Hers selb er Anzelger.
sr^^ SS. Hersfeld, den 26. März. 1882.
JEg31 Da mit Schluß dieses Monats das Abonnement des ersten Quartals zu Ende geht, so werden die resp. Abonnenten ersucht, dasselbe für das mit dem ;1. April beginnende zweite Duartat baldigst zu erneuern, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt. Im r Laufe dieses Monats neu zugehende Abonnenten erhalten die vom Tage der Bestellung bis zum 31. März erscheinenden Nummern umsonst.
Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:
den Kaufmann Clamor Friedrich Hagedorn zu Philadelphia, im Staate Pennsylvania, zum Kurfürstlichen Konsul daselbst zu ernennen,
Allerhöchst Ihren Kammerherrn Legationsrath Wilhelm von Trott zum Ministerresidenten am kaiserlich französischen Hofe zu ernennen;
den Vice- Oberstallmeister Hermann Ludwig Carl Julius Hans von Eschwege nunmehr zum Ober- stallmeister zu ernennen;
dem Geheime-Medicinalrath Professor Dr. Heusinger zu Marburg das Ritterkreuz des Kurfürstlichen Wilhelmsordens zu verleihen;
den Hülfskanzlisten Heinrich Erbeck zu Cassel provisorisch zumKanzlisten bei dem Oberhofmarschall- amte zu ernennen.
Die Arbeiter -es guten Gottes.
Arbeite Mensch! so spricht der liebe Gott; Ich gab dazu die Erde Dir zu eigen.
Die kleinen Arbeitsleute, die ich schuf, Sie werden Jedem sein Gewerbe zeigen; Vierfüß'ge Thiere, Vögel, Würmer, Bienen, Sie sollen Euch darin als Vorbild dienen.
Der Seidenwurm auf seinem Maulbeerblatt Wird Euch Gewerbsbeflissene beschämen, Er schafft den Frauen ihren höchsten Staat Und wird kein Privilegium drauf nehmen, Umsonst will er Euch Menschen Alles geben: Die Früchte seines Fleißes, ja sein Leben.
Betrachtet doch die Spinne! Einen Tänzer Auf einem Seile meinet Ihr zu sehn, — Sie lehrt bem Fischer, wie er Netze mache, Dem geiler lehrt sie seine Stricke drehn;
Auch Euch, Ihr Mädchen, kann bt£ Spinne nutzen: Sie lehret Euch verfertigen seine Spitzen.
Ihr, die Ihr schwere Lasten tragt und ziehet, Betrachtet die Ameise ganz genau, Wie sie mit allen Kräften sich bemühet Und schleppt ein Stäubchen hin zu ihren: Bau; Dies kleine Völkchen, fröhlich bei Beschwerden, Beschämt die großen Völker all auf Erden.
Du Häuserbauer, sieh die kleine Schwalbe, ] Wie sie sich künstlich baut ihr eignes Nest, Und lerne auch mit so geringen Kosten So schnell, so sicher bauen und so fest; Und willst Du etwa auch den Biber fragen, Wird er für Deine Kunst Dir Manches sagen.
Die Biene seht von Blum zu Blume stiegen, An jeder saugen da mit voller Lust;
Es öffnet der Bachantin mit Vergnügen Jedwede Blüte willig ihre Brust, Und immer ist gedeckt für sie zum Schmause Ein jeder Tisch in Florens großem Hause.
Du, der Du auch von Blum zu Blume flatterst, Im schönen Zauberhain der Poesie,
O lern’ von ihr die süßesten Dir wählen, Wozu Natur ihr den Instinkt verlieh; Denn nur den Honig saugen ist ihr Brauch, Du aber saugst oft Saft vom Schierling auch.
Vom Schwane lernet Ihr die Ruder brauchen; Den Bau im Wasser lehrt der Biber Euch; Der Maulwurf zeigte Euch die Erde pflügen; Die Sängrin trillert einer Lerche gleich. Selbst Viele unsrer jungen, dummen Lasten, Sie lernen die Grimassen von den Affen.
Arbeiten muß Mf dieser Welt ein Jeder, Der Eine leichter und der Andre schwer,