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Die Herzen aller Orten Begeisterter erglüh'n!

Sa laßt uns allerwegen

Voll Muth das Rechte thun ;

Und schändende Verträge

In andern Händen rüh'n. —

Die Stunde ist gekommen,

Sie ist von Gott gesandt,

Zur Ehre und zum Frommen

Für unser Vaterlano!

Frankfurt. Carl Reifert.

Der Kazador.

(Fortsetzung.)

Gegen Benö Vorschlag ließ sich von Seiten der Wilden nichts entwenden; der Große Geist der Bleich­gesichter hatte so uneigennützig gehandelt, daß sie mehr als beruhigt waren, sich heulend und jubelnd über die von den Weißen Getödteten stürzten.

Noch viele Frauen und Kinder kamen aus den Hüt­ten, flohen aber unbelästigt nach dem Walde und in die offene Prairie.

Die Texaner stiegen von den Pferden, banden die­selben fest und begannen das Werk der Zerstörung zu vervollständigen. Die Pfähle der Wigwams wurden um- gehauen, nebst den vorgefundenen langen Lanzen zusam­mengetragen und angeznndet; kurz, man zerstörte das ganze Dorf; nicht eine Hütte blieb stehen.

Alle in den Wigwams Vorgefundenen und an den Skalpstangen hängenden Schädelhänte gingen durch Jim Bens Hände, der eine nach der andern betrachtete und sie dann den Rothhäuten übergab, welche sie begraben wollten, um die Geister der Todten zu versöhnen. Nur zwei Skalpe behielt Ben zurück; beide waren mit grauen Haaren bedeckt. Den einen mit spärlich schlichtem Haare übergab er dem deutschen Farmer Andreas Daniel, wel­chem bei dem Anblicke der Schädelhaut vor Wuth und Rührung heiße Thränen über die Wangen perlten; denn es war' der Skalp seines Vaters. Den andern behielt Ben; es war der Skalp von dem Vater seines Feindes, der Skalp, welchen er dem kleinen Henry unter der Lc- bensciche versprochen hatte.

Drei Stunden nach Sonnenaufgang verließen die Krieger den Ort der Zerstörung. Lärmend und jubelnd zog die kühne Schaar durch den Wald und die Prairie, einer am Fuße des Gebirges sprudelnden Quelle zu. Nachdem die Männer getrunken und ihre Kürbisflaschen gefüllt hatte, tränkte man die Pferde und war eben im Begriffe das Gebirge hinanszureiten, als ungefähr hun­dert mit Lanzen bewaffnete und vollständig gerüstete Co- manches-Krieger heransprengten.

^Halt!" commandirte Ben. Alle blickten nach den Feinden. Es waren die Krieger ans dem nächsten Dorfe, denen Flüchtlinge die Nachricht von dem Ueberfalle ge­bracht hatten. 'Blitzschnell sausten sie über die Steppen

dahin, hingen zuweilen auf der einen Seite des Pferde, und zeigten ihre Köpfe unter dem Halse der flüchtige, Thiere. Plötzlich aber sammelten sich die verwegenen Streiter, bildeten eine gerade Linie, legten die Lanzen ein und sprengten pfeilschnell und schreiend gegen die Weißen. DieTonquewas hatten sich schon längst hinter dem Rücken der Bleichgesichter gesichert. Doch auch dies Mal kamen die Feinde nicht in den Bereich der Schuß^ Waffen, sondern ritten abermals zUrück. Endlich wurden die verwegenen Reiterkünste eingestellt, und die ComaM ches-Krieger zogen sich weit zurück. Nur Einer derselbe,« blieb am vorigen Platze und ritt dann im Schritt gegen die Texaner. Näher gekommen, erkannte man sehr deut­lich einen Häuptling von großem Ansehen. Immer nä- l)erfamjcinjßfer6^^^

Ärmliche Bctattmiuachmltzm.

Landrachsamt Hersfeld.

Im Laufe dieses Monats sind aus einem Stein­bruche bei Hilmes folgende Gegenstände:

1) ein Brecheisen,

2) eine Maurer-Spitze und .

3) ein großer Steinschlägel J^ ’ ^ gezeichnet

zum Nachtheile des WirthS Peter Wend zu Friedewald entwendet worden. — Spuren, welche zur Ermittelung des Thäters oder der gestohlenen Gegenstände führen, sind dahier anzuzeigen.

Hersfeld, am 30. November 1863.

Kurfürstliches Landrathsamt. Anffarth.

Nachdem durch Allerhöchste Entschließung die Erhe­bung einerLandes-Collecte für die ärmeren Bewohn ner der im Mai d. I. durch Hagelschlag beschädigten Gemeinden des Kreises Hersfeld allergnädigst genehmigt worden ist, so werden die Ortsvorstände des hiesige- Kreises hiernach angewiesen, sofort zn diesem Zwecke i; ihren Gemeinden eine Sammlung an Geld und Natur: lien und zwar von HauS zu Haus vorzunehmen, iw; Ergebniß aber nebst genauer Verzeichnung der Gebe und Gaben binnen 14'Tagen anher einzusenden.

Hierbei glaube ich von dem wohlthätigen Sinne de Bewohner unseres Kreises erwarten zu dürfen, daß fi- auch jetzt der Noth ihrer Mitbürger sich erinnern uni nach Kräften zu deren Linderung beitragen werden Wenn auch die Mildthätigkeit leider schon allzuoft i, Anspruch genommen wird, so fordert doch hier die Näh- und Größe des Unglücks zu schleuniger Hülfe und Ui1 terstützung auf.

Hersfeld, am 1. December 1863.

Kurfürstliches Landrathsamt. Anffarth.

Am 21. m M. ist auf der Straße von Gittersdo­nach Hersfeld ein Rohrstock mit gebogenem Griffe vci loren worden. — Der Finder wird zu dessen Abliefernu anher hierdurch aufgefordert.

Hersseld, am 1. December 1863.

Kurfürst!. Landrathsamt. Anffarth.