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^ 32. Hersfeld, den 24. April. 1861*

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DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabettds. Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postauf- schlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller bei Wie­derholungen mit 6 Heller berechnet. ' , '

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Premierlieutenant v. Diemar vom 1. In­fanterie-Regiment (Kurfürst) zum Hauptmann und Compagnie-Chef im 2. Infanterie r Regiment,

die Secondlreutenants v. Roques vom 3. In­fanterie-Regiment und Kraushaar vom 2. Infan­terie Regiment zu Premierlieutenants im 1. Infan­terie-Regiment (Kurfürst), sowie

den Secondlieutenant Collet vom Artillerie- Regiment zum Premierlieutenant in demselben zu ernennen.

Wrinz Sours Fek-inan- von Wkerrßen.

Von Heinrich Ernst.

- (Fortsetzung.)

Im Jahre 1802 verließ er seinen Posten als Ge­nerallieutenant, um in Hamburg seine Geliebte, die Nie­derländerin Madame de Steen aufzusuchen. Sein dor­tiger Aufenthalt und seine freien Sitten machten viel von sich reden, und veranlaßten endlich den König Frie­drich Wilhelm III., Gewalt gegen ihn zu brauchen.

Der Oberst von Massenbach erhielt den Auftrag, den Prinzen Louis von Hamburg abzuholen und nach Magdeburg in Stadtarrest zu bringen.

Müssenbach kommt an, und das Erste, was er er- lm)rt, ist, daß der Prinz vor wenigen Tagen Händel gehabt habe.

Nachdem der Oberst des Prinzen Wohnung ausge- Eelt, begiebt er sich Morgens 4 Uhr zu ihm, wohl wissend, daß er den Nachtschwärmer nicht viel früher zu Hause antreffen wird. Er wird vorgelassen, findet den Prinzen im Bette und macht ihn mit dem Inhalt seiner Sendung bekannt. Louis aber zieht, ohne ein ^pprt zu entgegnen/ die Decke über den Kopf und läßt den Obersten ruhig reden. Als er nun oringend wird,

verbringen. Für Madame de Steen ist ein Portrait angefangen, das doch vollendet sein will.

T Massenbach, dessen Jnstructionen nicht auf Härte lauteten, giebt einen Tag zu. Der Prinz führt ihn zu seiner Geliebten und bietet im Verein mit dieser Alles auf um den Obersten willfähriger zu machen. Däs Portrait wird nicht fertig- und Louis verspricht den dritten Tag Mit abzureisen. Als aber dieser dritte Tag^ kommt, läßt er dem Obersten durch einen Officie't erklären, er werde nicht mir abreisen

Endlich nachdem Massenbach droht, den Prätor von Hamourg- zu reguiriren, ergiebt sich der Prinz ins Uw- vermeidliche. Sie reisen ab. Nach seiner Ankunft Magdeburg meldet er dem König seine Rückkehr voü 'Hamburg, ohne auch mir ein Wort der Entschuldiguna chniznzusügen. Der König ist erzürnt und befiehlt, daß der Prinz nicht nach Berlin kommen soll. Anfangs ge­horchte er; aber bald wurde ihm die Zeit zu lang und er wünschte seine Aeltern und seine Schwester die Für­stin Louise von Radziwill zu sehen. Er ließ um die Erlaubniß, nach Berlin fommen zu dürfen, bitten Je­denfalls hätte der König diesen Wunsch erfüllt:'aber, tvie man sagt, erfuhr er ihn gar nicht von seiner Um# Hebung. Nun bat der Prinz seine Schwester um eine Zusammenkunft in Brandenburg die liebende Schwe­ster sagte zu. Bereits am frühesten Morgen war Louis am Bestimmungsorte leider konnte die Fürstin nicht kommen, da Tags vorher eines ihrer Kinder krank worden war. Jetzt faßte er den Entschluß sofort nach Berlin zu gehen, trotz des strengen Befehls des Königs um seine Schwester zu sehen und seine zürnenden Ael- tern zu versöhnen. Die Aussöhnung erfolgte.

Seine Geburt und seine Verhältnisse gestatteten ihm nicht, eine Gcmalin, wie sein Herz sie wünschte, zu wählen, obgleich es wahrscheinlich sehr glücklich für ihn gewesen sein würde, hätte er eine edle Gattin ge­funden. Manche übermüthige Handlung wäre nicht be­gangen, und manches vorschnelle Urtheil über ihn wäre Wort zu entgegnen die'Decke über^deu °Kovf uniT läßt u'chi ausgesprochen worden. Man gedachte einige Mal den Obersten ruhig r.d,>( AIS S Ä Ä 7 Ä V« M "b" «» hm. der »L Mb

legt sich her Prinz anfS Bitten Nur drei Tage noch 6 ^ lf ^§ ///* "7 ^ne Derutainng unterblieb.