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srp> 39+ Hersfeld, den 18, Mai. ingi*
Der „Hersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. — Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postaufschlag hinzu. — Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.
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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:
die erledigte Pfarrei Mariendorf in der Classe Hofgeismar dein außerordentlichen Pfarrer und der- maligen Pfarreiverweser zu Gensungen, F. Theys aus Cassel, und .
die erledigte Pfarrei Nesselröden in der Classe Sontra dem außerordentlichen Pfarrer Friedrich Heinrich Ludwig Hosbach aus Wasenberg zu übertragen; ferner dem praktischen Arzt Dr. med. Friedrich Endemann zu Cassel auch die Praxis als Wundarzt 1r Classe, und dem vr. meä. Christoph Ernst Döhne aus Wolf- Hagen die Praxis als Arzt und Wundarzt 1r Classe mit dem Wohnorte Neuhos zu gestatten.
G a m i o r.
Novelle von Adolph Görling.
(Fortsetzung.)
Der alte Kaufmann nahm den vorgezeigten Brief und nachdem er denselben genau besehen, rief er: „Ist ein Avisbrief — Wanka! von A. Brinton, Craig und Blackie, Bankiers in London und Glasgow eingegangen?"
„Nitzschewo, ssl Meines Wissens nicht; war die augenblickliche Antwort.
„Der Creditbrief ist von bedeutenden Häusern in Kopenhagen und Danzig respectirt und honorirt!" sagte der Chevalier de Saint Mandron, „wie Sie sehen!" indeß er mit dem Finger auf die Notizen zeigte, die nachwiesen, daß auf den Creditbrief bereits zwölftausend Francs erhoben waren.
Mitrophan Jurijew bedachte sich einen Augenblick und brächte dann ein ungeheures Packet von Wechseln hervor, von denen er einen auswählte, denselben dem alten Diener überreichte und sagte:
„Sieh zu, Söhnchen; hier ist ein Papier vonBrin-
ton, .Craig und Blaikie und hier der Creditbrief . .. Wer hat Ihnen, edler Herr^ meine Adresse ausgeschrieben ?"
„Der russische Consul in Danzig!"
?,Ah, Ghristos! Entschuldigen Sie mich .. ." Der Franzose verbeugte sich kurz.
„Der Kreditbrief ist ächt und ohne Tadel!" bemerkte hier Wanka.
W „Scbiwäge! Schnell!" trieb jetzt Mitrophan den Diener an. „Warum zauderst Du so lauge I Wie viel Herr Chevalier, verlangen Sie? Ich bin alt und mür« risch,. aber stets dienstfertig. Sie können den vollen Rest ihres Briefes von mir nehmen ..
„Sehr gut, mein Herr!" war die Antwort.
Und Wagka zählte und zählte ohne daß die blauen und Kaiserzettel ein Ende nehmen wollten. Im nächsten Augenblicke war die Brieftasche des Fremden durch achttausend Rubel so zum Bersten gefüllt, daß derselbe solche nur mit großer Mühe in die Brusttasche zu bringen vermochte.
Saint Mandron empfahl sich und würdigte jetzt die „Taubenväter" keines Blicks.
Einige Minuten später kam ein Straßen- Butesch- nik mit seinem schweren Stäbe über diejNewa gefahren sprang au einem der vielen Piers ab und eilte Alles über den Haufen rennend, tvas ihm in den Weg kam, nach Mitrophan Jurijews Laden,
Der Alte strich soeben zufrieden seinen Bart und legte sein Rechnenbret befriedigt zur Seite.
„Sechshundert Rubel gemacht!" sagte er schmunzelnd.
„Außer dem Agio!" fügte Wanka, die Hände rei- bend hinzu.
Jetzt erschien der schweißtriefende Buteschnik.
„Ich bin der Erste und das ist immer der, welcher die beste Nachricht bringt;" schrie der Polizeimann mit einer solchen Vehement, daß die sämmtlichen Leute im Comptoir, den alten Mitrophan nicht ausgenommen, mit sehr bestürzten Gesichtern emporsprangen. 4
„Die Nachricht ist gut; sie ist Tausende von Rubeln werth! Ihr sollt von einem Betrüger, der auf dem Bogatyr vorhin angekommen ist um eine halbe Million betrogen werden..."
„Was?" fragte Mitrophan.