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versselber Aiizclqcr.

Mp. Wl» Hersfeld/ den 19. December. L8GV.

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition (Nenmarkt Nr. 587) pro Quartal 7^ Sgr.,bei den Postanstalten kommt der übliche Postaufschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederhol Inn gen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit d er Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

die erledigte Pfarrei Grebendorf in der Klasse Eschwege dem Pfarrer ChristialnGeiste zu Ma­rien dorf,

die Rektorstelle zu Großnenndorf dem anßerdrdent- lichen Pfarrer Friedrich Baldewein aus Rinteln, die erledigte Stelle eines Probators bei der Di­rektion der Landeskreditkasse provisorisch dem beauf­tragten Consistorial Kassirer Friedrich Robert zu Cafsel

zu übertragen,

zur Bestellung des Kaplaus Georg Paul zu Neuhof zum Pfarrer in Nuhlkirchen, und

des Kaplans Johannes Nick aus Amöneburg zum Kapla» an der Tompsarrer zu^Jl.ilLa die allerMM.- landesherrliche Genehmignirg zu ertheilen,

sowie

den Rector August Wilhelm Aßmann zu Obern- kirchen von seiner Stelle auf sein allerunterthänig- stes Nachsuchen zu entbinden,

ferner

'dem praktischen Arzte und Geburtshelfer Dr. med. Georg Freud e n st e i n zu Homberg auch die Aus­übung der Praxis als Wundarzt Ir Klaste, und

dem Dr. med. Carl Justus Heinrick! Wilhelm Cöfter aus Rosenthal die ärztliche, und geburts- hülfliche Praxis mit dem Wohnorte Homberg zu gestatten,

den Geheimen Ober Bergrath Johann Rudolph Siegmund Fulda zum Director der Ober-Berg- und Salzwerks-Direction, sowie

--^den Nechunngsgehülfen bei der Buchhalterei der Elftubghii Werkstätten zu Kassel, Philipp Heinrich Kaiser,-provisorisch zum Probator bei der Ober- sinanzkammcr zu ernennen.

Die Wo^feVHuAgen zus M eihn achtszeit

Die Klagen, welche alljährlich nachdem Weihnachts­

fest über Verspätung und Beschädigung von zu diesem Fest in Beziehung stehenden Postsendungen laut werden, haben es der Redaction wünschWSwertb erscheinen lassen, zum Zweck einer angemessene» Beralhun des Publikums über diejenigen Punkte sich zu informire . deren Beach­tung dem Publikum die Möglichkeit gewähren würde, zur Fernhaltnng der besagten Nachtheile wesnrtlich bei- zutragen. Mittheilungen eim§ Sachverständigen setzen uns in den Stand, Folgendes zur Berücksichtigung zu empfehlen.

1) Der Wunsch der Aufgeber von Christgeschenken einerseits, daß diese thunlichst im Moment der Veschee- rung an ihre Bestimmung gelangen, und andererseits die Erwartutig, daß erhöhte Anstrengung und Verineli- rung der Arbeitskräfte den Postbetörden es möglich Lerde, Men MerLebmieu

ter Beachtung der vorgcschnebenen Aufgabe und Distri- butiouszeiten zu besorgen, hat seither bei allen.größeren Poststellen die Sendungen der fraglichen Art tu den letzten Tagen vor dem Fest so massenhaft zusammenge- dränzt, daß die vorsichtigsten Maßregeln deren rechtzeitige Spedition und Bestellung zu sichern nicht vermochten. Kommt hierzu noch, daß bei so massenhaften Sendungen und bei der Nothwendigkeit eiligster Behandlung der­selben hin und wieder Irrthümer unterlaufen, so -empfiehlt sich für diejenigen Absender, welche un'er allen Umständen Verspätungen vermeiden wollen, der Rath, die Aufgaben frühzeitig zu bewirken. 2) Die Menge, sowie das Gewicht der gleichzeitig zu transportirenden Sendungen und die Erschütterung welcher dieselben bei dem Trans­port, namentlich auf den Eisenbahnen, unterliegen, setzen alle schlecht verpackten Gegenstände der Beschädigung ane, weshalb namentlich für alle zerbrechliche, oder dein Druck nicht auszusetzende Sachen die Wahl einer dem Einfluß der Erschütterung, des Stoßes und des Drucks widerstehenden Verpackung unverletzlich erscheint. AIs eine solche sind namentlich die häufig zur Verwendung kom­menden Schachteln und Cigarreukästchen nicht zu betrach­ten, sondern Kisten von starkem Holz zu bezeichnen. 3) Sehr wich ig ist die deutliche Adressirung der Sen­dungen, namentlich eine genaue Bezeichnung der Lage von Bestimmungsorten mit minder bekannten oder mehr­fach vorkommenden Namen. 4) Gerade für die Weih«