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Nr. «3. Hersfeld, den 6. August. LGSS.

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. bei den Postaustalten kommt der übliche Postauf­schlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller bei Wie­derholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

dem Prinzen Carl zu Solms - Braun fels Durchlaucht, Kaiserlich Königlich Oesterreichischer Generalmajor und Truppen.Brigadier, das Großkreuz des Kurfürstlichen Wilhelmsordens zu verleihen,

dem Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Käm­merer und Hauptmann im General-Quartiermeister- stabe, Grafen von Degen seld - S chonburg, das Ritterkreuz des Kurfürstlichen Wilhelmsordens zu verleihen.

N a d e t eh a.

, (Fortsetzung.)

Während Dimitry die Vollziehung seiner Befehle überwachte, stärkte sich Jukoff durch ein kräftiges Mahl und rüstete sich zur Abreise; denn die Hoffnung, sein Kind wiederzusehen, ließ ihn die ausgestandenen Leiden ganz vergessen. Die armen Sklaven hatten auf Dimit- fys Anordnung einen Rasttag erhalten, und beschlossen ihn mit einem seltenen Mahle von gekochtem Reis mit Rindfleisch.

Unter ihren Segenswünschen bestieg Dimitry mit Jukoff die Kibitke, welche mit Kissen und warmeiü Pel­zen reichlich versehen war, und fuhr ohne Unterbrechung der Herrschaft Prelucki zu, wo wir Beide am bestimm­ten Tage anfommen sahen.

Noch zwei Tage verbrachte Dimitry da in der Mitte seiner fröhlichen Gäste, dann ging er in Begleitung sei­ner jungen Frau, des alten Jukoff und der Amme, nebst einer zahlreichen Dienerschaft nach Odessa, um sich auf dem Schwarzen Meere nach Konstantinopol einzuschiffeu, von wo er dann später nach Neapel abzugehen gedachte.

Gardieu und der Arzt blieben auf Prelucki zurück, um noch einige Wochen lang die Gäste zu belVirthen und verschiedene Lustpartien für sie anzuordnen, und dann später die Leitung über dieses umfangreiche Gut zu über­nehmen.

Hier könnten wir nun freilich unsere Erzählung schlie­

ßen, denn unsere Heldin ist in den Hafen des Glückes und des Friedens eingelaufen, wo ihr an der Leite eines edlen Gatten nur Weihestunden gesicherter Glück­seligkeit, von keinen Stürmen mehr bedroht, erblühten. Allein der Gang unserer Geschichte berührt noch einige Hauptpersonen, und macht es nothwendig, daß wir nach Petersburg an das Siechbett des Dürsten zurückkehren und dort das Walten der rächenden Nemesis in der Person der schönen Tänzerin verfolgen.

XX.

Anna Simonowna übte noch forttvähreud das traurige Amt ihrer sinnreichen Rache, und belauschte mit schader- froher>ZIeuuglhmmg die Verheerung, welche jene Fol- terqualeNJn der Seele ihres Opfers anrichteten; wenn­gleich dessen unverwüstlicher Körper den vielfachen An­fällen trotzte, und sich aus der hoffnungslosen Krankheit wieder zu erholen schien. (Forts, f.)

Eschwege in Kurhessen, 3. August. Nachdem wir in öffentlichen Blättern, wie in der Weimarer Zeitung, der Zeitung Deutschland, Zelluers Blättern für Musik in Wien, BreudelS neuer Zeitschrift für Musik, der sächsischen Gewerbzeitung von Dr. Binder rc. schon vielerlei Rüh­mendes und Löbliches über die H a r in oniu m S und Pianinos, welche der rühmlichst bekannte Klavier­spieler und Jnstrumentenhändler, Herr Eduard Hetz, an vielen größeren Orten ausgestellt hat, gehört, hatten wir das Vergnügen genannten Herrn vor einiger Zeit in unserer Mitte zu sehen, allwo er mit einer Anzahl seiner höchst vorzüglichen Instrumente sich längere Zeit aufhielt und damit seltenes Furore machte. Schon deshalb wur­den wir auf seine Fabrikate aufmerksam, als Herr Hetz eine ziemliche Anzahl der glänzendsten Zeugnisse der be­rühmtesten Musik-Autoritäten der ganzen civilistrten Welt, wie z. B. eines Dr. Franz von Lißt, Professor I. G. Töpfer in Weimar ic. rc. int Original besitzt. Wir müssen gestehen, nachdem wir die betreffenden In­strumente hinlänglich geprüft haben, daß unsere Erwar­tungen bei weitem übertroffen worden find; Herr Hetz hat mit seiner seltenen Kennerschaft unbedingt die besten Fabrikate des Jnstrumentcnbaues in ganz Deutschland