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Hersfeld, den 23. März.

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WM^ Die Bestellungen auf denHersfelder Anzeiger" für das mit dem 1» April beginnende zweite Quartal bitten wir rechtzeitig machen zu wollen. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die Nummern des laufenden Monats vom Tage der Bestellung an umsonst.

Seine Königliche Hoheit d er Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Unter-Staatsprocurator Ludwig Spohr von Ninteln zum Staatsanwalt für den Bezirk des Ober­gerichts in Cassel zu bestellen,

den Amts - Assessor Louis Koppen von Schmal- kalden als außerordentlichen Assessor zum Stadtge­richt in Cassel zu versetzen, und

den Obergerichts-Referendar D. Leander H enckel von Fulda zum Amts-Assessor bei dem Justizamte I. in Marburg zu bestellen, sowie

die Revierförster Georg Oetzel zu Weisungen und Ludwig Wilhelm D e hn ert zu Bieder zu Ober­förstern zu ernennen, sowie den Ersteren mit der Versetzung der Forstinspectorstelle zu Friedewald und den Letzteren mit der Versetzung der Forstinspector- stelle zu Marburg zu beauftragen;

den Ober- Juspector, Steuerrath Carl Philipp H'inkelbein zu Marburg in gleicher Eigenschaft zum Haupt- und Provinzial.Steueramte in Kassel g« versetzen;

den Revisor Konrad Ackermann bei der Ober- Zolldirection zum Controleur bei dem Provinzial- Steueramte in Kassel, und

den Hülfs-Expedienten Friedrich Reichmeyer zu Kassel provisorisch zum Kauzlisten bei demOber- Forst-Cplleginm zu ernennen.

Gäste rm Nöthen Korven.

(Fortsetzung.)

' Er legte den Finger an seine Lippen und sann ei­nige Augenblicke nach. Ich Habs! rief er dann, indem er sich aufheiterte, ein Zug nach Tunstoue fährr in fünf Minuten durch. Jobsvu, wollen Sie znrückfahren dörse u)rd Papiere hol ein? Wir müssen schon den -t'blhr-Zug ohne nus'abgehen lassen; aber um iLs Uhr toinmt ein aiidcrer Zug von Tunstoue, der hier anhalt

. Wteii Sie gerade Zeit, die Sachen zu' holen und wieder znrückznkommen. Wir werden unterbeß auf dem

Bahnhöfe auf ©ie, warteri und Sie für Ihre Mühe entschädigen; dann können Sie mit dem Gig wieder heimfahren. Wollen Sie mir diese große Gefälligkeit erweisen?

.Eine solche Bitre konnte man unmöglich abweisen. Schon sah man den Zug heranbrausen. Ich sprang aus dem Gig, löste mein Billet, und als ich beim Ab­fahren des Zuges zum Wagenfenster 'hinaussah, bemerkte ich, wie Herr Oldwink am Thore des Gasthauses zum Bahnhof vorfuhr und sich znm Absteigen anschickte.

Als ich in Tunstone ab stieg, wen fand ich auf dem Perron des Bahnhofs? Herrn Purkiß. Er nickte mir zu und winkte; aber da ich keine Zeit zu verlieren hatte, that ich, als bemerkte ich ihn nicht, und verlor mich in die Menge; als ich aber zu meiner Thür kam, stand er schon dort.

Herr Jobson, auf ein Wort! -

Kann mich nicht aufhalten, Herr Purkiß. Ein an­deres Wal mit dem größten Vergnügen.

Geht nicht ein anderes Mal. Hören Sie doch! Wo haben Sie Herrn Oldwink gelassen?

Ich weiß nicht, was Sie zu dieser Frage berechtigt, aber ich verließ den Herrn in Dcepwood.

Hat er seine Rechnüüg bezahlt, als er sich von dem Rothen Löwen -empfahl-?

Nun freilich bezahlte er. Aber wirklich, mein Herr

Nun, bleiben Sie nur hübsch ruhig. Er zahlte Sie

mit einep.Zwanzig-Pfund-Note, nicht wahr?

Ja.

Die Banknote ist falsch. Haben Sie sie bei sich.

Nein, ich habe sie zu Haufe.

Nun, ich sage Ihnen noch einmal, daß sie falsch ist, und'sage Ihnen obendrein, daß Ihr Freund, Herr Oldwink, der abgefeimteste Spitzbube in den drei Kö­nigreichen ist.

Man hätte mich mit einem Stöpsel niederschmettern können, als ich diese Worre des Herrn Purkiß vernabm.

Und wer, sind Sie, Herr, vermochte ich endlich zu stammeln, und woher wissen Sie das alles?

Ich bin Polizoibeamter. Ich habe Herrn Oldwülk schon lange im Auge, aber er ist ein schlauer Bursche, daß es schwer war ihm etwas zu beweisen. Ich ver­folgte seine Spur bis zu Ihrem Hause, dann schlug ich