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DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7^ Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postauf- schlag hinzu. Anzeigen aller Art werden aufgennmmen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller,^bei Wie­derholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

dem Königl. Bayerischen Staatsminister des- ^^MlMglichen Hauses und des Aeußern, Freiherrn von Schrenk das Großkreuz und

dem Königl. Bayerischen Minister-Residenten am Kurfürstlichen Hofe, Kämmerer Freiherrn v. Thün- gen das Commandeurkreuz zweiter Classe des Kur­fürstlichen Wilhelmsordens zu verleihen;

den ersten Hof- und Garnisonsprediger Heinrich Cornelius Reimann zu Cassel zugleich zum' Con. sistorialrathe bei dem dasigen Konsistorium zu be­stellen;

die erledigte Pfarrei Oberhülsa in der Classe Homberg dem Pfarrer extr. Hermann Georg Wil­helm Brauns aus Dörnhagen, und

die erledigte Pfarrei Kleinalmerode in der Classe Witzenhausen dem Pfarrer Georg Heinrich Brandt zu Heisebeck zu übertragen;

den Regierungs-Referendar Carl Moriz Wilibald Johann von Eschwege zu Fulda zuni Kreissecretar bei dem Landrathsamte Ziegenbain und

den Regierungs-Refereudar Carl Ludwig Wilhelm Mirus zu Cassel zum Kreissecretar bei dem Land­rathsamte Schlüchtern provisorisch zu bestellen, sowie dem,zum Rechnungsführer der Universitäts-Wilt- wenkassegewählten Universitäts-Obervogt Heinrich Matthäus zu Marburg die landesherrliche Be­stätigung zu ertheilen,

den Kanzlisten Daniel Groskurth bei der Ei- senbahn-Direkton zum Repositar bei derselben,

den Forstinspections- Accessisten Heinrich Wep- ler zu Rinteln zum Revierförster des Forstreviers Treis a. d. L.,

den Forstinspections-Accessisten Eduard Krämer zu Hersfeld zum Revierförster des Forstreviers Erkshausen, und

den Forstinspections-Accessisten Carl Ludwig Schember zu Wetter zum Revierförster des Forst­reviers Sandberg, ferner den Steuerrevisorats-Gehülfen Lothar Eckhardt, zum Steuer-Revisor bei dem Ober-Steuer-Kollegium, die vier letzteren provisorisch, zu ernennen.

Der Rubin.

Von Adolph Görling.

(Schluß.)

Mr. Walter Falconer, ein alter Junggesell, ward bereits am ersten Tage seines Erscheinens mit dem al­ten General fast vertraut und gewann die Zuneigung der beiden Kinder vollkommen. Mr. Falconer besaß in Jslington eine Villa mit einem schönen Garten, in wel­chem der Rechtsgelehrte ein großer Ornitholog aus Liebhaberei etwa ein Dutzend ungeheurer Volleres aufgestellt hatte. Als er und Lord Alfred die Hanton- schen Kinder hierher geführt hatte, ward es schwer, die Kleinen wieder zur Abfahrt zu bewegen. -

Plötzlich jedoch stellten nicht allein der Advocat sondern auch Lord Hardford ihre Besuche in Hantons Hotel auf Belgravesquare ein. Die Kinder erhielten von Zeit zu Zeit Geschenke von dem Juristen; aber er er so wenig wie Lord Alfred beantworteten eins der Schreiben, welche Lady Hanton um Aufklärung desetwa" Vorgefallenen absandte.

Inzwischen waren die Assisen eröffnet worden und die Zeitung hatte unter den Anzeigen der zu verhan­delnden Fälle auch folgende Notiz: Miss Mathilda Clary, Gouvernante, 18 Jahr alt, gebürtig aus St. Albans, angeklagt, den Mssrs. Nash und Benton, Ju­weliere, einen Rnbin, Werth fünfhundert Pfund, ge­stohlen zu haben.

Das schaulustige Publikum betrachtete das Unglück der jungen Gouvernante instinktmäßig als einenin­teressanten Fall" und der Saal war zum Erdrücken voll, als Miss Clary, von, ihrem Vertheidiger an der Hand geführt, auf der Anklagebank Platz nahm. Das junge Mädchen, bleich zwar und erschüttert, hielt fest ihre Augen auf ihren Vertheidiger gerichtet, als wenn ihr dieser Anblick Muth einflöße. Ihr schräg gegenüber saßen die Zeugen: Mr. Nash mit seinem Advocaten und die Dame Hanton, ganz in Rosa gekleidet mit tief car« minrothem Gesichte.

Die Anklageakte wurde verlesen. Es erfolgte der Zeugenaufruf.

Ist sonst noch Jemand, der mich hört, rief der