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M*. 48. Hersfeld, den 14. Juni. 18SS.

MM°° Da mit Schluß dieses Monats das Abonnement des zweiten Quartals zu Ende geht, so wer­den die resp. Abonnenten ersucht, dasselbe für das mit dem 1. Juli beginnende dritte Quartal baldigst zu erneuern, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt. Im Laufe dieses Monats neu zugehende Abonnenten erhalten die vom Tage der Bestellung bis zum 30. Juni erscheinenden Nummern umsonst.

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- Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den bisherigen Obergerichtsrath Kammerherrn Ge­org von H esberg zum Legationsrath zu ernennen;

dem Hosmedicus Dr. Ludwig Friedrich Theodor Schotten das PrädicatHofrath" zu ertheilen;

den Rechtöpraktikanten Hermann Hu in bürg in Abterode zum Aktuar bei dem Justizamte in Groß- almerode provisorisch zu bestellen;

den zu der erledigten Pfarrei Kirchbracht, in der Klasse Gelnhausen, präsentirten Psarrgehülfen Hein­rich Brünning zu Wolferborn und

den zu der erledigten Rectorstelle an der Stadt­schule zu Wannfried präsentirten Pfarramts-Candi- daten Carl Georg Bippart daselbst zu bestätigen;

den Forstaufseher August Spilner zu.Ehlen, zum Reviersörster des Forstreviers Struth,

den Forstinspections Accessisten Friedrich Wilhelm Krause zu Homberg, zum Revierförster des Forst­reviers Gottsbüren und

den Forstinspections-Accessisten August Heinrich Wilhelm Klemme zu Kassel, zum Reviersörster des Forstreviers Rottebreite, provisorisch zu ernennen;

dem vom Erblandpostmeister, deni Herrn Fürsten von Thurn und Taxis, zum Secretär bei dem Post­amte zu Eschwege in Vorschlag gebrachten Post-As- sistenteu Friedrich Kanngießer zu Kassel, und

dem ebenso zum Assistenten bei dem Oborpostamte zrr Kassel in Vorschlag gebrachten Postpraktikanten Friedrich Witzel zu Kassel, die allerhöchstlandes­herrliche Bestätigung zn ertheilen,

. den Oberfinanzrath Philipp Koch zu Kassel von der Nebenstelle eines landesherrlichen Commissars bei cem Stifte Häufungen mit Wetter zu entbin­den, und 0

bein ®taat^ratt)e Heinrich Eduard v. Stier nberg zu Kastei die Stelle eines landesherrlichen Commis­sars bei dem Stifte Häufungen mit Wetter als Ne­benstelle zu übertragen.

N a b e f eh a.

(Fortsetzung.)

Zu wem sonst? G>eb Acht, daß ich Dir nicht mit der Knute Aufmerksamkeit abzwinge.

Ich bin in Deiner Gewalt.

Aha! Endlich erkennst Du das. Du glaubtest Dich wohl schon in dem Besitze Deines Freibriefs. Hahaha! Da kennt Ihr den alten Knäsen wenig, der eher einen Stern aus seiner Krone loslösen, als eine seiner Seelen missen wollte. Ich zeigte mich milde, um Euch sicher zu machen, und beim Zeus! es war das beste Mittel, meinen Neffen, ^en Brausekopf, von seiner Liebelei zu einer hübschen Sklavj^PL,heilen. Jetzt wirbt er mit die Hand einer Fürstin.

, Herr, warum marterst Du Dein Opfer mit so bitterm Spott? Hast Du meinen Tod beschlossen, f» rufe Deine Henker. Sie können mich nur tödten, doch den Glauben an ihn. an seine Treue, seinen Edelmuth, wirst Du bei mir nie wankend machen.

So? Er hat Dir wohl viel Unsinn vorgeschwatzt?

Er hat nichts versprochen, was er nicht zu halten gedenkt.

Du eitle Thörin! Eine Sklavin, ein weniger denn Nichts wer, denkst Du denn, wird Dir ein Verspre­chen halten?

Ein Mann, dem die Ehre nicht ein bloßer Schall ist, der unter'feiner mit Orden geschmückten Brust ein Herz trägt, in dessen Busen nicht alle Menschlichkeit durch Selbstsucht erstickt ist.

Und einen solchen hättest Du in meinem Neffen gefunden?

Ja, und noch weit, weit mehr, obschon er Dein Neffe ist.

Nnn, sagte der Fürst, der diesen Stich zu ignori- ren schien, ein so schönes Vertrauen darf nicht unbelohut bleiben. Mir, seinem nächsten Verwandten, ziemt es, seine Verrätherei wieder gut zu machen. Und da er doch einmal jetzt auf eine Fürstin versessen ist, nnd zwei Frauen zu nehmen ihm nicht' gestattet werden dürste,