NS. HA.
Hersfeld, den 31. Oktober.
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D^' »Hersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. — Prew desh lben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7^. Sgr. bei den Postanstalten kommt der übliche Postanfichmg hinzu. — Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.
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Des Innern
) vom 25. Oktober 1860,
die Einbernfung der Landstande betreffend.
Nachdem Seine Königliche Hoheit der Kurfürst'die Einberufung der Landstände auf den 12. November d. I. allergnädigst verordnet haben, so wird solches hierdurch bekannt gemacht und ergeht an alle, welche an dieser Ständeversammlung Theil zu nehmen haben, die Aufforderung, bis zu dem genannten Tage dahier einzutref- fen und übrigens sich der Geschäfts-Ordnung für die Landstände gemäß zu verhalten.
Kassel, am 22. Oktober 1860.
aber nicht thöricht hoffst, das werde sich femalo gntfrn, so lege ich die Hand auf das heilige Buch, und scyivore es beim allmächtigen Gott, daß es nie geschehen wird, niemals! , . , ls , ,Xf “ 7f
Mutter, rief Georg weinend, was thut ! ems ein Gefühl soll man nicht schwören, denn es ist nicht in unserer Macht; Euch aber hat dec Haß den Schwur: entlockt. Aber wißt Ihr, ob Ihr nicht einmal den Haß vergessen werdet, und lieber in Eures Sohnes ^innne ruhige und glückliche Tage verleben werdet? Möge es Euch niemals reuen, daß Ihr Euch dies selbst unmöglich gemacht habt! *
Walbnrg schwieg, und Georg verließ die Stube. Er solgte einem halb unbewußten Dränge, der ihm, die , Einsamkeit willkommen machte, weil er sich nach einer
Die Wetterhexe.
Novelle von W. L. Stricker.
(Fortsetzung.)
Muf die Berge!
In der Hütte der allen Walburg war es zivar nicht ruhig geworden, aber still. Das Mutterherz hatte bereits begonnen, über die Leidenschaft zu siegen. Auf Georgs Bitten hatte sie endlich erklärt: " '
»Du hast Deinen Willen. Kannst Du nicht leben ohne Clara, so sieh, daß sie Dein Weib wird, Ich
Ükbbli Dir, meinem Sohne, und Euren Kindern meine Hebe, weil sie Deine Kinder sind. Aber Clara Hütte.betreten, weder als Deine Braut, ? ?b'" Werd Ich werde Dir in diesem Hause das ounelnu Dein ist, den Platz räumen, aber Dich nie mehr iu demselbeii sehen, so lauge sie darin ist, denn £ e^ImetflerS Kind. Wenn Du mich daher ick "wein 011 8“ mir kommen, und
ich weiß, daß Du täglich kommen wirst. Damit Du
Kurfürst l.^M i n i st e ri um des I »ner n,
Bolin a r . selbst nicht inehr znrccht.
Vt. Baumann. WaS ihm heute begegnet war, war so unvermilthet
.-.......-_____... ____________ . gekommen, so plötzlich wie ein Rebelbild ans dem Bo.
den entsprungen. ' Was er gethan, war so ganz seinem frühern Charakter, keiner ganzen Denk- und Sumeswcnse widersprechend, daß er fast glaubte, sein früheres Leben oder der heutige Tag müsse ein Traum sein. Es war ihm als habe "er sich den Morgen noch träumend in einem Kahne geschaukelt, der sich vom Lande losgerissen habe, und nun mitten auf das wogende Meer hinaus, getragen worden sei, das ihn mit seinen Stürmen und Gefahren umgeben hielt.
Georg hatte sich von den Verhältnissen beherrschen lassen, statt sie mit krustiger Hand am Zaume zu packen und nach seinem Ziele zu lenken, kleberoiev» sind Studenten ein leichtsinnig heiteres Völkchen, das in den . „ lieben Tag hinein lebt, und weil es sich trotzen Muthes
niedre es Dir nicht; ich will Dir sogar meinen Segen tu sede Lage findet, in der Regel wenig Lust und Energie besitzt, sich zu andern. , _ .
In der Bildungsanstalt hatte er, wie die klebrigen, mit sich Fangball spielen lassen. Die erste Classe hatte ihn der zweiten zugeworfen, und so hatte er bequem den ganzen Kreis durchflogen, und das ubi bene, ibi patna aus vollem Herzen mit angestiminh .
Nun aber war er am Ende, und die Wahl seines Standes hatte ihn zum ersten Male aus der Gemüthlichkeit ausgeschreckt. Jetzt war die Liebe noch dazuge- _