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Mv> L. Hers feld, den 2. Januar. /. 1861

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7^Sgr. bei den Postanstalten kommt, der übliche Postaufschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden aufgcnonunen und die Zeile oder deren Raum mit 8-Heller, bei Wiederho" hingen mit 6 Heller berechnet.

Der große Weltenmeister gab jeder Jahreszeit Verschiedne Attribute und ein vörfchiednes Kleid.

Wie die Natur im Aenze die blauen Veilchen pflegt, An ihrem Mutterherzen die jungen Saaten trägt;

Wie sie im holMr^Gsmmep die Aehren füllt und reift, Und ihren Ermesegen in volle Scheuern häuft;

Wie sie im HerKA vom Baume die goldnen Früchte psiückt, Und aEdie durst'ge Lippe den Saft der Traube drückt: So deckt sie, sehnt im Winter die Erde sich zur Ruh', Die lieben Psianzenkinder mit weißer Decke zu;

Steckt ihren Menschenkindern die Weihnachtslichter auf, Und spricht zum Neuen Jahre ein herzliches:Glück Utlf!" Glück auf zur Weiterreise! Mit frohem Gottvertrau'n!

Sei's auf des Winters Eise, sei's auf des Lenzes Au'n;

Set's in des Sommers Schwüle, sei's wenn der Herbst uns küßt, Glück auf! Was kann uns irren, wenn Gott der Führer ist?

Laßt uns, ob auch die Zeiten bald kommen und bald gehn, Nur fest zusammen halten und fest zusammen stehn!

Und Jeder schaff' und strebe: daß er was Rechtes sei; Das Halbe will nichts taugen, das Ganze nur ist treu. Der Bürger und der Bauer vereine Herz und Hand Zum Schutze für das Gute in Welt und Vaterland. Der biedr'e Bürger lege sein anvertrautes Pfund Auf einem gold'nen Böden, auf einem festen Grund. Der wackr'e Landmann säe, was er für gut erkannt, Nicht in den falschen Acker, nein, in das rechte Land, Und Jeder pfleg' und hüte, was er getrost gesä't, Daß er zum Erntefeste im Himmel gut besteht.

GlüÄ snf znm neuen KaHre! Der Herr hat es gesandt! Nehmt es als Kindesgabe aus seiner Vaterhand, Und laßts in seinem Namen getrost begonnen sein, Die Menschheit spricht ihr Amen und Gott den Segen drem.