Einzelbild herunterladen
 

i Hersfelder A«zclger.

Srp. «8. Hersfeld, den 23, August. 1862;

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postaus­schlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller bei Wie­derholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Amtsactuar Wilhelm von Meyerfeld in Fulda zum Secretar bei dem dasigen Obergerichte zu bestellen;

die Pfarrei Törnigheim in der Klasse Bergen dem Pfarrverweser Heinrich Hermann Bis camp zu Hell- ^bhie^Kreisthierarztstelle für den Kreis Gelnhausen dem Thierarzt erster Klasse August Textor zu Neu- kirchen, letzterem provisorisch, zu übertragen, sowie den Gymnasial - Director Dr. Heinrich August Schick zu Rinteln auf sein allerunterthänigstes Nach­suchen zu pensioniren, auch den Revierförster Leopold Scheuch zu Rotenburg in den Ruhestand zu versetzen.

ä==b==-!-=-!=-==-!!-!=2=5-5-=---=2=--=SB

Amtliche Bekanntmachungen.

Landrathsamt Hersfeld.

Leider hat auch in diesem Jahre wieder ein Theil unseres Kreises nebst mehreren anderen Gegenden der Provinz Fulda erheblichen Schaden durch den Hagel- schlag erlitlen, so daß eine große Anzahl von Bewohnern der betroffenen Gemeinden einer drückenden Noth ent­gegen sehen müssen, wenn ihnen nicht eine wirksame Uii- terstützung zu Theil wird und ist deshalb auch durch Allerhöchste Entschließung vom 11. d. M. allergnadigst genehmigt worden, daß zur Unterstützung der durch Hagelschlag beschädigten Gemeinden der Provinz Fulda die Einsammlung milder Gaben in sämmtlichen Gemeinden des Landes angeordnet worden.

Die Orrsvorstände des hiesigen Kreises werden hiernach angewiesen, sofort zu diesem Zwecke eine Smnm- lung in ihren Gemeinden, und zwar von Haus zu Haus vorzunehmen, wobei von dem schon mehr erprobten mild­thätigen Sinne der Bewohner unseres Kreises erwartet wird, daß sie auch jetzt der Noth ihrer Mitbürger sich erinnern und nach Kräften zu deren Linderung beitra­gen werden.

Die eingehenden Gaben an Geld und Früchten sind längstens binnen 14 Tagen unter Beifügung eines speciellen Verzeichnisses der Geber und der einzelnen Gaben von den Ortsvorständen anher abzuliefern.

Hersfeld, am 23. August 1862.

Kurfürstliches Landrathsamt. Auffarth.

Die hierunter signalisirte Elisabeth Steinberg von hier hat sich ohne Legitimation aus ihrer Heiniath ent­fernt und treibt sich wahrscheinlich mit dem Schnelläu­fer Fridolin Landstein aus Hünseld zwecklos umher, weshalb alle betreffenden Behöroen ersucht werden, die rc. Steinberg im Betretungsfalle zu verhaften und durch die Gendarmerie-Verbindung anher transportiren 511 lassend Hersfeld, am 22. August 1862.

Kurfürstliches Landrathsamt. Auffarth.

Signalement. Alter 26 Jahre, Große unter 5 Fuß, Haare schwarz, Stirn oval, Augenbrauen schwarz, Augen braun, Nase gestaucht, Mund weit, Zähne gut, Kinn oval, Gesicht oval, Farbe gesund, Statur klein. Besondere Kennzeichen 0.

Landrathsamt Hünfeld.

Dem Schäfer Peter Bernhardin Schmitt zuOber- selb ist angeblich vor 3 Wochen ein altes Mutterschaf mit braunem Kopf, im rechten Ohr mit einem durchge­schlagenen Loch gezeichnet, ein Lamm von diesem Sckaf, ebenfalls mit braunem Kopf ohne Zeichen und ein an­deres Lamm mit grauen Backen, von derHeerde abhan­den gekommen. Die Finder werden zur Anzeige und Ablieferung aufgefordert.

Hünseld, am 19. August 1862.

Kurfürstl. Landrathsamt. v. Wolfs.

Die Ortsvorstände des Kreises Hünfeld werden un­ter Bezugnahme auf das ihnen zugefertigte Ausschreiben Kurfürstlicher Regierung zu Fulda vom 18. d. Mts., die Wahl eines Landtags-Abgeordneten betreffend, hier­mit angewiesen, die Wahlprotokolle über die am 1. k. M. vorzunehmende Wahl unfehlbar bis zum 5. k. M. bei Meldung der Abholung durch Warteboten hierher ein- zusenden. Hünfeld, am 22. August 1862.

Kurfürstl. Landrathsamt. v. Wolfs.