J. veröffentlichten Formular für die Anzeigen wegen versäumter Landsolge- und Gemeindedienste die Spalte 2 künftig mit der Ueberschrift „Tag, an welchem oder bis zu welchem der Dienst zu leisten war" zu versehen und demgemäß auSzufüllen.
Hersseld, am 9. April 1864.
Kurfürstliches Landrathsamt. Auffa rth.
George Herdt aus Tann und
Peter Nennstiel aus Friedewald haben behufs Niederlassung im Königreich Preußen um Entlassung aus dem Kurhessischen Uuterthanenvcrbande nachgesucht. Hersfeld, am 11. April 1864.
Kurfürstliches Lindraihsamt. Ausfarth.
Lalldrathsamc Hünfeld.
Eugenius Hofmann aus Michelsrombach hat zum Zwecke seiner Niederlassung im Königreiche Preußen um Entlassung aus dem kurhessischen Ünterthanenverbande nachgesucht. Hünfeld, am 6. April 1864.
Kurfürst!. Landrathsamt. F. d. L.
Der Kreissecretar. Schilling.
Aus der Gemeinde Dittlofrod ist für die Hagel- beschädigte» des Kreises Hersseld nachträglich noch ein« gegangen — 1 fl.
Hünfeld, am 6. April 1864.
Kurfürst!. Landrathsamt. F d. L.
Der Kreissecretar. Schilling.
Auf dem Wege von Rhina durch Neukirchen sind am 7. d. M. 9 Ellen Flanell in einem rothen baumwollenen Tnch verloren worden. — Der Finder wird zur Ablieferung anher aufgefordert.
Hünfeld, am 8. April 1864.
Kurfürstliches Landrathsamt. F. d. L.
Der Kreissekrctar. Schilling.
Landcathsünu Zicgenham»
Der nach dem diesjährigen amtlichen Kalender auf den 4. Mai d. J. in der Stadt Borken bestimmte Jahrmarkt ist mit Genehmigung Kurfürstlicher Regierung auf Mittwoch den 27. April d. J. verlegt worden, was hiermit veröffentlicht wird.
Ziegenhain, am 4. April 1864.
Kurfürst!. Landrathsamt. v. Gehren.
Amtliche Bekamrlmachungcn.
Landnuhsamt Hersfeld.
Die Ortsvorstände des Kreises werden hierdurch
Im Wippershainer Forste Schlag Helsersgra« b e n soll nachfolgendes Gehölze: Bauholz.
56 Eichen Bauholzabschnitte, Postenholz, 8 bis 30
Fuß lang und 10 bis 24 Zoll dick, 1345 Cubiksuß.