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Hers selber Anzeiger.

Nr. 9> Hersfeld/ den 29. Januar. LVGS.

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Nenmarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postauf­schlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wie­derholungen mit 6 Heller berechnet.

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giment) (Kurfürst) zu Versetzen und in den Etat die­ses Regiments einrücken zu lassen,

den Hauptmann Martelleur vom 1. Infan­terie Regiment (Kurfürst) demselben Regiment zu aggregiren.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst Mben allergnädigst geruhet:

dem von dem Erblandpostmeister, dem Herrn Für­sten von Thurn und Taxis, zuni Secretair bei dem Oberpostamte in Kassel vorgeschlagenen Oberpost- amts-Assistenten Gustav Schaum daselbst die aller- höchstlaudesherrliche Bestätigung zu ertheilen,

den Rechtspraktikanten Gustav Allster in Kassel zum Untergerichtsanwalt für die Justizämter in Zie- renberg, Wolfhagen, Naumburg und Volkmarsen mit dem Wohnsitz in Zierenberg zu bestellen,

den Hauptmann von Starck vom Leibgarde- Regiment als Compagnie-Chef zum 1. Infanterie- Regiment (Kurfürst) zu versetzen,

den Premierlieutenant von Barde leben vom Leibgarde-Regiment zum Hauptmann und Compagnie- Chef im 1. Infanterie- Regiment (Kurfürst) zu er­nennen,

den Hanptmann Frederking vom 2. Infan­terie-Regiment ä la suite desselben zu versetzen und mit der Führung der 2. Garnisons-Compagnie zu beauftragen,

den Premierlieutenant Rollert vom 2. Infan­terie^ Regiment zum Hauptmann und Compagnie- Chef in demselben zu ernennen,

den Secondlieutenant von Loßberg vomJäger- Bataillon zu Premierlieutenant zu ernennen und dem genannten Bataillon zu aggregiren,

den Secondlieutenant Laßmann vom 1. Infan­terie-Regiment (Kurfürst) zum Premierlieutenant im 2. Infanterie-Regiment, und

den Secondlieutenant Lentz vom Artillerie-Regi­ment zum Premierlieutenant in demselben zu ' er­nennen;

den Ober-Stabs' und Negimentsarzt Dr. Luch- ^arbt vom Leibgarde-Regiment zum Generalstabs- Arzt zu ernennen,

den überzähligen «Lecondlieutenant von Apell vom Jäger-Bataillon, in den Etat desselben einrük- keu zu lassen, sowie den überzähligen Secondlieutenant von Schmid vom 2, Infanterie-Regiment zum 1. Jnsanterie-Ne-

Der Mraueo von Gent.

(Aus dem Jllustriten Fannlien-Journal.)

(Fortsetzung.)

Privilegien! rief der Graf heftig. Dies ist immer die Schanze, hinter der Ihr Euren bösen Willen ver­bergt.

Sie sind unser Bollwerk gegen Willkür und Tyran­nei, erwiederte Artevelde ruhig. -Wir haben diese Pri­vilegien theuer genug^erworben, sie sind die Frucht Jahrhunderte langen istrebens, das thenerste Vermächt- niß unserer Väter, das Palladium' des freien Bürger- thmns, das wir mit unserm Blut und Leben zu schützen verpflichtet sind!

Nicht alle Eure Privilegien vertragen sich mit der wahren Wohlfart des Landes, fuhr der Graf fort. Aber dazu fehlt Euren Bürgern die Einsicht. Sie be­greifen nicht, daß das Gleichmaß der Kräfte aller Glie­der eines Staats zu dessen Gedeihen nothwendig ist, daß der Schweryunct des Ganzen dem Haupte zukommt, welches das Ganze regiert.

So sebr uns auch die Einsicht fehlen mag, ver­setzte der Brauer bescheiden, so wissen wir doch, daß das Haupt Leben und Kraft nur behält, wenn das Herz gesund ist und den lebendigen Strom des Lebens in genügender Fülle nach allen Theilen des Körpers sendet. Das Herz aber mein gnädigster Herr, ist das Bürger- thnm, das des freieren Spielraumes bedarf, wenn es seine Bestimmung erfüllen soll. Laßt dem Bürgerthume Lnft und Licht, nach seinem Vermögen sich zu entfalten, und glaubt mir, gnädigster Herr, daß es die sicherste Stütze Eures Thrones sein wird, sicherer als Legionen Reisiger, deren Treue Ihr mit Geld bezahlt.

Das heißt so viel, als: Unterwerft Eure bessere